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Lammelbach

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Lammelbach
Stadt Herrieden
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(51)&title=Lammelbach 49° 13′ N, 10° 30′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(51) 49° 12′ 46″ N, 10° 30′ 0″ O
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Höhe: 430 m ü. NHN
Einwohner: 51 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/>
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 91567
Vorwahl: 09825
Datei:Herrieden, Lammelbach, Kriegerdenkmal, Baudenkmal.jpg
Gründlesfeld: Kriegerdenkmal, Wegkreuz
Datei:Herrieden, Lammelbach, Wegkreuz, Hartfeld, Baudenkmal.jpg
Hartfeld: Wegkreuz

Lammelbach ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Lammelbach hat eine Fläche von 4,619 km². Sie ist in 418 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11.051,11 m² haben.<ref>Gemarkung Lammelbach (093176). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 23. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Leibelbach, Manndorf, Sauerbach und Winn.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>

Geographie

Das Dorf liegt am Erlbach (im Unterlauf Hechelschutzbach genannt), einem rechten Zufluss der Altmühl. Der Ort liegt inmitten einer flachhügeligen Ebene bestehend aus Grünland mit einzelnem Baumbestand und Ackerland. Im Westen wird die Flur Hartfeld genannt, im Südosten Langfeld. 1,5 km südlich erhebt sich der Lammelberg (473 m ü. NHN).

Die Kreisstraßen AN 54 führt nach Lettenmühle (1,2 km südlich) bzw. nach Leibelbach zur Staatsstraße 2248 (1,3 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Manndorf (0,4 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Der Ort wurde wahrscheinlich im 11. Jahrhundert gegründet.<ref>R. Herrmann: Altgemeinde Lammelbach, S. 241.</ref>

1801 gab es in dem Ort neun Haushalte, die alle dem eichstättischen Oberamt Wahrberg untertan waren.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 258.</ref>

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Lammelbach dem Steuerdistrikt Heuberg zugewiesen.<ref name="OV 1818"/> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Lammelbach mit den Orten Leibelbach, Manndorf, Sauerbach und Winn. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 46 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden zugeordnet (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt). Ab 1862 gehörte Lammelbach zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und seit 1929 zum Finanzamt Ansbach. In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Herrieden zuständig (1879 in Amtsgericht Herrieden umbenannt), seit 1931 ist es das Amtsgericht Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,622 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Herrieden eingemeindet.<ref> </ref><ref>Herrieden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 30. März 2025.</ref>

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 5: Bauernhaus, zweigeschossiger Satteldachbau, mit Putzgliederung, Ortgangziegel mit ornamentalem Dekor und Maske, um 1912.<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Herrieden (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • In Lammelbach: ehemaliges Flachsbrechhaus, eingeschossiger Satteldachbau, im frühen 20. Jahrhundert zu Feuerwehrhaus umgestaltet; am Ortsausgang nach Leibelbach.<ref name="Denkmalliste"/>
  • Gründlesfeld: Kriegerdenkmal, Wegkreuz, Gusseisen auf Sandsteinsockel, wohl zweites Viertel 20. Jahrhundert; am Ortsausgang nach Leibelbach.<ref name="Denkmalliste"/>
  • Hartfeld; Von der AN 54 (Lammelbach) zur St 2248: Wegkreuz, gusseisernes Kruzifix auf Sandsteinsockel, zweite Hälfte 19. Jahrhundert, mit Inschrift; 200 Meter außerhalb des Ortes an der Straße nach Leibelbach.<ref name="Denkmalliste"/>

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Einwohnerentwicklung

Gemeinde Lammelbach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 192 222 231 231 243 235 221 224 242 229 217 200 202 219 218 224 236 212 188 301 258 195 204 197
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 42 44 45 45 44 39 36 38 35
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 52 (Digitalisat). Für die Gemeinde Lammelbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Leibelbach (S. 53), Manndorf (S. 57), Sauberach (S. 80) und Winn (S. 104).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 159 (Digitalisat). </ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1024, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 161 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1189–1190, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1121 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1188 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1226 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1057 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 776 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 170 (Digitalisat).</ref>

Ort Lammelbach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 55 63 72 64 51 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *72 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *71 66 55 61 51
Häuser<ref name="Häuser"/> 12 12 13 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *14 <templatestyles src="FN/styles.css" /> *13 10 10 12
Quelle <ref name="OV 1818"/> <ref name="OV 1846"/> <ref name="OV 1861"/> <ref name="OV 1875"/> <ref name="OV 1885"/> <ref name="OV 1900"/> <ref name="OV 1925"/> <ref name="OV 1950"/> <ref name="OV 1961"/> <ref name="OV 1970"/> <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 328 (Digitalisat).</ref>
<templatestyles src="FN/styles.css" />
* 
Angaben inklusive Manndorf

Religion

Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt.<ref name="OV 1846"/><ref>Pfarrverband Herrieden-Aurach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 19. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Christuskirche (Herrieden) gepfarrt.<ref name="OV 1950"/><ref>Die Christuskirchengemeinde Herrieden. In: herrieden-christuskirche.de. Abgerufen am 19. März 2023.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Lammelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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