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Heuberg (Herrieden)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Heuberg
Stadt Herrieden
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(56)&title=Heuberg 49° 13′ N, 10° 29′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(56) 49° 12′ 47″ N, 10° 28′ 41″ O
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Höhe: 434 m ü. NHN
Einwohner: 56 (31. Dez. 2015)<ref>Heuberg, Herrieden, Bayern, Deutschland. In: de.city-facts.com. Abgerufen im November 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. Juli 1971
Postleitzahl: 91567
Vorwahl: 09825

Heuberg ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Heuberg hat eine Fläche von 6,014 km². Sie ist in 571 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10.532,98 m² haben.<ref>Gemarkung Heuberg (093161). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 23. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Brünst und Stegbruck.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>

Geographie

Durch das Dorf fließt der Heuberger Mühlbach, ein rechter Zufluss des Michelswieser Bachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. Im Süden gibt es eine kleine bewaldete Anhöhe, ansonsten ist der Ort von einer flachhügeligen Ebene umgeben, die aus Grünland mit vereinzelten Baumbestand und Ackerland besteht.

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Lattenbuch (2,2 km südwestlich), zur Kreisstraße AN 37 bei Brünst (1 km nördlich) und die Staatsstraße 2248 und Kreisstraße AN 54 kreuzend nach Manndorf (1,7 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Im 13. Jahrhundert war Heuberg ein Amt des Herriedener Kollegiatstifts.<ref>R. Hartmann: Altgemeinde Heuberg, S. 238.</ref> 1538 kaufte der Eichstätter Bischof Christoph von Pappenheim von Johann Knorz, einem Herriedener Chorherrn, dem das Amt erblich zugefallen war, für 500 fl. ab. 1800 gab es in Heuberg 20 Haushalte, die alle dem eichstättischen Vogtamt Wahrberg-Aurach unterstanden.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 459.</ref>

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) entstand der Steuerdistrikt Heuberg.<ref name="OV 1818"/> Zu diesem gehörten Brünst, Lammelbach, Leibelbach, Manndorf, Sauerbach, Schönau, Stegbruck und Winn. Wenig später wurde mit Brünst die Ruralgemeinde Heuberg formiert. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 46 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden zugeordnet (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt). Spätestens 1840 wurde die bis dahin selbständige Ruralgemeinde Stegbruck Heuberg zugewiesen. Ab 1862 gehörte Heuberg zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und seit 1929 zum Finanzamt Ansbach. In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Herrieden zuständig (1879 in Amtsgericht Herrieden umbenannt), seit 1931 ist es das Amtsgericht Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,020 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Herrieden eingemeindet.<ref> </ref><ref>Herrieden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 30. März 2025.</ref>

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 13: Wohnstallhaus, eingeschossiger giebelständiger Satteldachbau, massiv, 1858<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Herrieden (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • Katholische Ortskapelle Heilige Dreifaltigkeit: eingeschossiger Satteldachbau, einseitig mit Walm, mit Schweifgiebel, Dachreiter, um 1700; mit Ausstattung<ref name="Denkmalliste"/>
  • Strutfeld: Feldkreuz, Gusseisen auf Steinsockel, 19. Jahrhundert; etwa 150 Meter nordöstlich in der Flur<ref name="Denkmalliste"/>

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Einwohnerentwicklung

Gemeinde Heuberg

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970
Einwohner 175 396 310 305 305 292 300 308 326 312 308 288 287 299 308 318 323 293 275 380 401 353 274 239
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 41 66 65 61 61 58 51 54 52
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 40 (Digitalisat). Für die Gemeinde Heuberg zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Brünst (S. 13).</ref> <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 158 (Digitalisat). </ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1024, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 161 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1189, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1120 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1188 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1225–1226 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1056 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 776 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 167–170 (Digitalisat).</ref>

Ort Heuberg

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 120 115 120 120 113 111 114 149 103 107 98
Häuser<ref name="Häuser"/> 27 25 23 22 19 20 20 24
Quelle <ref name="OV 1818"/> <ref name="OV 1846"/> <ref name="OV 1861"/> <ref name="OV 1875"/> <ref name="OV 1885"/> <ref name="OV 1900"/> <ref name="OV 1925"/> <ref name="OV 1950"/> <ref name="OV 1961"/> <ref name="OV 1970"/> <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 328 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt.<ref name="OV 1846"/><ref>Pfarrverband Herrieden-Aurach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 19. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Christuskirche (Herrieden) gepfarrt.<ref name="OV 1950"/><ref>Die Christuskirchengemeinde Herrieden. In: herrieden-christuskirche.de. Abgerufen am 19. März 2023.</ref>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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