Oberschönbronn
Oberschönbronn Stadt Herrieden
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(101)&title=Obersch%C3%B6nbronn 49° 11′ N, 10° 28′ O
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| Höhe: | 465 (450–471) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 101 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91567 | |||||
| Vorwahl: | 09855 | |||||
Oberschönbronn ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Oberschönbronn hat eine Fläche von 7,501 km². Sie ist in 962 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7797,28 m² haben.<ref>Gemarkung Oberschönbronn (093202). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 23. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Lattenbuch und Limbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt am linken Uferhang der Wieseth. Im Norden liegt das Flurgebiet Espan, im Südwesten jenseits der Wieseth die Waldgebiete Löschenholz und Kohlplatte. Die Kreisstraße AN 52 führt nach Böckau (0,9 km nordwestlich) bzw. nach Zirndorf (1 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zu einer Gemeindeverbindungsstraße (1 km südlich), die nach Ammonschönbronn (0,6 km südlich) bzw. nach Mittelschönbronn verläuft (0,3 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
In den Jahren 1392 und 1397 kaufte das Kloster Heilsbronn dort Güter von Albrecht Berlein, einem Bürger von Dinkelsbühl. Im Jahre 1446 kaufte das Kloster ein Gefälle von der Schmiede und von einem Gut, das bis dahin Eigentum von Wilhelm von Burk war.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 520.</ref>
Oberschönbronn lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 gab es 16 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren ansbachische Ämter (Verwalteramt Forndorf: 2 Anwesen, Stiftsamt Ansbach: 3 Anwesen, Hofkastenamt Ansbach: 1 Anwesen) und eichstättische Ämter (Stiftskapitel Herrieden: 9 Anwesen, Kastenamt Arberg-Ornbau: 1 Anwesen).<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Oberschönbronn (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> An diesen Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reichs nichts.<ref>Johann Bernhard Fischer: Oberschönbronn. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 190 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 218 f.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
1806 kam Oberschönbronn an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Oberschönbronn dem Steuerdistrikt Gräbenwinden zugeordnet.<ref name="OV 1818"/> Wenig später entstand die Ruralgemeinde Oberschönbronn mit den Orten Deffersdorf, Häuslingen, Lattenbuch, Limbach, Mittelschönbronn, Pfeifhaus, Urbansmühle und Zirndorf. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Feuchtwangen<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 36 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Feuchtwangen zugeordnet (1919 in Finanzamt Feuchtwangen umbenannt). Ab 1862 gehörte Oberschönbronn zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und von 1943 bis 1973 zum Finanzamt Dinkelsbühl, seit 1973 zum Finanzamt Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 13,960 km².<ref name="OV 1961"/> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 Oberschönbronn mit Lattenbuch und Limbach nach Herrieden eingegliedert, während Deffersdorf, Häuslingen, Mittelschönbronn und Zirndorf nach Wieseth kamen.<ref> </ref><ref>Herrieden > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 8: Wohnstallhaus, zweigeschossiger Satteldachbau, massiv, mit Putzgliederung, Mitte 19. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Herrieden (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 18: Scheune, zweigeschossiger Satteldachbau, Obergeschoss und Giebel Fachwerk, frühes 18. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Gemeinde Oberschönbronn
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 526 | 566 | 565 | 545 | 596 | 589 | 588 | 591 | 635 | 625 | 629 | 626 | 600 | 613 | 607 | 666 | 663 | 634 | 609 | 923 | 812 | 732 | 607 | 591 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> | 90 | 88 | 118 | 125 | 125 | 123 | 126 | 123 | 122 | |||||||||||||||
| Quelle | <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 69 (Digitalisat). Für die Gemeinde Oberschönbronn zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Deffersdorf (S. 17), Häuslingen (S. 35), Lattenbuch (S. 52), Limbach (S. 55), Mittelschönbronn (S. 59) und Zirndorf (S. 107).</ref> | <ref name="OV 1846">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 112 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis 1953 hatte die Gemeinde 571 Einwohner.</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1021–1022, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1186, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1118 (Digitalisat).</ref> | <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1185 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1223 (Digitalisat).
</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1058 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 777 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 170 (Digitalisat). Für die Ortsteile, die nach Wieseth eingemeindet sind: S. 172.</ref> |
Ort Oberschönbronn
| Jahr | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 102 | 105 | 117 | 108 | 102 | 107 | 93 | 127 | 82 | 93 | 101 |
| Häuser<ref name="Häuser"/> | 19 | 19 | 21 | 19 | 19 | 17 | 16 | 19 | |||
| Quelle | <ref name="OV 1818"/> | <ref name="OV 1846"/> | <ref name="OV 1861"/> | <ref name="OV 1875"/> | <ref name="OV 1885"/> | <ref name="OV 1900"/> | <ref name="OV 1925"/> | <ref name="OV 1950"/> | <ref name="OV 1961"/> | <ref name="OV 1970"/> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 328 (Digitalisat).</ref> |
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Wenzeslaus (Wieseth) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Jakobus der Ältere (Elbersroth) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei Herz Jesu (Bechhofen) zuständig.<ref>Pfarrverband Burgheide. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 19. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Oberschönbrunn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 218–219 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 520 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Bertold Seiler: Oberschönnbronn. In: Stadt Herrieden (Hrsg.): Herrieden. Stadt an der Altmühl. Fritz Majer & Sohn, Leutershausen 1982, ISBN 3-922175-08-2, S. 253–259.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Oberschönbronn in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Oberschönbronn im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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