Coop (Schweiz)
| Coop-Gruppe Genossenschaft
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Coop.svg | |
| Rechtsform | Genossenschaft<ref>Coop-Gruppe Genossenschaft. Handelsregisteramt des Kantons Basel-Stadt, abgerufen am 7. Mai 2021.</ref> |
| Gründung | 1890 (VSK), 1969 (Umbenennung in «Coop») |
| Sitz | Basel, Schweiz |
| Leitung | Philipp Wyss (Vorsitzender der Geschäftsleitung)<ref name="AfA">Coop - Verband Schweizerischer Konsumvereine. In: Archiv für Agrargeschichte. Abgerufen am 8. Januar 2023.</ref> Joos Sutter (VR-Präsident)<ref name="AfA" /> |
| Mitarbeiterzahl | 97'275 / 84'276 VZÄ (31. Dez. 2025)<ref name="zahlen-2025">Dokumentation zur Bilanzmedienkonferenz der Coop-Gruppe. (PDF) In: coop.ch. 17. Februar 2026, abgerufen am 17. Februar 2026.</ref> |
| Umsatz | 35,5 Mrd. CHF (2025)<ref name="zahlen-2025" /> |
| Branche | Mischkonzern |
| Website | coop.ch |
Die Coop Genossenschaft (<templatestyles src="IPA/styles.css" /> oder <templatestyles src="IPA/styles.css" />) gehört zu den grössten Detailhandels- und Grosshandelsunternehmen der Schweiz. Sie ist als Genossenschaft<ref>Coop Genossenschaft. Handelsregisteramt des Kantons Basel-Stadt, abgerufen am 7. Mai 2021.</ref> mit rund 2,7 Millionen Mitgliedern organisiert.
Unter dem Eigennamen betreibt Coop Supermärkte, Warenhäuser («Coop City»), Restaurants, Apotheken im Joint Venture mit Galenica («Coop Vitality») sowie über die Tochtergesellschaft Coop Pronto AG Tankstellen- und Convenience-Shops («Coop Pronto» und «Coop to go»). Die Online-Shops «Coop.ch» und «Coop-City.ch» ermöglichen die Bestellung von Artikeln aus dem Coop-Sortiment mit Heimlieferung.
Zur Coop-Gruppe gehören zudem die Baumarktkette «Jumbo» (seit 2021)<ref name="blick">Der Name Coop Bau+Hobby verschwindet. 27. August 2021, abgerufen am 6. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, die Unterhaltungselektronik-Ketten «Interdiscount» (seit 1996)<ref>Über Interdiscount - Interdiscount. Abgerufen am 6. Mai 2023.</ref> und «Swiss Household Services» (ehemals Dipl. Ing. Fust, seit 2007),<ref>Dipl Ing Fust, Switzerland www.fust.ch: Partner- Firmen. Abgerufen am 6. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> das Möbelhaus «Livique», der Beleuchtungs-Fachmarkt «Lumimart», die «Import Parfumerie» und die «Christ Uhren und Schmuck»-Schmuckgeschäfte. Per 1. Januar 2011 erweiterte Coop mit der vollständigen Übernahme der Transgourmet Holding ihr In- und Auslandsengagement im Gastronomie- und Gewerbegrosshandel.
Im Juni 2022 war Coop in der Liste der grössten Unternehmen in der Schweiz auf Platz 10 vertreten und im Jahr 2023 in der Liste der grössten Einzelhandelsunternehmen der Welt auf Platz 34.
Angebot und Dienstleistungen
Von seinen Mitbewerbern im Schweizer Detailhandel beabsichtigt sich Coop durch ein detaillierteres Angebot abzuheben. So bietet Coop neben Artikeln unter Eigenmarken auch zahlreiche Markenprodukte an. Verschiedene Linien decken die Nachfrage nach besonders ökologischen, kulinarisch hochstehenden, sozial profilierten oder kostengünstigen Produkten. Weitere Angebote und Dienstleistungen sind Guthabenkarten für Mobiltelefone («CoopMobile»), Pauschalreisen (ITS Coop Travel, Joint Venture mit Rewe Touristik), Brenn- und Treibstoffe (Coop Pronto AG; bis 2024 Coop Mineraloel AG) sowie bis 2017 Finanzdienstleistungen (die frühere Bank Coop wurde 1999 mehrheitlich und 2017 vollständig an die Basler Kantonalbank verkauft; siehe Bank Cler). Im Oktober 2023 wurde mit Coop Finance+ ein Neobank-Konto lanciert.<ref>Ruedi Maeder: Was Coop Finance+ leistet und was es kostet. In: moneytoday.ch. 25. Oktober 2023, abgerufen am 30. Oktober 2023.</ref> Mangels Erfolg werde jedoch das Angebot eingestellt, wie Coop im August 2024 mitteilte.<ref>Coop beendet Neobanken-Experiment nach wenigen Monaten. In: finews.ch. 9. August 2024, abgerufen am 9. August 2024.</ref> Die Coop Rechtsschutz AG bietet Dienstleistungen in Rechtsschutz.
Als Kundenbindungsprogramm bietet Coop seit 2000 die sogenannte Supercard an.<ref>Benjamin Weinmann: Supercard versus Cumulus: Coop leistet sich einen Scherz auf Kosten der Migros – diese kontert neckisch. In: aargauerzeitung.ch. 13. Mai 2020, abgerufen am 13. Mai 2020.</ref> Weist der Kunde diese bei Einkäufen vor, wird ihm für den generierten Umsatz eine Anzahl Superpunkte auf ein Punktekonto gutgeschrieben. Diese Punkte können dann gegen Prämien eingetauscht werden. Seit dem Sommer 2006 gibt Coop die Supercard Plus an Kunden ab, die auch als Mastercard oder als VISA erhältlich ist. Sie kombiniert die «normale» Supercard mit einer Kreditkarte. So können auch Superpunkte ausserhalb der Coop-Gruppe gesammelt werden. 2018 wurde die Supercard Kreditkarte mit Cashback-System lanciert.<ref>Michael Bolzli: Grosse Verwirrung um Coop-Kreditkarten. In: nau.ch. 7. November 2018, abgerufen am 18. November 2018.</ref> Sie wird nicht mehr von Swisscard – ein Joint Venture von Credit Suisse und American Express – herausgegeben,<ref>Michael Heim: Swisscard-Chefin: Die Mehrheit der Coop-Kunden ist geblieben. In: handelszeitung.ch. 14. Juni 2019, abgerufen am 15. Juni 2019.</ref> sondern von der TopCard Service AG, eine Tochter der UBS Switzerland AG.<ref>Coop lanciert neue Gratis-Kreditkarte. In: coop.ch. 1. November 2018, abgerufen am 19. November 2018.</ref> 2023 wurde bekannt, dass Coop die mit der Supercard gesammelten Kundendaten auch an Partnerfirmen verkauft.<ref>Migros und Coop verkaufen Cumulus- und Supercard-Daten an Partnerfirmen. In: blick.ch. 1. Oktober 2023, abgerufen am 4. Oktober 2023.</ref> Des Weiteren sind rund 35 Prozent der Coop-Supermärkte mit Selbstbedienungskassen ausgestattet. Diese akzeptieren nebst der Kartenzahlung auch Bargeld.<ref>Laura Frommberg: Jeder vierte Migros-Kunde zahlt am Self-Check-out. In: tagesanzeiger.ch. 23. Dezember 2018, abgerufen am 13. Januar 2019.</ref> Einzelne Filialen wurden mit einer Postagentur der Schweizerischen Post ausgestattet – z. B. in Bolligen und Worblaufen.<ref>Postagentur im Coop: Harziger Start. In: sp-bolligen.ch. 9. Februar 2021, abgerufen am 11. Februar 2021.</ref><ref>Post Filiale 3048 Worblaufen – Coop Worblaufen. In: places.post.ch. Abgerufen am 11. Februar 2021.</ref>
Coop besitzt 42 Einkaufszentren.<ref>Coop kauft das Perry Center. In: aargauerzeitung.ch. 29. Oktober 2021, abgerufen am 1. November 2021.</ref>
Geschichte
Verband Schweizerischer Konsumvereine
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden in vielen Schweizer Städten Konsumvereine gegründet. 1853 und 1869 scheiterten zwei Versuche eines Zusammenschlusses der Konsumvereine von Zürich, Basel, Bern, Grenchen, Biel und Olten.<ref name="Geschichte">Die Geschichte der Coop-Gruppe – ein Unternehmen in Bewegung. Januar 2021 (coop.ch [PDF; abgerufen am 7. Mai 2021]).</ref> Dies war erst bei einer dritten Zusammenkunft am 11. Januar 1890 in Olten möglich, als der Verband Schweizerischer Konsumvereine (VSK) gegründet wurde. Fünf Genossenschaften waren Gründungsmitglieder, am Jahresende zählte der VSK 43 Mitglieder. Mit der steigenden Zahl an Genossenschaften, 407 bis 1915, baute der VSK seine Tätigkeiten und seine Infrastruktur aus. 1902 erschien erstmals das «Genossenschaftliche Volksblatt» als Vorläufer der heutigen Coopzeitung.
Der eigentliche Ausbau erfolgte im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts, doch dieser wurde durch handelspolitische Hemmnisse nach dem Ersten Weltkrieg gebremst. Während des Zweiten Weltkriegs stellte der VSK seine ganze Kraft in den Dienst der Landesversorgung. Nach Kriegsende stiegen sowohl das Schweizer Bruttoinlandsprodukt als auch die Wohnbevölkerung stetig an, so dass mit der Nachfrage auch das Angebot im Einzelhandel zunahm. Der erste Selbstbedienungsladen des VSK wurde 1948 an der Stauffacherstrasse 20 durch den Lebensmittelverein Zürich (LVZ) eröffnet. 1960 wurde das Coop Signet eingeführt.<ref name="Geschichte" />
Coop Schweiz
Der grösste Einschnitt in der Verbandsgeschichte erfolgte 1969 durch die neue Unternehmenspolitik, die ihre symbolische Umsetzung in der Änderung des Namens VSK zu Coop Schweiz fand. Einen wichtigen Teil der neuen Politik bildete der Fusionsplan, welcher die Zahl der Genossenschaften von damals 407 meist lokalen Dorf- und Stadtgenossenschaften auf etwa 30 bis 40 teilregionale Genossenschaften reduzierte. Spätere Fusionspläne bildeten daraus wiederum Regionalgenossenschaften, deren Zahl Mitte der 1990er-Jahre noch bei 14 lag. Durch den Bau von grossen Supermärkten sank die Zahl der Verkaufsstellen bei zunehmender Verkaufsfläche. Zudem vergrösserte sich durch die Eröffnung von Warenhäusern und Baumärkten in den 1970er- und 1980er-Jahren der Bereich Non Food.
1970 wurde Coop Rechtsschutz als Tochtergesellschaft der Coop-Gruppe gegründet.<ref>Porträt - Coop Rechtsschutz AG. In: cooprecht.ch. Abgerufen am 1. Mai 2026.</ref>
1974 wurde die Rückvergütung durch Rabattmarken eingestellt und Nettopreise eingeführt.<ref>Stefan Fehlmann: Gemeinsam erfolgreich. In: coopzeitung.ch (web.archive.org). 8. Dezember 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Januar 2023; abgerufen am 8. Januar 2023. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Das Ende der Rabattmarken. In: srf.ch. Antenne (Fernsehsendung), 4. März 1974, abgerufen am 14. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 14. September 1977 wurde erstmals das «Coop Mittwochstudio» auf dem Fernsehsender SF 1 ausgestrahlt. Die Infotainment-Dauerwerbesendung wurde im Jahr 2005 abgesetzt.<ref>Coopzeitung Nr. 18 vom 30. April 2012: Coopzeitung online holt die kultige «Infotainment»-Sendung «Das Coop Mittwochstudio» zurück. Erinnern Sie sich auch noch? In: de.readkong.com. Abgerufen am 10. April 2022.</ref> Moderiert wurde sie u. a. von 1977 bis 1988 von Bella Neri. Ab 1982 wurden auch Rezepte vorgestellt. Ab 1993 wurde Armin Amrein als Studio-Koch engagiert.<ref>Armin Amrein gibt nach 50 Jahren den Kochlöffel ab. In: htr.ch. 3. August 2021, abgerufen am 10. April 2022.</ref> Im Jahr 2004 wurde das «Coop Studio» von Tanja Gutmann moderiert. 2005 gehörte René Rindlisbacher zum Moderations-Team, bevor die Sendung abgesetzt wurde. Zwischen 2002 und 2005 lief zudem die Sendung «Telescoop» jeweils über den Mittag.<ref>Coop beerdigt TV-Ambitionen endgültig. In: bernerzeitung.ch. 9. April 2022, abgerufen am 10. April 2022.</ref>
Im November 1988 lancierte Coop das «Tell»-Bier, das vorderhand in der Churer Brauerei Calanda Bräu sowie in der Brauerei Brasserie du Boxer in Romanel-sur-Lausanne hergestellt wird (siehe auch Bierkartell).<ref>Coop lanciert Bier-Eigenmarke. In: Nidwaldner Tagblatt. Band 7, Nr. 256, 4. November 1988, S. 5 (online [abgerufen am 3. August 2025]).</ref><ref>Neues Bier auf dem Markt. In: Nidwaldner Tagblatt. Band 7, Nr. 266, 16. November 1988, S. 36 (online [abgerufen am 3. August 2025]).</ref>
An der 1990 zur Verwertung von Schlachtnebenprodukten gegründeten Centravo Holding AG, ist Coop mit 19,7 Prozent beteiligt.
Im Jahr 1991 erfolgte eine Mehrheitsbeteiligung am Konsumverein Zürich, dem 1995 die komplette Übernahme folgte.<ref name="Geschichte" />
Coop-Gruppe Genossenschaft
Im Rahmen des Projektes CoopForte schlossen sich auf den 1. Januar 2001 alle 14 regionalen Genossenschaften und Coop Schweiz in der Coop-Gruppe Genossenschaft zusammen. Auf dieses Datum hin wurde auch der Wechsel zum neuen Logo mit den vier orangen Buchstaben vollzogen. Seit November 2001 gehörte die Marke Betty Bossi je zur Hälfte Coop und dem Medienunternehmen Ringier. Per 21. Dezember 2012 übernahm Coop die restlichen 50 % Anteile von Ringier an der Betty Bossi AG (Aus der Betty Bossi AG wurde 2021 eine Division der Coop Genossenschaft, die AG wurde aufgelöst).
Im Jahr 2001 wurde in Crissier der erste Coop-Megastore der Schweiz eröffnet.<ref name="Geschichte" />
Im Jahr 2002 übernahm Coop die Warenhauskette EPA, deren kommerziell erfolgreiche Verkaufsstellen sie als Coop-City-Warenhäuser weiterführte.<ref name="Geschichte" /> 2003 wurde zudem die Waro AG in die Coop-Gruppe integriert. Die ehemaligen Waro-Filialen wurden zu Coop-Verkaufsstellen verschiedener Verkaufsformate.
Im Jahr 2005 beginnt eine Kooperation mit Weight Watchers und eine gleichnamige Sortimentslinie wurde eingeführt. Im selben Jahr wurde die Tiefpreislinie «Prix Garantie» eingeführt und im Coop-Supermarkt Frenkendorf das erste Selfscanning-Pilotprojekt im Schweizer Detailhandel gestartet.<ref name="Geschichte" />
Im Jahr 2006 hat Coop mit fünf weiteren Schweizer Unternehmen (Charles Vögele, Denner, Manor, Migros und Valora) die Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS) gegründet.<ref>Die Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz (IG DHS) stellt sich vor. 10. Mai 2006, abgerufen am 11. September 2021.</ref>
Im August 2007 hat Coop für 470 Millionen Franken die zwölf grossflächigen Supermärkte von Carrefour Schweiz übernommen und 2008<ref name="Geschichte" /> in Coop-Megastores umgewandelt.
Im November 2007 hat Coop nach Zustimmung der Wettbewerbskommission von der Jelmoli Holding das Elektrohaushaltgeräte- und Unterhaltungselektronik-Unternehmen Dipl. Ing. Fust AG, inklusive Service 7000 und netto24 AG, übernommen und als eigenständig am Markt auftretende Tochtergesellschaft in die Coop-Gruppe eingegliedert.<ref>Weko genehmigt den Verkauf von Fust an Coop. 16. November 2007, abgerufen am 31. August 2019.</ref>
Die nachmalige Bank Coop wurde am 30. Oktober 1927 vom Verband Schweizerischer Konsumvereine zusammen mit dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund als «Genossenschaftliche Zentralbank» gegründet. 1970 beschloss die Delegiertenversammlung der Genossenschafter die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. 1995 erfolgte die Umbenennung in «Coop Bank». Am 20. Dezember 1999 übernahm die Basler Kantonalbank die Mehrheitsbeteiligung; 2001 wurde die Namensänderung zu «Bank Coop» vollzogen. Das Institut gehört als Bank Cler seit 2017 vollständig der Basler Kantonalbank.
Seit 2010 betreibt Coop das Transportunternehmen Railcare mit sieben Lokomotiven des Typs Siemens Vectron Rem476 und einer Flotte von Lkw und Wechselbehältern. Neben der Belieferung der eigenen Märkte stehen die Leistungen von «railCare» auch anderen Kunden zur Verfügung.<ref>In: Schweizer Eisenbahn-Revue, 1/2013, S. 40. Website von railCare.</ref> Am 7. November 2025 wurde im Zürcher Hardfeld ein Logistik-Hub eröffnet, der es ermöglicht über 70 Verkaufsstellen in der Stadt Zürich per Eisenbahn zu beliefern.<ref>Coop beliefert Zürich neu per Güterzug und reduziert jährlich 58 000 Lastwagenfahrten. In: coop.ch. 7. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.</ref>
Im Jahr 2011 wurde die Pearlwater Mineralquellen AG mit Sitz in Termen im Wallis übernommen.<ref name="Geschichte" />
Im März 2014 übernahm Coop die nettoShop AG, welche im Online-Handel mit Elektrohaushaltswaren schweizweit führend ist. Im selben Jahr hat Coop die Marché Restaurants Schweiz AG von Mövenpick übernommen. Das Unternehmen betreibt, neben den Marché-Restaurants auf Autobahnraststätten, inzwischen u. a. auch Zopf & Zöpfli, Cindy’s Diner und Popeyes. Darüber hinaus ist Marché Lizenznehmer einiger Burger-King-Filialen. Anfang April 2016 stieg Coop in die Fitness-Studio-Branche ein mit der Übernahme der Ostschweizer Studio-Kette Update Fitness.<ref>Coop übernimmt Update Fitness. Thurgauer Zeitung Online, 12. April 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. August 2016; abgerufen am 7. August 2016.</ref> Indes wurde 2023 die 74. Update-Fitness-Filiale eröffnet.<ref>Coop steigert 2023 den Umsatz und verzeichnet ein Bio-Rekordjahr. In: coop.ch. 4. Januar 2024, abgerufen am 4. Januar 2024.</ref> Coop kaufte Ende 2016 die 30 bahnhofsnahen Filialen der Aperto Shops, die ab Januar 2017 Teil der Coop-Gruppe werden. Die restlichen 19 Filialen, welche als Tankstellenshop betrieben werden, wurden an den Tankstellenbetreiber Oel-Pool verkauft. Die Geschäfte sollen unter dem bisherigen Namen weiterbetrieben und alle Beschäftigten übernommen werden.<ref>Coop kauft Aperto-Bahnhof-Shops. nzz.ch, 23. Dezember 2016, abgerufen am 8. Januar 2017.</ref> Der Kaufpreis für die 30 Filialen soll bei 100 Mio. CHF gelegen haben.<ref name="Blick_Aperto">Stolzer Preis für Aperto. blick.ch, 8. Januar 2017, abgerufen am 8. Januar 2017.</ref> 2018 erwarb Coop eine Minderheitsbeteiligung an der in der Gastronomie tätigen Two Spice AG (u. a. Yooji’s, Rice Up!<ref>https://www.twospice.ch/unsere-brands/. Abgerufen am 14. Februar 2023.</ref>) und wurde 2023 zu dessen Mehrheitsaktionär.<ref>Andreas Güntert: Coop beisst bei der Two-Spice-Gruppe an. In: handelszeitung.ch. 5. April 2018, abgerufen am 14. Februar 2023.</ref><ref>Olivia Ruffiner, Michael Heim: Coop zeigt wenig Interesse an den Warenhäusern von Manor. In: handelszeitung.ch. 14. Februar 2023, abgerufen am 14. Februar 2023.</ref> Im Juni 2017 wurde die Tropenhaus Frutigen AG in die Coop Genossenschaft eingegliedert. Das Tropenhaus Wolhusen wurde im Dezember 2019 für einen symbolischen Franken abgegeben. Seit Frühjahr 2025 ist das Tropenhaus geschlossen. Die Verantwortlichen konzentrieren sich nun mit neuer Firmenbezeichnung Bergquellfisch Frutigen ganz auf die nachhaltige Produktion von Schweizer Kaviar und Egli.<ref>Tourismusattraktion am Ende – Kaviar statt Kakao: Tropenhaus Frutigen züchtet nur noch Fische. SRF News, 9. Juli 2025, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref>
An der Delegiertenversammlung vom 28. März 2019 wurde Doris Leuthard in den Verwaltungsrat von Coop gewählt.<ref name="Geschichte" />
Das 1978 erbaute Coop-Hochhaus in Basel-Gundeldingen wurde ab 2019 umfassend saniert. 1275 Mitarbeiter arbeiten mit Stand Juni 2019 am Coop-Hauptsitz in dem Coop-Hochhaus. 2021 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Die gebäudeintegrierte Photovoltaik soll rund zehn Prozent des Strombedarfs des Gebäudes abdecken.<ref>Daniel Ballmer: Die Basler Landmarke wird aufgefrischt: So sieht das Coop-Hochhaus nächstes Jahr aus. In: bzbasel.ch. 17. Juni 2019, abgerufen am 17. Juni 2019.</ref><ref>Operation geglückt! Coop-Hochhaus wird zum Kraftwerk. In: architekturbasel.ch. 20. Mai 2021, abgerufen am 20. Mai 2021.</ref>
2019 wurde in Zürich der Coop City St. Annahof nach Umbauarbeiten wiedereröffnet.<ref name="Geschichte" />
Aufgrund der Corona-Pandemie verordnete der Bundesrat am 17. März 2020 die Schliessung aller Nonfood-Formate und Restaurants und beschränkte die Sortimente in den Supermärkten. Über 1000 Verkaufsstellen mussten geschlossen werden. Ab dem 19. Oktober 2020 galt eine Maskenpflicht in allen Verkaufsstellen.<ref name="Geschichte" />
Im Jahr 2021 hat Coop die Baumarktkette Jumbo übernommen und die Eigenmarke “Coop Bau + Hobby” in dieser aufgehen lassen.<ref name="blick" /> Nach der Schliessung des Coop City an der Marktgasse 24 in Bern wurde dort 2021 nach Umbauarbeiten ein Coop-Lebensmittelmarkt eröffnet.<ref>Künftig nur noch ein Coop-Warenhaus in Bern. In: derbund.ch. 6. März 2020, abgerufen am 12. Dezember 2023.</ref><ref>Coop Marktgass mit schweizweit einzigartigem Ladenkonzept. In: coop.ch. 19. Mai 2021, abgerufen am 12. Dezember 2023.</ref>
Im Oktober 2023 wurde bekannt, dass Coop ins sogenannte Neobankengeschäft einsteigen will, unter anderem durch eine Kooperation mit der Hypothekarbank Lenzburg.<ref>Coop will wieder Bankprodukte anbieten. In: blick.ch. 23. Oktober 2023, abgerufen am 23. Oktober 2023.</ref>
Per 1. September 2026 übernimmt Coop vier Ospelt Supermärkte in Balzers, Eschen, Ruggell und Grabs, die zuletzt als Migros-Partner geführt wurden.<ref>Ospelt Supermärkte - Übergabe an Coop. In: ospeltmarkt.li. Abgerufen am 9. März 2026.</ref><ref>Coop übernimmt Vormachtstellung in Liechtenstein. In: wirtschaftregional.li. 26. Februar 2026, abgerufen am 9. März 2026.</ref>
Experimente mit dem Coop Railshop
Im Mai 2000 führte Coop in Zusammenarbeit mit den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ein innovatives Konzept ein: den Coop Railshop, zwei mobilen Laden in speziell umgebauten Speisewagen, welche zuvor von mcDonald's betrieben wurden. Der Railshop bot auf der Strecke zwischen Zürich und Bern eine Auswahl von rund 900 Artikeln des täglichen Bedarfs, darunter frische Lebensmittel, Getränke, Sandwiches, Tabakwaren und Zeitschriften.<ref>Trendiges Einkaufen: Coop Railshop und Migros Online Shopping. In: SWI swissinfo.ch. 19. August 2000, abgerufen am 6. Januar 2025.</ref><ref>31_4_0041 Coop Railshop, 2000.06 (Dossier). Abgerufen am 6. Januar 2025.</ref> Der Wagen verkehrte von Montag bis Freitag mit zehn täglichen Fahrten und bediente Zwischenhalte in Städten wie Baden, Aarau und Olten.
Das Konzept war nicht erfolgreich und wurde bereits 2002 eingestellt. Der verwendete Speisewagen (SBB S 50 85 89-75 750-1) wurde später zu Übungszwecken für Feuerwehr-Trainings umfunktioniert.<ref>Der ehemalige MC Donald's und Coop Railshop, Prototyp Speisewagen S 50 85 89-75 750-1 der SBB steht aus Rangiert und für ... In: Bahnbilder.de. Abgerufen am 6. Januar 2025.</ref>
Unternehmensstruktur
Coop ist aufgeteilt in die vier Verkaufsregionen Suisse Romande, Bern, Nordwestschweiz-Zentralschweiz-Zürich sowie Ostschweiz-Ticino, die über eine eigene Verkaufslogistik und Immobilienstruktur verfügen.
In den vier Regionen und zusätzlich im Tessin gibt es Regionalräte, welche Abgeordnete für die zweimal jährlich stattfindende Delegiertenversammlung wählen. Diese wählt den Verwaltungsrat der Coop-Gruppe.
Daniel Hintermann ist Leiter der Direktion Logistik und Mitglied der Geschäftsleitung von Coop. Die Direktion Logistik ist eine von acht Direktionen beim Detailhändler Coop und beschäftigt rund 4600 Mitarbeiter. Die Coop-Logistik ist in nationale und regionale Verteilzentralen organisiert. Formate wie Coop City (30 Warenhäuser<ref>Patrik Berger: Wegen Corona: Erste Coop-City-Warenhäuser machen wegen Lockdown dicht. In: Blick.ch. 4. Februar 2021, abgerufen am 4. Februar 2021.</ref>) oder Coop Bau+Hobby (heute Jumbo) nutzen eigene Logistiklösungen.<ref>Logistikzukunft: «Amazon geht eigenen Weg» In: handelszeitung.ch, 1. Dezember 2017, abgerufen am 4. Dezember 2017.</ref>
Coop ist Mitbegründerin bei der 2014 gegründeten Einkaufsgemeinschaft Core sowie bei der 2015 gegründeten Agecore.<ref>Kein Beck's mehr im Supermarkt? In: weser-kurier.de, 8. Dezember 2017, abgerufen am 12. Dezember 2017.</ref> Coop ist zudem Mitglied der Branchenorganisation Milch (BO Milch)<ref>Mitglieder. In: ip-lait.ch. Branchenorganisation Milch, abgerufen am 3. April 2026.</ref> sowie der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft Proviande.
Produktionsbetriebe
Bei der Bell Food Group ist Coop Mehrheitsaktionärin. Als Divisionen der Coop-Gruppe funktionieren verschiedene Produktionsbetriebe, die neben den Coop-Eigenmarken auch Produkte für Dritte produzieren:<ref>Produktionsbetriebe der Coop-Gruppe. Abgerufen am 28. Januar 2023.</ref>
- HALBA, Pratteln: HALBA produziert jährlich 20'000 Tonnen Schweizer Schokolade, 7'000 Tonnen innovative Snacks und 20'000 Tonnen hochwertige Back- und Kochzutaten für Handel und Industrie. Produkte: Schokolade, Snacks wie Nüsse und Trockenfrüchte, Back- und Kochzutaten
- Panofina: Panofina stellt Backwaren- und Konditoreiprodukte her. Vertreten sind die modernen Grossbäckereien schweizweit an 4 Standorten mit 2 integrierten Konditoreien sowie weiteren rund 70 Hausbäckereien. Jährlich werden rund 70'000 Tonnen Backwaren und Konditoreiprodukte von 1110 Mitarbeitenden hergestellt.
- Swissmill, Zürich: Mehl, Mehlmischungen, Hartweizengriess, Polenta, Haferflocken, Extruderprodukte. Swissmill ist die grösste Getreidemühle der Schweiz und zählt europaweit zu den modernsten Unternehmen der Branche. Sie verarbeitet jährlich über 200'000 Tonnen Getreide und stellt mehr als 100 verschiedene Produkte her und ist führend in der Verarbeitung von Getreide mit der Knospe von Bio Suisse.
- Steinfels Swiss, Winterthur: Naturkosmetik, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel, Hygieneprodukte, Systemlösungen. Steinfels Swiss entwickelt, fertigt und vermarktet jährlich mehr als 18'000 Tonnen an hochwertigen Reinigungsmitteln und Körperpflegeprodukten für private Haushalte, Gewerbe und Grossverbraucher. Mit ihrem Angebot an nachhaltigen Produkten ist Steinfels Swiss schweizweit führend. Die Absatzmärkte sind Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Afrika und China.
- Reismühle Nutrex, Brunnen, Gemeinde Ingenbohl: Reissorten aus aller Welt, Reismischungen. Die Reismühle Nutrex (zuvor: Reismühle Brunnen) veredelt über 55 Reissorten aus aller Welt und verkauft jährlich über 10'000 Tonnen Produkte. Im Bereich Fairtrade ist sie auf dem europäischen Markt führend. Essig und Essigspezialitäten für Detailhandel und Industrie werden, seit der Übernahme der Essigproduktion der bereits liquidierten Nutrex AG aus Busswil bei Büren, auch in Brunnen produziert. Jährlich werden über 7,9 Millionen Liter Essig in über 30 verschiedenen Variationen für Retail, Gastronomie und Industrie vermarktet. Die Reismühle Nutrex produziert Bio-, Fairtrade-, hallal und koschere Produkte. Die Absatzmärkte sind Schweiz und Europa.
- Pearlwater Mineralquellen AG, Termen: Mineralwasser und zuckerhaltige Limonaden, abgefüllt in PET-Flaschen; 20-Liter-Container Mineralwasser für den Offenausschank. Pearlwater füllt jährlich rund 100 Millionen Liter Mineralwasser und Softdrinks ab, darunter die Coop-Eigenmarken «Swiss Alpina» und «Prix Garantie». Bei beiden Marken wurde Trifluoracetat nachgewiesen (0,36 bezw. 0,5 µg/l).<ref>Maj-Britt Horlacher, Nadine Woodtli: Umweltrisiko Trifluoracetat - Pflanzengift TFA flächendeckend im Schweizer Trinkwasser. In: srf.ch. 26. April 2022, abgerufen am 26. April 2022.</ref>
- Bananenreiferei, Kaiseraugst: Bananen, exotische Früchte wie Ananas und Kiwi, Trockenfrüchte. Die Bananenreiferei reift und konfektioniert Bananen und weitere exotische Früchte, lagert und kommissioniert Trockenfrüchte. Hier reifen unter anderem jährlich rund 25'000 Tonnen Bananen und über 3'000 Tonnen Ananas. Der Betrieb gehört zu den technisch und ökologisch fortschrittlichsten in Europa.
Produktions- und Verteilzentrum Schafisheim
2007 übernahm Coop eine Liegenschaft von Howeg und Prodega in Dietikon und baute den Standort in eine regionale Verteilzentrale um. Im Gegenzug wurden die Zentren in Kriens und Zürich geschlossen. Die regionale Verteilzentrale in Dietikon wurde 2016 aufgegeben und ins neue Verteilzentrum nach Schafisheim verlegt.<ref>Tobias Hänni: Coop - Regionale Verteilzentrale schliesst: 100 Stellen gehen nach Schafisheim. In: aargauerzeitung.ch. 19. April 2016, abgerufen am 24. Dezember 2022.</ref> Im Nachgang wurde eine Verteilzentrale für die Bereiche «Pronto» und «Aktionen» auf dem Gelände der ehemaligen Verteilzentrale in Dietikon eingerichtet, 2018 wurde dieses Gelände an Limeco verkauft.<ref>Dietikon/Schafisheim: Coop zieht aus der Silbern weg in den Aargau – nun wird die Sache konkret. In: limmattalerzeitung.ch. 27. Dezember 2022, abgerufen am 28. Dezember 2022.</ref> Die 1982 in Wallisellen eröffnete Grossbäckerei wurde 2017 geschlossen und die meisten Mitarbeiter nach Schafisheim verlegt.<ref>Alexander Lanner: «Für mich und dich» backt Wallisellen nicht mehr. In: zuonline.ch. 9. Februar 2017, abgerufen am 24. Dezember 2022.</ref> Der Gebäudekomplex in Schafisheim, welcher auch die nationale Verteilzentrale für Tiefkühlprodukte enthält, wurde bereits 2016, im Beisein von Bundesrätin Doris Leuthard, eingeweiht.<ref>Keystone-SDA: Coop nimmt neues Logistikzentrum und Grossbäckerei in Betrieb. In: swissinfo.ch. 22. Juni 2016, abgerufen am 24. Dezember 2022.</ref><ref>SDA: Mit 800 Mitarbeiter: Coop nimmt neues Logistikzentrum in Betrieb. In: blick.ch. 22. Juni 2016, abgerufen am 24. Dezember 2022.</ref> Das Areal in Wallisellen wurde 2016 veräussert, die Gebäude 2019 abgerissen.<ref>Alexander Lanner: Zwischennutzung auf Halba-Brache – Park für Velo- und Fitness-Fans steht in Wallisellen kurz vor der Eröffnung. In: zuonline.ch. 3. März 2021, abgerufen am 28. Januar 2023.</ref> Das Schoggihüsli war noch bis 2018 in Betrieb.<ref>Dennis Andrew Frasch: Jetzt schliesst auch das Schoggihüsli seine Pforten. In: zuonline.ch. 26. September 2018, abgerufen am 28. Januar 2023.</ref> Ab Herbst 2024 will Coop das Verteilzentrum ausbauen.<ref>Michael Hunziker: Im Herbst will Coop mit Ausbau des Verteilzentrums starten. In: aargauerzeitung.ch. 1. Februar 2024, abgerufen am 9. März 2024.</ref> Die Gemeinden im Staffeleggtal befürchten dadurch einen zunehmenden Schwerverkehr.<ref>Nadja Rohner: Staffelegg - Coop baut Verteilzentrum in Schafisheim aus – das bereitet den Staffelegg-Gemeinden Sorgen. In: aargauerzeitung.ch. 9. März 2024, abgerufen am 9. März 2024.</ref>
Produktionszentrum Pratteln
Im Oktober 2017 wurde das Coop Produktionszentrum in Pratteln eröffnet<ref>Coop eröffnet Logistikzentrum und Schokoladenfabrik in Pratteln. SRF, 26. Oktober 2017, abgerufen am 1. November 2017.</ref><ref>Coop nimmt grössten Produktionsstandort in Pratteln BL in Betrieb. In: swissinfo.ch. 26. Oktober 2017, abgerufen am 28. Januar 2023.</ref>:
- Halba (zuvor: Chocolats Halba/Sunray): Tafelschokolade, Pralinen, Festtagssortimente, Industrieschokolade (Couverture, Füllungen). Chocolats Halba produziert jährlich rund 13'000 Tonnen Schokolade für Handel und Industrie. Knapp ein Drittel davon geht in den Export. Die Absatzmärkte sind Schweiz, Europa, Nordamerika, Asien und Australien. Trockenfrüchte, Nüsse, Kerne, Trockenpilze und -gemüse, Hülsenfrüchte, Gewürze und Kräuter, Zucker, Speiseöle, Backmischungen und Dessertprodukte, Backzutaten. Sunray beschafft weltweit rund 56'000 Tonnen Rohwaren, mehrheitlich direkt aus dem Ursprungsgebiet, und veredelt sowie konfektioniert diese. 34'600 Tonnen Lebensmittel werden zu rund 600 Produkten verarbeitet und in 70 Millionen Verpackungen abgefüllt. Die Absatzmärkte sind Schweiz und Europa.
- Vina Raurica: Weissweine, Roséweine, Rotweine, Süssweine, Schaumweine. Die Weinkellerei von Coop vinifiziert Most aus sieben Kantonen der Schweiz. Weine aus der ganzen Welt werden gepflegt, veredelt und abgefüllt sowie konfektioniert. Aromatisierte weinhaltige Getränke runden das Sortimentsspektrum ab. Mit einer jährlichen Füllleistung von 36 Millionen Flaschen ist Cave die grösste Weinkellerei der Schweiz.
Ehemalige Produktionsbetriebe
Eine Auswahl ehemaliger Produktionsbetriebe von Coop:
- Die Teigwarenfabrik Pasta Gala in Morges wurde per Ende 2014 aus Profitabilitätsgründen eingestellt.<ref>Coop schliesst Gala-Teigwarenfabrik. In: schweizerbauer.ch. 15. November 2013, abgerufen am 12. September 2019.</ref> Dies ist mit ein Grund warum die Schweiz seit 2015 einen markanten Importanstieg bei Teigwaren verzeichnet.<ref>Raphael Bühlmann: Obwaldner Pasta Röthlin trotzt mit Swissness der Konkurrenz. In: luzernerzeitung.ch. 12. September 2019, abgerufen am 12. September 2019.</ref>
Auslandsaktivitäten
Verbrauchermärkte unter der Marke Coop werden nur in der Schweiz und Liechtenstein betrieben.
Die 100-prozentige Grosshandels-Tochtergesellschaft Transgourmet Holding ist neben der Schweiz auch in Frankreich, Deutschland, Polen, Rumänien, Russland und Österreich mit den Marken Prodega/Growa CC und Selgros tätig.
In der Beschaffung arbeitet Coop mit den Detailhandelsunternehmen Colruyt (Belgien), Conad (Italien) und Rewe Group (Deutschland) in der europäischen Beschaffungsallianz Core (bis 2013 in deren Vorgängerorganisation Coopernic auch mit dem französischen Unternehmen E.Leclerc) zusammen. Im November 2007 gab Coop bekannt, dass die damaligen Partner von Coopernic gemeinsam 80 Prozent der litauischen Einzelhandelskette IKI übernehmen werden.<ref>Coop wagt einen ersten Schritt ins Ausland. NZZ Online, 29. November 2007, abgerufen am 18. September 2009.</ref> Der Verkaufspreis wurde nicht bekanntgegeben, dürfte aber knapp unter einer Milliarde Franken gelegen haben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Coop geht ins Ausland. ( des Vorlage:IconExternal vom 9. Januar 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (Audio-Stream) Echo der Zeit auf DRS2, 28. November 2007.</ref><ref>NZZ: Bell kauft Mehrheit am Suppenhersteller Hügli</ref>
Weitere Auslandsaktivitäten bestehen durch Produktionsgesellschaften wie Bell Food Group oder ausländischen Tochtergesellschaften wie Transgourmet Deutschland.
Umsatzentwicklung
Im Jahr 2010 übersteigt der Gesamtumsatz der Coop-Gruppe erstmals 20 Milliarden Franken.<ref name="Geschichte" /> 2011 hatte die Coop-Gruppe den Hauptkonkurrenten Migros beim Umsatz erstmals überholt.<ref>Migros hinkt Coop hinterher. Berner Zeitung, 19. Januar 2011, abgerufen am 28. September 2021.</ref> Der Gesamtumsatz der Coop-Gruppe belief sich 2017 auf insgesamt 29,2, 2018 sowie 2019 auf 30,7, 2020 auf 30,2, 2021 auf 31,9, 2022 auf 34,2, 2023 auf 34,7 und 2024 auf 34,9 Milliarden Schweizer Franken.<ref>Coop legt 2017 weiter zu In: Neue Zürcher Zeitung, 5. Januar 2018, abgerufen am 5. Januar 2018</ref><ref>Coop knackt die Marke von 30 Milliarden Franken In: handelszeitung.ch, 4. Januar 2019, abgerufen am 4. Januar 2019</ref><ref>Geschäftsbericht der Coop-Gruppe 2019. (PDF; 5,8 MB) In: report.coop.ch. Abgerufen am 15. November 2020.</ref><ref>Coop-Supermärkte verzeichnen starkes Umsatzwachstum Marktanteile. In: coop.ch. 6. Januar 2021, abgerufen am 19. Januar 2021.</ref><ref>Dokumentation zur Bilanzmedienkonferenz der Coop-Gruppe. (PDF) In: coop.ch. 15. Februar 2021, abgerufen am 15. Februar 2021.</ref><ref>Coop weist 2022 starkes Umsatzwachstum und stabilen Gewinn aus. In: coop.ch. 14. Februar 2023, abgerufen am 14. Februar 2023.</ref><ref>Dokumentation zur Bilanzmedienkonferenz der Coop-Gruppe. (PDF) In: coop.ch. 15. Februar 2023, abgerufen am 15. Februar 2023.</ref><ref>Coop-Supermärkte verzeichnen Umsatzwachstum und gewinnen Marktanteile. In: coop.ch. 6. Januar 2025, abgerufen am 6. Januar 2025.</ref> 2025 steigerte Coop den Umsatz auf rund 35,5 Milliarden Franken.<ref name="zahlen-2025" />
Nachhaltigkeit
In Zusammenarbeit mit Bio Suisse lancierte Coop im Jahr 1993 die Eigenmarke Naturaplan, seit 2007 eine reine Bio-Eigenmarke<ref name="Geschichte" /> und erreichte damit im Jahr 2018 einen Anteil von 14 Prozent am Lebensmittelsegment des Konzerns.<ref name="Eigenmarken">Sergio Aiolfi: Die Detaillisten haben die Markenhersteller fest im Griff. In: nzz.ch. 7. Januar 2020, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> Im Jahr 2008 setzte sich Coop das Ziel bis 2023 CO2-Neutral zu sein.<ref name="Geschichte" /> Inzwischen verfolgt Coop das Ziel von "Netto-Null" bis 2050.<ref>Stetige Senkung des CO2-Ausstosses. In: taten-statt-worte.ch. Coop, abgerufen am 10. September 2022.</ref> Im Jahr 2015 erwirtschaftete Coop bereits einen Nettoerlös von über 3,1 Milliarden Franken mit Nachhaltigkeits-Eigenmarken und -Gütesiegeln (Naturaplan, Naturafarm, Oecoplan, Naturaline, Pro Montagna, Pro Specie Rara, Slow Food, Max Havelaar, Bio Suisse, MSC, FSC und Topten). Naturaplan wurde beim Label Ranking 2015 mit 168 von 200 Punkten als «Ausgezeichnet» eingestuft und Naturafarm erreichte mit 119 Punkten die Kategorie «Empfehlenswert». Im November 2016 wurden Demeter-Produkte ins Sortiment aufgenommen. Mit einem Marktanteil von 44,3 Prozent blieb Coop auch 2017 Bio-Marktführerin in der Schweiz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweiz hat weitere 386 Bio-Betriebe ( des Vorlage:IconExternal vom 12. Mai 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: schweizerbauer.ch, 12. April 2018, abgerufen am 12. April 2018.</ref> 2018 stieg der Umsatz mit Nachhaltigkeitsprodukten auf 4,1 Milliarden Franken.<ref>Umsatz von Coop erstmals über 30 Milliarden Franken. In: coop.ch. 4. Januar 2019, abgerufen am 5. Januar 2019.</ref> Der Umsatz mit Bio-Produkten stieg im selben Jahr um 19 Prozent auf 1,7 Milliarden Franken,<ref>Coop Schweiz: Umsatzplus mit Bio. In: bio-markt.info. 5. März 2019, abgerufen am 7. März 2019.</ref> wovon Naturaplan einen Anteil von 1,28 Mrd. Fr. erreichte.<ref name="Eigenmarken" /> 2018 hat Coop angekündigt, in Zukunft bei Eigenmarken das umstrittene RSPO-zertifizierte Palmöl gegen andere Öle zu ersetzen oder Bio Suisse-zertifiziertes Palmöl zu verwenden.<ref>Palmöl-Petition zeigt Wirkung: Coop reduziert Verbrauch, andere müssen folgen. In: pronatura.ch. 5. Juli 2018, abgerufen am 13. April 2019.</ref> Die Umstellung will Coop bis Ende 2021 umgesetzt haben.<ref>Daniel Ballmer: Coop und Migros gehen beim Palmöl ganz andere Wege. Blick.ch, 24. Februar 2021, abgerufen am 24. Februar 2021.</ref> Ab 2020 wurden vermehrt auch Produkte von IP-Suisse ins Sortiment aufgenommen.<ref>Jil Schuller: Der IP-Suisse-Käfer fliegt nun auch auf die Verpackung der Coop-Milch. In: bauernzeitung.ch. 28. Oktober 2020, abgerufen am 28. Oktober 2020.</ref> Im selben Jahr stieg der Umsatz mit Nachhaltigkeitsprodukten auf 5,4 Milliarden Franken, davon 2 Milliarden Franken Bio-Produkte.<ref>Coop: Nachhaltiges Wachstum erwartet. Schweizer Bauer, 16. Februar 2021, abgerufen am 16. Februar 2021.</ref><ref>Bio- und Tiefpreisprodukte gefragt. Schweizer Bauer, 31. März 2021, abgerufen am 31. März 2021.</ref> 2025 erwirtschaftete Coop rund 4 Prozent mehr Umsatz mit Bio-Produkten im Vergleich zum Vorjahr<ref>Pascal Michel: Migros verliert bei Bio-Lebensmitteln – Coop und Discounter ziehen davon. In: watson.ch. 1. April 2026, abgerufen am 18. April 2026.</ref> und kam auf einen Marktanteil von rund 43 Prozent.<ref>Bio-Umsatz wächst weiter, Schweiz bleibt Bio-Weltmeisterin. In: bio-suisse.ch. 1. April 2026, abgerufen am 18. April 2026.</ref>
Verschiedene Unternehmen von Coop sind Mitglied der Interessengemeinschaft Bio Schweiz (IG Bio), welche z. B. die Pestizid- und Trinkwasser-Initiative ablehnte.
Coop und Migros werden vom Preisüberwacher kritisiert, weil sie ihre Marktmacht bei den Bio-Lebensmitteln durch überhöhte Gewinnmargen ausnützen würden.<ref>Nachhaltigkeit in Gemeinschaftsverpflegung und Systemgastronomie. In: srf.ch. 27. Januar 2023, abgerufen am 27. Januar 2023.</ref><ref>Peter Burkhardt: Teure Lebensmittel: Preisüberwacher kritisiert hohe Bio-Preise bei Migros und Coop. In: tagesanzeiger.ch. 27. Januar 2023, abgerufen am 27. Januar 2023.</ref> Mathias Binswanger, Wirtschaftsprofessor an der Fachhochschule Nordwestschweiz kommt zum selben Schluss.<ref>Andrea Haefely: Bio-Produkte: Migros und Coop schaden mit ihrer Preispolitik der Umwelt. In: beobachter.ch. 11. Oktober 2023, abgerufen am 11. Oktober 2023.</ref>
Vegetarische und vegane Produkte
2016 hat Coop einige Produkte von Veganz ins Sortiment aufgenommen.<ref>Andreas Güntert: Coop übertrumpft Migros bei veganen Produkten. In: handelszeitung.ch. 9. März 2016, abgerufen am 15. Februar 2019.</ref> Im April 2018 wurde mit Bio Campiuns eine Superfood-Linie für lokale Bio-Lebensmittel lanciert.<ref>Superfood aus der Schweiz In: schweizerbauer.ch, 11. April 2018, abgerufen am 12. April 2018.</ref> Im November 2018 hat Coop eine bio-vegane Käse-Linie ins Sortiment aufgenommen.<ref>Coop lanciert veganen Käse. In: schweizerbauer.ch. 13. November 2018, abgerufen am 14. November 2018.</ref> Derzeit gibt es bei Coop laut eigenen Angaben rund 2000 vegane Produkte.<ref>Beliebte Marken des veganen Genusses. 2025, abgerufen am 24. November 2025.</ref>
Karma
Im Jahr 2013 wurde die Eigenmarke «Karma» lanciert.<ref name="Geschichte" /> Das Sortiment umfasst über 300 Produkte, die alle durch Swissveg V-Label-zertifiziert wurden.<ref>Eat happy mit Karma abgerufen am 25. Oktober 2021.</ref> Am 30. Mai 2017 hat Coop im Bahnhof Zug den ersten Karma-Shop eröffnet. Als Besonderheit gilt das ausschliesslich vegetarische und vegane Angebot, ein grosses Bio-Sortiment sowie eine unverpackt-Station für den verpackungsfreien Einkauf.<ref>Coop eröffnet Karma-Laden im Bahnhof Zug In: luzernerzeitung.ch, 30. Mai 2017, abgerufen am 2. April 2018.</ref><ref>Roland Wermelinger : Nix nachhaltig - Päckliware im Offenverkauf bei Coop Karma In: srf.ch, 21. Juni 2019, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref> Der zweite Karma-Shop wurde am 14. März 2018 im Letzipark eröffnet,<ref>Zweiter Karma Store der Schweiz eröffnet In: Luzerner Zeitung, 15. März 2018, abgerufen am 2. April 2018.</ref> brachte jedoch zu wenig Umsatz ein und wurde wieder geschlossen.<ref>Marc Iseli: Tortellini schlagen Tofu: Coop bremst Karma-Expansion In: handelszeitung.ch, 15. Juli 2019, abgerufen am 8. Februar 2020.</ref> Der nächste Karma-Shop wurde im Frühsommer 2020 in Bern eröffnet.<ref>Neuer Karma-Laden beim Bahnhof in Bern In: blick.ch, 13. Februar 2020, abgerufen am 25. Februar 2020.</ref> Die Produkte der Handelsmarke Karma werden auch in den regulären Coop-Filialen und bei Coop.ch angeboten.
Fooby
Am 6. März 2019 hat Coop in Lausanne den ersten Fooby-Store eröffnet. Speziell ist die hauseigene Kaffeerösterei und ein Angebot an regionalen Lebensmitteln.<ref>Lokal und nachhaltig: Coop hat ein neues Ladenkonzept – und so sieht «Fooby» aus. In: aargauerzeitung.ch. Abgerufen am 6. März 2019.</ref>
Weiteres
Um die Lebensmittelverschwendung zu verringern, vermarktet Coop seit 2013 nicht der Handelsnorm entsprechendes Gemüse und Obst unter der Eigenmarke Ünique.<ref>«Ünique»: Coop nimmt krumme Rüebli ins Regal. In: 20min.ch. 29. Juli 2013, abgerufen am 24. November 2022.</ref><ref>Christian Bütikofer: Schweizer essen immer mehr schräges Gemüse. In: handelszeitung.ch. 15. August 2016, abgerufen am 24. November 2022.</ref> Allerdings ist das Angebot nicht in jeder Filiale verfügbar. Überschüssige Lebensmittel werden seit 2005 an Organisationen wie Tischlein deck dich und die Schweizer Tafel abgegeben,<ref>Coop verstärkt Kampf gegen Food Waste In: foodaktuell.ch, 21. September 2021, abgerufen am 21. September 2021.</ref> sowie seit Oktober 2018 auch über die App Too Good To Go vermarktet.<ref>Mehr Lebensmittel vor dem Abfall retten: Migros und Coop bieten per App «Überraschungstüten» an In: luzernerzeitung.ch, 17. Oktober 2018, abgerufen am 21. Oktober 2018.</ref> Seit Ende Juni 2021 machen auch alle 182 Coop-Restaurants bei Too Good To Go mit und im Juni 2023 wurde das Angebot auf sämtliche Coop-Supermärkte ausgeweitet.<ref>Fabian Pöschl: Gegen Food Waste – jetzt gibts Too Good To Go auch im Coop In: 20min.ch, 5. Juni 2023, abgerufen am 5. Juni 2023.</ref> Coop versucht die Lebensmittelverschwendung auch mit dem GS1-DataMatrix-Code zu reduzieren, welcher künftig den üblichen Strichcode ersetzen könnte und neben dem Preis auch das Ablaufdatum der Produkte enthält.<ref>Konrad Staehelin: Abschaffung der Strichcodes: Coop und Migros bekämpfen Foodwaste mit einem technischen Trick. In: tagesanzeiger.ch. 11. Februar 2023, abgerufen am 11. Februar 2023.</ref> Die Politik fordert u. a. Coop dazu auf, mehr gegen die Lebensmittelverschwendung zu unternehmen.<ref>Erich Bürgler: Food-Waste im Detailhandel: Lebensmittel landen wegen fehlender Spenden von Migros, Coop & Co. im Abfall. In: bernerzeitung.ch. 3. Juni 2023, abgerufen am 4. Juni 2023.</ref>
Auf politischen Druck hin hat Coop am 24. Oktober 2016 in einigen Filialen damit begonnen, für Plastiksäcke 5 Rappen zu verlangen.<ref>Coop und Migros verlangen 5 Rappen für ein Plastiksäckli. In: handelszeitung.ch. 22. September 2016, abgerufen am 14. März 2019.</ref><ref>Matthias Heim: Nachhaltigkeit im Detailhandel – Wo der Öko-Riese Coop nicht ganz so grün erscheint. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 26. Februar 2021, abgerufen am 27. Februar 2021.</ref> 2021 und 2022 testete Coop in einzelnen Filialen Selbstbedienungs-Abfüllstationen für Valaisanne-Bier und Rhäzünser-Mineralwasser. Das Zero-Waste-Angebot solle mit Abfüllstationen für Lebens- und Reinigungsmittel erweitert werden.<ref>Zero Waste – Ein kühles Helles selber zapfen: Coop testet Abfüllstationen für Bier und Mineral. In: luzernerzeitung.ch. 2. Juni 2021, abgerufen am 2. Juni 2021.</ref><ref>Verpackungsfreier Supermarkt: Coop lässt Kunden das Bier selber zapfen. In: blick.ch. 2. Juni 2021, abgerufen am 2. Juni 2021.</ref><ref name="bzbasel">Andreas Schwald: Coop richtet Abfüllerei für Unverpacktes in Basel ein. In: bzbasel.ch. 27. Januar 2023, abgerufen am 27. Januar 2023.</ref> Im Jahr 2022 begannen Unternehmen der Coop-Gruppe, Kassenbons auch bei den bedienten Kassen nur noch auf Wunsch auszudrucken.<ref>Tonnen an Papier gespart — Coop druckt Kassenzettel nur noch auf Wunsch aus. In: srf.ch. 1. März 2022, abgerufen am 1. März 2022.</ref>
Nachdem in den vergangenen Jahren auch importierte Weihnachtsbäume aus Dänemark im Angebot waren,<ref>Rebekka Balzarini: Schweizer Weihnachtsbäume sind gefragt, aber für Produzenten wird der Aufwand immer grösser. In: luzernerzeitung.ch. 17. Dezember 2018, abgerufen am 22. Dezember 2020.</ref> setzte Coop ab 2020 ausschliesslich auf Tannenbäume aus Schweizer Anbau.<ref>Ann Schärer: Christbaum in der Krise gefragt. In: schweizerbauer.ch. 22. Dezember 2020, abgerufen am 22. Dezember 2020.</ref><ref>Schweizer Christbäume gewinnen Marktanteile. In: schweizerbauer.ch. 11. Dezember 2021, abgerufen am 11. Dezember 2021.</ref> Im März 2022 wurde in Zusammenarbeit mit der Appenzeller Brauerei Locher die «Bünzli Büx» lanciert, ein Bier aus 100 Prozent Schweizer Zutaten.<ref>Sandro Zulian: «Bünzli Büx» — Nur Schweizer Zutaten: Appenzeller Brauerei lanciert neues Bier. In: fm1today.ch. 23. Februar 2022, abgerufen am 14. März 2022.</ref> Zudem will Coop bei den Bio-Broten bis 2027 vollständig auf einheimisches Knospe-Getreide umstellen.<ref>Reto Blunier: Coop stellt auf 100%-Knospe-Mehl um – Produzenten gesucht. In: schweizerbauer.ch. 17. August 2021, abgerufen am 17. August 2021.</ref><ref>Jil Schuller: Coop will Bio-Brot aus 100 Prozent Schweizer Mehl – Jetzt braucht es mehr Bio-Brotgetreide. In: bauernzeitung.ch. 17. August 2021, abgerufen am 17. August 2021.</ref><ref>Bio Suisse sucht Betriebe für den Anbau von Brotgetreide. In: aargauerzeitung.ch. 17. August 2021, abgerufen am 17. August 2021.</ref> Beim Kalbfleisch setzt Coop vermehrt auf die naturnahe Mutterkuhhaltung.<ref>Bessere Bedingungen für Natura-Veal. In: bauernzeitung.ch. 22. Juni 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juni 2017; abgerufen am 15. Februar 2019. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Coop krebst teilweise zurück. In: schweizerbauer.ch. 12. Februar 2019, abgerufen am 15. Februar 2019.</ref><ref>Mutterkuh Schweiz erhöht Produktion. In: schweizerbauer.ch. 6. September 2019, abgerufen am 6. September 2019.</ref><ref>Kälber wollen saugen: Mehrwert durch Mast von Biokälbern an Müttern und Ammen. In: fibl.org. 11. April 2020, abgerufen am 28. April 2020.</ref> Eier von Zweinutzungshühnern werden seit 2014 angeboten.
Am 29. Juni 2017 hat Coop zusammen mit anderen Marktteilnehmern die «Absichtserklärung zur Reduktion des Torfeinsatzes in der Herstellung, im Angebot und im Verbrauch von Sackerden für den Endverbraucher in der Schweiz» unterzeichnet.<ref>Bundesamt für Umwelt: Torfausstieg: Marktteilnehmer setzen gemeinsam Reduktion des Torfverbrauches um In: bafu.admin.ch, abgerufen am 11. September 2018.</ref>
Coop testet mit Stand November 2018 fünf Elektrolastkraftwagen der Firma E-Force One mit jeweils 18 Tonnen Nutzlast.<ref>Reifen unter Strom. In: handelszeitung.ch. Abgerufen am 12. Dezember 2018.</ref>
Von 2008 bis 2018 war Coop Mitglied des United Nations Global Compact (UNGC).<ref>Mitgliedschaft bei UNGC – Taten statt Worte. In: taten-statt-worte.ch. Coop, abgerufen am 5. Dezember 2022.</ref>
2022 lancierte Coop in Zusammenarbeit mit Emmi in rund 100 Verkaufsstellen Biomilch in der Mehrweg-Glasflasche.<ref>Coop bringt Milch im Glas zurück. In: schweizerbauer.ch. 10. November 2022, abgerufen am 27. Januar 2023.</ref> 2023 und 2024 wurde das Angebot auf weitere Filialen ausgeweitet.<ref>Denise Weisflog: Das Siegerprojekt von Emmi. In: handelszeitung.ch. 4. Oktober 2023, abgerufen am 30. Mai 2024.</ref><ref>Milch in der Glasflasche kommt an. In: bauernzeitung.ch. 5. Oktober 2023, abgerufen am 30. Mai 2024.</ref> Die 2021 lancierten Abfüllstationen für Lebensmittel, für den Einkauf wie in einem Unverpacktladen, sollen in weiteren Verkaufsstellen installiert werden.<ref name="bzbasel" /> 2023 kündigte Coop an, künftig Produkte des Vereins Schweizer Regionalprodukte (regio.garantie) unter dem eigenen Gütesiegel «Miini Region» zu vermarkten.<ref>Regio.garantie-Produkte gibts jetzt auch bei Coop. In: schweizerbauer.ch. 5. November 2023, abgerufen am 5. November 2023.</ref>
Kritik
Verstösse gegen das Arbeitsgesetz
Vor allem bei der wöchentlichen Höchstarbeitszeit verstösst Coop immer wieder gegen das Arbeitsgesetz.<ref>Marc Iseli: Hunderte Verstösse gegen das Arbeitsgesetz bei Coop. In: blick.ch. 28. Januar 2020, abgerufen am 28. Januar 2020.</ref>
Kritik an Coop-Werbekampagnen
Das Konsumentenmagazin Beobachter kritisierte in einem 2007 erschienenen Artikel eine damalige Werbekampagne von Coop. Bemängelt wurde, dass in der Kampagne «ein Hohelied auf den Umweltschutz» angestimmt werde, während Coop gleichzeitig billige Flugtickets für Swiss verkaufe.<ref>Von wegen Öko. Der Schweizerische Beobachter, 2007</ref>
2019 wurde aus Uruguay eingeflogenes Rindfleisch mit verschiedenen Rabatt-Aktionen beworben. Auch Lammfleisch aus Australien, Neuseeland und England war im Angebot. Im Bereich Früchte (Flugobst) und Gemüse fielen laut Coop rund 0,5 Prozent auf Flugimporte.<ref>Oliver Fueter: Muss das sein? – Coop-Aktionsfleisch kommt per Flugzeug. SRF, 30. Oktober 2019, abgerufen am 23. März 2021.</ref><ref>Jil Schuller: Coop: Eingeflogenes Fleisch zum Tiefstpreis. BauernZeitung, 12. Dezember 2019, abgerufen am 23. März 2021.</ref><ref>«Fossil beheizte Gewächshäuser haben eine enorm schlechte Ökobilanz». Der Bund, 11. Juli 2021, abgerufen am 8. Juni 2022.</ref> Auf diese verzichten möchte Coop aber nicht.<ref>Aus Umweltgründen: Discounter fliegen kein Obst ein, Migros und Coop schon. In: blick.ch. 13. Januar 2023, abgerufen am 15. Januar 2023.</ref>
Im Februar 2020 wurde die Kritik geäussert, dass Gerichte in Coop-Restaurants mit einem grossen Schweizerkreuz angepriesen werden, obschon weite Teile der verwendeten Zutaten (in jenem Fall Poulet aus Slowenien) importiert sind. Da jedoch auf demselben Plakat jeweils die Herkunft des Fleisches in kleiner und leicht zu übersehender Schrift deklariert war, sah Coop keinen Handlungsbedarf. Die Schweizerfahne stehe für «typische Schweizer Rezepte».<ref>Stefan Wüthrich: Swissness im Restaurant - Coop macht aus slowenischem Poulet Schweizer Rahmschnitzel. In: srf.ch. 7. Februar 2020, abgerufen am 7. Februar 2020.</ref>
Indes wurden auch die Parallelimporte von Coca-Cola aus Polen und der Ukraine kritisiert.<ref>Patrik Berger: Jetzt verkauft Coop sogar Coca-Cola aus der Ukraine. In: Blick.ch. 26. März 2021, abgerufen am 27. März 2021.</ref>
Eine „Treuerabatt“-Aktion im Frühjahr 2022, bei der die angeblich rabattierten Artikel von einer eigens für die Aktion geschaffenen Marke stammten und die Preisereduzierungen der nur gegen Vorlage von Treuemarken erwerbaren Artikel somit nicht realistisch prüfbar war, sorgte für Empörung. Nachdem das SRF-Konsumentenmagazin Espresso über den Vorgang berichtet hatte, erklärte Cécile Thomi von der Stiftung für Konsumentenschutz: „Man muss klar und deutlich sagen, dass die Leute mit einer derartigen Pseudoaktion regelrecht für dumm verkauft werden.“ Das Staatssekretariat für Wirtschaft hingegen fand die Werbeaktion nicht irreführend.<ref>Sabrina Lehmann: «Die Leute werden mit dieser Pseudoaktion für dumm verkauft». In: SRF. 23. Mai 2022, abgerufen am 25. Mai 2022.</ref>
Probleme im Fleischverkauf
2011 erhoben ehemalige Mitarbeiter von Coop-Filialen schwere Vorwürfe: Sie hätten regelmässig Fleisch vom Selbstbedienungs-Regal auspacken und auch Tage nach dem Verbrauchsdatum an der Frischfleisch-Theke verkaufen müssen. Auch bei der Herkunft des Fleisches mussten Angestellte hinter dem Buffet Kunden täuschen, zum Beispiel Import-Geflügel mit Schweizer Poulet vermischen und als solches verkaufen. Offiziell waren 24 Filialen in 7 Kantonen betroffen.<ref>Roger Müller: Abgelaufenes Fleisch im Offenverkauf. SRF, 4. Oktober 2011, abgerufen am 12. Januar 2025.</ref><ref>Coop schummelt beim «Frischfleisch». SF Tagesschau, 8. Oktober 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. November 2011; abgerufen am 8. Oktober 2011.</ref><ref>Ursula Gabathuler: Coop-Fleisch: Weitere Metzger packen aus. SRF, 8. November 2011, abgerufen am 12. Januar 2025.</ref><ref>SF-«Kassensturz» mit Folgen: Kunden meiden Coop-Fleisch. SRF, 13. November 2011, abgerufen am 12. Januar 2025.</ref>
2013 wurde anlässlich des Pferdefleischskandals in einigen Fertiggerichten Pferdefleisch statt des deklarierten Rindfleisches gefunden.<ref>Coop-Lasagne enthält Pferdefleisch. Abgerufen am 17. Februar 2013.</ref><ref>blick.ch</ref>
Literatur
- Hans Handschin: Der Verband schweiz. Konsumvereine (VSK) – 1890–1953. VSK, Basel 1954 (= Genossenschaften in aller Welt, Band 2)
- Werner Kellerhals: Coop in der Schweiz: Materialien zur Entwicklung der Coop Schweiz und der Coop-Genossenschaften seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Coop Schweiz, Basel 1990.
- Vinzenz Winkler: COOP und MIGROS. Genossenschaften in Konkurrenz und im Wandel der Zeit. Rüegger, Zürich / Chur 1991, ISBN 3-7253-0385-1.
Weblinks
- Bernard Degen: Coop. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Website der Coop Genossenschaft
- Historische Plakate des VSK (vor 1969) und Coop Schweiz (nach 1969) im Online-Katalog der Basler Plakatsammlung
- Geschäftsbericht 2019 (PDF; 5,9 MB)
- Oliver Fueter: Coop-Genossenschaft - Verein wirft Coop diktatorische Methoden vor. In: Schweizer Radio und Fernsehen
- Temps Présent (RTS): Coop, Migros - Geheimnisse der Supermarktketten – Abrufvideo bei Play Suisse
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-04
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-12
- Coop (Schweiz)
- Einzelhandelsunternehmen (Schweiz)
- Lebensmitteleinzelhändler
- Konsumgenossenschaft
- Genossenschaft (Schweiz)
- Unternehmen (Basel)
- Unternehmensgründung 1890
- Roundtable on Sustainable Palm Oil