Studentsche t-Verteilung
Die studentsche t-Verteilung (auch Student-t-Verteilung oder kurz t-Verteilung) ist eine Wahrscheinlichkeitsverteilung, die 1908 von William Sealy Gosset entwickelt<ref name="Student1908">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> und nach seinem Pseudonym Student benannt wurde.<ref name="Bleymueller2004">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>
Gosset hatte festgestellt, dass die standardisierte Schätzfunktion des Stichproben-Mittelwerts normalverteilter Daten nicht mehr normalverteilt, sondern <math>t</math>-verteilt ist, wenn die zur Standardisierung des Mittelwerts benötigte Varianz des Merkmals unbekannt ist und mit der Stichprobenvarianz geschätzt werden muss. Seine <math>t</math>-Verteilung erlaubt – insbesondere für kleine Stichprobenumfänge – die Berechnung der Verteilung der Differenz vom Mittelwert der Stichprobe zum wahren Mittelwert der Grundgesamtheit.
Die <math>t</math>-Werte hängen vom Signifikanzniveau sowie von der Stichprobengröße <math>n</math> ab und bestimmen das Vertrauensintervall und damit die Aussagekraft der Schätzung des Mittelwertes. Die <math>t</math>-Verteilung wird mit wachsendem <math>n</math> schmaler und geht für <math>n\to\infty</math> in die Standardnormalverteilung über (siehe Grafik rechts). Hypothesentests, bei denen die <math>t</math>-Verteilung Verwendung findet, bezeichnet man als t-Tests.
Die Herleitung wurde erstmals 1908 veröffentlicht,<ref name="Student1908" /> als Gosset in der Dubliner Guinness-Brauerei arbeitete. Da sein Arbeitgeber die Veröffentlichung nicht gestattete, veröffentlichte Gosset sie unter dem Pseudonym Student. Der t-Faktor und die zugehörige Theorie wurden erst durch die Arbeiten von R. A. Fisher belegt, der die Verteilung Student’s distribution (Student’sche Verteilung) nannte.
Die <math>t</math>-Verteilung kommt allerdings auch schon in früheren Publikationen anderer Autoren vor. Zuerst wurde sie 1876 von Jacob Lüroth als A-posteriori-Verteilung bei der Behandlung eines Problems der Ausgleichsrechnung hergeleitet, 1883 in einem ähnlichen Zusammenhang von Edgeworth<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>.
Definition
Eine stetige Zufallsvariable <math>X</math> genügt der studentschen <math>t</math>-Verteilung mit <math>n>0</math> Freiheitsgraden, wenn sie die Wahrscheinlichkeitsdichte
- <math>f_n(x) = \frac{\Gamma\left(\frac{n+1}{2}\right)} {\sqrt{n\pi}~\Gamma\left(\frac{n}{2}\right)}\left(1+\frac{x^{2}}{n}\right)^{-\frac{n+1}{2}}\quad \mathrm{f \ddot ur}\quad -\infty < x < +\infty</math>
besitzt. Dabei ist
- <math>\Gamma(x)=\int\limits_{0}^{+\infty}t^{x-1}e^{-t}\operatorname{d}t</math>
die Gammafunktion. Für natürliche Zahlen <math>n</math> gilt insbesondere (hierbei bezeichnet <math>n!</math> die Fakultät von <math>n</math>)
- <math>\Gamma(n+1)=n!,\quad \Gamma\left(n+\tfrac12\right) = \frac{(2n)!}{n!\,4^n}\,\sqrt{\pi}.</math>
Alternativ lässt sich die <math>t</math>-Verteilung mit <math>n</math> Freiheitsgraden auch definieren als die Verteilung der Größe
- <math>t_n\equiv\frac{Z}{\sqrt{\chi_n^2/n}}</math>,
wobei <math>Z</math> eine standardnormalverteilte Zufallsvariable und <math>\chi_n^2</math> eine von <math>Z</math> unabhängige Chi-Quadrat-verteilte Zufallsvariable mit <math>n</math> Freiheitsgraden ist.
Verteilung
Die Verteilungsfunktion lässt sich geschlossen ausdrücken als
- <math>F_n(t)= I \left( \frac{t+\sqrt{t^2+n}}{2\sqrt{t^2+n}},\frac{n}{2},\frac{n}{2} \right)</math>
oder als
- <math>F_n(t)=\frac{1}{2}\left(1+\frac{t}{|t|} I \left( \frac{t^2}{t^2+n},\frac{1}{2},\frac{n}{2}\right)\right)</math>
mit
- <math>I(z,a,b)=\frac{1}{B(a,b)} \int_0^z t^{a-1} (1-t)^{b-1}\mathrm{d}t,</math>
wobei <math>B</math> die Betafunktion darstellt.
<math>F_n(t)</math> berechnet die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine gemäß <math>f_n(x)</math> verteilte Zufallsvariable <math>X</math> einen Wert kleiner oder gleich <math>t</math> erhält.
Eigenschaften
Es sei <math>X</math> eine <math>t</math>-verteilte Zufallsvariable mit <math>n</math> Freiheitsgraden und Dichte <math>f_n(x)</math>.
Wendepunkte
Die Dichte besitzt Wendepunkte bei
- <math>x=\pm\,\sqrt{\frac{n}{n+2}}.</math>
Median
Der Median ist
- <math>\tilde{x}=0.</math>
Modus
Der Modus ergibt sich zu
- <math>x_D=0.</math>
Symmetrie
Die Studentsche <math>t</math>-Verteilung ist symmetrisch um die 0.
Erwartungswert
Für den Erwartungswert erhält man für <math>n>1</math>
- <math>\operatorname{E}(X)=0.</math>
Der Erwartungswert für <math>n=1</math> existiert nicht.
Varianz
Die Varianz ergibt sich für <math>n>2</math> zu
- <math>\operatorname{Var}(X)=\frac{n}{n-2}.</math>
Schiefe
Die Schiefe ist für <math>n>3</math>
- <math>\operatorname{v}(X)=0.</math>
Wölbungen
Für die Kurtosis-Wölbung <math>\beta_2</math> und die Exzess-Wölbung <math>\gamma_2</math> erhält man für <math>n>4</math>
- <math>\operatorname{\beta_2}(X)=\frac{\mu_4}{\mu_2^2}=\frac{3n-6}{n-4},\qquad
\operatorname{\gamma_2}(X)=\frac{\mu_4}{\mu_2^2}-3=\frac{6}{n-4}.</math>
Momente
Für die <math>k</math>-ten Momente <math>m_k=\operatorname{E}(X^k)</math> und die <math>k</math>-ten zentralen Momente <math>\mu_k=\operatorname{E}([X-\operatorname{E}(X)]^k)</math> gilt:
- <math>m_k=\mu_k=0, \text{ falls } n>k \text{ und } k \text{ ungerade}</math>
- <math>m_k=\mu_k=n^{k/2}\cdot\frac{1\cdot 3\cdot 5\cdot 7\dotsm(k-1)}{(n-2)\cdot(n-4)\cdot(n-6)\dotsm(n-k)},
\text{ falls } n>k \text{ und } k \text{ gerade}</math>
Beziehung zur Betaverteilung
Das Integral
- <math>\int_0^z t^{a-1} (1-t)^{b-1}\mathrm{d}t</math>
ist die unvollständige Betafunktion
- <math>B(z;a,b),</math>
wobei
- <math>B(a,b)=B(1;a,b)</math> den Zusammenhang zur vollständigen Betafunktion herstellt. Dann ist für <math>t>0</math>
- <math>F_n(t) = \tfrac{1}{2}+ \tfrac{1}{2}I(z,\tfrac{1}{2},\tfrac{n}{2})=\tfrac{1}{2}+ \tfrac{1}{2} \frac{ B(z_t;\tfrac{1}{2},\tfrac{n}{2}) }{ B(1;\tfrac{1}{2},\tfrac{n}{2}) }</math>
mit
- <math>z_t=\frac{t^2}{t^2+n}.</math>
Wenn t gegen unendlich geht, strebt <math>z_t</math> gegen 1. Im Grenzfall steht im Zähler und Nenner obigen Bruches also dasselbe, das heißt, man erhält:
- <math>F_n(t) = \tfrac{1}{2}+ \tfrac{1}{2}I(z_t,\tfrac{1}{2},\tfrac{n}{2}) \rightarrow \tfrac{1}{2}+ \tfrac{1}{2} =1</math>
Nichtzentrale t-Verteilung
Die Größe
- <math>\frac{Z+\delta}{\sqrt{\chi_n^2/n}}</math>
mit <math>Z \sim\mathcal{N}(0,1)</math> und <math>\delta</math> als Nichtzentralitätsparameter folgt der sogenannten nichtzentralen <math>t</math>-Verteilung.<ref>N. L. Johnson, B. L. Welch: Applications of the Non-Central t-Distribution. In: Biometrika. Vol. 31, No. 3/4 (Mar. 1940), S. 362–389, {{#invoke:JSTOR|f|1=2332616}}{{#if:
| {{#ifeq: 0 | 0
| }}
}} {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}.</ref> Diese Verteilung wird vor allem zur Bestimmung des β-Fehlers bei Hypothesentests mit <math>t</math>-verteilter Prüfgröße verwendet. Ihre Wahrscheinlichkeitsdichte lautet:<ref>{{#if: | {{{author}}} | Eric W. Weisstein }}: Noncentral Student’s t-Distribution. In: MathWorld (englisch). {{#if: NoncentralStudentst-Distribution | {{#ifeq: {{#property:P2812}} | NoncentralStudentst-Distribution | | {{#if: {{#property:P2812}} | {{#ifeq: 0 | 0 | }} | {{#ifeq: 0 | 0 | }} }} }} }}</ref>
- <math>f(x)=\frac{n^{n/2}n!e^{-\delta^2/2}} {2^n\Gamma\left(n/2\right)(x^2+n)^{(n+1)/2}}\left(\frac{\sqrt{2}\delta x}{\sqrt{x^2+n}}\frac{_1\mathcal F_1\left(n/2+1,3/2,\frac{(\delta x)^2}{2(x^2+n)}\right)}{\Gamma\left((n+1)/2\right)}+\frac{_1\mathcal F_1\left((n+1)/2,1/2,\frac{(\delta x)^2}{2(x^2+n)}\right)}{\Gamma\left(n/2+1\right)}\right)</math>
Die Klammer mit der Summe hypergeometrischer Funktionen lässt sich noch etwas einfacher schreiben,<ref>HermiteH. Bei: functions.wolfram.com.</ref> sodass ein kürzerer alternativer Ausdruck für die Dichte entsteht:
- <math>f(x)=\frac{2^n n^{n/2+1}\Gamma\left((n+1)/2\right)} {\pi(x^2+n)^{(n+1)/2}}e^{-\delta^2/2}H_{-n-1}\left(-\frac{\delta x}{\sqrt{2}\sqrt{x^2+n}}\right),</math>
wobei <math>H_{-n-1}\left(z\right)</math> ein Hermitesches Polynom mit negativem Index darstellt mit <math>H_{-n-1}\left(0\right)=\frac{\sqrt{\pi}}{2^{n+1}\Gamma\left(n/2+1\right)}</math>.
Der Erwartungswert liegt für <math>n>1</math> bei
- <math>\frac{\delta\sqrt{n}\Gamma\left((n-1)/2\right)}{\sqrt{2}\Gamma\left(n/2\right)}</math>
und die Varianz (für <math>n>2</math>) bei
- <math>\frac{(1+\delta^2)n}{n-2}-\frac{\delta^2 n\Gamma\left((n-1)/2\right)^2}{2\Gamma\left(n/2\right)^2}.</math>
Mit <math>\delta=0</math> erhält man die Kennwerte der zentralen <math>t</math>-Verteilung.
Beziehung zu anderen Verteilungen
Beziehung zur Cauchy-Verteilung
Für <math>n=1</math> und mit <math>\Gamma(1/2)=\sqrt{\pi}</math> ergibt sich die Cauchy-Verteilung als Spezialfall aus der Studentschen <math>t</math>-Verteilung.
Beziehung zur Chi-Quadrat-Verteilung und Standardnormalverteilung
Die <math>t</math>-Verteilung beschreibt die Verteilung eines Ausdruckes
- <math>t_n\equiv\frac{\mathcal{N}(0,1)}{\sqrt{\frac{\chi_n^2}{n}}},</math>
wobei <math>\mathcal{N}(0,1)</math> eine standardnormalverteilte und <math>\chi_n^2</math> eine Chi-Quadrat-verteilte Zufallsvariable mit <math>n</math> Freiheitsgraden bedeutet. Die Zählervariable muss unabhängig von der Nennervariable sein. Die Dichtefunktion der <math>t</math>-Verteilung ist dann symmetrisch bezüglich ihres Erwartungswertes <math>0</math>. Die Werte der Verteilungsfunktion liegen in der Regel tabelliert vor.
Verteilung mit schweren Rändern
Die Verteilung gehört zu den Verteilungen mit schweren Rändern.
Näherung durch die Normalverteilung
Mit steigender Zahl von Freiheitsgraden kann man die Verteilungswerte der <math>t</math>-Verteilung mit Hilfe der Normalverteilung annähern. Als Faustregel gilt, dass ab 30 Freiheitsgraden die <math>t</math>-Verteilungsfunktion durch die Normalverteilung approximiert werden kann.
Verwendung in der mathematischen Statistik
Verschiedene Schätzfunktionen sind <math>t</math>-verteilt.
Wenn die unabhängigen Zufallsvariablen <math>X_1, X_2, \dotsc, X_n</math> identisch normalverteilt sind mit Erwartungswert <math>\mu </math> und Standardabweichung <math>\sigma </math>, kann bewiesen werden, dass der Stichprobenmittelwert
- <math>\overline{X}=\frac 1n\sum_{i=1}^nX_i</math>
und die Stichprobenvarianz
- <math>S^2=\frac 1{n-1}\sum_{i=1}^n(X_i-\overline{X})^2</math>
stochastisch unabhängig sind.
Weil die Zufallsgröße <math>\tfrac{\overline{X}-\mu}{\sigma/\sqrt{n}}</math> eine Standardnormalverteilung hat und <math>(n-1)\, S^2/\sigma^2</math> einer Chi-Quadrat-Verteilung mit <math>n-1</math> Freiheitsgraden folgt, ergibt sich, dass die Größe
- <math>t_{n-1}=\frac{\overline{X}-\mu}{S/\sqrt{n}}=\frac{\overline{X}-\mu}{S/\sqrt{n}}\cdot\frac\sigma\sigma=\frac{\overline{X}-\mu}{\sigma/\sqrt{n}}\cdot\frac\sigma S=\frac{\overline{X}-\mu}{\sigma/\sqrt{n}}/\left(\frac S\sigma\right)=
\frac{\overline{X}-\mu}{\sigma/\sqrt{n}}/\sqrt{\chi_{n-1}^2/(n-1)}</math> nach Definition <math>t</math>-verteilt ist mit <math>n-1</math> Freiheitsgraden.
Also ist der Abstand des gemessenen Mittelwertes vom Mittelwert der Grundgesamtheit verteilt wie <math>t_{n-1} S/\sqrt{n}</math>. Damit berechnet man dann das 95-%-Konfidenzintervall für den Mittelwert <math>\mu</math> zu
- <math>\overline{x}-t \cdot S/\sqrt{n} \leq \mu \leq \overline{x}+t \cdot S/\sqrt{n},</math>
wobei der Wert für <math>t</math> implizit durch <math>F_{n-1}(t)=0{,}975</math> bestimmt ist, wobei <math>F_{n-1}</math> die Verteilungsfunktion einer Zufallsvariablen bezeichnet, die <math>t</math>-verteilt ist mit <math>n-1</math> Freiheitsgraden. Dieses Intervall ist für <math>n < \infty</math> etwas größer als dasjenige, welches sich mit bekanntem <math>\sigma</math> aus der Verteilungsfunktion der Normalverteilung bei gleichem Konfidenzniveau ergeben hätte <math>\left( \mu \in \left[\overline{x}\pm 1{,}96 \cdot \tfrac{\sigma}{\sqrt{n}}\right]\right)</math>.
Herleitung der Dichte
Die Wahrscheinlichkeitsdichte der <math>t</math>-Verteilung lässt sich herleiten aus der gemeinsamen Dichte der beiden unabhängigen Zufallsvariablen <math>Z</math> und <math>\chi^2_n</math>, die standardnormal beziehungsweise Chi-Quadrat-verteilt sind:<ref>Frodesen, Skjeggestad, Tofte: Probability and Statistics in Particle Physics. Universitetsforlaget, Bergen/Oslo/Tromsø, S. 141.</ref>
- <math>
f_{Z,\chi^2_n}(z,y)= \frac{e^{-\frac 12z^2}}{\sqrt{2\pi}} \cdot \frac{y^{\frac{n}{2}-1}e^{-\frac 12y}}{2^\frac n2\Gamma(\frac n2)} </math>
Mit der Transformation
- <math>
t=z/\sqrt{y/n},v=y </math>
bekommt man die gemeinsame Dichte von <math>T=Z/\sqrt{\chi^2_n/n}</math> und <math>\chi^2_n</math>, wobei <math>-\infty < t < \infty</math> und <math>0\leq v < \infty</math>.
Die Jacobideterminante dieser Transformation ist:
- <math>\det\frac{\partial(z,y)}{\partial(t,v)}=\begin{vmatrix}
\sqrt{\frac{v}{n}}&0\\
\Diamond&1
\end{vmatrix}=\sqrt{\frac{v}{n}}</math>
Der Wert <math>\Diamond</math> ist unwichtig, weil er bei der Berechnung der Determinante mit 0 multipliziert wird. Die neue Dichtefunktion schreibt sich also
- <math>
f_{T,\chi^2_n}(t,v)=\frac{e^{-\frac 12 v \frac{t^2}n}}{\sqrt{2\pi}} \cdot \frac{1}{2^\frac n2 \Gamma(\frac n2)}v^{\frac n2-1}e^{-\frac 12v}\cdot\sqrt{\frac{v}{n}}. </math>
Gesucht ist nun die Randverteilung <math>f_n(t)</math> als Integral über die nicht interessierende Variable <math>v</math>:
- <math>
f_n(t)=\int\limits_{0}^\infty f_{T,\chi^2_n}(t,v)\,dv=\frac{1}{\sqrt{n\pi}\,2^{(n+1)/2}\Gamma(n/2)} \int\limits_{0}^\infty v^{(n-1)/2}e^{-v(1+t^2/n)/2}\,dv=\frac{\Gamma\left(\frac{n+1}{2}\right)} {\sqrt{n\pi}\Gamma\left(\frac{n}{2}\right)}\left(1+\frac{t^{2}}{n}\right)^{-\frac{n+1}{2}} </math>
Ausgewählte Quantile der t-Verteilung
Tabelliert sind <math>t</math>-Werte für verschiedene Freiheitsgrade <math>n</math> und gebräuchliche Wahrscheinlichkeiten <math>P</math> (0,75 bis 0,999), wofür gilt:
- <math>P_{\text{einseitig}}=F_n(t)=P(T_n\leq t)</math>
Aufgrund der Spiegelsymmetrie der Dichte braucht man für den Fall des beidseitig symmetrisch begrenzten Intervalls nur die Wahrscheinlichkeitsskala anzupassen. Dabei verringern sich die Wahrscheinlichkeiten bei gleichem <math>t</math>, denn das Integrationsintervall wird durch Wegschneiden des Bereichs von <math>-\infty</math> bis <math>- t</math> reduziert:
- <math>P_{\text{zweiseitig}}=F_n(t)-F_n(-t)=P(-t<T_n\leq t)=2P_{\text{einseitig}}-1</math>
Werden bei einer Stichprobe <math>N</math> Beobachtungen durchgeführt und aus der Stichprobe <math>m</math> Parameter geschätzt, so ist <math>n=N-m</math> die Anzahl der Freiheitsgrade.
Zu der Anzahl von Freiheitsgraden <math>n</math> in der ersten Spalte und dem Signifikanzniveau <math>\alpha</math> (dargestellt als <math>1-\alpha</math> in der zweiten Zeile) wird in jeder Zelle der folgenden Tabelle der Wert des (einseitigen) Quantils <math>t_{n,\alpha}</math>, entsprechend DIN 1319-3, angegeben. Dies erfüllt für die Dichte <math>f_n</math> der <math>t_n</math>-Verteilung die folgenden Gleichungen:
- Einseitig: <math>\int_{-\infty}^{t_{n,\alpha}}f_n(x)\,\mathrm{d}x=1-\alpha</math>
- Zweiseitig: <math>\int_{-t_{n,\alpha/2}}^{t_{n,\alpha/2}}f_n(x)\,\mathrm{d}x=1-\alpha</math>
Also findet man beispielsweise mit <math>n = 4</math> und <math>\alpha = 0{,}05</math> die <math>t</math>-Werte von 2,776 (zweiseitig) oder 2,132 (einseitig).
Die Quantilfunktion der <math>t</math>-Verteilung <math>x_p</math> ist die Lösung der Gleichung <math>p=F(x_p|m,\,n)</math> und damit prinzipiell über die Umkehrfunktion zu berechnen. Konkret gilt hier
- <math>x_p=\frac{\sqrt{n}\left(2 I^{-1}(p,\frac n2,\frac n2)-1\right)}{2\sqrt{\left(1-I^{-1}(p,\frac n2,\frac n2)\right) \cdot I^{-1}(p,\frac n2,\frac n2)}}</math>
mit <math>I^{-1}</math> als Inverse der regularisierten unvollständigen Betafunktion. Dieser Wert <math>x_p</math> ist in der Quantiltabelle unter den Koordinaten p und n eingetragen.
Für wenige Werte <math>n</math> (1,2,4) vereinfacht sich die Quantilfunktion:<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#if:
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| Vorlage:Cite book/Meldung
}}</ref>
- <math>n=1: x_p=\operatorname{tan} (\pi(p-1/2))</math>
- <math>n=2: x_p=(p-1/2)\sqrt{\frac{2}{ p(1-p)}}</math>
- <math>n=4: x_p=\sqrt{\frac{2\cos \left( \frac{1}{3} \arccos \left(2 \sqrt{p(1-p)} \, \right) \right)}{\sqrt{p(1-p)}}-4}</math>
Tabelle einiger t-Quantile
{{#if: Quantiltabelle|{{#ifexist:Quantiltabelle|
|{{#if: |{{#ifexist:{{{2}}}|
|{{#if: |{{#ifexist:{{{3}}}|
|}}|}}|}}|}}|}}|Einbindungsfehler: Die Vorlage Hauptartikel benötigt immer mindestens ein Argument.}}
| Anzahl Freiheitsgrade n |
P für zweiseitigen Vertrauensbereich | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 0,5 | 0,75 | 0,8 | 0,9 | 0,95 | 0,98 | 0,99 | 0,998 | |
| P für einseitigen Vertrauensbereich | ||||||||
| 0,75 | 0,875 | 0,90 | 0,95 | 0,975 | 0,99 | 0,995 | 0,999 | |
| 1 | 1,000 | 2,414 | 3,078 | 6,314 | 12,706 | 31,821 | 63,657 | 318,309 |
| 2 | 0,816 | 1,604 | 1,886 | 2,920 | 4,303 | 6,965 | 9,925 | 22,327 |
| 3 | 0,765 | 1,423 | 1,638 | 2,353 | 3,182 | 4,541 | 5,841 | 10,215 |
| 4 | 0,741 | 1,344 | 1,533 | 2,132 | 2,776 | 3,747 | 4,604 | 7,173 |
| 5 | 0,727 | 1,301 | 1,476 | 2,015 | 2,571 | 3,365 | 4,032 | 5,893 |
| 6 | 0,718 | 1,273 | 1,440 | 1,943 | 2,447 | 3,143 | 3,707 | 5,208 |
| 7 | 0,711 | 1,254 | 1,415 | 1,895 | 2,365 | 2,998 | 3,499 | 4,785 |
| 8 | 0,706 | 1,240 | 1,397 | 1,860 | 2,306 | 2,896 | 3,355 | 4,501 |
| 9 | 0,703 | 1,230 | 1,383 | 1,833 | 2,262 | 2,821 | 3,250 | 4,297 |
| 10 | 0,700 | 1,221 | 1,372 | 1,812 | 2,228 | 2,764 | 3,169 | 4,144 |
| 11 | 0,697 | 1,214 | 1,363 | 1,796 | 2,201 | 2,718 | 3,106 | 4,025 |
| 12 | 0,695 | 1,209 | 1,356 | 1,782 | 2,179 | 2,681 | 3,055 | 3,930 |
| 13 | 0,694 | 1,204 | 1,350 | 1,771 | 2,160 | 2,650 | 3,012 | 3,852 |
| 14 | 0,692 | 1,200 | 1,345 | 1,761 | 2,145 | 2,624 | 2,977 | 3,787 |
| 15 | 0,691 | 1,197 | 1,341 | 1,753 | 2,131 | 2,602 | 2,947 | 3,733 |
| 16 | 0,690 | 1,194 | 1,337 | 1,746 | 2,120 | 2,583 | 2,921 | 3,686 |
| 17 | 0,689 | 1,191 | 1,333 | 1,740 | 2,110 | 2,567 | 2,898 | 3,646 |
| 18 | 0,688 | 1,189 | 1,330 | 1,734 | 2,101 | 2,552 | 2,878 | 3,610 |
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| 20 | 0,687 | 1,185 | 1,325 | 1,725 | 2,086 | 2,528 | 2,845 | 3,552 |
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Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
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verallgemeinert binomial |
Zipf |
Zipf-Mandelbrot |
Zweipunkt
Diskrete univariate Verteilungen für unendliche Mengen:
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Conway-Maxwell-Poisson |
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erweitert negativ binomial |
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Zeta
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Cantor |
Kumaraswamy |
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Dreieck |
Trapez |
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Wigner-Halbkreis
Kontinuierliche univariate Verteilungen mit halboffenem Intervall:
Beta prime |
Bose-Einstein |
Burr |
Chi |
Chi-Quadrat |
Coxian |
Erlang |
Exponential |
Extremwert |
F |
Fermi-Dirac |
Folded normal |
Fréchet |
Gamma |
Gamma-Gamma |
verallgemeinert invers Gauß |
halblogistisch |
halbnormal |
Hartman-Watson |
Hotellings T-Quadrat |
hyper-exponentiale |
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Kolmogorow-Verteilung |
Lévy |
log-normal |
log-logistisch |
Maxwell-Boltzmann |
Maxwell-Speed |
Nakagami |
nichtzentriert Chi-Quadrat |
Pareto |
Phase-Type |
Rayleigh |
relativistisch Breit-Wigner |
Rice |
Rosin-Rammler |
shifted Gompertz |
truncated normal |
Type-2-Gumbel |
Weibull |
Wilks’ Lambda
Kontinuierliche univariate Verteilungen mit unbeschränktem Intervall:
Cauchy |
Extremwert |
exponential Power |
Fishers z |
Fisher-Tippett (Gumbel) |
generalized hyperbolic |
Hyperbolic-secant |
Landau |
Laplace |
alpha-stabil |
logistisch |
normal (Gauß) |
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Ewens |
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multinomial |
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polyhypergeometrisch
Kontinuierliche multivariate Verteilungen:
Dirichlet |
GEM |
generalized Dirichlet |
multivariat normal |
multivariat Student |
normalskaliert invers Gamma |
Normal-Gamma |
Poisson-Dirichlet
Multivariate Matrixverteilungen:
Gleichverteilung auf der Stiefel-Mannigfaltigkeit |
Invers Wishart |
Matrix Beta |
Matrix Gamma |
Matrix invers Beta |
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|
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- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:JSTOR
- Wikipedia:Wikidata P2812 verschieden
- Wikipedia:Wikidata P2812 fehlt
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Schwesterprojekt
- Wikipedia:Weblink offline fix-attempted
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URL
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Toter Link/URL fehlt
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Univariate Wahrscheinlichkeitsverteilung
- Absolutstetige Wahrscheinlichkeitsverteilung