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Leichtathletik-Europameisterschaften 2010

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
20. Leichtathletik-Europameisterschaften
Logo der 20. Leichtathletik-Europameisterschaften
Stadt SpanienDatei:Flag of Spain.svg Barcelona
Stadion Olympiastadion
Teilnehmende Länder 50
Teilnehmende Athleten 1370
Wettbewerbe 47 (Männer: 24 / Frauen: 23)
Eröffnung 26. Juli 2010
Schlussfeier 1. August 2010
Eröffnet durch Jordi Hereu
(Bürgermeister von Barcelona)
Chronik
Göteborg 2006 Helsinki 2012
Medaillenspiegel (Endstand nach 47 Entscheidungen)
Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 08 06 04 18
2 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 08 04 05 17
3 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 06 10 04 20
4 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 05 06 07 18
5 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 03 01 06 10
6 TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Türkei 03 03
7 UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine 02 04 01 07
8 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 02 03 03 08
9 SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien 02 02 01 5
10 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien 02 02
Vollständiger Medaillenspiegel
Datei:Barni.jpg
Maskottchen „Barni“

Die 20. Leichtathletik-Europameisterschaften wurden vom 27. Juli bis 1. August 2010 in der spanischen Stadt Barcelona ausgetragen.

Vergabe

Das Exekutivkomitee des Europäischen Leichtathletik-Verbands European Athletic Association (EAA) bestätigte die katalanische Metropole am 29. April 2006 am Rande seiner Sitzung in Göteborg als Austragungsort. Zuvor war Barcelona 2001 bei der Vergabe der Europameisterschaften 2006 der Bewerbung Göteborgs unterlegen.

Wettkampforte

Datei:Barcelona Olympic Stadium (7853129580).jpg
Das Olympiastadion Estadi Olímpic Lluís Companys
Barcelona im Jahr 2012

Der Großteil der Wettkämpfe fand im Olympiastadion Barcelona (Estadi Olímpic Lluís Companys) statt, das bereits Schauplatz der Olympischen Spiele 1992 war. Ausnahme waren die beiden Marathonläufe sowie die drei Gehwettbewerbe, die in den Straßen Barcelonas ausgetragen wurden.

Eröffnungsfeier

Die Eröffnungsfeier der Leichtathletik-Europameisterschaften 2010 fand am Abend des 26. Juli 2010 am Brunnen Font Magica auf dem Gelände der Weltausstellung von 1929 am Fuße des Montjuïc statt. Damit war zum zweiten Mal nach Göteborg 2006 nicht das Stadion Ort der Eröffnungsfeier der Leichtathletik-Europameisterschaften.

Teilnehmer

Zu den Wettkämpfen entsandten alle fünfzig Mitgliedsverbände der European Athletic Association eine Delegation nach Barcelona. Insgesamt waren 1370 Athleten gemeldet.

Teilnehmer (1370)<ref>bz-berlin.de: Anzahl Teilnehmer Europameisterschaften 2010. Abgerufen am 27. Juli 2010.</ref>

Wettbewerbe

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften wurden Wettbewerbe in fünf unterschiedlichen Wettbewerbsgruppen ausgetragen: Laufen, Springen, Werfen, Gehen und Mehrkampf. Die Frauen maßen sich in 23, die Männer in 24 Disziplinen. Das EM-Programm für Frauen und Männer war wie bereits bei den vorangegangenen Europameisterschaften fast identisch. Abweichungen gab es in der Länge der kurzen Hürdenstrecke, in den Gewichten der Wurfgeräte sowie in der Anzahl der Mehrkampfdisziplinen. Einzig das 50-km-Gehen blieb noch alleine den Männern vorbehalten. Diese Disziplin wurde für die Frauen 2018 Teil der Europameisterschaften. Von 2022 an wurde die Distanz der langen Gehstrecke für Männer und Frauen auf 35 Kilometer verkürzt. Unterschiede im Wettbewerbsprogramm für Frauen und Männer gab es von 2018 an alleine bei den Gewichten von Wurfgeräten, in den Höhen der Hürden und der Länge der kurzen Hürdensprintstrecke, sowie schließlich im Mehrkampf.

Doping

Bei diesen Europameisterschaften kam die kaum zu glaubende Zahl von vierzig nachgewiesenen Dopingfällen zustande. Dieser Wert liegt in ähnlichen Dimensionen wie bei anderen großen internationalen Meisterschaften und Olympischen Spielen dieser Zeit und zeigt, in welchen Sumpf von Betrügereien und erschlichenen Leistungen die Leichtathletik geraten war.

Betroffen waren insgesamt neun Nationen, Russland ragt dabei besonders heraus. Im Einzelnen sieht die Verteilung folgendermaßen aus:
Russland: 21 / Belarus: 6 / Türkei: 4 / Griechenland: 2 / Republik Moldau: 2 / Spanien: 2 / Litauen: 1 / Tschechien: 1 / Ukraine: 1

Folgende Sportler wurden bei diesen Europameisterschaften wegen Verstoßes gegen die Antidopingbestimmungen disqualifiziert:

Sportliche Leistungen

In der Medaillenwertung hatten mit Frankreich und Russland zwei Nationen je acht EM-Titel auf ihrem Konto. Frankreich hatte darüber hinaus sechs Silber- und vier Bronzemedaillen gesammelt gegenüber vier silbernen und sechs bronzenen bei Russland. Damit lag Frankreich in der Medaillenwertung diesmal ganz vorn. Dahinter folgten Großbritannien mit sechs und Deutschland mit fünf Europameistertiteln. Polen und die Türkei hatten jeweils drei Europameister in ihren Reihen, wobei Polen bezüglich der Zahl der Silbermedaillen vor der Türkei lag. Dahinter folgten die Ukraine, Italien und Spanien und Kroatien, die je zwei Goldmedaillen auf ihrem Konto hatten.

Das Leistungsniveau war hoch, es gab folgende Rekorde:

  • zehn verbesserte oder egalisierte Meisterschaftsrekorde in zehn Disziplinen
  • 29 verbesserte oder egalisierte Landesrekorde in zwölf Disziplinen
  • eine Weltjahresbestleistung in einer Disziplin

Bei den einzelnen Sportlern sind besonders folgende Leistungen zu nennen.

Legende

Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet:

CR Championshiprekord
NR Nationaler Rekord
NUR23 Nationaler U23-Rekord
WL Weltjahresbestleistung
e egalisiert
w Rückenwindunterstützung über dem erlaubten Limit von 2,0 m/s
DNF Wettkampf nicht beendet (did not finish)
DSQ disqualifiziert
DOP wegen Dopingvergehens disqualifiziert

Resultate Männer

100 m

Datei:100 m men final Barcelona 2010.jpg
Zieleinlauf des 100-Meter-Rennens
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Christophe Lemaître FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 10,11
2 Mark Lewis-Francis Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 10,18
3 Martial Mbandjock FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 10,18
4 Francis Obikwelu PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 10,18
5 Dwain Chambers Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 10,18
6 Jaysuma Saidy Ndure NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR 10,31
7 Emanuele Di Gregorio ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 10,34
DNF Simone Collio ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA

Finale: 28. Juli, 21:45 Uhr

Wind: −1,0 m/s

Kurzbericht:
Christophe Lemaitre, der 2010 als erster weißer Sprinter den 100-Meter-Lauf unter zehn Sekunden gelaufen war, gewann das Rennen vor dem Briten Mark Lewis-Francis. Als Dritter errang Martial Mbandjock eine zweite Medaille für Frankreich in diesem Rennen. Titelverteidiger Francis Obikwelu aus Portugal kam im Fotofinish mit den zeitgleichen Lewis-Francis und Mbandjock auf den vierten Platz.

200 m

Datei:Christophe Lemaitre Barcelone 2010.jpg
Christophe Lemaitre – mit drei Goldmedaillen erfolgreichster Sportler dieser Europameisterschaften
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Christophe Lemaître FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 20,37
2 Christian Malcolm Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 20,38
3 Martial Mbandjock FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 20,42
4 Marlon Devonish Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 20,62
5 Jaysuma Saidy Ndure NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR 20,63
6 Paul Hession IrlandDatei:Flag of Ireland.svg IRL 20,71
7 Lykourgos-Stefanos Tsakonas GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg GRE 20,90
8 David Alerte FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 20,93

Finale: 30. Juli, 19:25 Uhr

Wind: −0,8 m/s

Kurzbericht:
Nachdem er bereits den 100-Meter-Lauf gewonnen hatte, konnte Christophe Lemaitre auch das Rennen über die längere Sprintstrecke für sich entscheiden. Auf den letzten Metern zog er noch an Christian Malcolm vorbei. Der Schweizer Marc Schneeberger und der Deutsche Sebastian Ernst kamen nicht über das Halbfinale hinaus.

400 m

Datei:20100731-Kevin Borlee.jpg
Europameister Kevin Borlée
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Kevin Borlée BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg BEL 45,08
2 Michael Bingham Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 45,23
3 Martyn Rooney Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 45,23
4 Wladimir Krasnow RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 45,24
5 David Gillick IrlandDatei:Flag of Ireland.svg IRL 45,28
6 Leslie Djhone FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 45,30
7 Jonathan Borlée BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg BEL 45,35
8 Kacper Kozłowski PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 46,07

Finale: 30. Juli, 21:25 Uhr

Kurzbericht:
Eigentlich war von den belgischen Borlée-Zwillingsbrüdern der Jahresbeste Europas, Jonathan, als Favorit in das Finale gestartet. Dieser hatte im Halbfinale einen neuen belgischen Rekord aufgestellt, wurde am Ende aber nur Siebter, während sein Bruder Kevin überraschend Gold gewann. Silber und Bronze gingen an die beiden Briten Michael Bingham und Martyn Rooney.

800 m

Datei:Marcin Lewandowski Barcelona 2010.jpg
Marcin Lewandowski nach seinem Sieg über 800 Meter
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Marcin Lewandowski PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 1:47,07
2 Michael Rimmer Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 1:47,17
3 Adam Kszczot PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 1:47,22
4 Arnoud Okken NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED 1:47,31
5 Jakub Holuša TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 1:47,45
6 Kevin López SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 1:47,82
7 Luis Alberto Marco SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 1:48,42
8 Hamid Oualich FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 1:49,77

Finale: 31. Juli, 19:35 Uhr

Kurzbericht:
Das von Beginn an verbummelt Rennen lief auf eine reine Spurtentscheidung hinaus. Schließlich setzte sich der Pole Marcin Lewandowski durch und wurde Europameister. Sein Landsmann Adam Kszczot belegte hinter dem Briten Michael Rimmer den dritten Platz.

1500 m

Datei:1500 m men final Barcelona 2010.jpg
Das 1500-Meter-Finale
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Arturo Casado SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 3:42,74
2 Carsten Schlangen DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 3:43,52
3 Manuel Olmedo SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 3:43,54
4 Reyes Estévez SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 3:43,67
5 Yoann Kowal FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 3:43,71
6 Andrew Baddeley Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 3:43,87
7 Christian Obrist ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 3:43,91
8 Mateusz Demczyszak PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 3:44,42

Finale: 30. Juli, 22:00 Uhr

Kurzbericht:
Arturo Casado setzte sich bereits zwei Runden vor Schluss an die Spitze des Feldes und gab seine Führung auch im Schlussspurt nicht mehr ab. Der Deutsche Carsten Schlangen, für den die Qualifikation für das Finale bereits einen Erfolg darstellte, gewann überraschend Silber vor dem Spanier Manuel Olmedo. Der Österreicher Andreas Vojta belegte Rang elf.

5000 m

Datei:5000m final (4848945407).jpg
Das 5000-Meter-Finale
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mohammed Farah Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 13:31,18
2 Jesús España SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 13:33,12
3 Hayle İbrahimov AserbaidschanDatei:Flag of Azerbaijan.svg AZE 13:34,15
4 Serhij Lebid UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 13:38,69
5 Noureddine Smaïl FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 13:38,70
6 Daniele Meucci ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 13:40,17
7 Alemayehu Bezabeh SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 13:43,23
8 Christopher Thompson Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 13:44,42

Finale: 31. Juli, 21:20 Uhr

Kurzbericht:
Der Brite Mohammed Farah errang nach seinem Sieg über 10.000 Meter auch den Titel über 5000 Meter. Der Spanier Jesús España sowie der von diesem auf den letzten einhundert Metern überspurtete Aserbaidschaner Hayle İbrahimov gewannen Silber und Bronze. Den beiden weiteren Medaillengewinner über 10.000 Meter Daniele Meucci und Christopher Thompson gelang es nicht, dies über die kürzere Distanz zu wiederholen, Meucci wurde Sechster, Thompson Achter.

10.000 m

Datei:Mo Farah Barcelona 2010.jpg
Mohammed Farah nach seinem Sieg über 10.000 Meter
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mohammed Farah Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 28:24,99
2 Christopher Thompson Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 28:27,33
3 Daniele Meucci ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 28:27,33
4 Ayad Lamdassem SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 28:34,89
5 Carles Castillejo SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 28:49,69
6 Christian Belz SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI 28:54,01
7 Andrea Lalli ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 29:05,20
8 Youssef El Kalay PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 29:07,61

Datum: 27. Juli, 21:05 Uhr

Kurzbericht:
Nach langsamem Beginn – Durchgangszeit 5000 Meter 14:38,10 min – konnte sich Mo Farah zusammen mit Ayad Lamdassem absetzen. Kurz vor Schluss sprintete Farah dem Spanier davon. Dieser wurde von Christopher Thompson und Daniele Meucci noch überholt. Meucci und Thompson kamen zeitgleich ins Ziel, Thompson wurde jedoch im Fotofinish vor Meucci gewertet. Somit gab es einen britischen Doppelsieg. Von 26 Startern erreichten 22 das Ziel.

Marathon

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Viktor Röthlin SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI 2:15:31
2 José Manuel Martínez SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 2:17:50
3 Dmitri Safronow RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 2:18:16
4 Ruggero Pertile ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 2:19:33
5 Pablo Villalobos SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 2:19:56
6 Rafael Iglesias SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 2:20:14
7 Migidio Bourifa ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 2:20:35
8 Lee Merrien Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 2:20:42

Datum: 1. August, 10:05 Uhr

Kurzbericht:
Bei Kilometer zwanzig hatte sich eine zwölfköpfige Spitzengruppe gebildet, zu der auch Titelverteidiger Stefano Baldini gehörte. Nach einer Tempoverschärfung setzten sich kurz nach der Halbzeitmarke vier Läufer an die Spitze: Viktor Röthlin, José Manuel Martínez, Ruggero Pertil und James Theury. Baldini konnte nicht mehr Schritt halten und stieg aus. Kurz nachdem Pertile ebenfalls hatte abreißen lassen müssen, setzte sich bei Kilometer 28 Röthlin an die Spitze und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel kontinuierlich aus. Theury dagegen hatte sich übernommen, fiel immer weiter zurück und gab schließlich auf. Pertile kämpfte sich noch einmal kurzzeitig an Martínez heran, fiel dann aber von Krämpfen geplagt auf den letzten Kilometern hinter Dmitri Safronow zurück, der sich vom sechsten Platz vorgearbeitet hatte. Der Österreicher Günther Weidlinger, der bis Kilometer zwanzig zur Spitzengruppe gehört hatte, fiel danach kontinuierlich zurück und belegte den achtzehnten Platz. Bei Temperaturen von mehr als 25 °C war es die langsamste Siegerzeit seit den Europameisterschaften 1969. Die schwierigen äußeren Bedingungen trugen auch dazu bei, dass neunzehn der 64 gestarteten Athleten nicht das Ziel erreichten, unter ihnen die Deutschen Martin Beckmann und Tobias Sauter sowie der Österreicher Florian Prüller. Der Liechtensteiner Marcel Tschopp kam auf Rang 39, der Österreicher Christian Pflügl auf Rang 44.

Marathon-Cup

Platz Land Athleten Zeit (h)
1 SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien José Manuel Martínez
Pablo Villalobos
Rafael Iglesias
6:58:00
2 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Dmitri Safronow
Alexei A. Sokolow
Oleg Kulkow
7:01:29
3 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien Ruggero Pertile
Migidio Bourifa
Ottaviano Andriani
7:01:40
4 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande Rens Dekkers
Hugo van den Broek
Koen Raymaekers
7:07:33
5 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien Lee Merrien
Dave Webb
Dan Robinson
7:07:52
6 IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel Wodage Zvadya
Ayele Setegne
Dastaho Swonek
7:19:41
7 PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Portugal Luís Feiteira
Alberto Chaíça
José Moreira
7:29:38
8 SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Slowenien Anton Kosmač
Primož Kobe
Robert Kotnik
7:42:40

Datum: 1. August, 10:05 Uhr

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung, für die die Zeiten der drei besten Läufer je Nation addiert wurden. Die Wertung zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

110 m Hürden

Datei:Andy Turner Barcelona2010.jpg
Andrew Turner nach seinem Sieg über 110 Meter Hürden
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Andrew Turner Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 13,28
2 Garfield Darien FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 13,34
3 Dániel Kiss UngarnDatei:Flag of Hungary.svg HUN 13,39
4 Dimitri Bascou FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 13,41
5 Artur Noga PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 13,44
6 Petr Svoboda TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 13,57
7 Marcel van der Westen NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED 13,58
8 Alexander John DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 13,71

Finale: 30. Juli, 19:50 Uhr

Wind: −1,0 m/s

Kurzbericht:
Der Brite Andy Turner gewann das Rennen. Der schnellste Europäer des Jahres, der Tscheche Petr Svoboda, musste sich mit dem sechsten Rang zufriedengeben. Der Deutsche Alexander John kam auf Rang acht.

400 m Hürden

Datei:David Greene Barcelona 2010.jpg
Europameister David Greene gleich nach dem Rennen
Platz Athlet Land Zeit
1 David Greene Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 48,12 s
2 Rhys Williams Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 48,96 s
3 Stanislaw Melnykow UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 49,09 s
4 Héni Kechi FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 49,34 s
5 Periklís Iakovákis GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg GRE 49,38 s
6 Josef Prorok TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 49,68 s
7 Alexander Derewjagin RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 49,70 s
8 Fadil Bellaabouss FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 1:00,94 min

Finale: 31. Juli, 20:10 Uhr

Kurzbericht:
Der Brite David Greene gewann deutlich mit mehr als acht Zehntelsekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Rhys Williams. Der Ukrainer Stanislaw Melnykow gewann die Bronzemedaille, Titelverteidiger Periklis Iakovakis aus Griechenland musste sich mit Platz fünf begnügen.

3000 m Hindernis

Datei:3000m steeplechase final.jpg
Finale über 3000 Meter Hindernis
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mahiedine Mekhissi-Benabbad FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 8:07,87 CR
2 Bouabdellah Tahri FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 8:09,28000
3 Iwan Lukjanow Moldau RepublikDatei:Flag of Moldova.svg MDA 8:19,64000
4 Tomasz Szymkowiak PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 8:23,37000
5 Steffen Uliczka DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 8:25,39000
6 Eliseo Martín SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 8:27,49000
7 Bjørnar Ustad Kristensen NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR 8:27,89000
8 Alberto Paulo PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 8:28,08000

Finale: 1. August, 20:15 Uhr

Kurzbericht:
Die beiden Franzosen Mahiedine Mekhissi-Benabbad und Bouabdellah Tahri setzten sich bereits in der ersten Runde vom Rest des Feldes ab und liefen von da an ein einsames Rennen. Mekhissi-Benabbad behielt im Spurt die Oberhand vor Tahri. Bronze ging an den Moldawier Iwan Lukjanow.

Es gab zwei Dopingfälle in diesem Wettbewerb.

  • Der Spanier José Luis Blanco, zunächst Dritter, wurde bei den spanischen Meisterschaften im Juli 2010 positiv auf EPO getestet. Sein EM-Resultat wurde annulliert und er wurde bis zum 26. Oktober 2012 gesperrt.<ref name="DopBlanc" />
  • Dem Russen Ildar Minschin, zunächst Sechster, wurde nachträglich die Einnahme verbotener Substanzen im August 2009 nachgewiesen. Er wurde für zwei Jahre gesperrt, sein EM-Ergebnis wurde ihm aberkannt.<ref name="DopMinsch" />

4 × 100 m Staffel

Datei:France 4x100 m Barcelona 2010.jpg
Die französische Staffel – (v. l. n. r.): Pierre-Alexis Pessonneaux, Martial Mbandjock, Christophe Lemaitre und Jimmy Vicaut – nach dem Rennen
Platz Land Athleten Zeit (s)
1 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Jimmy Vicaut
Christophe Lemaître (Finale)
Pierre-Alexis Pessonneaux
Martial Mbandjock
im Vorlauf außerdem:
Imaad Hallay
38,11000
2 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien Roberto Donati
Simone Collio
Emanuele Di Gregorio
Maurizio Checcucci
38,17 NR
3 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Tobias Unger
Marius Broening
Alexander Kosenkow
Martin Keller
38,44000
4 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz Pascal Mancini
Aron Beyene
Reto Schenkel
Marc Schneeberger
38,69 NR
5 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen Dariusz Kuć
Paweł Stempel
Robert Kubaczyk
Kamil Kryński
38,83000
6 PortugalDatei:Flag of Portugal.svg Portugal Ricardo Monteiro
Francis Obikwelu
Arnaldo Luís Abrantes
João Ferreira (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Yazaldes Nascimento
38,88 NR
7 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland Hannu Ali-Huokuna
Joni Rautanen
Jonathan Åstrand
Hannu Hämäläinen
39,29 NR
DNF SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien Alain López
Ángel David Rodríguez
Orkatz Beitia
Rubén Pros

Finale: 1. August, 19:35 Uhr

Kurzbericht:
Nach den Siegen im 100- und 200-Meter-Lauf krönte Christophe Lemaitre seine Erfolge mit dem Sieg mit der französischen Staffel. Deutschland errang die Bronzemedaille hinter Italien. Die Schweiz belegte mit neuem Landesrekord den vierten Platz. Insgesamt wurden in diesem Rennen vier nationale Rekorde aufgestellt.

4 × 400 m Staffel

Datei:4 x 400 m men final Barcelona 2010.jpg
Letzter Wechsel im Finalrennen über 4-mal 400 Meter
Platz Land Athleten Zeit (min)
1 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Maxim Dyldin
Alexei Aksjonow
Pawel Trenichin
Wladimir Krasnow (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Sergei Petuchow
3:02,14
2 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien Conrad Williams
Michael Bingham (Finale)
Robert Tobin
Martyn Rooney (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Graham Hedman
Richard Buck
3:02,25
3 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien Arnaud Destatte (Finale)
Kevin Borlée
Cédric Van Branteghem
Jonathan Borlée (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Antoine Gillet
Nils Duerinck
3:02,60
4 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Kamghe Gaba
Bastian Swillims
Eric Krüger (Finale)
Thomas Schneider
im Vorlauf außerdem:
Jonas Plass
3:02,65
5 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen Marcin Marciniszyn
Daniel Dąbrowski
Piotr Klimczak
Kacper Kozłowski (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Jan Ciepiela
3:03,42
6 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Leslie Djhone (Finale)
Yannick Fonsat
Mame-Ibra Anne
Teddy Venel (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Mamadou Kassé Hann
Yoan Décimus
3:03,85
7 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande Joeri Moerman
Youssef el Rhalfioui
Dennis Spillekom
Robert Lathouwers
3:04,13
8 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien Marco Vistalli
Luca Galletti
Claudio Licciardello
Andrea Barberi (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Domenico Fontana
3:04,20

Finale: 1. August, 21:55 Uhr

20 km Gehen

Datei:Alex-Schwazer3.jpg
Europameister Alex Schwazer
Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Alex Schwazer ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 1:20:38
2 João Vieira PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 1:20:49
3 Robert Heffernan IrlandDatei:Flag of Ireland.svg IRL 1:21:00
4 Giorgio Rubino ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 1:22:12
5 Andrei Kriwow RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 1:22:20
6 Matej Tóth SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg SVK 1:22:20
7 Jakub Jelonek PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 1:22:24
8 Juan Manuel Molina SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 1:22:35

Datum: 27. Juli, 08:05 Uhr

Kurzbericht:
Das 20-km-Gehen war die erste Entscheidung der Europameisterschaften. Der neunzehnjährige Russe Stanislaw Jemeljanow zählte gemeinsam mit dem Italiener Alex Schwazer zu den Favoriten. Jemeljanow, der zunächst Erster im Ziel war, wurde allerdings nachträglich aufgrund von Dopingmissbrauch disqualifiziert – siehe unten. So wurde Schwazer Europameister vor dem Portugiesen João Vieira, der sich zu Beginn des Rennens eine unfreiwillige Pause zum Binden seiner Schuhe hatte nehmen müssen. Der Deutsche Maik Berger vom SCC Berlin wurde Sechzehnter, André Höhne war nicht angetreten. Teilnehmer aus Österreich, Liechtenstein und der Schweiz waren nicht am Start.

Doping, zwei Fälle:

  • Stanislaw Jemeljanow (Russland) – zunächst Erster. Am 29. Juli 2014 wurde bekanntgegeben, dass ihm wegen auffälliger Blutwerte im Biologischen Pass alle Ergebnisse ab dem 26. Juli 2010 aberkannt werden, somit auch die Goldmedaille beim 20-km-Gehen in Barcelona.<ref name="DopJemel" />
  • Ruslan Dmytrenko (Ukraine) – zunächst Zwölfter. Am 8. Februar 2010 wurden für ihn Sanktionen wegen Dopingmissbrauchs verhängt. Seine Resultate in der Zeit vom 14. August 2008 bis 3. August 2012 wurden annulliert. Darüber hinaus erhielt er eine Sperre von zwei Jahren.<ref name="DopDmyt" />

50 km Gehen

Datei:YohannDiniz 01.JPG
Yohann Diniz mit einem weiteren großen Erfolg
Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Yohann Diniz FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 3:40:37 CR
2 Grzegorz Sudoł PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 3:42:24000
3 Sergei Bakulin RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 3:43:26000
4 Robert Heffernan IrlandDatei:Flag of Ireland.svg IRL 3:45:30 NR
5 Jesús Ángel García SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 3:47:56000
6 Marco De Luca ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 3:48:36000
7 André Höhne DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 3:49:29000
8 Łukasz Nowak PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 3:51:31000

Datum: 30. Juli, 07:35 Uhr

Auch in diesen zweiten Männer-Gehwettbewerb kam es zu einem nachträglich aufgedeckten Dopingfall.
Sergei Kirdjapkin (Russland) – hier nicht im Ziel. Er wurde wegen Auffälligkeiten in seinem Biologischen Pass im Januar 2015 rückwirkend zum 15. Oktober 2012 für drei Jahre und zwei Monate gesperrt. Seine Resultate zwischen dem 20. Juli 2009 und dem 20. September 2009, zwischen dem 29. Juni 2010 und dem 29. August 2010 sowie zwischen dem 17. Dezember 2011 und dem 11. Juni 2012 wurden annulliert.<ref name="DopKirdj" />

Hochsprung

Datei:Aleksander Shustov (4843737256).jpg
Der siegreiche Alexander Schustow
Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Alexander Schustow RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 2,33
2 Iwan Uchow RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 2,31
3 Martyn Bernard Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 2,29
4 Linus Thörnblad SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE 2,29
5 Jaroslav Bába TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 2,26
6 Oleksandr Nartow UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 2,26
7 Alexei Dmitrik RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 2,26
8 Konstadínos Baniótis GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg GRE 2,23

Finale: 29. Juli, 18:30 Uhr

Stabhochsprung

Datei:Renaud Lavillenie Barcelona 2010.jpg
Renaud Lavillenie wurde seiner Favoritenrolle voll gerecht
Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Renaud Lavillenie FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 5,85
2 Maksym Masuryk UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 5,80
3 Przemysław Czerwiński PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 5,75
4 Giuseppe Gibilisco ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 5,75
5 Damiel Dossévi FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 5,70
6 Fabian Schulze DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 5,70
7 Łukasz Michalski PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 5,65
8 Romain Mesnil FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 5,60

Finale: 31. Juli, 18:00 Uhr

Weitsprung

Datei:Christian Reif Barcelona 2010.jpg
Ein jubelnder Europameister Christian Reif
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Christian Reif DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 8,47 CR
2 Kafétien Gomis FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 8,24000
3 Christopher Tomlinson Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 8,23000
4 Salim Sdiri FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 8,20000
5 Andrew Howe ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 8,12000
6 Loúis Tsátoumas GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg GRE 8,09000
7 Petteri Lax FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN 7,96000
8 Eusebio Cáceres SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 7,93000

Finale: 1. August, 20:10 Uhr

Kurzbericht:
Überraschender Sieger mit einer Weltjahresbestleistung von 8,47 m wurde der Deutsche Christian Reif. Nach zwei Fehlversuchen drohte ihm sogar das frühzeitige Aus. Doch Reif steigerte seine persönliche Bestleistung im dritten Sprung um zwanzig Zentimeter und gewann die Goldmedaille. Kafétien Gomis aus Frankreich errang mit einer neuen persönlichen Saisonbestleistung von 8,24 m die Silbermedaille. Nur einen Zentimeter dahinter folgte der Brite Chris Tomlinson auf Platz drei.

Dreisprung

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Phillips Idowu Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 17,81 CR
2 Marian Oprea RumänienDatei:Flag of Romania.svg ROU 17,51000
3 Teddy Tamgho FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 17,45000
4 Wiktor Kusnjezow UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 17,29000
5 Benjamin Compaoré FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 16,99000
6 Ljukman Adams RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 16,78000
7 Dmitrij Vaľukevič SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg SVK 16,77000
8 Fabrizio Schembri ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 16,73000

Finale: 28. Juli, 19:40 Uhr

Kurzbericht:
Der Franzose Teddy Tamgho reiste mit der besten Saisonbestweite von 17,98 m nach Barcelona. Im Wettkampf blieb er hinter dem Rumänen Marian Oprea und dem Briten Phillips Idowu, der mit neuer persönlicher Bestleistung gewann.

Kugelstoßen

Datei:Tomasz Majewski Turin 2009-2.JPG
Mit Tomasz Majewski wurde einer stärksten Kugelstoßer dieser Jahre Europameister
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Tomasz Majewski PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 21,00
2 Ralf Bartels DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 20,93
3 Māris Urtāns LettlandDatei:Flag of Latvia.svg LAT 20,93
4 David Storl DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 20,57
5 Nedžad Mulabegović KroatienDatei:Flag of Croatia.svg CRO 20,56
6 Antonín Žalský TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 20,01
7 Asmir Kolašinac SerbienDatei:Flag of Serbia (2004-2010).svg SRB 19,77
8 Jakub Giża PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 19,73

Finale: 31. Juli, 18:30 Uhr

Kurzbericht:
Der amtierende Europameister Ralf Bartels kam wie auch vier Jahre zuvor erst mit seinem letzten Versuch in die Medaillenränge. Gold ging diesmal an den aktuellen Olympiasieger Tomasz Majewski, Silber an Bartels.

In diesem Wettbewerb wurden drei Athleten wegen Verstoßes gegen die Antidopingbestimmungen nachträglich disqualifiziert:

  • Dem Belarussen Andrej Michnewitsch, der ursprünglich den ersten Platz belegt hatte, wurden 2013 seine Resultate von 2007 bis 2011 aberkannt. Als Mehrfachtäter wurde er auf Lebenszeit gesperrt.<ref name="DopAMichn" />
  • Pawel Lyschyn, ebenfalls Belarus, ursprünglich Siebter, wurde 2016 bei Nachtests des Dopingmissbrauchs überführt. Unter anderem seine Platzierung bei diesen Europameisterschaften wurde annulliert.<ref name="DopLysch" />
  • Der Tscheche Remigius Machura jun., in der Qualifikation ausgeschieden, wurde im September 2010 positiv auf Doping mit Hormonen getestet und erhielt eine Sperre von zwei Jahren. Sein EM-Resultat von 2010 wurde annulliert.<ref name="DopMachu" />

Diskuswurf

Datei:Piotr Malachowski.jpg
Diesmal war Piotr Małachowski im Duell gegen Robert Harting vorn
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Piotr Małachowski PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 68,87 CR
2 Robert Harting DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 68,47000
3 Róbert Fazekas UngarnDatei:Flag of Hungary.svg HUN 66,43000
4 Gerd Kanter EstlandDatei:Flag of Estonia.svg EST 66,20000
5 Virgilijus Alekna LitauenDatei:Flag of Lithuania.svg LTU 64,64000
6 Mario Pestano SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 64,51000
7 Martin Wierig DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 63,32000
8 Sergiu Ursu RumänienDatei:Flag of Romania.svg ROU 63,11000

Finale: 1. August, 19:45 Uhr

Kurzbericht:
Der amtierende Weltmeister Robert Harting aus Deutschland errang mit 68,47 m die Silbermedaille. Gold ging mit 68,87 m im zweiten Wurf an den Polen Piotr Małachowski, den WM-Zweiten von 2009 in Berlin. Róbert Fazekas aus Ungarn, Europameister von 2002 in München, belegte mit 66,43 m Platz drei. Nach Olympia- und Weltmeisterschaftssilber gewann Piotr Małachowski seine erste Goldmedaille, Robert Harting zeigte sich selbst trotz Silbermedaille nach dem Wettbewerb mit seinem Abschneiden unzufrieden.

Hammerwurf

Datei:Libor Charfreitag.jpg
Libor Charfreitag, 2007 WM-Dritter, wurde Europameister
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Libor Charfreitag SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg SVK 80,02
2 Nicola Vizzoni ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 79,12
3 Krisztián Pars UngarnDatei:Flag of Hungary.svg HUN 79,06
4 Waleryj Swjatocha Belarus 1995Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR 78,20
5 Szymon Ziółkowski PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 77,99
6 Oleksij Sokyrskyj UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 76,62
7 Wojciech Kondratowicz PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 75,30
8 Igor Winitschenko RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 74,71

Finale: 28. Juli, 20:25 Uhr

Kurzbericht:
Mit dem einzigen Wurf des Wettkampfs über achtzig Meter sicherte sich Libor Charfreitag mit seinem zweiten Versuch die Goldmedaille. Nachdem Waleryj Swjatocha im letzten Durchgang Nicola Vizzoni zunächst vom Bronzeplatz verdrängt hatte, konterte der Italiener und setzte sich sogar noch vor den bis dahin zweitplatzierten Ungarn Krisztián Pars. Der Deutsche Markus Esser schied in der Qualifikation aus.

Speerwurf

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Andreas Thorkildsen NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR 88,37
2 Matthias de Zordo DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 87,81
3 Tero Pitkämäki FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN 86,67
4 Oleksandr Pjatnyzja UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 82,01
5 Teemu Wirkkala FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN 81,76
6 Ainārs Kovals LettlandDatei:Flag of Latvia.svg LAT 81,19
7 Sergei Makarow RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 80,86
8 Roman Awramenko UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 79,52

Finale: 31. Juli, 20:05 Uhr

Kurzbericht:
Der klar favorisierte amtierende Weltmeister und Olympiasieger Andreas Thorkildsen aus Norwegen gewann mit 88,37 m – Persönliche Bestleistung 2006: 91,59 m – die Goldmedaille. Einen überraschenden zweiten Platz mit nur 56 Zentimetern Rückstand belegte mit einer Saisonbestleistung von 87,81 m der deutsche Linkshänder Matthias de Zordo, der auch gleichzeitig einen (inoffiziellen) Weltrekord für Linkshänder im Speerwurf aufstellte. Der Finne Tero Pitkämäki, Weltmeister in Ōsaka 2007, errang mit 86,67 m – Persönliche Bestleistung 2005: 91,53 m – die Bronzemedaille.

Zehnkampf

Datei:Romain Barras Barcelone 2010.jpg
Der Zehnkampfsieger Romain Barras beim Speerwurf
Platz Athlet Land Punkte
1 Romain Barras FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 8453
2 Eelco Sintnicolaas NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED 8436
3 Andrej Krautschanka Belarus 1995Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR 8370
4 Mikk Pahapill EstlandDatei:Flag of Estonia.svg EST 8298
5 Hans Van Alphen BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg BEL 8072
6 Darius Draudvila LitauenDatei:Flag of Lithuania.svg LTU 8032
7 Alexei Drosdow RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 8029
8 Eduard Michan Belarus 1995Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR 7999

Datum: 28./29. Juli, 21:10 Uhr

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100 m

Datei:Verena Sailer Barcelona 2010.jpg
Verena Sailer– es hatte gereicht zum Europameistertitel
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Verena Sailer DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 11,10000
2 Véronique Mang FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 11,11000
3 Myriam Soumaré FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 11,18000
4 Ezinne Okparaebo NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR 11,23 NR
5 Marija Rjemjen UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 11,31000
6 Anna Gurowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 11,36000
7 Georgia Kokloni GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg GRE 11,36000
8 Christine Arron FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 11,37000

Finale: 29. Juli 2010, 21:45 Uhr

Wind: −0,6 m/s

Kurzbericht:
Durch ihre persönliche Saisonbestleistung errang Verena Sailer mit ihrem Sieg in der Zeit von 11,10 s die erste deutsche 100-Meter-Europameisterschaftsmedaille seit sechzehn Jahren. Véronique Mang und Myriam Soumaré erreichten die Plätze zwei und drei ebenfalls mit jeweiliger persönlicher Bestleistung.

200 m

Datei:Myriam Soumaré Barcelona 2010.jpg
Myriam Soumaré nach ihrem Sieg über 200 Meter
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Myriam Soumaré FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 22,32000000
2 Jelysaweta Bryshina UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 22,44 ???unbekannte Abkürzung, siehe Vorlage:AthAbbr/DokuNUR23
3 Alexandra Fedoriwa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 22,44000000
4 Lina Jacques-Sébastien FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 22,59000000
5 Eleni Artymata Zypern RepublikDatei:Flag of Cyprus.svg CYP 22,61 NR000
DSQ Véronique Mang FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA
DOP Anastassija Kapatschinskaja RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 22,47
Julija Tschermoschanskaja RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 22,67

Finale: 31. Juli 2010, 19:50 Uhr, Wind: +0,1 m/s

Kurzbericht:
Nach der Bronzemedaille im 100-Meter-Lauf gewann die Französin Myriam Soumaré Gold über 200 Meter. Die mitfavorisierte Russin Alexandra Fedoriwa belegte hinter der Ukrainerin Jelysaweta Bryshina den dritten Platz.

Auch in diesem Wettbewerb traten Dopingfälle auf. Betroffen davon waren zwei Russinnen:

400 m

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Xenija Ustalowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 49,92
2 Antonina Kriwoschapka RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 50,10
3 Libania Grenot ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 50,43
4 Denisa Rosolová TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 50,90
5 Antonina Jefremowa UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 51,67
6 Marta Milani ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 51,87
7 Muriel Hurtis-Houairi FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 52,05
DOP Tatjana Firowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 49,89

Finale: 30. Juli 2010, 19:35 Uhr

Dieser Wettbewerb wurde von zwei Dopingfällen überschattet:

  • Tatjana Firowa, Russland – zunächst Erste. Im sogenannten McLaren-Report wurde institutionelles Doping in Russland untersucht und aufgedeckt. Tatjana Firowa gehörte zu den Athleten, die von 2012 bis 2013 Teil eines Dopingprogramms mit Anabolen Steroiden waren. Bereits 2008 hatte sie durch nicht abgegebene Dopingproben gegen die Bestimmungen verstoßen. Der Europameistertitel wurde ihr aberkannt, die nachfolgenden Athletinnen rückten um jeweils einen Rang nach vorne.<ref name="DopTatFir" />
  • Pınar Saka, Türkei – im Vorlauf ausgeschieden. Der türkische Leichtathletikverband TAF sprach 2013 gegen 31 positiv auf Dopingmittel getestete Athleten Sperren aus. Zu ihnen gehörte auch Pınar Saka, deren Resultat bei diesen Europameisterschaften annulliert wurde.<ref name="DopSaka" />

800 m

Datei:800m final (4846724786).jpg
Das 800-Meter-Finale von Barcelona
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Yvonne Hak NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED 1:58,85
2 Jennifer Meadows Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 1:59,39
3 Lucia Klocová SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg SVK 1:59,48
4 Jemma Simpson Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 1:59,90
5 Lenka Masná TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 1:59,91
6 Mayte Martínez SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 1:59,97
DOP Marija Sawinowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 1:58,22
Swetlana Kljuka RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 2:00,15

Finale: 30. Juli 2010, 21:50 Uhr

In diesem Wettbewerb wurden gleich fünf weitere Athletinnen aufgrund von Verstößen gegen die Dopingbestimmungen nachträglich disqualifiziert:

  • Marija Sawinowa, Russland, der ursprünglichen Siegerin, wurden vom Internationalen Sportgerichtshof CAS alle ihre Ergebnisse zwischen Juli 2010 und August 2013 aberkannt. Das Urteil fundiert auf klaren Abweichungen im Biologischen Pass, die Sawinowas Verstoß gegen die Dopingbestimmungen nachweisen.<ref name="DopSawin" />
  • Swetlana Kljuka, Russland, die als Achte ins Ziel gelaufen war, wurde im Juli 2012 aufgrund von Unregelmäßigkeiten in ihrem Biologischen Pass suspendiert, ihre Ergebnisse wurden entsprechend annulliert.<ref name="DopKljuk" />
  • Bei Olga Cristea, Republik Moldau, im Vorlauf ausgeschieden, wurden überhöhte Testosteron-Werte festgestellt. Sie erhielt eine zweijährige Sperre, ihr Resultat bei diesen Europameisterschaften wurde annulliert.<ref name="DopCrist" />
  • Swjatlana Ussowitsch, Belarus, im Vorlauf ausgeschieden, wurde bei Nachtests nachgewiesen, dass sie bereits 2008 gegen die Dopingbestimmungen verstoßen hatte. Ihre Ergebnisse wurden entsprechend annulliert.<ref name="DopUsso" />
  • Tatjana Andrianowa, Russland, im Vorlauf ausgeschieden, wurde mehrfach bei Verstößen gegen die Dopingbestimmungen erwischt. Unter anderem wurden ihre Resultate vom 26. Juli 2010 bis 25. Juli 2012 gestrichen.<ref name="DopAndri" />

1500 m

Datei:Nuria Fernández Natalia Rodríguez Barcelona 2010.jpg
Nuria Fernández und Natalia Rodríguez feierten ihre Medaillen
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Nuria Fernández SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 4:00,20
2 Hind Dehiba Chahyd FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 4:01,17
3 Natalia Rodríguez SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 4:01,30
4 Lisa Dobriskey Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 4:01,54
5 Stephanie Twell Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 4:02,70
6 Fanjanteino Félix FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 4:04,16
7 Oxana Sbroschek RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 4:04,91
8 Hannah England Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 4:05,07

Finale: 1. August 2010, 21:15 Uhr

Wie auch auf der kürzeren Mittelstrecke waren im 1500-Meter-Lauf Dopingfälle zu beklagen, hier waren es vier:

  • Die Türkin Aslı Çakır Alptekin, zunächst Fünfte, ist eine Mehrfachtäterin in Sachen Doping. Schon 2004 wurde sie positiv auf Methenolon getestet. Nun wurde Alptekin erneut suspendiert und 2015 rückwirkend für acht Jahre gesperrt, ein Strafmaß, das die IAAF für Wiederholungstäterinnen vorschreibt.<ref name="DopAlptek" />
  • Die Russin Anna Alminowa, ursprüngliche Sechste, wurde positiv auf die verbotene Substanz Pseudoephedrin getestet. Ihr Resultat der Europameisterschaften von 2010 wurde später annulliert.<ref name="DopAlmin" />
  • Der Belarussin Natallja Karejwa, im Vorlauf ausgeschieden, wurden Abweichungen im Biologischen Pass für den 28. Juli 2010 nachgewiesen, die ihren Dopingbetrug belegten. Ihr Resultat bei diesen Europameisterschaften wurde annulliert und sie erhielt eine Sperre vom 22. August 2014 bis 21. August 2016.<ref name="DopKarej" />
  • Der Russin Natalja Jewdokimowa, im Vorlauf ausgeschieden, wurde per Bluttest Dopingmissbrauch nachgewiesen. Ihre Resultate vom 17. August 2009 bis 29. Mai 2012 wurden gestrichen und sie wurde beginnend am 14. April 2016 für vier Jahre gesperrt.<ref name="DopJewdo" />

5000 m

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Elvan Abeylegesse TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg TUR 14:54,44 CR
2 Sara Moreira PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 14:54,71000
3 Jéssica Augusto PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 14:58,47000
4 Elena Romagnolo ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 15:14,40000
5 Sabine Fischer SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI 15:19,80000
6 Anikó Kálovics UngarnDatei:Flag of Hungary.svg HUN 15:29,44000
7 Olga Golowkina RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 15:31,11000
8 Judith Plá SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 15:35,01000

Datum: 1. August 2010, 20:40 Uhr

Kurzbericht:
Auf der letzten Runde setzten sich die beiden aus Äthiopien stammenden Türkinnen Alemitu Bekele und Elvan Abeylegesse von den beiden Portugiesinnen Sara Moreira und Jéssica Augusto ab. Bekele lief zwar als Erste ins Ziel, wurde später jedoch disqualifiziert – siehe unten. So gewann Abeylegesse neben dem 10.000- nun auch den 5000-Meter-Lauf. Außerdem erhielt auch Jéssica Augusto mit Bronze ihre verdiente Medaille. Sara Moreira rückte auf den Silberrang vor. Die Schweizerin Sabine Fischer kam in der Endwertung auf den fünften Rang.

In diesem Wettbewerb kam es zu insgesamt vier dopingbedingten nachträglichen Disqualifikationen. Betroffen waren zwei türkische und zwei russische Läuferinnen:

  • Die aus Äthiopien stammende und für die Türkei startende Alemitu Bekele, zunächst Erste, wurde im Jahr 2013 wegen Dopingmissbrauchs gesperrt und nachträglich disqualifiziert.<ref name="DopBekel" />
  • Die Russin Marija Konowalowa, ursprüngliche Fünfte, wurde aufgrund von Unregelmäßigkeiten ihres Biologischen Passes für zwei Jahre suspendiert. Außerdem wurden ihr zahlreiche Resultate, darunter ihre Platzierung bei den Europameisterschaften 2010 aberkannt.<ref name="DopKonow" />
  • Die zunächst siebtplatzierte Türkin Meryem Erdoğan, wurde 2012 wegen Abweichungen in ihrem Blutpass für zwei Jahre gesperrt. Unter anderem auch ihre Resultate der Europameisterschaften von 2010 über 5000 und 10.000 Meter wurden annulliert.<ref name="DopErdog" />
  • Die Russin Jelisaweta Gretschischnikowa war zunächst auf Rang neun eingelaufen. Aufgrund von Unregelmäßigkeiten in ihrem Biologischen Pass wurden alle ihre Ergebnisse von 2009 bis 2013 annulliert.<ref name="DopGretsch" />

10.000 m

Datei:Elvan Abeylegesse 2010 European Team Championships.jpg
Europameisterin Elvan Abeylegesse
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Elvan Abeylegesse TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg TUR 31:10,23
2 Jéssica Augusto PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 31:25,77
3 Hilda Kibet NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED 31:36,90
4 Sabrina Mockenhaupt DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 32:06,02
5 Jelena Sokolowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 32:36,71
6 Krisztina Papp UngarnDatei:Flag of Hungary.svg HUN 32:49,05
7 Ana Dulce Félix PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 33:12,93
8 Swjatlana Kudselitsch Belarus 1995Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR 33:31,33

Datum: 28. Juli 2010, 21:05 Uhr

Kurzbericht:
Dreizehn der achtzehn gestarteten Athletinnen kamen ins Ziel. Die in Äthiopien geborene Türkin Elvan Abeylegesse übernahm auf dem vierten Kilometer die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab. Jéssica Augusto lag lange Zeit auf dem zweiten Platz. Sie wurde zwar in der Schlussphase noch von der russischen Titelverteidigerin Inga Abitowa überholt, die jedoch gedopt war und disqualifiziert wurde – siehe unten. Deshalb erhielt Augusto im Nachhinein die Silbermedaille. Drei Tage später errang sie als Dritte über 5000 Meter noch eine zweite Medaille. Mit der für die Niederlande startende Hilda Kibet folgte eine weitere in Ostafrika geborene Läuferin vor der Deutschen Sabrina Mockenhaupt auf dem vierten Platz. Die Schweizerin Martina Strähl lief in 33:37,89 min als Neunte ein.

Wie in allen anderen Mittel- und Langstrecken kam es auch in diesem Wettbewerb zu dopingbedingten Disqualifikationen, hier durch Läuferinnen aus der Türkei und Russland in drei Fällen:

  • Die Russin Inga Abitowa, ursprünglich Zweite, wurde der Einnahme der verbotenen Substanz Turinabol überführt. Ihr Resultat von den Europameisterschaften von 2010 wurde annulliert.<ref name="DopKapat" />
  • Die zunächst fünftplatzierte Türkin Meryem Erdoğan wurde 2012 wegen Abweichungen in ihrem Biologischen Pass für zwei Jahre gesperrt. Unter anderem auch ihre Resultate der Europameisterschaften von 2010 über 5000 und 10.000 Meter wurden annulliert.<ref name="DopErdog" />
  • Die Russin Lilija Schobuchowa hatte das Rennen aufgegeben. Sie wurde Ende April 2014 wegen Dopingmissbrauchs gesperrt, unter anderem ihr EM-Resultat von 2010 wurde annulliert. Vorausgegangen waren Enthüllungen zu Zahlungen in Größenordnungen von insgesamt einer halben Million US-Dollar für Bestechungen, Startberechtigungen und ähnlichen Dingen, in die auch der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack verwickelt war.<ref name="DopSchobuch" />

Marathon

Datei:Anna Incerti Barcelona 2010.jpg
Europameisterin Anna Incerti nach dem Lauf in Barcelona
Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Anna Incerti ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 2:32:48
2 Tetjana Filonjuk UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 2:33:57
3 Isabellah Andersson SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE 2:34:43
4 Olivera Jevtić SerbienDatei:Flag of Serbia (2004-2010).svg SRB 2:34:56
5 Alessandra Aguilar SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 2:35:04
6 Marisa Barros PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 2:35:43
7 Rosaria Console ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 2:36:20
8 Silwija Skworzowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 2:36:31

Datum: 31. Juli 2010, 10:05 Uhr

Kurzbericht:
Von 43 gestarteten Athletinnen beendeten 36 das Rennen. Nachdem die beiden erstplatzierten Läuferinnen wegen Dopingbetrugs disqualifiziert worden waren, wurde die Italienerin Anna Incerti Europameisterin. Die Schweizerin Maja Neuenschwander belegte den 24. Platz, ihre Landsfrau Patricia Morceli gab das Rennen nach dreißig Kilometern auf. Es waren keine deutschen Läuferinnen am Start, auch die Titelverteidigerin Ulrike Maisch verzichtete. Österreich und Liechtenstein waren ebenfalls nicht vertreten. Drei Dopingfälle traten im Marathonlauf auf:

  • Die ursprüngliche Siegerin Živilė Balčiūnaitė aus Litauen, wurde der Einnahme der verbotenen Substanzen Testosteron und Epitestosteron überführt. Sie erhielt eine Sperre von zwei Jahren bis zum 6. September 2012. Ihr Resultat von den Europameisterschaften von 2010 wurde annulliert.<ref name="DopBalciu" />
  • Die Russin Nailja Julamanowa, zunächst Zweite, wurde der Einnahme von Substanz Steroiden überführt und erhielt eine Sperre. Ihre Silbermedaille von den Europameisterschaften von 2010 musste sie zurückgeben.<ref name="DopKljuk" />
  • Der Russin Irina Timofejewa, zunächst Neunte, wurde ihr Resultat von den Europameisterschaften von 2010 nach Unregelmäßigkeiten in ihrem Biologischen Pass aberkannt.<ref name="DopTimofe" />

Marathon-Cup

Platz Land Athletinnen Zeit (h)
1 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien Anna Incerti
Rosaria Console
Deborah Toniolo
7:46:18
2 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien Michelle Ross-Cope
Susan Partridge
Holly Rush
8:00:36
3 UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine Tetjana Filonjuk
Svitlana Stanko-Klymenko
Olena Biloschtschuk-Popowa
8:08:53
4 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Silvia Skworzowa
Jewgenia Danilowa
Tetjana Zahriitschuk
8:10:18
5 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Schweden Isabellah Andersson
Anna von Schenck
Lena Gavelin
8:11:32
6 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Norwegen Kirsten Melkevik
Kjersti Karolin Danielsen
Christina Bus Holth
8:15:39

Datum: 31. Juli 2010, 10:05 Uhr

Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung, für die die Zeiten der drei besten Läuferinnen je Nation addiert wurden. Die Wertung zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.

100 m Hürden

Datei:Nevin Yanit Barcelona 2010.jpg
Die Gewinnerin Nevin Yanıt
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Nevin Yanıt TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg TUR 12,63 NR
2 Derval O’Rourke IrlandDatei:Flag of Ireland.svg IRL 12,65 NR
3 Carolin Nytra DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 12,68000
4 Christina Vukicevic NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR 12,78000
5 Jewhenija Snihur UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 12,92000
6 Tatjana Dektjarjowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 12,98000
7 Lisa Urech SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI 13,02000
8 Nadine Hildebrand DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 13,08000

Finale: 31. Juli 2010, 20:25 Uhr

Wind: −0,5 m/s

Kurzbericht:
Nachdem die Türkin Nevin Yanıt bereits im Halbfinale einen neuen Landesrekord aufgestellt hatte, verbesserte sie diesen im Finale nochmals und gewann das Rennen vor der Irin Derval O’Rourke sowie der Schnellsten der Europäischen Jahresbestenliste, der Deutschen Carolin Nytra. Die Schweizerin Lisa Urech, die im Halbfinale mit 12,95 s nur knapp ihre Bestleistung von 12,84 s verfehlt hatte, konnte sich im Finale nicht mehr steigern und belegte so den siebten, ihre deutsche Kollegin Nadine Hildebrand den achten Platz.

400 m Hürden

Datei:Natalya Antyukh Barcelona2010.jpg
Natalja Antjuch nach ihrem Sieg über 400 Meter Hürden mit neuem Meisterschaftsrekord
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Natalja Antjuch RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 52,92 CR
2 Wanja Stambolowa BulgarienDatei:Flag of Bulgaria.svg BUL 53,82 NR
3 Perri Shakes-Drayton Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 54,18000
4 Zuzana Hejnová TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 54,30000
5 Angela Moroșanu RumänienDatei:Flag of Romania.svg ROM 54,58000
6 Jewgenija Issakowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 54,59000
7 Natalja Iwanowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 55,51000
8 Eilidh Child Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 55,51000

Finale: 30. Juli 2010, 21:40 Uhr

3000 m Hindernis

Datei:Yuliya Zarudneva Barcelona 2010.jpg
Julija Sarudnewa – nach dem WM- nun auch der EM-Titel
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Julija Sarudnewa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 9:17,57 CR
2 Hatti Dean Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 9:30,19000
3 Wioletta Frankiewicz PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 9:34,13000
4 Layes Abdullayeva AserbaidschanDatei:Flag of Azerbaijan.svg AZE 9:34,75 NR
5 Sophie Duarte FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 9:35,52000
6 Zulema Fuentes-Pila SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 9:35,71 NR
7 Ancuța Bobocel RumänienDatei:Flag of Romania.svg ROM 9:41,20000
8 Katarzyna Kowalska PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 9:42,47000

Finale: 30. Juli 2010, 20:25 Uhr

Der 3000-Meter-Hindernislauf wurde von drei Dopingfällen überschattet:

  • Im November 2015 wurde der Spanierin Marta Domínguez nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS der Vizeeuropameistertitel wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.<ref name="DopDoming" />
  • Die Russin Ljubow Charlamowa wurde, nachdem sie aufgrund von Domínguez’ Disqualifikation zunächst auf den zweiten Platz vorgerückt war, vom russischen Leichtathletik-Verband RusAF wegen positiver Dopingtests für zwei Jahre gesperrt. Ihr EM-Resultat von 2010 wurde gestrichen.<ref name="DopCharla" />
  • Die Griechin Irini Kokkinariou, die im Vorlauf ausgeschieden war, gehörte zu neun Athleten, die zwei Tage vor Beginn der Olympischen Spiele 2012 für zwei Jahre gesperrt wurden, nachdem ihr über ein neues Verfahren der WADA Abweichungen im Biologischen Pass nachgewiesen wurden.<ref name="DopKokki" />

4 × 100 m Staffel

Datei:Elizaveta Bryzhina Barcelona 2010.jpg
Zieleinlauf über 4-mal 100 Meter
Platz Land Athletinnen Zeit (s)
1 UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine Olessja Powch
Natalija Pohrebnjak
Marija Rjemjen
Jelysaweta Bryshina (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Jelena Tschebanu
42,29 WL
2 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Myriam Soumaré (Finale)
Véronique Mang
Lina Jacques-Sébastien (Finale)
Christine Arron
im Vorlauf außerdem:
Céline Distel-Bonnet
Nelly Banco
42,45000
3 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen Marika Popowicz
Daria Korczyńska
Marta Jeschke
Weronika Wedler
42,68 NR
4 Belarus 1995Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg Belarus Julija Neszjarenka
Kazjaryna Schumak
Alena Neumjarschyzkaja
Julija Balykina
43,18000
5 SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien Ana Torrijos
Digna Luz Murillo
Estela García
Amparo María Cotán
43,45 NR
6 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Schweden Emma Rienas
Lena Berntsson
Elin Backman
Moa Hjelmer
43,75000
DNF BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien Olivia Borlée
Hanna Mariën
Élodie Ouédraogo
Frauke Penen
DOP RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Juna Mechti-Sade
Alexandra Fedoriwa (Finale)
Julija Guschtschina
Julija Tschermoschanskaja
im Vorlauf außerdem:
Julia Kazura
42,91000

Finale: 1. August 2010, 19:50 Uhr

Kurzbericht:
Europameister über 4-mal 100 Meter der Frauen wurde die Staffel aus der Ukraine, was als eine Überraschung galt. Favorisiert waren die Französinnen und Polinnen, welche den zweiten bzw. dritten Platz belegten. Die Zeit von 42,29 der Siegerinnen mit Olessja Powch, Natalija Pohrebnjak, Marija Rjemjen und Jelysaweta Bryshina war Weltjahresbestzeit. Die ebenfalls mitfavorisierte deutsche Staffel mit Yasmin Kwadwo, Marion Wagner, Anne Möllinger und Verena Sailer war aufgrund eines Wechselfehlers bereits im Vorlauf ausgeschieden – beim Wechsel zwischen Anne Möllinger und Schlussläuferin Verena Sailer war der Stab zu Boden gefallen.

Doping:
Die zunächst viertplatzierte russische Staffel wurde wegen der Beteiligung der bereits im 200-Meter-Lauf benannten Sprinterin Julija Tschermoschanskaja disqualifiziert. Tschermoschanskaja hatte mittels Stanozolol und Turinabol gedopt und wurde dafür bestraft.<ref name="DopTscherm" />

4 × 400 m Staffel

Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Fabienne Kohlmann (Finale)
Esther Cremer
Janin Lindenberg
Claudia Hoffmann
im Vorlauf außerdem:
Jill Richards
3:24,07000
2 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien Nicola Sanders
Marilyn Okoro
Lee McConnell
Perri Shakes-Drayton (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Vicki Barr
3:24,32000
3 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien Chiara Bazzoni
Marta Milani
Maria Enrica Spacca
Libania Grenot
3:25,71 NR
4 UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine Daryna Prystupa
Hanna Titimez
Alina Lohwynenko (Finale)
Antonina Jefremowa (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Julija Krewsun
Natalija Lupu
3:28,03000
5 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Marie-Angélique Lacordelle
Muriel Hurtis-Houairi (Finale)
Thélia Sigère
Virginie Michanol (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Lætitia Anaba-Denis
Floria Gueï
3:28,11000
6 RumänienDatei:Flag of Romania.svg Rumänien Angela Moroșanu
Anamaria Ioniță
Bianca Răzor
Mirela Lavric
3:29,75000
DOP RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Anastassija Kapatschinskaja (Finale)
Antonina Kriwoschapka
Xenija Ustalowa (Finale)
Tatjana Firowa (Finale)
im Vorlauf außerdem:
Natalja Nasarowa
Xenija Sadorina
Xenija Aksjonowa
3:21,26000
Belarus 1995Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg Belarus Kazjaryna Mischyna
Alena Kijewitsch
Hanna Taschpulatawa (Finale)
Swjatlana Ussowitsch
im Vorlauf außerdem:
Hanna Reischal
3:26,74000

Finale: 1. August 2010, 21:40 Uhr

Kurzbericht:
Die deutsche Staffel mit Janin Lindenberg, Esther Cremer, Fabienne Kohlmann und Claudia Hoffmann sowie der im Vorlauf eingesetzten Jill Richards lief eine Zeit von 3:24,07 min und wurde so Europameister vor den Britinnen.

Drei Staffeln wurden dopingbedingt disqualifiziert:

  • In der russischen Staffel war die bereits im Resultat über 200 Meter benannte Anastassija Kapatschinskaja gedopt.<ref name="DopKapat" />
  • Auch das Ergebnis der belarussischen Staffel – das Team hatte mit der gedopten Swjatlana Ussowitsch Rang sieben belegt – wurde später wegen Dopingmissbrauchs annulliert.<ref name="DopBLR" /> Der Athletin wurde bei Nachtests nachgewiesen, dass sie bereits 2008 gegen die Antidopingbestimmungen verstoßen hatte. Ihre Ergebnisse wurden entsprechend annulliert.<ref name="DopUsso" />
  • In der türkischen Mannschaft – in der Vorrunde ausgeschieden – war Pınar Saka als Schlussläuferin eingesetzt, deren Resultat auch im Einzelrennen über 400 Meter wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen gestrichen wurde. In Konsequenz wurde auch das Ergebnis der türkischen Staffel annulliert.<ref name="DopSaka" />

20 km Gehen

Datei:Kirdyapkina.JPG
2009 WM-Dritte und nun Europameisterin: Anisja Kirdjapkina
Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Anisja Kirdjapkina RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 1:28:55
2 Wera Sokolowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 1:29:32
3 Melanie Seeger DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 1:29:43
4 Beatriz Pascual SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 1:29:52
5 Vera Santos PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 1:30:52
6 Kristina Saltanovič LitauenDatei:Flag of Lithuania.svg LTU 1:31:40
7 Ana Cabecinha PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 1:31:48
8 Inês Henriques PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 1:32:26

Datum: 28. Juli 2010, 8:05 Uhr

Doping:
Für die ursprünglich als Erste eingekommene Russin Olga Kaniskina wurden nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs vom März 2016 alle Ergebnisse zwischen dem 5. August 2009 und dem 15. Oktober 2012 wegen Dopingmissbrauchs annulliert.<ref name="DopKanis" />

Hochsprung

Datei:Blanka Vlašić Barcelona 2010.jpg
Blanka Vlašić beim Beratungsgespräch mit ihrem Trainer zwischen den Sprüngen
Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Blanka Vlašić KroatienDatei:Flag of Croatia.svg CRO 2,03 CRe
2 Emma Green SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE 2,010000
3 Ariane Friedrich DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 2,010000
4 Swetlana Schkolina RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 1,970000
5 Tia Hellebaut BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg BEL 1,970000
6 Ruth Beitia SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 1,950000
Wita Stjopina UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 1,950000
8 Adonía Steryíou GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg GRE 1,920000

Finale: 1. August 2010, 19:30 Uhr

Kurzbericht:
Blanka Vlašić wurde Europameisterin und stellte sowohl Tia Hellebauts Europameisterschaftsrekord von 2006 als auch die europäische Saisonbestleistung ein. Die zweitplatzierte Emma Green verbesserte ihren persönlichen Rekord um drei Zentimeter und benötigte für ihre Höhe von 2,01 m einen Versuch weniger als Ariane Friedrich, die mit ebenfalls 2,01 m die Bronzemedaille gewann. Titelverteidigerin Tia Hellebaut erzielte als Fünfte hinter Swetlana Schkolina eine persönliche Saisonbestleistung.

Stabhochsprung

Datei:Svetlana Feofanova Daegu 2011.jpg
Nach vielen großen Erfolgen seit 2001 wurde Swetlana Feofanowa hier zum zweiten Mal Europameisterin
Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Swetlana Feofanowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 4,750000
2 Silke Spiegelburg DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 4,650000
3 Lisa Ryzih DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 4,650000
4 Anastassija Schwedawa Belarus 1995Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR 4,65 NR0
5 Jiřina Ptáčníková TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 4,650000
6 Kate Dennison Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 4,550000
7 Julija Golubtschikowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 4,550000
8 Cathrine Larsåsen NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR 4,35 NRe

Finale: 30. Juli 2010, 18:30 Uhr

Kurzbericht:
Obwohl mit der russischen Weltrekordhalterin, Titelverteidigerin, Olympiasiegerin von 2008 und Weltmeisterin von 2007 Jelena Issinbajewa die dominierende Stabhochspringerin nicht an den Europameisterschaften teilnahm, ging der EM-Titel dank Swetlana Feofanowa doch nach Russland. Die beiden Deutschen Silke Spiegelburg und Lisa Ryzih errangen die Silber und Bronze. Die dritte Deutsche Carolin Hingst belegte den elften Platz, die Schweizerin Anna Katharina Schmid scheiterte im Finale dreimal an der Anfangshöhe von 4,15 m, nachdem sie sich in der Qualifikation leicht verletzt hatte.

Weitsprung

Datei:Ineta Radeviča Barcelona 2010.jpg
Ineta Radēviča nach ihrem Sieg im Weitsprung
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Ineta Radēviča LettlandDatei:Flag of Latvia.svg LAT 6,92 NR
2 Naide Gomes PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 6,92000
3 Olga Kutscherenko RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 6,84 w0
4 Wiktorija Rybalko UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 6,78000
5 Ljudmila Koltschanowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 6,75000
6 Nastassja Mirontschyk Belarus 1995Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR 6,75000
7 Renáta Medgyesová SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg SVK 6,71000
8 Ivana Španović SerbienDatei:Flag of Serbia (2004-2010).svg SRB 6,60000

Finale: 28. Juli 2010, 20:00 Uhr

Kurzbericht:
Ineta Radēviča gewann überraschend den Europameisterschaftstitel. Da Naide Gomes mit 6,92 m die gleiche Weite wie Radēviča erzielte, entschied die zweitbeste Weite des Wettkampfs, welche mit 6,87 m die Lettin aufwies. Die Schweizerin Irene Pusterla und die Deutsche Bianca Kappler hatten sich nicht für das Finale qualifizieren können.

Dreisprung

Datei:Olha Saladuha Barcelona 2010.jpg
Die Siegerin Olha Saladucha bei einem ihrer Sprünge
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Olha Saladucha UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 14,81000
2 Simona La Mantia ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 14,56000
3 Svetlana Bolshakova BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg BEL 14,55 NR
4 Nadeschda Aljochina RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 14,45 w0
5 Adelina Gavrilă RumänienDatei:Flag of Romania.svg ROM 14,33 w0
6 Snežana Rodič SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg SLO 14,32000
7 Dana Velďáková SlowakeiDatei:Flag of Slovakia.svg SVK 14,16000
8 Patrícia Mamona PortugalDatei:Flag of Portugal.svg POR 14,07000

Finale: 31. Juli 2010, 19:10 Uhr

Doping;
Die Griechin Athanasía Pérra, die zunächst den zehnten Platz belegt hatte, wurde nachträglich des Dopings überführt und disqualifiziert.<ref name="DopPerra" />

Kugelstoßen

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Anna Awdejewa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 19,39
2 Janina Prawalinskaja-Karoltschyk Belarus 1995Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR 19,29
3 Olga Iwanowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 19,02
4 Petra Lammert DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 18,94
5 Nadine Kleinert DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 18,94
6 Denise Hinrichs DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 18,48
7 Helena Engman SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE 18,11
8 Mariam Kewchischwili GeorgienDatei:Flag of Georgia.svg GE0 17,87

Finale: 27. Juli 2010, 19:35 Uhr

Auch das Kugelstoßen blieb nicht von der Dopingproblematik ausgenommen, in beiden aufgetretenen Fällen waren belarussische Sportlerinnen betroffen:

  • Die zunächst siegreiche Nadseja Astaptschuk wurde schon zum dritten Mal des Dopingbetrugs überführt. Sie wurde für vier Jahre von allen Wettkämpfen ausgeschlossen und entging nur knapp einer lebenslänglichen Sperre.<ref name="DopAstap" />
  • Auch die zunächst zweitplatzierte Natallja Michnewitsch war bereits früher als Dopingsünderin enttarnt worden – so auch bei diesen Europameisterschaften.<ref name="DopMichnN1" /><ref name="DopMichnN2" />

Diskuswurf

Datei:Sandra Perkovic 2015.jpg
Sandra Perković errang ihren ersten großen internationalen Titel – viele weitere sollten folgen
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Sandra Perković KroatienDatei:Flag of Croatia.svg CRO 64,67
2 Nicoleta Grasu RumänienDatei:Flag of Romania.svg ROU 63,48
3 Joanna Wiśniewska PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 62,37
4 Natalja Sadowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 61,20
5 Zinaida Sendriūtė LitauenDatei:Flag of Lithuania.svg LTU 60,70
6 Dragana Tomašević SerbienDatei:Flag of Serbia (2004-2010).svg SRB 60,10
7 Sabine Rumpf DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 58,89
8 Nadine Müller DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 57,78

Finale: 28. Juli 2010, 18:30 Uhr

Hammerwurf

Datei:Betty Heidler - ISTAF 2011.jpg
Betty Heidler siegte mit neuer Saisonbestleistung
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Betty Heidler DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 76,38
2 Tatjana Lyssenko RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 75,65
3 Anita Włodarczyk PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 73,34
4 Bianca Perie RumänienDatei:Flag of Romania.svg ROM 71,62
5 Zalina Marghieva Moldau RepublikDatei:Flag of Moldova.svg MDA 70,77
6 Silvia Salis ItalienDatei:Flag of Italy.svg ITA 68,85
7 Merja Korpela FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN 68,21
8 Berta Castells SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 68,20

Finale: 30. Juli 2010, 20:20 Uhr

Kurzbericht:
Betty Heidler aus Deutschland, die als eine der Favoritinnen in den Wettbewerb ging, gewann mit 76,38 m im fünften Wurf nach ihrem WM-Titel 2007 die zweite Goldmedaille in ihrer Laufbahn. Selbst ihr zweitbester Versuch von 75,92 m hätte zum Sieg gereicht. Die ehemalige Weltrekordlerin Tatjana Lysenko aus Russland, die zuvor zwei Jahre wegen Dopingmissbrauchs gesperrt war<ref>Hammerwurf-Olympiasiegerin droht lebenslange Sperre. In: Der Spiegel 5. April 2016, spiegel.de, abgerufen am 23. Februar 2023</ref> und als Titelverteidigerin an den Start ging, errang mit 75,65 m die Silbermedaille. Die amtierende Weltmeisterin Anita Włodarczyk aus Polen – mit 78,30 m im Juni 2010 auch Weltrekordlerin – wurde mit 73,34 m Dritte.

Es gab einen Dopingfall:
Die Moldawierin Zalina Marghieva, die auf den fünften Platz gekommen war, wurde nachträglich für zwei Jahre gesperrt, nachdem im Jahr 2013 ein Nachtest ihrer Dopingprobe von den Weltmeisterschaften 2009 positiv ausgefallen war. Unter anderem ihr EM-Resultat wurde gestrichen.<ref name="DopMargh" />

Speerwurf

Datei:Linda Stahl Keien Meeting 2011.jpg
Überraschender Sieg für Linda Stahl
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Linda Stahl DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 66,81
2 Christina Obergföll DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 65,58
3 Barbora Špotáková TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 65,36
4 Katharina Molitor DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 63,81
5 Mercedes Chilla SpanienDatei:Flag of Spain.svg ESP 61,40
6 Martina Ratej SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg SLO 60,99
7 Madara Palameika LettlandDatei:Flag of Latvia.svg LAT 60,78
8 Jarmila Klimešová TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 56,50

Finale: 29. Juli 2010, 20:40 Uhr

Kurzbericht:
Durch Linda Stahl und Christina Obergföll kam es zu einem deutschen Doppelsieg. Linda Stahl gewann mit persönlicher Bestleistung von 66,81 m im fünften Versuch die Goldmedaille. Die im Vorfeld höher eingeschätzte Christina Obergföll errang mit 65,58 m die Silbermedaille. Barbora Špotáková aus Tschechien – Weltrekordlerin mit 72,28 m aus dem Jahr 2008 – kam mit 65,36 m auf den dritten Platz.

Auch im Speerwurf gab es einen Dopingfall:
Die zunächst fünftplatzierte Russin Marija Abakumowa hatte bereits ihre Silbermedaille von den Olympischen Spielen 2008 verloren. Nun wurden ihr auch ihre Medaillen und Platzierungen von den Weltmeisterschaften 2009/2011 und den Europameisterschaften 2010 aberkannt.<ref name="DopAbakum" />

Siebenkampf

Datei:Jessica Ennis (4849563014).jpg
Jessica Ennis –2009 Weltmeisterin und nun Europameisterin
Platz Athletin Land Punkte
1 Jessica Ennis Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 6823 CR
2 Natalija Dobrynska UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 6778000
3 Jennifer Oeser DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 6683000
4 Karolina Tymińska PolenDatei:Flag of Poland.svg POL 6230000
5 Ljudmyla Jossypenko UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg UKR 6206000
6 Eliška Klučinová TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg CZE 6187000
7 Marina Gontscharowa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 6186000
8 Maren Schwerdtner DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 6167000

Datum: 30./31. Juli 2010
Kurzbericht:
Die klar favorisierte amtierende Weltmeisterin, die Britin Jessica Ennis, siegte souverän mit EM-Rekord und persönlicher Bestleistung von 6823 Punkten. Die Olympiasiegerin von 2008 Natalja Dobrynska wurde ebenfalls mit persönlicher Bestleistung Zweite. Die deutsche WM-Zweite von 2009 Jennifer Oeser errang mit persönlicher Bestleistung von 6683 Punkten Bronze. Ennis war in den Einzeldisziplinen 100 Meter Hürden, Hochsprung und 200 Meter die beste Athletin, Oeser erreichte im Weitsprung und Dobrynska im Kugelstoßen die jeweils größte Weite.

Im Siebenkampf ist ein Dopingfall zu benennen:
Der zunächst viertplatzierten Russin Tatjana Tschernowa waren aufgrund von Blutdoping bereits ihr WM-Titel von 2011 und ihre olympische Bronzemedaille von den 2012 aberkannt worden. Zusätzlich wurden jetzt auch ihre Medaillen und Platzierungen von Olympischen Spielen 2008 und den Europameisterschaften 2010 annulliert, nachdem ihr die Einnahme von Turinabol nachgewiesen wurde. Gesperrt wurde sie bis Februar 2019.<ref name="DopTschernow" />

Weblinks

Commons: Leichtathletik-Europameisterschaften 2010 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Videolink

Einzelnachweise

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