Leichtathletik-Europameisterschaften 2006
| 19. Leichtathletik-Europameisterschaften | |
|---|---|
| Stadt | Datei:Flag of Sweden.svg Göteborg |
| Stadion | Ullevi-Stadion |
| Teilnehmende Länder | 48 |
| Teilnehmende Athleten | 1370 |
| Wettbewerbe | 47 (Männer: 24 / Frauen: 23) |
| Wettbewerbe | 47 |
| Eröffnung | 6. August 2006 |
| Schlussfeier | 13. August 2006 |
| Chronik | |
| ← München 2002 | Barcelona 2010 → |
| Medaillenspiegel | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Platz | Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt |
| 1 | Datei:Flag of Russia.svg Russland | 12 | 12 | 11 | 35 |
| 2 | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | 4 | 5 | 2 | 11 |
| 3 | Datei:Flag of France.svg Frankreich | 4 | 1 | 2 | 7 |
| 4 | Datei:Flag of Spain.svg Spanien | 3 | 3 | 5 | 11 |
| 5 | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg Belarus | 3 | 2 | 1 | 6 |
| 6 | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | 3 | 1 | 2 | 6 |
| 7 | Datei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien | 3 | – | – | 3 |
| 8 | Datei:Flag of Portugal.svg Portugal | 2 | 1 | 1 | 4 |
| 9 | Datei:Flag of Finland icon.svg Finnland | 2 | 1 | – | 3 |
| 10 | Datei:Flag of Italy.svg Italien | 2 | – | 1 | 3 |
| Vollständiger Medaillenspiegel | |||||
Die 19. Leichtathletik-Europameisterschaften wurden zwischen dem 6. und 13. August 2006 in der schwedischen Stadt Göteborg ausgetragen.
Vergabe
Die Kandidatur Göteborgs hatte sich am 6. Oktober 2001 anlässlich des EAA-Kongresses gegen Barcelona durchgesetzt, nachdem Amsterdam schon zuvor seine Bewerbung zurückgezogen hatte.
Wettkampforte
Die Wettkämpfe wurden im Ullevi-Stadion ausgetragen, das 1995 bereits Schauplatz der 5. Leichtathletik-Weltmeisterschaften gewesen war.
Der Marathonlauf fand auf einem rund zehn Kilometer langen und viermal zu durchlaufenden Rundkurs im Stadtzentrum statt, Die Wettbewerbe im Gehen wurden wie schon 1995 auf einem zwei Kilometer langen Rundkurs auf der Skånegatan ausgetragen, einer Straße vor dem Stadion. Start und Ziel lagen bei allen Rennen im Ullevi-Stadion.
Eröffnungsfeier
Die Eröffnung wurde am Abend des 6. Augusts 2006 vor 100.000 Zuschauern auf dem Götaplatsen in der Innenstadt Göteborgs gefeiert. Ihr Motto lautete „Schweden trifft Europa“. Es war die erste Eröffnungsfeier von Leichtathletik-Europameisterschaften, die nicht im Stadion stattfand. Dieser Schritt sollte die enge Verbindung zwischen der Veranstaltung und dem Austragungsort verdeutlichen.
Die Feier dauerte zwei Stunden und wurde von dem ehemaligen Dreispringer Jonathan Edwards zusammen mit einer schwedischen Fernsehmoderatorin moderiert. Beim Einmarsch wurde die deutsche Flagge von der neunzehn Jahre jungen Deutschen Meisterin über 200 Meter Jala Gangnus getragen.
Während der Schau trat mehrmals die Stepp-Gruppe „Jeerk“ auf, die in ihren Darbietungen verschiedene Leichtathletikdisziplinen aufgriff. Daneben wurde ein großes musikalisches Programm geboten. Das Symphonieorchester der Stadt spielte zusammen mit einem Gitarristen der Band Hammerfall. Diese trat im Anschluss noch in voller Besetzung mit schwedischen Sportlern auf und präsentierte dabei das der schwedischen Mannschaft gewidmete Lied „The Fire Burns Forever“, an dem auch einige Athleten aus Schweden mitgeschrieben hatten. Daneben trat unter anderem die norwegische Sängerin Sissel Kyrkjebø auf, die auch in der Musik zum Film Titanic zu hören ist. Des Weiteren gab es einen Auftritt der Griechin Elena Paparizou. Der Ire Ronan Keating sang zusammen mit Jessica Anderson. Zum Abschluss der Feierlichkeiten wurde ein Feuerwerk veranstaltet.
Offizieller Europameisterschafts-Song war „Heroes“ von Elena Paparizou.
Teilnehmer
Zu den Wettkämpfen entsandten 48 der 50 Mitgliedsverbände der European Athletic Association eine Delegation nach Göteborg. Lediglich die Verbände aus Armenien und Liechtenstein verzichteten auf eine Teilnahme.
Wettbewerbe
Die Wettbewerbe wurden in den fünf unterschiedlichen leichtathletischen Wettbewerbsgruppen ausgetragen: Laufen, Springen, Werfen, Gehen und Mehrkampf.
Das Wettkampfangebot wurde für die Frauen noch einmal erweitert. Hinzu kam nun auch der 3000-Meter-Hindernislauf. So war das EM-Programm für Frauen und Männer nun fast identisch. Abweichungen gab es in der Länge der kurzen Hürdenstrecke, in den Gewichten der Wurfgeräte sowie in der Anzahl der Mehrkampfdisziplinen. Einzig das 50-km-Gehen blieb noch alleine den Männern vorbehalten. Diese Disziplin wurde für die Frauen 2018 Teil der Europameisterschaften. Von 2022 an wurde die Distanz der langen Gehstrecke für Männer und Frauen auf 35 Kilometer verkürzt. Unterschiede im Wettbewerbsprogramm für Frauen und Männer gab es von 2018 an alleine bei den Gewichten von Wurfgeräten, in den Höhen der Hürden und der Länge der kurzen Hürdensprintstrecke, sowie schließlich im Mehrkampf.
Doping
Es gab acht offizielle dopingbedingte Disqualifikationen:
- Andrej Michnewitsch (Datei:Flag of Belarus.svg Belarus), Kugelstoßen, zunächst Zweiter – Wegen immer wieder auftretender Dopingvergehen wurden alle seine Ergebnisse seit August 2005 annulliert.<ref name="DopMichn">Andrei Mikhnevich (BLR) – results annulled from August 2005, worldathletics.org 31. Juli 2013 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2023</ref>
- Jurij Bilonoh (Datei:Flag of Ukraine.svg Ukraine), Kugelstoßen, zunächst Sechster – Er wurde für den Zeitraum 18. August 2004 bis 17. August 2006 gesperrt. Alle Ergebnisse inklusive des Olympiasiegs 2004 und dem EM-Resultat wurden gestrichen.<ref name="DopBilon">IOC disqualifies four medallists from Athens 2004 following further analysis of stored samples. olympics.com 5. Dezember 2012 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2023</ref>
- Ville Tiisanoja (Datei:Flag of Finland icon.svg Finnland), Kugelstoßen, zunächst Elfter – Er gab die Einnahme von Testosteron zu, wurde für zwei Jahre gesperrt und mit einer Strafe von 50.000 Euro belegt.<ref name="DopTiisan">Ville Tiisanoja gibt Testosteron-Einnahme zu, leichtathletik.de, 31. August 2006, abgerufen am 7. Februar 2023</ref>
- Roland Varga (Datei:Flag of Hungary.svg Ungarn), Diskuswurf, zunächst Elfter – Er wurde 2007 aufgrund einer Probe vom 22. Juli 2006 des Verstoßes gegen die Antidopingbestimmungen überführt. Er erhielt einer Sperre von zwei Jahren, seine Ergebnisse seit der Probenentnahme wurden annulliert.<ref name="DopVarga">Who is Roland Varga?, biographies.net (englisch), abgerufen am 7. Februar 2023</ref>
- Iwan Zichan (Datei:Flag of Belarus.svg Belarus), Hammerwurf, zunächst Erster – 2014 wurde der bereits mehrfach wegen Dopings überführte Athlet aufgrund erneuten Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert. Alle seine Resultate zwischen dem 22. August 2004 und dem 21 August 2006 wurden annulliert.<ref name="DopZich">Revision of results following sanctions of Tsikhan and Ostapchuk, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 7. Februar 2023</ref>
- Andrei Varantsou (Datei:Flag of Belarus.svg Belarus), Hammerwurf, zunächst Zwölfter – Er wurde erstmals 2005 positiv getestet und erhielt als Mehrfachtäter nach zahlreichen Verstößen gegen die Dopingbestimmungen 2013 eine lebenslange Sperre. Viele seiner erzielten Resultate, darunter das Ergebnis dieser Europameisterschaften, wurden gestrichen.<ref name="DopVaran">Andrei Varantsou (M), dopingsanctions.com (englisch), abgerufen am 7. Februar 2023</ref>
- Nadseja Astaptschuk (Datei:Flag of Belarus.svg Belarus), Kugelstoßen, zunächst Zweite – Sie wurde in ihrer Laufbahn mehrfach des Dopingbetrugs überführt mit entsprechenden Konsequenzen unter anderem in Form der Aberkennung erzielter Resultate. Dazu gehörten ihr Titel bei den Weltmeisterschaften 2005, ihr zweiter Rang bei den Europameisterschaften 2006 und ihr Olympiasieg 2012.<ref name="DopAstap">Olympics 2012: Nadzeya Ostapchuk Loses Gold Medal Following Failed Doping Test, bleacherreport.com, 13. August 2012 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2023</ref>
- Iryna Jattschanka (Datei:Flag of Belarus.svg Belarus), Diskuswurf, zunächst Zehnte – Ihr Resultat wurde wie auch ihr dritter Rang bei den Olympischen Spielen 2004 gestrichen.<ref name="DopJatts">Doping-Four Athens Games athletes stripped of medals, reuters.com, 5. Dezember 2012 (englisch), abgerufen am 7. Februar 2023</ref>
Fünf dieser acht gedopten Sportler kamen aus Belarus, je einer aus Finnland, der Ukraine und Ungarn.
Sportliche Leistungen
Die Medaillenwertung wurde wieder einmal sehr deutlich durch Russland angeführt. Zwölf EM-Titel gingen alleine an Russland, insgesamt sammelten die russischen Athleten 35 Medaillen. Deutschland und Frankreich hatten je vier Goldmedaillen auf ihrem Konto. Das deutsche Team hatte fünf Silbermedaillen gegenüber einer für Frankreich zu Buche stehen. Vier Nationen hatten jeweils drei Europameister aufzuweisen. Bezüglich der Zahl der Silbermedaillen lag von ihnen Spanien vor Belarus, Schweden und Belgien. Jeweils zwei Europameister hatten Portugal, Finnland und Italien in ihren Reihen, wobei in der Zahl der weiteren Medaillen Portugal vor Finnland und Italien lag.
Das Leistungsniveau war hoch, es gab folgende Rekorde:
- zwanzig verbesserte oder egalisierte Meisterschaftsrekorde in zehn Disziplinen
- 26 verbesserte Landesrekorde in dreizehn Disziplinen
Bei den einzelnen Sportlern sind besonders folgende Leistungen zu nennen.
- Drei Athleten errangen je zwei Goldmedaillen bei diesen Meisterschaften:
- Francis Obikwelu (Portugal) – 100 Meter, 200 Meter
- Kim Gevaert (Belgien) – 100 Meter, 200 Meter
- Marc Raquil (Frankreich) – 400 Meter, 4-mal-400-Meter-Staffel
- Folgende Europameister von 2006 hatten bereits vorher EM-Titel gewonnen:
- Francis Obikwelu (Portugal) – 100 Meter, Wiederholung seines Erfolgs von 2002
- Mehdi Baala (Frankreich) – 1500 Meter, Wiederholung seines Erfolgs von 2002
- Francisco Javier Fernández (Spanien) – 20-km-Gehen, Wiederholung seines Erfolgs von 2002
- Alexander Awerbuch (Israel) – Stabhochsprung, Wiederholung seines Erfolgs von 2002
- Christian Olsson (Schweden) – Dreisprung, Wiederholung seines Erfolgs von 2002
- Roman Šebrle (Tschechien) – Zehnkampf, Wiederholung seines Erfolgs von 2002
- Marta Domínguez (Spanien) – 5000 Meter, Wiederholung ihres Erfolgs von 2002
Legende
Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet:
| CR | Championshiprekord |
| NR | Nationaler Rekord |
| w | Rückenwindunterstützung über dem erlaubten Limit von 2,0 m/s |
| DNF | Wettkampf nicht beendet (did not finish) |
Resultate Männer
100 m
| Platz | Athlet | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Francis Obikwelu | Datei:Flag of Portugal.svg POR | 9,99 CR |
| 2 | Andrei Jepischin | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 10,10 NR |
| 3 | Matic Osovnikar | Datei:Flag of Slovenia.svg SLO | 10,14 |
| 4 | Ronald Pognon | Datei:Flag of France.svg FRA | 10,16 |
| 5 | Mark Lewis-Francis | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 10,16 |
| 6 | Dariusz Kuć | Datei:Flag of Poland.svg POL | 10,21 |
| 7 | Dwain Chambers | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 10,24 |
| 8 | Ronny Ostwald | Datei:Flag of Germany.svg GER | 10,38 |
Finale: 8. August, 19:40 Uhr
Wind: +1,3 m/s
Francis Obikwelu, der im Jahre 2006 nachträglich auch zum Europameister 2002 erklärt worden war, musste in keinem der vier Läufe alles geben, um trotzdem jeweils souverän zu siegen. Im Endlauf war er der erste Läufer, der bei Europameisterschaften unter zehn Sekunden blieb.
200 m
| Platz | Athlet | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Francis Obikwelu | Datei:Flag of Portugal.svg POR | 20,01 NR |
| 2 | Johan Wissman | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 20,38 NR |
| 3 | Marlon Devonish | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 20,54 |
| 4 | Kristof Beyens | Datei:Flag of Belgium (civil).svg BEL | 20,57 |
| 5 | Iwan Tjoplych | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 20,76 |
| 6 | Eddy De Lépine | Datei:Flag of France.svg FRA | 20,77 |
| 7 | David Alerte | Datei:Flag of France.svg FRA | 20,93 |
| 8 | Anastasios Gousis | Datei:Flag of Greece.svg GRE | 20,94 |
Finale: 10. August, 20:45 Uhr
Wind: +1,6 m/s
Francis Obikwelu war der erste Sprinter seit 28 Jahren, der sowohl über 100 als auch über 200 Meter Europameister werden konnte. Letztmals war dies Pietro Mennea 1978 in Prag gelungen. Während der Schwede Johan Wissman vor heimischem Publikum über sich hinauswuchs und zweimal den Landesrekord verbesserte, gelang Marlon Devonish die Wiederholung seines dritten Platzes von 2002 in München.
400 m
| Platz | Athlet | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Marc Raquil | Datei:Flag of France.svg FRA | 45,02 |
| 2 | Wladislaw Frolow | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 45,09 |
| 3 | Leslie Djhone | Datei:Flag of France.svg FRA | 45,40 |
| 4 | Daniel Dąbrowski | Datei:Flag of Poland.svg POL | 45,56 |
| 5 | Andrea Barberi | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 45,70 |
| 6 | Timothy Benjamin | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 45,89 |
| 7 | Rafał Wieruszewski | Datei:Flag of Poland.svg POL | 45,97 |
| 8 | Dimítrios Régas | Datei:Flag of Greece.svg GRE | 46,23 |
Finale: 9. August, 20:45 Uhr
Noch fünfzig Meter vor dem Ziel sah der Russe Wladislaw Frolow wie der sichere Sieger aus. Aber Marc Raquil hatte auf der Zielgeraden das deutlich bessere Stehvermögen, sodass er den Russen kurz vor dem Ziel passieren konnte. Der 400-Meter-Lauf war die erste Entscheidung bei den Europameisterschaften 2006, bei der kein einziger der Finalteilnehmer von 2002 auch den Endlauf 2006 erreichte.
800 m
| Platz | Athlet | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Bram Som | Datei:Flag of the Netherlands.svg NED | 1:46,56 |
| 2 | David Fiegen | Datei:Flag of Luxembourg.svg LUX | 1:46,59 |
| 3 | Sam Ellis | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 1:46,64 |
| 4 | Dmitrijs Miļkevičs | Datei:Flag of Latvia.svg LAT | 1:46,70 |
| 5 | Miguel Quesada | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 1:46,91 |
| 6 | Florent Lacasse | Datei:Flag of France.svg FRA | 1:46,95 |
| 7 | Andrea Longo | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 1:47,11 |
| 8 | Michael Rimmer | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 1:47,66 |
Finale: 13. August, 15:10 Uhr
Die Bekanntgabe des Ergebnisses verzögerte sich, weil gegen das Ergebnis wegen Rempeleien im Endspurt Protest eingelegt worden war. Dieser wurde jedoch abgewiesen. Bram Som gewann das erste Läufergold für einen Niederländer seit 1982. David Fiegen errang die erste Europameisterschaftsmedaille überhaupt für Luxemburg.
1500 m
| Platz | Athlet | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Mehdi Baala | Datei:Flag of France.svg FRA | 3:39,02 |
| 2 | Iwan Heschko | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 3:39,50 |
| 3 | Juan Carlos Higuero | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 3:39,62 |
| 4 | Arturo Casado | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 3:40,86 |
| 5 | Sergio Gallardo | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 3:41,24 |
| 6 | Andrew Baddeley | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 3:42,31 |
| 7 | Christian Obrist | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 3:42,59 |
| 8 | Liam Reale | Datei:Flag of Ireland.svg IRL | 3:42,65 |
Finale: 9. August, 19:20 Uhr
Mehdi Baala konnte mit einem langgezogenen Spurt den Ukrainer Iwan Heschko und seine drei spanischen Konkurrenten bezwingen, alle anderen Finalteilnehmer hatten bereits eingangs der letzten Runde einen größeren Rückstand. Baala gelang die erfolgreiche Titelverteidigung, er hatte dieses Mal einen deutlich größeren Vorsprung im Ziel als beim Fotofinish von 2002.
5000 m
| Platz | Athlet | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Jesús España | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 13:44,70 |
| 2 | Mohammed Farah | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 13:44,79 |
| 3 | Juan Carlos Higuero | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 13:46,48 |
| 4 | Halil Akkaş | Datei:Flag of Turkey.svg TUR | 13:46,53 |
| 5 | Khalid Zoubaa | Datei:Flag of France.svg FRA | 13:55,09 |
| 6 | Henrik Skoog | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 13:56,34 |
| 7 | Pablo Villalobos | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 13:58,25 |
| 8 | Gert-Jan Liefers | Datei:Flag of the Netherlands.svg NED | 13:58,70 |
Finale: 13. August, 16:40 Uhr
Im Endlauf stand kein Läufer aus dem Finale der Europameisterschaften 2002. Wie in allen Laufentscheidungen bei den Männern von 800 Meter an aufwärts kam es auch im letzten Rennen vor dem Staffelfinale nach verhaltenem Anfangstempo zu einem Spurtentscheid. Im Gegensatz zu den anderen Rennen gewann einer der favorisierten Spanier, nachdem der Mitfavorit Alistair Ian Cragg aus Irland verletzt ausgestiegen war.
10.000 m
| Platz | Athlet | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Jan Fitschen | Datei:Flag of Germany.svg GER | 28:10,94 |
| 2 | José Manuel Martínez | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 28:12,06 |
| 3 | Juan Carlos de la Ossa | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 28:13,73 |
| 4 | Christian Belz | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI | 28:16,93 |
| 5 | Serhij Lebid | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 28:19,14 |
| 6 | Dmitri Maximow | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 28:20,43 |
| 7 | André Pollmächer | Datei:Flag of Germany.svg GER | 28:22,56 |
| 8 | Driss El Himer | Datei:Flag of France.svg FRA | 28:30,09 |
Datum: 8. August, 20:20 Uhr
Der deutsche 10.000-Meter-Läufer Jan Fitschen wurde überraschenderweise Europameister und verwies die favorisierten Spanier José Manuel Martínez und Juan Carlos de la Ossa auf die Plätze zwei und drei. Der Schweizer Christian Belz belegte den vierten Platz. Fitschen übertraf als deutscher Läufer damit sogar Dieter Baumann, der bei den letzten Europameisterschaften in München 2002 sowie in Budapest 1998 jeweils Zweiter auf dieser längsten Bahnstrecke geworden war.
Marathon
| Platz | Athlet | Land | Zeit (h) |
|---|---|---|---|
| 1 | Stefano Baldini | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 2:11:31 |
| 2 | Viktor Röthlin | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI | 2:11:49 |
| 3 | Julio Rey | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 2:12:36 |
| 4 | Luc Krotwaar | Datei:Flag of the Netherlands.svg NED | 2:12:44 |
| 5 | Francesco Ingargiolo | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 2:13:04 |
| 6 | Dmitri Semjonow | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 2:13:09 |
| 7 | Janne Holmén | Datei:Flag of Finland icon.svg FIN | 2:13:10 |
| 8 | Alberto Chaíça | Datei:Flag of Portugal.svg POR | 2:13:14 |
Datum: 13. August, 12:10 Uhr
Aus einer Tempoverschärfung nach Kilometer dreißig entstand eine Vierergruppe bestehend aus den Italienern Stefano Baldini und Francesco Ingargiolo sowie dem Schweizer Viktor Röthlin und dem Spanier Julio Rey. Auch Titelverteidiger Janne Holmén aus Finnland konnte nicht mehr folgen. Bis Kilometer 35 wurden Ingargiolo und Rey ebenfalls abgehängt, von hinten schloss der Niederländer Luc Krotwaar zu diesen beiden auf. Baldini und Röthlin blieben bis Kilometer vierzig zusammen. Schließlich distanzierte der Italiener den Schweizer mit einer Tempoverschärfung. Um die Bronzemedaille entstand ein Zweikampf zwischen Rey und Krotwaar, den der Spanier für sich entschied.
Marathon-Cup
Datum: 13. August, 12:10 Uhr
Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung, für die die Zeiten der drei besten Läufer je Nation addiert wurden. Die Wertung zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.
110 m Hürden
| Platz | Athlet | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Staņislavs Olijars | Datei:Flag of Latvia.svg LAT | 13,24 |
| 2 | Thomas Blaschek | Datei:Flag of Germany.svg GER | 13,46 |
| 3 | Andrew Turner | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 13,52 |
| 4 | Igor Peremota | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 13,55 |
| 5 | Robert Kronberg | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 13,57 |
| 6 | Jens Werrmann | Datei:Flag of Germany.svg GER | 13,73 |
| 7 | Dániel Kiss | Datei:Flag of Hungary.svg HUN | 13,77 |
| 8 | Serhij Demydjuk | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 13,96 |
Finale: 12. August, 17:40 Uhr
Wind: −1,0 m/s
Bei den ersten Europameisterschaften 1934 war der lettische Geher Jānis Daliņš Europameister geworden. Staņislavs Olijars Goldmedaille war nach 72 Jahren das zweite Gold für Lettland bei Europameisterschaften. Olijars wurde durch seinen Sieg außerdem Nachfolger des vierfachen Europameisters Colin Jackson. Das Finale wurde bei einem Gegenwind von 1,0 m/s ausgetragen. Für den erst 21-jährigen Deutschen Jens Werrmann war der Einzug in diesen Endlauf bereits ein Erfolg, nachdem er im Vorlauf mit 13,60 s persönliche Bestzeit gelaufen war und im Halbfinale diese Zeit hatte wiederholen können.
400 m Hürden
| Platz | Athlet | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Periklís Iakovákis | Datei:Flag of Greece.svg GRE | 48,46 |
| 2 | Marek Plawgo | Datei:Flag of Poland.svg POL | 48,71 |
| 3 | Rhys Williams | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 49,12 |
| 4 | Naman Keïta | Datei:Flag of France.svg FRA | 49,13 |
| 5 | Sébastien Maillard | Datei:Flag of France.svg FRA | 49,54 |
| 6 | Gianni Carabelli | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 49,60 |
| 7 | Minás Alozídis | Datei:Flag of Greece.svg GRE | 49,61 |
| 8 | Alexander Derewjagin | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 50,31 |
Finale: 9. August, 20:10 Uhr
Das Ergebnis dieses Rennens wies keine Überraschungen auf, Periklis Iakovákis hatte im Vorfeld die beste Zeit vorgelegt, Marek Plawgo und Naman Keïta gehörten wegen ihrer Erfahrung und ihren Vorleistungen zu den Mitfavoriten, Rhys Williams hatte von den Commonwealth Games eine schnelle Bestzeit mitgebracht. Der Rennverlauf bot hingegen durchaus eine Überraschung, denn nach der letzten Hürde lag Williams noch deutlich zurück. Trotzdem konnte er den sowohl als Hürdenläufer als auch als Staffelläufer erfahrenen Keïta im Auslauf noch ganz knapp überholen.
3000 m Hindernis
| Platz | Athlet | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Jukka Keskisalo | Datei:Flag of Finland icon.svg FIN | 8:24,89 |
| 2 | José Luis Blanco | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 8:26,22 |
| 3 | Bouabdellah Tahri | Datei:Flag of France.svg FRA | 8:27,15 |
| 4 | Mustafa Mohamed | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 8:27,79 |
| 5 | Antonio David Jiménez | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 8:28,78 |
| 6 | Radosław Popławski | Datei:Flag of Poland.svg POL | 8:29,33 |
| 7 | Günther Weidlinger | Datei:Flag of Austria.svg AUT | 8:29,54 |
| 8 | César Pérez | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 8:30,40 |
Finale: 11. August, 19:25 Uhr
Der Europarekordler Simon Vroemen trat wegen einer Magenverstimmung nicht zum Finale an. Die Spanier um den Titelverteidiger Antonio David Jiménez verschleppten das Tempo, um den vermeintlich Schnellsten im Feld, den Franzosen Bouabdellah Tahri, im Spurt zu bezwingen. Wie schon im 10.000-Meter-Lauf führte diese Taktik dazu, dass ein Außenseiter mit großer Spurtkraft das Rennen für sich entschied. Jukka Keskisalo wurde der erste finnische Europameister in dieser Disziplin, denn bei den ersten Europameisterschaften 1934 war dieser Wettbewerb noch nicht ausgetragen worden. Dort wäre der zweifache finnische Olympiasieger Volmari Iso-Hollo als hoher Favorit an den Start gegangen, aber der Hindernislauf wurde erst bei den zweiten Europameisterschaften 1938 ins Programm aufgenommen. Da war Iso-Hollos große Zeit vorbei.
4 × 100 m Staffel
Finale: 13. August, 15:30 Uhr
4 × 400 m Staffel
Finale: 13. August, 17:10 Uhr
Leslie Djhone und Naman Keïta gehörten bereits 2002 zur damaligen französischen Bronzestaffel. Marc Raquil wurde mit Djhone und Naman Keïta im Jahr darauf Staffelweltmeister. Raquil und Djhone hatten hier in Göteborg Einzelmedaillen im 400-Meter-Lauf gewonnen. Angesichts dieser Ausgangssituation war die größte Überraschung, dass der Sieg für die Franzosen nicht deutlicher ausfiel. Raquil lieferte sich mit dem Polen Rafał Wieruszewski auf fast der gesamten Schlussrunde ein packendes Duell, ehe der Franzose sich auf der Zielgeraden lösen konnte. Kurz vor dem Ziel zog dann auch noch Timothy Benjamin am Polen vorbei. Dessen Landsmann Piotr Rysiukiewicz stand bereits zum vierten Mal im Staffelfinale von Europameisterschaften. Nach Silber 1998 konnte er nun seine zweite Medaille gewinnen.
20 km Gehen
| Platz | Athlet | Land | Zeit (h) |
|---|---|---|---|
| 1 | Francisco Javier Fernández | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 1:19:09 |
| 2 | Waleri Bortschin | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 1:20:00 |
| 3 | João Vieira | Datei:Flag of Portugal.svg POR | 1:20:09 NR |
| 4 | Wiktor Burajew | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 1:20:12 |
| 5 | Sergei Bakulin | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 1:20:50 |
| 6 | Matej Tóth | Datei:Flag of Slovakia.svg SVK | 1:21:39 |
| 7 | Erik Tysse | Datei:Flag of Norway.svg NOR | 1:22:13 |
| 8 | Giorgio Rubino | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 1:22:34 |
Datum: 8. August, 17:15 Uhr
Titelverteidiger Francisco Javier Fernández setzte sich früh vom restlichen Feld ab und marschierte souverän zum erneuten Gewinn. Die Verfolgergruppe bestand lange nur aus den drei teilnehmenden Russen, aber der Portugiese João Vieira konnte zu dieser Gruppe aufschließen und gewann Bronze mit neuem Landesrekord.
50 km Gehen
| Platz | Athlet | Land | Zeit (h) |
|---|---|---|---|
| 1 | Yohann Diniz | Datei:Flag of France.svg FRA | 3:41:39 |
| 2 | Jesús Ángel García | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 3:42:48 |
| 3 | Juri Andronow | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 3:43:26 |
| 4 | Trond Nymark | Datei:Flag of Norway.svg NOR | 3:44:17 |
| 5 | Mikel Odriozola | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 3:46:34 |
| 6 | Roman Magdziarczyk | Datei:Flag of Poland.svg POL | 3:47:37 |
| 7 | Marco De Luca | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 3:48:08 |
| 8 | Peter Korčok | Datei:Flag of Slovakia.svg SVK | 3:51:16 |
Datum: 10. August, 9:40 Uhr
Der Norweger Trond Nymark legte ein schnelles Tempo vor und das Feld teilte sich rasch auf. Bis wenige Kilometer vor dem Ziel lag Nymark in Führung, wurde dann aber nacheinander von den drei Medaillengewinnern überholt. Yohann Diniz sorgte mit seinem Sieg für die erste Goldmedaille eines französischen Gehers überhaupt.
Hochsprung
| Platz | Athlet | Land | Höhe (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Andrei Silnow | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 2,36 CR |
| 2 | Tomáš Janků | Datei:Flag of the Czech Republic.svg CZE | 2,34 |
| 3 | Stefan Holm | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 2,34 |
| 4 | Linus Thörnblad | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 2,34 |
| 5 | Jaroslaw Rybakow | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 2,30 |
| 6 | Niki Palli | Datei:Flag of Israel.svg ISR | 2,27 |
| Nicola Ciotti | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 2,27 | |
| Svatoslav Ton | Datei:Flag of the Czech Republic.svg CZE | 2,27 |
Finale: 9. August, 18:10 Uhr
Der aktuelle Olympiasieger Stefan Holm war vor heimischem Publikum klar favorisiert. In einem spannenden Finale hatte der junge Andrei Silnow jedoch die beste Tagesform und meisterte jede Höhe im ersten Versuch. Die eigentliche Überraschung war die Silbermedaille für den erfahrenen Tomáš Janků, mit dessen Leistung nicht zu rechnen war. Für Holm und seinen Landsmann Linus Thörnblad blieben so nur die Ränge drei und vier.
Stabhochsprung
| Platz | Athlet | Land | Höhe (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Alexander Awerbuch | Datei:Flag of Israel.svg ISR | 5,70 |
| 2 | Tim Lobinger | Datei:Flag of Germany.svg GER | 5,65 |
| Romain Mesnil | Datei:Flag of France.svg FRA | 5,65 | |
| 4 | Matti Mononen | Datei:Flag of Finland icon.svg FIN | 5,65 |
| 5 | Przemysław Czerwiński | Datei:Flag of Poland.svg POL | 5,65 |
| 6 | Oleksandr Kortschmid | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 5,60 |
| 7 | Giuseppe Gibilisco | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 5,50 |
| 8 | Laurens Looije | Datei:Flag of the Netherlands.svg NED | 5,50 |
| Maksym Masuryk | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 5,50 |
Finale: 13. August, 13:45 Uhr
Am Finale nahmen zwanzig Springer teil, nachdem die Qualifikation wegen Regens abgebrochen worden war. Auch in diesem Finale regnete es und die großen Höhen wurden deshalb nicht erreicht. Der Israeli Alexander Awerbuch konnte seinen Titel von München 2002 erfolgreich verteidigen. Tim Lobinger gewann seine dritte Medaille bei Europameisterschaften nach Silber 1998 und Bronze 2002. Enttäuschend aus deutscher Sicht war, dass der amtierende Deutsche Meister Lars Börgeling im Finale bei seiner Anfangshöhe von 5,50 m dreimal scheiterte. Er produzierte damit einen sogenannten Salto Nullo und schied als anscheinend aussichtsreicher Medaillenkandidat vorzeitig aus.
Weitsprung
| Platz | Athlet | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Andrew Howe | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 8,20 |
| 2 | Greg Rutherford | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 8,13 |
| 3 | Oleksij Lukaschewytsch | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 8,12 |
| 4 | Wiktor Kusnjezow | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 7,96 |
| 5 | Kafétien Gomis | Datei:Flag of France.svg FRA | 7,93 w |
| 6 | Nelson Évora | Datei:Flag of Portugal.svg POR | 7,91 |
| 7 | Ruslan Gataullin | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 7,91 |
| 8 | Loúis Tsátoumas | Datei:Flag of Greece.svg GRE | 7,84 |
Finale: 8. August, 17:25 Uhr
Andrew Howe war schon vor den Europameisterschaften allgemein favorisiert worden und überzeugte in der Qualifikation mit der besten Weite von 8,33 m. Im Finale musste er nicht seine ganzen Fähigkeiten abrufen, um vor dem jungen Briten Greg Rutherford zu gewinnen. Titelverteidiger Olexij Lukaschewytsch gewann die Bronzemedaille. Nur diese drei Springer konnten die 8-Meter-Marke übertreffen. In München 2002 war dies sogar nur zwei Springern gelungen. Die beiden deutschen Teilnehmer Sebastian Bayer (7,66 m) und Daniel Koenig (7,36 m) waren bereits in der Qualifikation ausgeschieden.
Dreisprung
| Platz | Athlet | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Christian Olsson | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 17,67 |
| 2 | Nathan Douglas | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 17,21 |
| 3 | Marian Oprea | Datei:Flag of Romania.svg ROU | 17,18 |
| 4 | Nelson Évora | Datei:Flag of Portugal.svg POR | 17,07 |
| 5 | Phillips Idowu | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 17,02 |
| 6 | Daniil Burkenja | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 16,98 |
| 7 | Wiktor Jastrebow | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 16,94 |
| 8 | Mykola Sawolajnen | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 16,84 |
Finale: 12. August, 15:50 Uhr
Titelverteidiger Christian Olsson war seinen Konkurrenten deutlich überlegen. Die Siegesweite erzielte er im zweiten Durchgang. Seine Sprünge danach waren alle übergetreten. Insbesondere sein dritter Versuch wäre noch besser als die Siegesweite gewesen. Olsson gewann die dritte Goldmedaille für das Gastgeberland Schweden bei diesen Europameisterschaften.
Kugelstoßen
| Platz | Athlet | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Ralf Bartels | Datei:Flag of Germany.svg GER | 21,13 |
| 2 | Joachim Olsen | Datei:Flag of Denmark.svg DEN | 21,09 |
| 3 | Rutger Smith | Datei:Flag of the Netherlands.svg NED | 20,90 |
| 4 | Pawel Sofjin | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 20,55 |
| 5 | Andy Dittmar | Datei:Flag of Germany.svg GER | 19,95 |
| 6 | Tomasz Majewski | Datei:Flag of Poland.svg POL | 19,85 |
| 7 | Manuel Martínez | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 19,68 |
| 8 | Pawel Lyschyn | Datei:Flag of Belarus.svg BLR | 19,51 |
Finale: 7. August, 18:45 Uhr
Nach einer konstanten Serie, in der alle fünf Versuche gültig und über zwanzig Meter lagen, konnte Ralf Bartels im sechsten Versuch seine bis dahin in diesem Wettbewerb beste Leistung von 20,57 m auf 21,13 m steigern und sich vom vierten auf den ersten Platz verbessern. Die Silbermedaille errang der Däne Joachim Olsen mit einer Weite von 21,09 m. Bronze ging an den Niederländer Rutger Smith. Der zweite deutsche Athlet Andy Dittmar belegte den fünften Platz.
In diesem Wettbewerb kam es zu drei Dopingfällen:
- Wegen immer wieder auftretender Dopingvergehen wurden alle Ergebnisse des Belarussen Andrej Michnewitsch – hier ein zweiter Platz – seit August 2005 annulliert.<ref name="DopMichn" />
- Der Ukrainer Jurij Bilonoh war zunächst Sechster. Er wurde für den Zeitraum 18. August 2004 bis 17. August 2006 gesperrt. Alle Ergebnisse inklusive des Olympiasiegs und dem EM-Resultat wurden gestrichen.<ref name="DopBilon" />
- Der dritte Dopingsünder war der Finne Ville Tiisanoja, der ursprünglich Rang elf belegt hatte. Er gab die Einnahme von Testosteron zu, wurde für zwei Jahre gesperrt und mit einer Strafe von 50.000 Euro belegt.<ref name="DopTiisan" />
Im Resultat rückten die anderen Teilnehmer um jeweils entsprechende Ränge nach vorn.
Diskuswurf
| Platz | Athlet | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Virgilijus Alekna | Datei:Flag of Lithuania (1988–2004).svg LTU | 68,67 |
| 2 | Gerd Kanter | Datei:Flag of Estonia.svg EST | 68,03 |
| 3 | Aleksander Tammert | Datei:Flag of Estonia.svg EST | 66,14 |
| 4 | Mario Pestano | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 64,84 |
| 5 | Michael Möllenbeck | Datei:Flag of Germany.svg GER | 64,82 |
| 6 | Piotr Małachowski | Datei:Flag of Poland.svg POL | 64,57 |
| 7 | Rutger Smith | Datei:Flag of the Netherlands.svg NED | 64,46 |
| 8 | Lars Riedel | Datei:Flag of Germany.svg GER | 64,11 |
Finale: 12. August, 16:30 Uhr
Nach Bronze 1998 und Silber 2002 gewann Virgilijus Alekna 2006 endlich die erste Goldmedaille für Litauen bei Europameisterschaften überhaupt. Die beiden Esten Gerd Kanter und Aleksander Tammert auf den weiteren Medaillenrängen und der lettische Hürdenlaufeuropameister Staņislavs Olijars im machten den vorletzten Tag der Europameisterschaften 2006 zum Tag der Balten.
Der elftplatzierte Ungar Roland Varga wurde 2007 aufgrund einer Probe vom 22. Juli 2006 des Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen überführt. Er erhielt einer Sperre von zwei Jahren, seine Ergebnisse seit der Probenentnahme wurden annulliert.<ref name="DopVarga" />
Hammerwurf
| Platz | Athlet | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Olli-Pekka Karjalainen | Datei:Flag of Finland icon.svg FIN | 80,84 |
| 2 | Wadsim Dsewjatouski | Datei:Flag of Belarus.svg BLR | 80,76 |
| 3 | Markus Esser | Datei:Flag of Germany.svg GER | 79,19 |
| 4 | Szymon Ziółkowski | Datei:Flag of Poland.svg POL | 78,79 |
| 5 | Krisztián Pars | Datei:Flag of Hungary.svg HUN | 78,34 |
| 6 | Primož Kozmus | Datei:Flag of Slovenia.svg SLO | 78,18 |
| 7 | Karsten Kobs | Datei:Flag of Germany.svg GER | 77,93 |
| 8 | Nicola Vizzoni | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 76,55 |
Finale: 12. August, 13:45 Uhr (witterungsbedingt verschoben vom 11. August)
Nachdem der Wettkampf wegen auftretender Regenschauer und der dadurch bedingten Verzögerungen im Zehnkampf um einen Tag verschoben worden war, begann es pünktlich zu Beginn des Finales wieder zu regnen. Dadurch waren die Bedingungen schwierig, die Zahl der Fehlversuche in diesem Finale stieg.
Zwei belarussische Werfer wurden des Dopings überführt und disqualifiziert:
- 2014 wurde der bereits mehrfach wegen Dopings überführte Iwan Zichan, zunächst Erster, aufgrund erneuten Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert. Alle seine Resultate zwischen dem 22. August 2004 und dem 21 August 2006 wurden annulliert.<ref name="DopZich" />
- Andrei Varantsou, zunächst Letzter im Finale, wurde erstmals 2005 positiv getestet und erhielt als Mehrfachtäter nach zahlreichen Verstößen gegen die Dopingbestimmungen 2013 eine lebenslange Sperre. Viele seiner erzielten Resultate, darunter das Ergebnis dieser Europameisterschaften, wurden gestrichen.<ref name="DopVaran" />
Speerwurf
| Platz | Athlet | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Andreas Thorkildsen | Datei:Flag of Norway.svg NOR | 88,78 |
| 2 | Tero Pitkämäki | Datei:Flag of Finland icon.svg FIN | 86,44 |
| 3 | Jan Železný | Datei:Flag of the Czech Republic.svg CZE | 85,92 |
| 4 | Vadims Vasiļevskis | Datei:Flag of Latvia.svg LAT | 83,21 |
| 5 | Ainārs Kovals | Datei:Flag of Latvia.svg LAT | 81,65 |
| 6 | Peter Esenwein | Datei:Flag of Germany.svg GER | 81,11 |
| 7 | Stefan Müller | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI | 80,87 NR |
| 8 | Alexander Iwanow | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 80,09 |
Finale: 9. August, 19:10 Uhr
Nach dem Rücktritt des vierfachen Europameisters Steve Backley konnte erstmals seit 1971 mit Andreas Thorkildsen wieder ein aktueller Olympiasieger den Titel im Speerwurf gewinnen. Jan Železný belegte zwanzig Jahre nach seiner ersten Europameisterschaftsteilnahme noch einmal Platz drei. Der Schweizer Stefan Müller stellte im Finale abermals einen Landesrekord auf, nachdem er den alten Rekord bereits in der Qualifikation überboten hatte.
Zehnkampf
| Platz | Athlet | Land | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | Roman Šebrle | Datei:Flag of the Czech Republic.svg CZE | 8526 |
| 2 | Attila Zsivóczky | Datei:Flag of Hungary.svg HUN | 8356 |
| 3 | Alexei Drosdow | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 8350 |
| 4 | Alexander Pogorelow | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 8245 |
| 5 | Pascal Behrenbruch | Datei:Flag of Germany.svg GER | 8209 |
| 6 | Aljaksandr Parchomenka | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 8136 |
| 7 | Stefan Drews | Datei:Flag of Germany.svg GER | 8105 |
| 8 | Romain Barras | Datei:Flag of France.svg FRA | 8093 |
Datum: 10. und 11. August
Gewertet wurde nach der Punktetabelle von 1985. Der Weltrekordler und Olympiasieger Roman Šebrle konnte seinen Titel von 2002 erfolgreich und weitgehend ungefährdet verteidigen. Hinter ihm kam der routinierte Ungar Attila Zsivóczky in einem spannenden Kampf um die Medaillen auf Platz zwei, vor allem weil Alexander Pogorelow einmal mehr im 1500-Meter-Lauf alle seine Chancen zunichtemachte, die er sich vorher mühsam aufgebaut hatte. Von den drei deutschen Teilnehmern erwies sich der jüngste, Pascal Behrenbruch, als der (nerven-)stärkste. Im abschließenden 1500-Meter-Lauf blieb er jedoch 22 Sekunden über seiner Bestzeit und verpasste dadurch die Medaillenchance. So musste er sechs Jahre warten, ehe er dann bei den Europameisterschaften 2012 den Titel gewann. Der Wettkampf wurde mehrfach wegen heftiger Regenschauer unterbrochen, was vor allem die Sprungdisziplinen deutlich beeinträchtigte.
Resultate Frauen
100 m
| Platz | Athletin | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Kim Gevaert | Datei:Flag of Belgium (civil).svg BEL | 11,06 |
| 2 | Jekaterina Grigorjewa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 11,22 |
| 3 | Irina Chabarowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 11,22 |
| 4 | Joice Maduaka | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 11,24 |
| 5 | Julija Guschtschina | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 11,31 |
| 6 | Julija Neszjarenka | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 11,34 |
| 7 | Sylviane Félix | Datei:Flag of France.svg FRA | 11,40 |
| 8 | Daria Onyśko | Datei:Flag of Poland.svg POL | 11,43 |
Finale: 9. August, 20:25 Uhr
Wind: +0,8 m/s
Kim Gevaert wirkte vom Vorlauf bis zum Halbfinale so souverän, dass sie als klare Favoritin ins Finale ging. Sie wurde dieser Rolle gerecht und siegte überlegen. Kim Gevaert gewann die erste Goldmedaille bei Europameisterschaften für Belgien seit 1971.
200 m
| Platz | Athletin | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Kim Gevaert | Datei:Flag of Belgium (civil).svg BEL | 22,68 |
| 2 | Julija Guschtschina | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 22,93 |
| 3 | Natalja Russakowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 23,09 |
| 4 | Monika Bejnar | Datei:Flag of Poland.svg POL | 23,28 |
| 5 | Sylviane Félix | Datei:Flag of France.svg FRA | 23,45 |
| 6 | Jekaterina Kondratjewa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 23,58 |
| 7 | Olena Tschebanu | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 23,63 |
| 8 | Angela Moroșanu | Datei:Flag of Romania.svg ROU | 23,66 |
Finale: 11. August, 20:45 Uhr
Wind: −0,8 m/s
Seit den ersten Europameisterschaften für Frauen 1938 hatte keine Belgierin Gold gewinnen können. Nun entschied Kim Gevaert zwei Tage nach ihrem Sieg über 100 Meter auch den 200-Meter-Lauf souverän für sich. Im Ziel wurde sie von der Hochspringerin Tia Hellebaut erwartet, die unmittelbar vor dem Start des Rennens Hochsprunggold errungen hatte. Die beiden Belgierinnen gingen gemeinsam auf die Ehrenrunde.
400 m
| Platz | Athletin | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Wanja Stambolowa | Datei:Flag of Bulgaria.svg BUL | 49,85 |
| 2 | Tatjana Weschkurowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 50,15 |
| 3 | Olga Saizewa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 50,28 |
| 4 | Marijana Dimitrowa | Datei:Flag of Bulgaria.svg BUL | 50,64 |
| 5 | Ilona Ussowitsch | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 50,69 NR |
| 6 | Nicola Sanders | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 50,87 |
| 7 | Swetlana Pospelowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 50,90 |
| 8 | Joanne Cuddihy | Datei:Flag of Ireland.svg IRL | 51,46 |
Finale: 10. August, 18:50 Uhr
Wie bei den Männern war auch bei den Frauen der 400-Meter-Lauf der erste Wettbewerb, in dem keine Endlaufteilnehmerin von 2002 das Finale erreichte. Allerdings waren erfahrene Staffelläuferinnen am Start. Die Siegerin Wanja Stambolowa hatte in den Runden vor dem Endlauf ihre Mitfavoritenrolle gefestigt. Als größte Überraschung muss gewertet werden, dass die andere Favoritin Olga Saizewa „nur“ Bronze gewann. Die Belarussin Ilona Ussowitsch hatte mit 50,74 s bereits in der Qualifikation einen neuen Landesrekord aufgestellt und unterbot diesen als Fünfte dann im Finale nochmals.
800 m
| Platz | Athletin | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Olga Kotljarowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 1:57,38 |
| 2 | Swetlana Kljuka | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 1:57,48 |
| 3 | Rebecca Lyne | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 1:58,45 |
| 4 | Tetjana Petljuk | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 1:58,65 |
| 5 | Brigita Langerholc | Datei:Flag of Slovenia.svg SLO | 1:59,30 |
| 6 | Teodora Kolarowa | Datei:Flag of Bulgaria.svg BUL | 2:00,00 |
| 7 | Mayte Martínez | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 2:00,10 |
| 8 | Swetlana Tscherkassowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 2:03,43 |
Finale: 10. August, 20:05 Uhr
Die Russinnen waren nach der Bestenliste vor den Europameisterschaften mit den schnellsten Zeiten gemeldet und mussten nur ein Bummelrennen fürchten, weil dann die Spurtkraft der Spanierin Mayte Martínez zu beachten gewesen wäre. Swetlana Tscherkassowa opferte ihre eigene Chancen und gab die Tempomacherin. Sie fiel zwar am Schluss auf den letzten Platz zurück, aber ihre Teamkolleginnen gewannen Gold und Silber. Die Siegerin Olga Kotljarowa, seit Jahren Mitglied erfolgreicher russischer 4-mal-400-Meter-Staffeln, kam nach ihrem Umstieg auf die 800-Meter-Distanz zu ihrem ersten großen Einzeltitel.
1500 m
| Platz | Athletin | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Tatjana Tomaschowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 3:56,91 CR |
| 2 | Julija Tschischenko | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 3:57,61 |
| 3 | Daniela Jordanowa | Datei:Flag of Bulgaria.svg BUL | 3:59,37 |
| 4 | Jelena Sobolewa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 4:00,36 |
| 5 | Lidia Chojecka | Datei:Flag of Poland.svg POL | 4:01,43 |
| 6 | Corina Dumbrăvean | Datei:Flag of Romania.svg ROU | 4:02,24 |
| 7 | Natalija Tobias | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 4:02,71 |
| 8 | Iryna Lischtschynska | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 4:04,98 |
Finale: 13. August, 15:55 Uhr
Wie in fast allen Rennen der Frauen wurde auch in dieser Entscheidung von Beginn an das Tempo forciert. Die zweimalige Weltmeisterin Tatjana Tomaschowa konnte nach Bronze in München 2002 nun auch Europameisterschaftsgold gewinnen. Die Bulgarin Daniela Jordanowa, Fünfte in München 2002, eroberte im Endspurt noch Platz drei und verhinderte einen russischen Dreifachsieg.
5000 m
| Platz | Athletin | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Marta Domínguez | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 14:56,18 CR |
| 2 | Lilija Schobuchowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 14:56,57 |
| 3 | Elvan Abeylegesse | Datei:Flag of Turkey.svg TUR | 14:59,29 |
| 4 | Joanne Pavey | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 15:01,41 |
| 5 | Wolha Krauzowa | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 15:06,47 |
| 6 | Sabrina Mockenhaupt | Datei:Flag of Germany.svg GER | 15:11,38 |
| 7 | Susanne Wigene | Datei:Flag of Norway.svg NOR | 15:11,79 |
| 8 | Krisztina Papp | Datei:Flag of Hungary.svg HUN | 15:16,85 |
Datum: 12. August, 17:15 Uhr
Von den acht Erstplatzierten hatten vier Läuferinnen fünf Tage zuvor bereits am 10.000-Meter-Lauf teilgenommen. Die 5000-Meter-Siegerin Marta Domínguez konnte ihren Titel von 2002 erfolgreich verteidigen. Die gebürtige Äthiopierin Elvan Abeylegesse hatte im Rennen über 10.000 Meter entkräftet aufgegeben, konnte sich aber hinreichend erholen, um nun die erste Medaille für die Türkei bei diesen Europameisterschaften zu gewinnen. Die Britin Jo Pavey hatte für die entscheidende Tempoverschärfung gesorgt, konnte aber als Vierte nicht in die Medaillenränge laufen.
10.000 m
| Platz | Athletin | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Inga Abitowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 30:31,42 |
| 2 | Susanne Wigene | Datei:Flag of Norway.svg NOR | 30:32,36 |
| 3 | Lidija Grigorjewa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 30:32,72 |
| 4 | Galina Bogomolowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 30:35,90 |
| 5 | Lornah Kiplagat | Datei:Flag of the Netherlands.svg NED | 30:37,26 |
| 6 | Jeļena Prokopčuka | Datei:Flag of Latvia.svg LAT | 30:38,78 NR |
| 7 | Marta Domínguez | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 30:51,69 NR |
| 8 | Sabrina Mockenhaupt | Datei:Flag of Germany.svg GER | 31:40,28 |
Datum: 7. August, 20:10 Uhr
Alle drei Medaillengewinnerinnen – die Russin Inga Abitowa, die Norwegerin Susanne Wigene und die Russin Lidija Grigorjewa – liefen persönliche Bestleistungen. Die viertplatzierte Galina Bogomolowa, ebenfalls aus Russland, und die Niederländerin Lornah Kiplagat erreichten jeweils neue Saisonbestzeiten. Die Lettin Jeļena Prokopčuka und die Spanierin Marta Domínguez stellten nationale Rekorde auf. Persönliche Saisonbestleistungen erreichten die achtplatzierte Deutsche Sabrina Mockenhaupt und ihre Landsfrau Irina Mikitenko auf dem neunten Platz. Die Schweizerin Mirja Jenni-Moser wurde mit persönlicher Bestleistung Siebzehnte.
Marathon
| Platz | Athletin | Land | Zeit (h) |
|---|---|---|---|
| 1 | Ulrike Maisch | Datei:Flag of Germany.svg GER | 2:30:01 |
| 2 | Olivera Jevtić | Datei:Flag of Serbia (2004-2010).svg SER | 2:30:27 |
| 3 | Irina Permitina | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 2:30:53 |
| 4 | Živilė Balčiūnaitė | Datei:Flag of Lithuania (1988–2004).svg LTU | 2:31:01 |
| 5 | Bruna Genovese | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 2:31:15 |
| 6 | Alewtina Biktimirowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 2:31:23 |
| 7 | Deborah Toniolo | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 2:31:31 |
| 8 | Giovanna Volpato | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 2:32:04 |
Datum: 12. August, 12:10 Uhr
Ulrike Maisch hatte 2002 den achten Platz belegt und war hier eigentlich nur als drittstärkste deutsche Läuferin eingeschätzt worden. Sie lief das Tempo der Spitzengruppe bei den ersten Beschleunigungen nach der Halbmarathonmarke nicht mit, konnte aber im Schlussabschnitt alle Läuferinnen überholen und die erste Goldmedaille im Marathon der Frauen für Deutschland gewinnen. Olivera Jevtić gewann die erste Medaille für Serbien bei diesen Europameisterschaften.
Marathon-Cup
| Platz | Land | Athletinnen | Zeit (h) |
|---|---|---|---|
| 1 | Datei:Flag of Italy.svg Italien | Bruna Genovese Deborah Toniolo Giovanna Volpato |
7:34:50 |
| 2 | Datei:Flag of Russia.svg Russland | Irina Permitina Alewtina Biktimirowa Nailja Julamanowa |
7:37:42 |
| 3 | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | Ulrike Maisch Claudia Dreher Susanne Hahn |
7:40:11 |
Im Marathonlauf gab es zusätzlich auch eine Teamwertung, für die die Zeiten der drei besten Läuferinnen je Nation addiert wurden. Die Wertung zählte allerdings nicht zum offiziellen Medaillenspiegel.
Nur drei Frauenteams kamen in die Wertung.
100 m Hürden
| Platz | Athletin | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Susanna Kallur | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 12,59 |
| 2 | Kirsten Bolm | Datei:Flag of Germany.svg GER | 12,72 |
| Derval O’Rourke | Datei:Flag of Ireland.svg IRL | 12,72 NR | |
| 4 | Glory Alozie | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 12,86 |
| 5 | Aurelia Trywiańska | Datei:Flag of Poland.svg POL | 12,90 |
| 6 | Alexandra Antonowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 12,93 |
| 7 | Jenny Kallur | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 12,94 |
| 8 | Adrianna Lamalle | Datei:Flag of France.svg FRA | 12,99 |
Finale: 11. August, 19:50 Uhr
Wind: +0,5 m/s
Susanna Kallur errang das erste Gold einer schwedischen Läuferin, seitdem 1982 Ann-Louise Skoglund den 400-Meter-Hürdenlauf gewonnen hatte. Da Susanna Kallurs Zwillingsschwester Jenny nur Siebte wurde, konnten die Kallur-Schwestern nicht den Erfolg der Brüder Mirosław Wodzyński und Leszek Wodzyński wiederholen, die als Geschwister im 110-Meter-Hürdenlauf bei den Europameisterschaften 1974 zwei Medaillen gewonnen hatten.
Zunächst wurde die Irin Derval O’Rourke mit Landesrekord als alleinige Zweitplatzierte geführt. Nach Auswertung der beiden Zielfotos legte die deutsche Mannschaft Protest ein, dem stattgegeben wurde. So bekam Kirsten Bolm ebenfalls Silber überreicht.
400 m Hürden
| Platz | Athletin | Land | Zeit (s) |
|---|---|---|---|
| 1 | Jewgenija Issakowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 53,93 |
| 2 | Faní Halkiá | Datei:Flag of Greece.svg GRE | 54,02 |
| 3 | Tetjana Tereschtschuk-Antipowa | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 54,55 |
| 4 | Claudia Marx | Datei:Flag of Germany.svg GER | 54,99 |
| 5 | Natalja Iwanowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 55,04 |
| 6 | Anna Jesień | Datei:Flag of Poland.svg POL | 55,16 |
| 7 | Tasha Danvers-Smith | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 55,56 |
| 8 | Anastassija Rabtschenjuk | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 55,74 |
Finale: 9. August, 20:10 Uhr
3000 m Hindernis
| Platz | Athletin | Land | Zeit (min) |
|---|---|---|---|
| 1 | Alessja Turawa | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 9:26,05 CR |
| 2 | Tatjana Petrowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 9:28,05 |
| 3 | Wioletta Janowska | Datei:Flag of Poland.svg POL | 9:31,62 |
| 4 | Ljubow Iwanowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 9:33,53 |
| 5 | Veerle Dejaeghere | Datei:Flag of Belgium (civil).svg BEL | 9:35,78 |
| 6 | Jelena Sidortschenkowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 9:38,05 |
| 7 | Ida Nilsson | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 9:39,24 NR |
| 8 | Zulema Fuentes-Pila | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 9:40,36 NR |
Finale: 12. August, 16:15 Uhr
Der 3000-Meter-Hindernislauf der Frauen wurde erstmals im Rahmen der Europameisterschaften ausgetragen. Die Siegerin Alessja Turawa lief persönliche Saisonbestleistung; sie ist die Schwester der Geherin Ryta Turawa, die hier in Göteborg das 20-km-Gehen gewann.
In den Qualifikationswettbewerben wurden gleich drei Landesrekorde verbessert, und zwar durch die Niederländerin Miranda Boonstra mit 9:45:87 min, die Italienerin Elena Romagnolo (9:52:38 min) und durch die Griechin Irini Kokkinariou (9:53:07 min). Romagnolo und Kokkinariou konnten sich jedoch nicht für das Finale qualifizieren. Im Finale gab es anschließend die beiden in der Ergebnisübersicht aufgelisteten weiteren Landesrekorde.
4 × 100 m Staffel
Finale: 13. August, 14:50 Uhr
Der Zieleinlauf in diesem Rennen war sehr übersichtlich, nachdem gleich drei Staffeln wegen Wechselfehlern das Ziel nicht erreichten. Die russische Mannschaft war allen anderen Teams deutlich überlegen; sie bestand im Finale ausschließlich aus Läuferinnen, die bei diesen Europameisterschaften im 100- oder im 200-Meter-Lauf Medaillen gewonnen hatten. Die schwedische Staffel, bestehend aus zwei Hürdenläuferinnen, einer Hochspringerin und einer Siebenkämpferin, hatte zwar die prominenteste Besetzung, die Wechsel waren jedoch nicht sicher und so erreichte das Team nur mit Glück das Ziel.
Die irische Staffel, die sich nicht für das Finale qualifizieren konnte, lief im Vorlauf mit 44,38 s Landesrekord.
4 × 400 m Staffel
Finale: 13. August, 16:15 Uhr
20 km Gehen
| Platz | Athletin | Land | Zeit (h) |
|---|---|---|---|
| 1 | Ryta Turawa | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 1:27:08 |
| 2 | Olga Kaniskina | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 1:28:35 |
| 3 | Elisa Rigaudo | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 1:28:37 |
| 4 | Kjersti Plätzer | Datei:Flag of Norway.svg NOR | 1:28:45 |
| 5 | Claudia Ștef | Datei:Flag of Romania.svg ROU | 1:29:27 |
| 6 | Sabine Zimmer | Datei:Flag of Germany.svg GER | 1:29:56 |
| 7 | Sylwia Korzeniowska | Datei:Flag of Poland.svg POL | 1:30:31 NR |
| 8 | Vera Santos | Datei:Flag of Portugal.svg POR | 1:30:41 |
Datum: 9. August, 17:15 Uhr
Ryta Turawa setzte sich bereits im Stadion unmittelbar nach dem Start deutlich von allen Verfolgerinnen ab und ging zu einem in keiner Phase des Wettbewerbs gefährdeten Start-Ziel-Sieg. Ryta Turawa ist die Schwester von Alesja Turawa, die in Göteborg den 3000-Meter-Hindernislauf gewann. Die siebtplatzierte Polin Sylwia Korzeniowska stellte einen neuen Landesrekord auf. Sie ist die jüngere Schwester des erfolgreichen Gehers Robert Korzeniowski, der bei Europameisterschaften 1998 und 2002 den Titel im 50-km-Gehen errungen hatte.
Hochsprung
| Platz | Athletin | Land | Höhe (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Tia Hellebaut | Datei:Flag of Belgium (civil).svg BEL | 2,03 CR/NR |
| 2 | Wenelina Wenewa | Datei:Flag of Bulgaria.svg BUL | 2,03 CR |
| 3 | Kajsa Bergqvist | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 2,01 |
| 4 | Blanka Vlašić | Datei:Flag of Croatia.svg CRO | 2,01 |
| 5 | Jelena Slessarenko | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 1,99 |
| 6 | Iryna Mychaltschenko | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 1,95 |
| 7 | Jekaterina Sawtschenko | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 1,95 |
| Anna Tschitscherowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 1,95 |
Finale: 11. August, 18:30 Uhr
Vor heimischem Publikum galt die Titelverteidigerin Kajsa Bergqvist als hohe Favoritin, aber in einem hochklassigen Wettkampf mit vier Springerinnen über 2,01 m musste sie sich wie ihr Landsmann Stefan Holm im Männerhochsprung mit Bronze begnügen. Es siegte die Siebenkämpferin Tia Hellebaut, die im Finale zwei Landesrekorde aufstellen konnte. Im letzten Sprung der Konkurrenz scheiterte die Bulgarin Wenelina Wenewa knapp an 2,05 m und verpasste so das erste Hochsprunggold bei Europameisterschaften nach Stefka Kostadinowa 1986 für Bulgarien.
Deirdre Ryan sprang in der Qualifikation mit 1,92 m irischen Landesrekord, kam im Finale jedoch nicht mehr in diese Bereiche und wurde Dreizehnte.
Stabhochsprung
| Platz | Athletin | Land | Höhe (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Jelena Issinbajewa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 4,80 CR |
| 2 | Monika Pyrek | Datei:Flag of Poland.svg POL | 4,65 |
| 3 | Tatjana Polnowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 4,65 |
| 4 | Swetlana Feofanowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 4,50 |
| 5 | Martina Strutz | Datei:Flag of Germany.svg GER | 4,50 |
| 6 | Silke Spiegelburg | Datei:Flag of Germany.svg GER | 4,50 |
| 7 | Naroa Agirre | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 4,45 |
| 8 | Róza Kasprzak | Datei:Flag of Poland.svg POL | 4,40 |
Finale: 12. August, 15:00 Uhr
Titelverteidigerin Swetlana Feofanowa hatte bei 4,60 m ihren ersten Fehlversuch und pokerte anschließend. Sie konnte aber keinen gültigen Sprung mehr erzielen und blieb medaillenlos. Die Zweite von 2002 und Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa stieg erst bei 4,60 m ein. Nachdem sie mit übersprungenen 4,80 m Gold sicher hatte, versuchte sie sich dreimal chancenlos an der neuen Weltrekordhöhe von 5,02 m. Ob sie selber angesichts des Regens wirklich mit einer Chance auf den Rekord rechnete oder ob sie nur dem Publikum einen Gefallen erweisen wollte, blieb unklar.
Weitsprung
| Platz | Athletin | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Ljudmila Koltschanowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 6,93 |
| 2 | Naide Gomes | Datei:Flag of Portugal.svg POR | 6,84 w |
| 3 | Oxana Udmurtowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 6,69 w |
| 4 | Wiktorija Rybalko | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 6,62 |
| 5 | Adina Anton | Datei:Flag of Romania.svg ROU | 6,54 |
| 6 | Carolina Klüft | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 6,54 |
| 7 | Niurka Montalvo | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 6,50 |
| 8 | Natalja Lebussowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 6,49 |
Finale: 13. August, 15:15 Uhr
Im Finale stand mit der Ungarin Tünde Vaszi nur eine Springerin, die bei den Europameisterschaften 2002 den Endkampf erreicht hatte. Sie schied jedoch als Neunte im Vorkampf aus. Die beiden favorisierten Russinnen erreichten am Ende die Medaillenränge, wurden aber von der Portugiesin Naide Gomes bedrängt. Gomes hatte zwar in der Halle schon Medaillen gewonnen, errang jedoch hier mit Silber die erste Medaille in einem Sprungwettbewerb für Portugal bei Freilufteuropameisterschaften überhaupt.
Dreisprung
| Platz | Athletin | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Tatjana Lebedewa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 15,15 CR |
| 2 | Hrisopiyí Devetzí | Datei:Flag of Greece.svg GRE | 15,05 |
| 3 | Anna Pjatych | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 15,02 |
| 4 | Olha Saladucha | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 14,38 |
| 5 | Olessja Bufalowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 14,23 |
| 6 | Teresa Marinowa | Datei:Flag of Bulgaria.svg BUL | 14,20 |
| 7 | Adelina Gavrilă | Datei:Flag of Romania.svg ROU | 14,19 |
| 8 | Natallja Safronawa | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 14,13 |
Finale: 9. August, 17:45 Uhr
Im ersten Versuch des Wettbewerbs erzielte Chrysopigi Devetzi mit 15,05 m persönliche Saisonbestleistung. Die beiden favorisierten Russinnen Anna Pjatych und Tatjana Lebedewa rückten allerdings mit jedem Durchgang näher. Mit ihrem letzten Sprung gelang es Lebedewa, die Griechin zu überholen und Europameisterin zu werden.
Kugelstoßen
| Platz | Athletin | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Natallja Charaneka | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 19,43 |
| 2 | Petra Lammert | Datei:Flag of Germany.svg GER | 19,17 |
| 3 | Olga Rjabinkina | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 19,02 |
| 4 | Assunta Legnante | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 18,83 |
| 5 | Nadine Kleinert | Datei:Flag of Germany.svg GER | 18,47 |
| 6 | Irina Chudoroschkina | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 18,44 |
| 7 | Chiara Rosa | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 18,23 |
| 8 | Krystyna Zabawska | Datei:Flag of Poland.svg POL | 17,99 |
Finale: 12. August, 13:35 Uhr
Im ersten Versuch ging Nadine Kleinert in Führung, konnte sich aber danach nicht mehr steigern. Petra Lammert übernahm mit 19,06 m im zweiten Durchgang die Spitze. Im Endkampf wurde sie von der amtierenden Hallenweltmeisterin Natallja Charaneka aus Belarus überholt, behauptete jedoch bis zum Schluss den Silberrang. Nadine Kleinert wurde schließlich Fünfte. In einem an Höhepunkten armen Wettbewerb – was sicherlich auch durch das Wetter bedingt war – übertraf einzig die viertplatzierte Italienerin Assunta Legnante ihre persönliche Jahresbestleistung.
Mit der Russin Nadseja Astaptschuk gab es in dieser Disziplin einen Dopingfall. Die Athletin wurde in ihrer Laufbahn mehrfach des Dopingbetrugs überführt mit entsprechenden Konsequenzen unter anderem in Form der Aberkennung erzielter Resultate. Dazu gehörten ihr Titel bei den Weltmeisterschaften 2005, ihr zweiter Rang bei den Europameisterschaften 2006 und ihr Olympiasieg 2012.<ref name="DopAstap" />
Diskuswurf
| Platz | Athletin | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Darja Pischtschalnikowa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 65,55 |
| 2 | Franka Dietzsch | Datei:Flag of Germany.svg GER | 64,35 |
| 3 | Nicoleta Grasu | Datei:Flag of Romania.svg ROU | 63,58 |
| 4 | Kateryna Karsak | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 62,45 |
| 5 | Wioletta Potępa | Datei:Flag of Poland.svg POL | 61,78 |
| 6 | Elina Swerawa | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 61,72 |
| 7 | Věra Pospíšilová-Cechlová | Datei:Flag of the Czech Republic.svg CZE | 60,71 |
| 8 | Dragana Tomašević | Datei:Flag of Serbia (2004-2010).svg SER | 60,20 |
Finale: 10. August, 19:30 Uhr
Die Teilnehmerliste wies einige Werferinnen mit jahrelanger Erfahrung auf. Die zehntplatzierte Belarussin Iryna Jattschanka (vierzig Jahre) und die sechstplatzierte Belarussin Elina Swerawa (45 Jahre) waren beide schon bei den Europameisterschaften 1990 für die Sowjetunion im Ring gewesen. Die Deutsche Franka Dietzsch (38 Jahre) und die Rumänin Nicoleta Grasu (34 Jahre) erreichten wie bereits 1998 das Siegerpodest. Franka Dietzsch ging als Weltjahresbeste favorisiert in den Wettkampf, wurde ihrer Rolle jedoch nicht ganz gerecht. Die 21-jährige Siegerin Darja Pischtschalnikowa – sie warf persönliche Bestleistung – ist seit 2001 erfolgreich, als sie Jugendeuropameisterin und Jugendvizeweltmeisterin wurde.
Die achtplatzierte Serbin Dragana Tomašević stellte in der Qualifikation mit 63,63 m einen neuen Landesrekord auf. Im Finale blieb sie mehr als drei Meter hinter dieser Weite und kam auf den achten Platz.
Auch im Diskuswurf wurde eine Athletin des Dopingmissbrauchs überführt. Das Resultat der zunächst neuntplatzierten Belarussin Iryna Jattschanka wurde wie auch ihr dritter Rang bei den Olympischen Spielen 2004 gestrichen.<ref name="DopJatts" />
Hammerwurf
| Platz | Athletin | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Tatjana Lyssenko | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 76,67 CR |
| 2 | Gulfija Chanafejewa | Datei:Flag of Russia.svg RUS | 74,50 |
| 3 | Kamila Skolimowska | Datei:Flag of Poland.svg POL | 72,58 |
| 4 | Maryja Smaljatschkowa | Datei:Flag of Belarus (1995-2012).svg BLR | 71,87 |
| 5 | Betty Heidler | Datei:Flag of Germany.svg GER | 70,89 |
| 6 | Kathrin Klaas | Datei:Flag of Germany.svg GER | 70,59 |
| 7 | Clarissa Claretti | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 69,78 |
| 8 | Iryna Sekatschowa | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 69,08 |
Finale: 8. August, 19:30 Uhr
Speerwurf
| Platz | Athletin | Land | Weite (m) |
|---|---|---|---|
| 1 | Steffi Nerius | Datei:Flag of Germany.svg GER | 65,82 |
| 2 | Barbora Špotáková | Datei:Flag of the Czech Republic.svg CZE | 65,64 |
| 3 | Mercedes Chilla | Datei:Flag of Spain.svg ESP | 61,98 |
| 4 | Christina Obergföll | Datei:Flag of Germany.svg GER | 61,89 |
| 5 | Christina Scherwin | Datei:Flag of Denmark.svg DEN | 61,81 |
| 6 | Rumjana Karapetrowa | Datei:Flag of Bulgaria.svg BUL | 61,78 |
| 7 | Barbara Madejczyk | Datei:Flag of Poland.svg POL | 59,92 |
| 8 | Annika Suthe | Datei:Flag of Germany.svg GER | 58,25 |
Finale: 13. August, 14:35 Uhr
Bereits in der Qualifikation waren Barbora Špotáková und Steffi Nerius allen anderen Teilnehmerinnen deutlich überlegen gewesen. Die Tschechin hatte dabei mit 66,12 m sogar einen neuen Landesrekord aufgestellt. Im Finale ging die Tschechin gleich in Führung, konnte sich aber nicht mehr steigern. Nerius übernahm die Spitze im fünften Durchgang und gewann mit ihrer Saisonbestleistung bei ihrer dritten Finalteilnahme ihre erste Goldmedaille. Ebenso spannend verlief der Kampf um die Bronzemedaille, den überraschend die Spanierin Mercedes Chilla für sich entschied. Sie warf ebenfalls ihre Saisonbestleistung und errang als erste Spanierin überhaupt eine Medaille in einer Wurfdisziplin.
Siebenkampf
| Platz | Athletin | Land | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | Carolina Klüft | Datei:Flag of Sweden.svg SWE | 6740 CR |
| 2 | Karin Ruckstuhl | Datei:Flag of the Netherlands.svg NED | 6423 NR |
| 3 | Lilli Schwarzkopf | Datei:Flag of Germany.svg GER | 6420 |
| 4 | Jennifer Oeser | Datei:Flag of Germany.svg GER | 6376 |
| 5 | Ljudmyla Blonska | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 6357 |
| 6 | Natalija Dobrynska | Datei:Flag of Ukraine.svg UKR | 6356 |
| 7 | Kelly Sotherton | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 6290 |
| 8 | Jessica Ennis | Datei:Flag of the United Kingdom.svg GBR | 6287 |
Datum: 7. und 8. August
Gewertet wurde nach der Punktetabelle von 1985.
Eindeutige Favoritin dieses Wettbewerbs war die schwedische Olympiasiegerin von 2004 und Weltmeisterin von 2005 Carolina Klüft, die am Ende eine neue persönliche Saisonbestleistung aufstellte. Die als stärkste Konkurrentin eingeschätzte Französin Eunice Barber musste nach zwei Disziplinen – in denen sie sehr gute Ergebnisse erreicht hatte – den Wettkampf offensichtlich wegen einer Verletzung beenden. In einem dramatischen Zieleinlauf bei der letzten Disziplin, dem 800-Meter-Lauf, verpasste die Deutsche Lilli Schwarzkopf um nur zwei Zehntelsekunden die Silbermedaille gegenüber der Niederländerin Karin Ruckstuhl. Beide beendeten den Wettkampf mit persönlichen Bestleistungen. Die Niederländerin verbesserte dabei auch ihren eigenen Landesrekord. Die zweite Deutsche Jennifer Oeser steigerte gleich in vier Disziplinen ihre jeweiligen Bestleistungen und damit auch ihre eigene Bestmarke im Gesamtergebnis um 125 Punkte. Die sechstplatzierte Ukrainerin Natalija Dobrynska und die Britin Jessica Ennis als Achte erzielten persönliche Saisonbestleistungen.
Weblinks
- Göteborg European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 7. Februar 2023
- Athletics European Championship 2006 Göteborg (SWE), todor66.com, abgerufen am 7. Februar 2023
- European Championships – Statistics Handbook Athletics, 20th European Athletics, Championships, Göteborg SWE 07–13 AUG 2006, Ullevi Stadium, S. 658–670, englisch (PDF, 30.741 KB), downloads.european-athletics.com, abgerufen am 7. Februar 2023
- Track and Field Statistics, XIX European Championship, Göteborg 2006, trackfield.brinkster.net (englisch), abgerufen am 7. Februar 2023
- 19. Leichtathletik-Europameisterschaften 2006 in Göteborg, Schweden, ifosta.de, abgerufen am 7. Februar 2023
Videolink
- Highlights der EM 2006, leichtathletik.de, abgerufen am 7. Februar 2023
Einzelnachweise
<references />
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Turin 1934 |
Paris/Wien 1938 |
Oslo 1946 |
Brüssel 1950 |
Bern 1954 |
Stockholm 1958 |
Belgrad 1962 |
Budapest 1966 |
Athen 1969 |
Helsinki 1971 |
Rom 1974 |
Prag 1978 |
Athen 1982 |
Stuttgart 1986 |
Split 1990 |
Helsinki 1994 |
Budapest 1998 |
München 2002 |
Göteborg 2006 |
Barcelona 2010 |
Helsinki 2012 |
Zürich 2014 |
Amsterdam 2016 |
Berlin 2018 |
Paris 2020 |
München 2022 |
Rom 2024 |
Birmingham 2026 |
Chorzów 2028
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Männer: 100 m | 200 m | 400 m | 800 m | 1500 m | 5000 m | 10.000 m | Marathon | 110 m Hürden | 400 m Hürden | 3000 m Hindernis | 4 × 100 m | 4 × 400 m | 20 km Gehen | 50 km Gehen | Hochsprung | Stabhochsprung | Weitsprung | Dreisprung | Kugelstoßen | Diskuswurf | Hammerwurf | Speerwurf | Zehnkampf
Frauen: 100 m | 200 m | 400 m | 800 m | 1500 m | 5000 m | 10.000 m | Marathon | 100 m Hürden | 400 m Hürden | 3000 m Hindernis | 4 × 100 m | 4 × 400 m | 20 km Gehen | Hochsprung | Stabhochsprung | Weitsprung | Dreisprung | Kugelstoßen | Diskuswurf | Hammerwurf | Speerwurf | Siebenkampf Vorlage:Klappleiste/Ende