Blanka Vlašić
Blanka Vlašić [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] (* 8. November 1983 in Split, SR Kroatien, SFR Jugoslawien) ist eine ehemalige kroatische Leichtathletin. Sie wurde 2007 und 2009 Weltmeisterin und 2010 Europameisterin im Hochsprung.
Werdegang
Blanka Vlašić wuchs an der kroatischen Adriaküste in Split (damals Teil von Jugoslawien) auf.
Sie ist die Tochter von Joško Vlašić, der seit 1984 den kroatischen Zehnkampflandesrekord hält. Die Tochter wurde nach der marokkanischen Stadt Casablanca benannt, in der ihr Vater 1983 rund um ihren Geburtstermin an den Mittelmeerspielen teilnahm.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Herkunft des Namens ( vom 23. September 2012 im Internet Archive)</ref>
Bereits als 16-Jährige schaffte sie es, 1,93 m zu überspringen. Ihre persönliche Bestleistung liegt bei 2,08 m, die sie am 31. August 2009 aufstellte (gleichzeitig kroatischer Landesrekord). Bisher sprangen bei Freiluftveranstaltungen nur Stefka Kostadinowa (2,09 m) und Jaroslawa Mahutschich (2,10ü m) höher.<ref>Ewige Bestenliste der WA</ref> In der Halle gelangen Kajsa Bergqvist auch 2,08 m. Vlašić ist 1,93 m groß.<ref>Athletenporträt der WA</ref>
Trainiert wird sie von ihrem Vater und dem ehemaligen Hochspringer Bojan Marinović.
2007 und 2010 wurde sie vom Europäischen Leichtathletikverband zu Europas Leichtathletin des Jahres gewählt.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Würdigung auf der Website ( vom 3. Juli 2009 im Internet Archive) der EAA</ref><ref>Christian Fuchs: Jessica Ennis ist Europas Athletin des Jahres, www.leichtathletik.de 4. Oktober 2012</ref> In Deutschland gelangte sie zu größerer Popularität durch ihre Konkurrenz zu der deutschen Athletin Ariane Friedrich, mit der sie sich mehrere spannende Duelle lieferte.<ref>Süddeutsche Zeitung vom 20. August 2009</ref><ref>Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. August 2009</ref>
Schon in ihrer Juniorenzeit war Vlašić recht erfolgreich. Sie ist zweifache Juniorenweltmeisterin. Im Alter von 17 Jahren gewann sie zunächst im Jahr 2000 in Santiago de Chile mit einer Höhe von 1,91 m und dann zwei Jahre später auch in Kingston mit übersprungenen 1,96 m.
Olympische Spiele 2000 und 2004
Außerdem nahm sie schon mit jungen Jahren an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen teil, jeweils ohne das Finale zu erreichen. Bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg wurde sie mit einer Höhe von 2,01 m Vierte. Sie hält damit den Rekord des höchsten Sprungs bei Meisterschaften, der nicht zu einem Medaillengewinn reichte.
In der Saison 2007 sprang Vlašić bei zwölf von dreizehn Freiluftveranstaltungen über zwei Meter und unternahm mehrere Versuche, den Weltrekord von Stefka Kostadinowa, der bei 2,09 m steht, zu verbessern. Vlašić überzeugte in dieser Saison vor allem durch ihre Beständigkeit. Bei den Weltmeisterschaften in Osaka gewann sie am 2. September 2007 schließlich Gold mit einer übersprungenen Höhe von 2,05 m.
Olympische Spiele 2008
Nach 34 Siegen in Folge seit Juni 2007 ging Vlašić als Favoritin zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Dort unterlag sie allerdings der Belgierin Tia Hellebaut, die 2,05 m im ersten Versuch genommen hatte, während Vlašić dafür zwei Versuche benötigte und die Silbermedaille gewann.
Bei den Weltmeisterschaften in Berlin gewann sie am 20. August 2009 die Goldmedaille mit einem Sprung über 2,04 m. Ein Jahr später errang Vlašić bei den Europameisterschaften in Barcelona ebenfalls Gold, als sie mit übersprungenen 2,03 m ihre Konkurrentinnen überbot. Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu gewann sie Silber. Aufgrund der fehlenden Form nach einer Operation an der linken Achillessehne 2012 musste sie kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in London ihre Teilnahme absagen.<ref>Friedrich-Rivalin: Kroatiens Hochsprungstar Vlasic sagt Olympia ab bei welt.de, abgerufen am 8. August 2012.</ref> Auch an den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau konnte sie verletzungsbedingt nicht teilnehmen.<ref>Nach sieben Monaten: Hochspringerin Vlasic gibt ihr Comeback</ref>
Bei den Weltmeisterschaften 2015 in Peking gewann sie die Silbermedaille. Wie die beiden anderen Medaillengewinnerinnen übersprang sie 2,01 m.
Olympische Spiele 2016
Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gewann sie mit einer übersprungenen Höhe von 1,97 m die Bronzemedaille.<ref>Hochsprung: Ruth Beitia gewinnt bei Sport1.de, abgerufen am 21. August 2016</ref>
Am 19. Juli 2017 musste Vlašić ihren geplanten Start bei den Weltmeisterschaften in London wegen Fußschmerzen absagen. Sie kündigte aber an, bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio nochmals starten zu wollen.
Im Februar 2021 beendete Vlašić, die aus gesundheitlichen Gründen seit den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro keinen Wettkampf mehr bestritten hatte, ihre aktive Karriere.<ref>Hochsprung-Star Vlasic hört auf. In: sport1.de. 19. Februar 2021, abgerufen am 19. Februar 2021.</ref><ref>Deutsche Presse-Agentur (dpa): Nach vier Jahren voller Verletzungen: Blanka Vlasic beendet Karriere, Hochsprung-Star, auf: leichtathletik.de, vom 20. Februar 2021, abgerufen am 20. Februar 2021.</ref>
Persönliches
Blanka Vlašić war mit dem französischen Handballprofi Nikola Karabatić liiert.<ref>Porträt von Blanka Vlašić bei spox.com, abgerufen am 6. Januar 2012</ref> Sie ist mit dem belgischen TV-Moderator Ruben Van Gucht verlobt.<ref>Bekanntgabe der Verlobung auf Instagram. Abgerufen am 11. August 2022.</ref> Ihr jüngerer Bruder ist der Fußballspieler Nikola Vlašić (* 1997). Sie lebt in ihrem Geburtsort Split.
Sportliche Erfolge
| Jahr | Veranstaltung | Ort | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 2000 | Juniorenweltmeisterschaften | Datei:Flag of Chile.svg Santiago | 1. |
| 2001 | Weltmeisterschaften | Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Edmonton | 6. |
| Mittelmeerspiele | Datei:Flag of Tunisia.svg Tunis | 1. | |
| 2002 | Juniorenweltmeisterschaften | Datei:Flag of Jamaica.svg Kingston | 1. |
| Europameisterschaften | Deutschland München | 5. | |
| 2003 | Hallenweltmeisterschaften | Vereinigtes Königreich Birmingham | 4. |
| Weltmeisterschaften | Frankreich Paris | 7. | |
| Weltfinale | Datei:Flag of Monaco.svg Monaco | 4. | |
| 2004 | Hallenweltmeisterschaften | Datei:Flag of Hungary.svg Budapest | 3. |
| Olympische Spiele | Datei:Flag of Greece.svg Athen | 11. | |
| 2006 | Hallenweltmeisterschaften | Russland Moskau | 2. |
| Europameisterschaften | Schweden Göteborg | 4. | |
| Weltfinale | Deutschland Stuttgart | 6. | |
| 2007 | Halleneuropameisterschaften | Vereinigtes Königreich Birmingham | 5. |
| Weltmeisterschaften | Japan Osaka | 1. | |
| Weltfinale | Deutschland Stuttgart | 1. | |
| 2008 | Hallenweltmeisterschaften | Spanien Valencia | 1. |
| Olympische Spiele | Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Peking | 2. | |
| Weltfinale | Deutschland Stuttgart | 1. | |
| 2009 | Weltmeisterschaften | Deutschland Berlin | 1. |
| Weltfinale | Datei:Flag of Greece.svg Thessaloniki | 1. | |
| 2010 | Hallenweltmeisterschaften | Datei:Flag of Qatar.svg Doha | 1. |
| Europameisterschaften | Spanien Barcelona | 1. | |
| 2011 | Weltmeisterschaften | Datei:Flag of South Korea.svg Daegu | 2. |
| 2015 | Weltmeisterschaften | Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Peking | 2. |
| 2016 | Olympische Spiele | Datei:Flag of Brazil.svg Rio de Janeiro | 3. |
Auszeichnungen
- Europas Leichtathletin des Jahres 2007, 2010
- Europas Sportlerin des Jahres (UEPS) 2009, 2010
- Welt-Leichtathletin des Jahres 2010
- „Track & Field Athlete of the Year“ des Magazins Track & Field 2010
- Kroatiens Sportlerin des Jahres 2004, 2007, 2008, 2009, 2010
Weblinks
- Blanka Vlašić in der Datenbank von World Athletics (englisch)
- Vorlage:Olympedia
Einzelnachweise
<references />
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1983: Tamara Bykowa | 1987: Stefka Kostadinowa | 1991: Heike Henkel | 1993: Ioamnet Quintero | 1995: Stefka Kostadinowa | 1997: Hanne Haugland | 1999: Inha Babakowa | 2001: Hestrie Cloete | 2003: Hestrie Cloete | 2005: Kajsa Bergqvist | 2007: Blanka Vlašić | 2009: Blanka Vlašić | 2011: Anna Tschitscherowa | 2013: Brigetta Barrett | 2015: Marija Kutschina | 2017: Marija Lassizkene | 2019: Marija Lassizkene | 2022: Eleanor Patterson | 2023: Jaroslawa Mahutschich | 2025: Nicola Olyslagers
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Hallenweltmeisterinnen im HochsprungVorlage:Klappleiste/Anfang 1938: Ibolya Csák | 1946: Anne-Marie Colchen | 1950: Sheila Alexander | 1954: Thelma Hopkins | 1958: Iolanda Balaș | 1962: Iolanda Balaș | 1966: Taissija Tschentschik | 1969: Milena Rezková | 1971: Ilona Gusenbauer | 1974: Rosemarie Witschas | 1978: Sara Simeoni | 1982: Ulrike Meyfarth | 1986: Stefka Kostadinowa | 1990: Heike Henkel | 1994: Britta Bilač | 1998: Monica Dinescu | 2002: Kajsa Bergqvist | 2006: Tia Hellebaut | 2010: Blanka Vlašić | 2012: Ruth Beitia | 2014: Ruth Beitia | 2016: Ruth Beitia | 2018: Marija Lassizkene | 2022: Jaroslawa Mahutschich | 2024: Jaroslawa Mahutschich Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vlašić, Blanka |
| KURZBESCHREIBUNG | kroatische Leichtathletin (Hochsprung) |
| GEBURTSDATUM | 8. November 1983 |
| GEBURTSORT | Split, SR Kroatien, SFR Jugoslawien |
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