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Linda Stahl

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Linda Stahl Vorlage:SportPicto

Datei:Linda Stahl Keien Meeting 2011.jpg
Linda Stahl (2011)

Nation DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag 2. Oktober 1985 (40 Jahre)
Geburtsort Deutschland
Größe 175 cm
Gewicht 75 kg
Beruf Ärztin
Karriere
Disziplin Speerwurf
Bestleistung 67,32 m
Verein TSV Bayer 04 Leverkusen
Trainer Helge Zöllkau
Status zurückgetreten
Karriereende 18. August 2016
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
U23-Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Bronze London 2012 64,91 m
 Europameisterschaften
Gold Barcelona 2010 66,81 m
Bronze Helsinki 2012 63,69 m
Bronze Zürich 2014 63,91 m
Silber Amsterdam 2016 65,25 m
 U23-Europameisterschaften
Gold Debrecen 2007 62,17 m
letzte Änderung: 9. Juli 2016

Linda Stahl (* 2. Oktober 1985 in Steinheim) ist eine ehemalige deutsche Speerwerferin. Ihre größten Erfolge sind der Sieg bei den Europameisterschaften in Barcelona 2010, der Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London und der Titelgewinn bei den U23-Europameisterschaften 2007 in Debrecen.

Leben

Von 2006 bis 2014 absolvierte Linda Stahl ein Studium der Medizin, zunächst in Münster und dann an der Universität zu Köln.<ref>Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes Dr. Michael Vesper besuchte Speerwerferin Linda Stahl im Klinikum. In: leverkusen.com. 22. Juni 2013, abgerufen am 27. Juni 2013.</ref><ref>Bauer und Stahl mit zweiten Plätzen</ref> Unterstützt war sie dabei durch die Förderungsmöglichkeiten der „Dualen Karriere“.<ref name=dersch>Alexandra Dersch: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Linda Stahl beendet hochdekorierte und geerdete Karriere (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Juni 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.leichtathletik.de, Leute, auf: leichtathletik.de, vom 26. August 2016, abgerufen am 26. August 2016.</ref> 2020 wurde sie an der Universität Witten-Herdecke mit einer Arbeit über Sportverletzungen zum Dr. med. promoviert.

Linda Stahl startete seit 2003 für den TSV Bayer 04 Leverkusen. Dort trainierte sie zusammen mit Katharina Molitor bei Helge Zöllkau. Zuvor war sie in ihrem Heimatverein LG Lippe-Süd aktiv.

Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka warf sie in der Qualifikation im ersten Versuch mit 62,80 m Bestleistung und kam im Finale mit einer Weite von 61,03 m auf Platz acht. In der Saison 2008 warf sie bereits am 17. Januar 2008 in Köln 62,34 m und zeigte damit eine gute Frühform in der Olympiasaison. Im weiteren Verlauf hatte sie Rückenprobleme (Bandscheibenvorfall im Frühjahr), so dass sie trotz konstanter Leistungen die Olympianorm von 60,50 Metern im Qualifikationszeitraum um zwei Zentimeter verfehlte. Bei den Deutschen Meisterschaften 2008 wurde sie mit einer Weite von 60,18 m Dritte. Erst nach Ablauf der Qualifikationsfrist für die Olympischen Spiele in Peking warf sie den Speer 66,06 m weit und verbesserte damit ihre persönliche Bestleistung um über drei Meter. Obwohl sie sich damit zu diesem Zeitpunkt an die dritte Stelle der Jahresweltbestenliste hinter Barbora Špotáková und Christina Obergföll schob<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Mariya Abakumova verdrängt Linda Stahl.] leichtathletik.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2008 (deutsch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> – nur Marija Abakumowa und Steffi Nerius setzten sich im Laufe der Saison noch vor sie<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig IAAF Toplist 2008.] iaaf.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2008 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>, konnte sie sich nicht mehr für die Olympischen Spiele qualifizieren.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Linda Stahl – Büffeln statt Olympia.] leichtathletik.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2008 (deutsch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Im Weltmeisterschaftsjahr 2009 übertraf sie früh in der Saison gleich mehrmals die Weltmeisterschaftsnorm von 61 Metern und qualifizierte sich damit für die Weltmeisterschaften in Berlin. Dort legte sie bereits in der Qualifikationsrunde mit 63,86 m im ersten Versuch als beste Deutsche vor, im Finale belegte Stahl mit einer Weite von 63,23 m schließlich den sechsten Platz.

Am 29. Juli 2010 wurde Linda Stahl mit einer Weite von 66,81 m Europameisterin bei den Europameisterschaften 2010 in Barcelona.<ref name="focus-536016">SID: Leichtathletik – EM: Speerwurf-Doppelsieg durch Stahl und Obergföll. In: Focus Online. 29. Juli 2010, abgerufen am 14. Oktober 2018.</ref> Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu konnte sie wegen einer Verletzung nicht antreten.

Am 7. Juni 2012 übertraf Linda Stahl mit 62,33 m beim Leichtathletik-Meeting in Rhede die Olympianorm und sicherte sich damit die Nominierung zu den Olympischen Spielen 2012 in London.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Olympianorm für Linda Stahl in Rhede (Memento vom 7. April 2014 im Internet Archive)</ref> Bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki wurde sie mit 63,69 m Dritte.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse EM 2012 (Memento vom 1. Juli 2012 im Internet Archive)</ref> Bei den Olympischen Spielen errang sie mit 64,91 m die Bronzemedaille hinter der Olympiasiegerin Barbora Špotáková aus Tschechien und Christina Obergföll. Mit 64,78 m belegte sie den vierten Platz bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau.

2015 erreichte Linda Stahl bei den Weltmeisterschaften in Peking den zehnten Platz.

2016 wurde sie Vizeeuropameisterin in Amsterdam, und kam bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro trotz einer Verletzung<ref name=dersch /> auf den elften Platz.

Am 18. August 2016 beendete Stahl im Olympiastadion Rio de Janeiro ihre Karriere als Speerwerferin.<ref name=dersch />

Ehrungen

Politik

Am 28. Februar 2012 wählte der Nordrhein-Westfälische Landtag Stahl auf Vorschlag der SPD in die 15. Bundesversammlung zur Wahl des elften Bundespräsidenten am 18. März 2012. Auch für die 16. Bundesversammlung zur Wahl des zwölften Bundespräsidenten am 12. Februar 2017 wurde sie auf demselben Weg gewählt.

Funktionen

Im März 2018 wurde Stahl in das Präsidium des Neusser Sportfördervereins „Partner für Sport und Bildung“ (PSB) gewählt und soll als Vizepräsidentin den engen Kontakt zu den Aktiven pflegen.<ref>Europameisterin engagiert sich in der Sportförderung, Rhein-Kreis Neuss, auf: rp-online.de, vom 20. März 2018, abgerufen am 21. März 2018.</ref>

Weblinks

Commons: Linda Stahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1938: Lisa Gelius | 1946: Klawdija Majutschaja | 1950: Natalja Smirnizkaja | 1954: Dana Zátopková | 1958: Dana Zátopková | 1962: Elvīra Ozoliņa | 1966: Marion Lüttge | 1969: Angéla Ránky | 1971: Daniela Jaworska | 1974: Ruth Fuchs | 1978: Ruth Fuchs | 1982: Anna Verouli | 1986: Fatima Whitbread | 1990: Päivi Alafrantti | 1994: Trine Hattestad | 1998: Tanja Damaske | 2002: Mirela Manjani | 2006: Steffi Nerius | 2010: Linda Stahl | 2012: Wira Rebryk | 2014: Barbora Špotáková | 2016: Tazzjana Chaladowitsch | 2018: Christin Hussong | 2022: Elina Tzengko | 2024: Victoria Hudson Vorlage:Klappleiste/Ende

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