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Freie Wähler (Partei)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Freie Wähler
colspan="2" class="notheme" style="padding: 1em 0; text-align: center; background-color:#Vorlage:Standardfarbe;"| Logo der Freien Wähler
Hubert Aiwanger (2023)
Partei­vorsitzender Hubert Aiwanger<ref>Bundesvorsitzender. Abgerufen am 25. August 2022.</ref>
General­sekretär Gregor Voht
Stell­vertretende Vorsitzende Manfred Petry
Engin Eroglu
Sylvia Rolke
Kerstin Haimerl-Kunze
Joachim Streit
Bundes­geschäfts­führer Arnold Hansen
Bundes­schatz­meisterin Christa Hudyma
Gründung 24. Januar 2009
Gründungs­ort Würzburg
Haupt­sitz Mühlenstraße 13
27777 Ganderkesee
Jugend­organisation Junge Freie Wähler (JFW)
Aus­richtung Gesellschaftspolitischer Konservatismus
Bürgerlicher Liberalismus<ref>Sandra Plümer: FREIE WÄHLER. 2. September 2021, abgerufen am 25. August 2022.</ref>
Regionalismus<ref>Lisa Peyer, Jörg Hebenstreit, Dr. Tim Niendorfer: FREIE WÄHLER. 15. August 2022, abgerufen am 25. August 2022.</ref>
Direkte Demokratie<ref>Lisa Peyer: Freie Wähler. In: Parteien in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 6. April 2019.</ref>
Farbe(n) Blau, Orange
Bundestagssitze
0/630
Sitze in Landtagen
41/1891
Staatliche Zuschüsse 3.242.760,21 Euro (2025)<ref>Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2025. Deutscher Bundestag, 31. Januar 2026, abgerufen am 1. März 2026.</ref>
Mitglieder­zahl 8.700 (Stand: Februar 2025)<ref name="Mitglieder">Tom Höpfner: Freie Wähler. Bundeszentrale für politische Bildung, 6. Februar 2025, abgerufen am 10. Juni 2025.</ref>
Mindest­alter 14 Jahre
Europaabgeordnete
3/96
Europapartei Europäische Demokratische Partei (EDP)
EP-Fraktion Renew Europe (RE)
Website www.freiewaehler.eu
Datei:FW Landtage.svg
Länder, in denen die Freien Wähler im Landesparlament sind
  • als Oppositionspartei im Landesparlament vertreten
  • als kleiner Koalitionspartner an der Landesregierung beteiligt
  • Die Freien Wähler (Eigenschreibweise FREIE WÄHLER) sind eine politische Partei in Deutschland. Zur Unterscheidung von anderen Organisationen gleichen Namens wird sie auch als Bundesvereinigung Freie Wähler bezeichnet.

    Die Bundesvereinigung wurde im Januar 2009 gegründet.<ref>Oskar Niedermayer (Hrsg.): Handbuch Parteienforschung. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-531-18932-1, S. 649.</ref> Sie entstand aus der Mitte des Bundesverbands der Freien Wähler, eines Dachverbands kommunaler Wählergruppen. Ihre Ausrichtung wird als „liberal-konservativ“ bezeichnet, wobei ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der kommunalen Selbstverwaltung liegt.

    Die Freien Wähler sind seit 2008 im Bayerischen Landtag und seit 2021 im Landtag Rheinland-Pfalz vertreten.<ref>Vertretung. In: wahlen2021.rlp.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2021; abgerufen am 25. August 2022.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen2021.rlp.de</ref> Seit 2018 sind die Freien Wähler an der Bayerischen Staatsregierung beteiligt und stellen mit Hubert Aiwanger, der gleichzeitig auch Bundesvorsitzender ist, den stellvertretenden Bayerischen Ministerpräsidenten. Überregional war die Partei ab 2014 im Europäischen Parlament mit Ulrike Müller vertreten, 2019 wurde außerdem Engin Eroglu gewählt. Seit der Wahl 2024 sitzen mit Eroglu, Joachim Streit und Christine Singer drei Abgeordnete für die Partei im Parlament, die dort der liberalen Fraktion Renew Europe angehören. Auf europäischer Ebene sind die Freien Wähler Mitglied der Europäischen Demokratischen Partei (EDP). Bei der Bundestagswahl 2021 erreichte die Partei mit 2,4 % der gültigen Zweitstimmen ihr bislang bestes Ergebnis, womit sie zur stärksten außerparlamentarischen Oppositionspartei in Deutschland wurde.<ref>Ergebnisse Bundestagswahl 2021. In: bundeswahlleiter.de, abgerufen am 30. September 2021.</ref>

    Die brandenburgische BVB/Freie Wähler gehört nicht zur Partei Freie Wähler, kooperiert aber mit ihr.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />maz-online.de (Memento vom 2. September 2019 im Internet Archive)</ref> Die in Baden-Württemberg kommunal stark verankerten Freien Wähler haben hingegen keinerlei personelle, organisatorische oder inhaltliche Verbindungen zur gleichnamigen Bundespartei.<ref>Fabian Siegel: Freie Wähler in Baden-Württemberg fürchten Imageschaden durch Aiwanger. In: tagesschau.de. 7. September 2023, abgerufen am 19. Oktober 2023.</ref>

    Die Partei hat 8700 Mitglieder (Stand: Anfang 2025).<ref name="Mitglieder" />

    Inhaltliches Profil

    Kommunale Eigenständigkeit

    Die Partei möchte u. a. die kommunale Selbstverwaltung stärken. Als Grund für den Antritt zu Wahlen auf Landes- und Bundesebene wird unter anderem ausgeführt, dass die Landes- bzw. Bundespolitik die Eigenständigkeit der Kommunen „aushöhlt“. Die Partei tritt dagegen für eine eigene Finanzhoheit der Kommunen ein.<ref name="grundsatz">Grundsatzprogramm der Freien Wähler. (PDF; 323 kB) S. 1, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. September 2018; abgerufen am 4. September 2018.</ref> Auf europäischer Ebene fordert die Partei, dass der Europäische Ausschuss der Regionen einen festen Platz im Parlament erhalten sollte.<ref>Einzelkämpfer im EU-Parlament: Ulrike Müller (Freie Wähler). treffpunkteuropa.de, 28. November 2015, abgerufen am 4. September 2018.</ref>

    Wirtschafts- und Finanzpolitik

    Die Partei befürchtet eine Entwicklung der Europäischen Union zu einer „Schuldenunion“ bzw. „Inflationsunion“. Die bisherige Euro-Politik sei gescheitert. Zugleich fordern Freie Wähler eine Vertiefung der EU nur bei einer grundlegenden Demokratisierung im Sinne von Bürgerinteressen – „kein Europa der Bürokraten, sondern ein Europa der Bürger“.

    Die Partei fordert außerdem die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Eine nachhaltige Haushaltspolitik wird angestrebt. Die Bankenaufsicht soll verschärft werden. Erneuerbare und umweltfreundliche Technologien sollen gefördert werden. Der ländliche Raum soll durch so genannte Infrastrukturmaßnahmen gestärkt werden.<ref name="grundsatz" />

    Weitere Standpunkte

    Direkte Demokratie, Parteienstaat
    Die Partei setzte sich für Bürgerbeteiligung und für Volksentscheide auf Bundesebene ein. Bundespräsident und Ministerpräsidenten sollen direkt gewählt werden. Die derzeitige Parteiendemokratie sehen die Freien Wähler kritisch. Der Einfluss der Parteien sollte nach Ansicht der Partei begrenzt werden.<ref>Lisa Peyer: Freie Wähler. In: Parteien in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, 5. Juni 2017, abgerufen am 1. April 2019.</ref> Ebenso soll der Einfluss von Lobbygruppen eingedämmt werden. Starre Listen bei Wahlen lehnen die Freien Wähler ab.<ref name="grundsatz" />

    Bildung
    Die Partei fordert, die Rahmenkompetenz für das Bildungssystem auf die Bundesebene zu übertragen.

    Flüchtlingspolitik
    Die Freien Wähler befürworten eine Zuwanderungspolitik nach kanadischem Vorbild.<ref>Aiwanger: „Zuwanderung nach kanadischem Vorbild erwünscht“. Bayerischer Rundfunk, 3. Oktober 2018, abgerufen am 19. Januar 2019.</ref> Sie fordern die Begrenzung des Familiennachzugs für Asylbewerber und möchten Rückkehrhilfen schaffen.<ref>Er nervt Söder – und kann ihn retten. Spiegel Online, 12. Oktober 2018, abgerufen am 14. Oktober 2018.</ref> Ankerzentren und das Bayerische Landesamt für Asyl lehnen sie ab. Zugleich fordert die Partei mehr Sach- statt Geldleistungen und spricht sich für die Kürzungen von Leistungen aus für Flüchtlinge, die sich nicht integrieren.<ref>Wie werden die Freien Wähler Bayern regieren? Zeit Online, 15. Oktober 2018, abgerufen am 15. Oktober 2018.</ref>

    Innenpolitik
    Sie fordern außerdem ein konsequentes Vorgehen gegen organisierte Kriminalität und eine „Ausschöpfung des Strafrahmens“. Polizei und Justiz sollen personell gestärkt und modernisiert werden.<ref name="grundsatz" />

    Drogenpolitik

    Die Freien Wähler stehen einer Legalisierung von Cannabis offen gegenüber. Die Partei schlägt auch einen Drogenführerschein vor, mit dem man zum Beispiel Cannabis kaufen kann.<ref>Alexander Spöri: Nun doch Pro-Kiffen? Freie Wähler wollen Gras legalisieren – Hubert Aiwanger reagiert. In: Abendzeitung München. 16. März 2024, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

    Gesundheitspolitik Vorlage:Hinweisbaustein Private und gesetzliche Krankenkassen sollen als soziale Grundversicherung zusammengeführt werden. Eigenverantwortung und Prävention sollen eine größere Bedeutung erhalten.

    Geschichte

    In den 1950er Jahren entstanden die ersten Landesverbände von kommunalen freien Wählergruppen. 1965 wurde der Bundesverband der Freien Wähler gegründet.<ref>Bundesvorstandschaften seit 1965. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Januar 2012; abgerufen am 4. September 2018.</ref> Über die Jahre traten einzelne Landesverbände auch immer wieder ohne größeren Erfolg zu Landtagswahlen an.

    Zur Landtagswahl 1998 entschlossen sich die Freien Wähler Bayerns zu einer Kandidatur. Das Antreten bei den Landtagswahlen war intern umstritten und wurde von einigen Kreisverbänden abgelehnt. Die Freien Wähler, so die Kritik, würden damit ihr eigentliches kommunales Betätigungsfeld verlassen. Nach dem Parteiengesetz würden sie außerdem durch die Teilnahme an der Landtagswahl den Charakter einer Partei erhalten. In der entscheidenden Abstimmung am 15. März 1997 setzten sich die Befürworter allerdings mit 54,1 Prozent durch.<ref>Armin Grein, Andreas Herteux: Die Freien Wähler: Eine Erfolgsgeschichte der Demokratie. Erich von Werner Verlag, Karbach 2023, ISBN 978-3-948621-88-9, S. 116 ff.</ref>

    Zur Kandidatur wurde aus dem Landesverband heraus die organisierte Wählergruppe Freie Wähler Bayern e. V. (FW-Wählergruppe) gegründet. Beim ersten Wahlantritt erreichte sie auf Anhieb 3,7 Prozent. 2003 konnte sie sich leicht auf 4,0 Prozent verbessern.

    Auch andere Landesverbände traten in dieser Zeit mit unterschiedlichem Erfolg zu Landtagswahlen an. So erreichte die Freie Wählergruppe Rheinland-Pfalz 2001 2,6 Prozent, 2006 erreichte sie mit 1,6 Prozent ein schlechteres Ergebnis. Die Freien Wähler Thüringen kamen 2004 auf 2,6 Prozent, die Freien Wähler Hessen 2008 auf 0,9 Prozent und die Freien Wähler Niedersachsen 2008 auf 0,5 Prozent.

    Einzug in den Bayerischen Landtag und erste Europawahl

    Bei der Bayerischen Landtagswahl 2008 schließlich konnten die Freien Wähler mit 10,2 Prozent in den Landtag einziehen und bilden dort die drittstärkste Fraktion. Bei der Landtagswahl am 15. September 2013 zogen Freie Wähler als erste neue Gruppierung seit gut 30 Jahren erneut in den bayerischen Landtag ein, wo sie mit 9 Prozent erneut die drittstärkste Kraft sind.

    Nach dem Erfolg der bayerischen FW bei der Landtagswahl 2008 beschloss der Bundesverband Freie Wähler, zur Wahl zum Europaparlament am 7. Juni 2009 bundesweit anzutreten. Der Beschluss war innerhalb des Bundesverbandes umstritten, der Landesverband Baden-Württemberg trat sogar infolge des Beschlusses aus dem Bundesverband aus. Zur Kandidatur wurde am 24. Januar 2009 in Würzburg die Bundeswählergruppe Freie Wähler gegründet. Spitzenkandidatin war Gabriele Pauli. Die Freien Wähler erhielten 442.579 Stimmen, was 1,7 Prozent der gültigen Stimmen entsprach.<ref>Ergebnisse der Europawahl 2009. Bundeswahlleiter, abgerufen am 4. September 2018.</ref> Damit waren Freie Wähler die erfolgreichste Gruppierung derjenigen Parteien, die unter der 5-Prozent-Hürde blieben.

    Diese Bundeswählergruppe wurde am 20. Februar 2010 in die Bundesvereinigung Freie Wähler überführt. Die Bundesvereinigung ist dabei personell stark mit dem Bundesverband verzahnt. Bundesvorsitzender ist Hubert Aiwanger, welcher gleichzeitig Vorsitzender des Bundesverbandes, des Landesverbandes Bayerns, der Wählergruppe Bayern und Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Bayerischen Landtag ist. Aufgrund der Ergebnisse der Europawahl in Deutschland 2009 hat die Bundesvereinigung Freie Wähler seit 2009 Anspruch auf die staatliche Parteienfinanzierung, für 2010 wurde ein Betrag von 79.850,41 Euro festgesetzt.<ref>Festsetzung Parteienfinanzierung für 2010. (PDF; 190 kB) Abgerufen am 4. September 2018.</ref>

    Am 8. Mai 2010 gründete sich in Mainz mit der Landesvereinigung Freie Wähler Rheinland-Pfalz die erste Landesgliederung der Bundesvereinigung Freie Wähler. Bis April 2013 wurden in allen 16 Bundesländern Landesvereinigungen gegründet, welche teilweise zu Landtagswahlen antraten. Die Gründungen wurden zum Teil aus den entsprechenden Landesverbänden heraus organisiert, zum Teil erfolgten sie jedoch auch gegen den Widerstand des entsprechenden Landesverbandes. In Baden-Württemberg und im Saarland strengten die Landesverbände sogar Namensrechtsklagen gegen die entsprechenden Landesvereinigungen an, unterlagen aber vor Gericht.<ref>Freie Wähler: Rundschreiben. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2012; abgerufen am 30. April 2013.</ref>

    Wahlen 2013

    Anfang Oktober 2011 beschlossen Freie Wähler Bayern, zur Bundestagswahl 2013 anzutreten. Kurz darauf entschied sich auch die Bundesvereinigung Freie Wähler, zukünftig zu Bundestagswahlen anzutreten. Zu diesem Zweck verschmolz schließlich die Bundesvereinigung mit der bisherigen bayerischen Wählergruppe, der hessischen Wählergruppe sowie der Partei Freie Wähler Schleswig-Holstein.<ref name="hna081011">Freie Wähler gegen Marktmacht der Banken. freiewelt.net, 18. Oktober 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. November 2013; abgerufen am 4. September 2018.</ref> Durch die Fusion mit der Wählergruppe Bayern muss die Bundesvereinigung Freie Wähler zu Bundestagswahlen sowie bei allen Landtags- und anderen Wahlen (ländermäßig evtl. unterschiedlich) keine Unterstützungsunterschriften zur Wahlzulassung sammeln, da die Wählergruppe im Landtag vertreten ist und vom Bundeswahlleiter als „etabliert“ anerkannt ist.

    Im Juli 2012 erschien die Partei erstmals in den bundesweiten Umfragen der großen Meinungsforschungsinstitute. YouGov und GMS sagten der Partei zwei Prozent der Stimmen voraus.<ref>Sonntagsfrage Bundestagswahl. wahlrecht.de, abgerufen am 4. September 2018.https://www.wahlrecht.de/umfragen/weitere-umfragen.htm</ref>

    2012 arbeitete die Bundesvereinigung mit der aus CDU-Kreisen gegründeten Wahlalternative 2013 zusammen. Bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2013 kandidierte unter anderem Bernd Lucke von der Wahlalternative auf der Liste der Freien Wähler. Die Wahl verlief mit einem Ergebnis von 1,1 Prozent für die Partei enttäuschend. In der Folge wurde von Seiten der Wahlalternative 2013 die Zusammenarbeit beendet. Drei Landesvorsitzende wechselten zur neu gegründeten AfD. Zudem trat der saarländische Landesvorstand geschlossen zurück.<ref name="hb-8056446-all">Jacqueline Goebel: Freie Wähler im freien Fall. In: handelsblatt.com. 12. April 2013, abgerufen am 11. Februar 2015.</ref>

    Die Partei trat am 22. September 2013 zum ersten Mal zur Bundestagswahl an und erreichte 1 Prozent der Zweitstimmen. Der Rechtsanwalt und Finanzökonom Stephan Werhahn, ein Enkel von Konrad Adenauer, wurde per Akklamation als designierter Spitzenkandidat aufgestellt. Der 1953 geborene Werhahn war nach 40-jähriger Mitgliedschaft aufgrund ihrer Euro-Rettungspolitik aus der CDU ausgetreten. Am 27. März 2013 gab Werhahn bekannt, dass er wieder zurück zur CDU kehren wolle, weil er „die aktuellen Entwicklungen in der Partei [Freie Wähler] nicht mehr guten Gewissens mittragen“ könne.<ref>Adenauer-Enkel kehrt zur CDU zurück. sueddeutsche.de, 27. März 2013, abgerufen am 4. September 2018.</ref>

    Die Partei hatte bis vor den Zulassungsfristen in allen fehlenden Bundesländern Landesvereinigungen gegründet oder sich mit bestehenden Vereinigungen verschmolzen und besetzte die Vorstände wieder, in die Übertritte zur AfD Lücken gerissen hatten. Nach dem Rückzug von Stephan Werhahn wurde auf einen bundesweiten „Spitzenkandidaten“ verzichtet. In allen 16 Bundesländern wurden Landeslisten aufgestellt, die am 1. August 2013 vom Bundeswahlausschuss auch alle zugelassen wurden. Das gelang ansonsten 9 (plus der Union mit zwei Parteien) der zugelassenen 39 Parteien, von denen letztlich 30 mit mindestens einer Landesliste antraten.<ref>Bundestagswahl 2013 – Zulassung der Landeslisten. wahlrecht.de, abgerufen am 4. September 2018.</ref>

    Erster Einzug ins Europäische Parlament 2014

    Auf der Bundesmitgliederversammlung in Erfurt am 12. Januar 2014 wurde die bayerische Landtagsabgeordnete Ulrike Müller Spitzenkandidatin für die Europawahl am 25. Mai 2014. Am 28. Februar 2014 wurden Müller und die stellvertretende Bundesvorsitzende Gabi Schmidt in Brüssel als Einzelmitglieder in die Europäische Demokratische Partei (EDP) aufgenommen.

    Müller kündigte nach ihrer erfolgreichen Wahl die Zusammenarbeit zwischen den FW und der EDP an. Die Freien Wähler wurden am 22. Oktober 2015 Mitglied dieser Vereinigung.<ref>Freie Wähler Deutschland. In: Website der EDP. Abgerufen am 4. September 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Im Dezember 2014 wurde Müller zur Vize-Präsidentin und im November 2019 zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden (executive vice-president) der Europäischen Demokratischen Partei.

    In ihrem ersten Mandat 2014–2019 schloss Ulrike Müller sich der ALDE-Fraktion an. Seit ihrer Wiederwahl im Mai 2019 sitzt sie als deren agrarpolitische Sprecherin in der Fraktion Renew Europe, der Nachfolgerin der ALDE-Fraktion.

    Im Mai 2017 trat der für die Familien-Partei gewählte Abgeordnete Arne Gericke aus seiner Partei aus und wechselte zu den Freien Wählern.<ref>Gericke wechselt zu Freien Wählern. In: Web Archive. Ostsee Zeitung, 9. Mai 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Mai 2017; abgerufen am 9. März 2021.</ref> Im Oktober 2018 trat er jedoch erneut aus und wechselte zum Bündnis C, das er bis zum Ende der Legislaturperiode vertrat.<ref>„Bündnis C“ tritt zur Landtagswahl in Baden-Württemberg an. idea, 14. Februar 2021, abgerufen am 9. März 2021.</ref>

    Regierungsbeteiligung in Bayern ab 2018 und darauffolgende Landtagswahlen

    Bei der bayerischen Landtagswahl 2018 konnten die Freien Wähler erneut Stimmenanteile hinzugewinnen und erzielten 11,6 %. In der Folge bildeten sie erstmals mit der CSU eine Koalitionsregierung unter Markus Söder, im Kabinett Söder II stellten sie drei Minister, der Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger wurde stellvertretender Ministerpräsident.

    Bei der hessischen Landtagswahl zwei Wochen später erreichte die Partei mit 3,0 Prozent ihr bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl außerhalb Bayerns. Am 13. November 2018 erklärten die FW-Landesvereinigung Mecklenburg-Vorpommern und die Bürger für Mecklenburg-Vorpommern (BMV), eine Abspaltung der AfD, fusionieren zu wollen.<ref>Stefan Ludmann: BMV-Fraktion tritt Freien Wählern bei. In: ndr.de. 13. November 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Juni 2019; abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> Drei der vier Landtagsabgeordnete der BMV traten den Freien Wählern bei. Die bisherige BMV-Fraktion wurde in Freie Wähler/BMV umbenannt. Ende September 2019 traten die Landtagsabgeordneten jedoch nach Streitigkeiten mit dem Landesvorsitzenden Gustav Graf von Westarp wieder aus, die Fraktion löste sich auf.<ref>Ende der BMV-Landtagsfraktion nach zwei Jahren. In: welt.de. 1. Januar 2019, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

    Bei der Landtagswahl in Sachsen 2019 erreichten die Freie Wähler mit 3,4 Prozent erneut ein neues bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl außerhalb Bayerns. Bei der Landtagswahl in Brandenburg am selben Tag zog die befreundete BVB/Freie Wähler erstmals in Fraktionsstärke in den Landtag ein. Bei der Landtagswahl in Thüringen im Oktober 2019 trat die Partei dagegen nur mit Direktkandidaten an, nachdem sie die Frist zur Einreichung der Landesliste verpasst hatte.<ref>Freie Wähler treten bei Landtagswahl nicht mit Liste an. In: mdr.de. 30. August 2019, abgerufen am 1. Januar 2025.</ref> Ende 2019 trat der Abgeordnete im Landtag von Sachsen-Anhalt Jens Diederichs den Freien Wählern bei. Diederichs, der für die AfD gewählt worden war und sich 2017 zunächst als Parteiloser der CDU-Fraktion angeschlossen hatte, wurde Vorsitzender im neu gegründeten Kreisverband Mansfeld-Südharz.

    Bundesweiter Zuwachs 2021 bis 2024

    Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2021 erreichten die Freien Wähler 5,4 Prozent der gültigen Stimmen und zogen mit sechs Mandaten erstmals in einem anderen Bundesland als Bayern in den dortigen Landtag ein.<ref>Freie Wähler sehen sich als neue bürgerliche Mitte in Rheinland-Pfalz. In: swr.de. 15. März 2021, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> Bei der Bundestagswahl 2021 erreichte die Partei bundesweit 2,4 Prozent der Stimmen und war damit die stärkste Partei, die nicht ins Parlament einzog.

    Bei der Landtagswahl in Bayern 2023 erreichte die Partei mit 15,8 Prozent ihr bestes Wahlergebnis in einem Bundesland. Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der sich bereits vor der Wahl auf eine Fortsetzung der Koalition mit den Freien Wählern festgelegt hatte, wurde im Oktober erneut zum Ministerpräsidenten für das neue Kabinett Söder III gewählt, Hubert Aiwanger wurde erneut stellvertretender Ministerpräsident. Aufgrund des veränderten Stimmenverhältnisses stellen die Freien Wähler mit Fabian Mehring nun auch den Digitalminister.<ref>Markus Söder als bayerischer Ministerpräsident wiedergewählt. In: Zeit Online. 31. Oktober 2023, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> Bei der Landtagswahl in Hessen verbesserte die Partei ihr Ergebnis leicht auf 3,5 Prozent.<ref>Das Wahlergebnis im Überblick. In: tagesschau.de. 27. Oktober 2023, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

    Bei der Europawahl 2024 trat die ab 2014 gewählte Abgeordnete Ulrike Müller nicht mehr an, sie hatte 2023 erfolgreich für den Bayerischen Landtag kandidiert. Für sie kandidierte auf dem ersten Listenplatz Christine Singer. Die Freien Wähler verbesserten ihr Ergebnis von 2019 zwar leicht auf 2,7 Prozent, blieben aber unter den eigenen Erwartungen im Vorfeld. Gewählt wurden mit Singer, dem bereits 2019 eingezogenen Engin Eroglu sowie dem ehemaligen Fraktionsvorsitzenden im Landtag von Rheinland-Pfalz, Joachim Streit, erstmals drei Abgeordnete.<ref>Johann Opel: Doch kein großer Sprung für die Freien Wähler. In: sueddeutsche.de. 9. Juni 2024, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

    Entwicklung seit 2024

    Zwar war bei der Landtagswahl in Sachsen ein Stimmenverlust auf 2,3 Prozent zu beklagen, der parteilose Spitzenkandidat Matthias Berger gewann jedoch das Direktmandat im Wahlkreis Leipzig Land 3 und zog dadurch als einzelner Abgeordneter in den Landtag ein.<ref>Grimmas OB Berger zieht für Freie Wähler in Landtag. In: mdr.de. 13. September 2024, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

    Nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen wurden die Freien Wähler in den meisten Umfragen zur Bundestagswahl 2025 mit Ergebnissen zwischen zwei und vier Prozent aufgeführt. Bis Juli 2024 sanken die Umfragewerte jedoch wieder und die Partei wurde nur noch in einzelnen Umfragen namentlich genannt.<ref>Andreas Glas: Aiwangers Traum von Berlin könnte am Wahlrecht scheitern. In: sueddeutsche.de. 28. Juli 2024, abgerufen am 26. Januar 2025.</ref> Um dennoch in den Bundestag einzuziehen, sollten in Bayern drei Direktmandate errungen werden, womit man über die Grundmandatsklausel in Fraktionsstärke mit dem jeweiligen Zweitstimmenanteil vertreten gewesen wäre. Als „Zugpferde“ traten hierzu neben den anderen der in 268 Wahlkreisen bundesweit aufgestellten Direktkandidaten dafür Hubert Aiwanger, Indra Baier-Müller (die Landrätin des Landkreises Oberallgäu), Peter Dreier (der Landrat des Landkreises Landshut), und Michael Wörle (der Bürgermeister von Gersthofen im Landkreis Augsburg) in ihren jeweiligen Wahlkreisen an. Ein Einzug über die Zweitstimmen, bei denen die Freien Wähler selbst in ihrem Stammland Bayern in Umfragen teils nur noch bei vier Prozent lagen, wie auch über die Direktmandate, bei denen gegen die traditionell in allen bayerischen Wahlkreisen außerhalb von Städten dominante CSU angetreten werden musste, galt bereits im Vorfeld als unwahrscheinlich.<ref>Simon Pfanzelt: Hubert Aiwangers Traum vom Bundestag. In: zdf.de. 16. November 2024, abgerufen am 26. Januar 2025.</ref><ref>Aiwanger führt Bayerns Freie Wähler in Bundestagswahlkampft. In: dpa via sueddeutsche.de. 21. Dezember 2024, abgerufen am 26. Januar 2025.</ref><ref>Mira Barthelmann, Birgit Rätsch, Irini Bafas: Freie Wähler gegen CSU: Der Kampf um die Stimmen. In: BR24. 16. November 2024, abgerufen am 26. Januar 2025.</ref> Die Partei erhielt bei der Wahl letztlich bundesweit 1,5 Prozent der Zweitstimmen, knapp einen Prozentpunkt unter dem Ergebnis von 2021, und in Bayern lediglich 4,3 Prozent, auch alle Direktkandidaten konnten maximal den dritten Platz in ihrem Wahlkreis erreichen und landeten in Bayern hinter den Kandidaten von CSU und AfD.<ref>Alle Ergebnisse aus den Wahlkreisen. In: Zeit Online. 24. Februar 2025, abgerufen am 26. Februar 2025.</ref><ref>Freue Wähler verpassen die Fünf-Prozent-Hürde. In: sueddeutsche.de. 24. Februar 2025, abgerufen am 26. Februar 2025.</ref>

    Landesvereinigungen

    Übersicht

    Landesvereinigung Gründung/Beitritt Vorsitzende/r Mitglieder
    (Stand)
    Ergebnis letzte
    Landtagswahl
    Bundestagswahl
    2021<ref>Ergebnisse der Bundestagswahl 2021. Bundeswahlleiter, abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref>
    Europawahl
    2024<ref>Ergebnisse der Europawahl 2024. Bundeswahlleiter, abgerufen am 10. Juni 2024.</ref>
    Datei:Deutschland Lage von Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg 21. Mai 2010 Sylvia Rolke<ref>Mannheim – Mannheimerin Sylvia Rolke wird neue Landesvorsitzende der Freien Wähler – /// MRN-News.de. Abgerufen am 19. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 350 (2021)<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> 01,9 % (2026) 1,7 % 3,8 %
    Datei:Deutschland Lage von Bayern.svg Bayern Gründung: 1998
    Beitritt: 15. Dezember 2011
    Hubert Aiwanger<ref>Hubert Aiwanger. Abgerufen am 29. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 4250 (2023)<ref>Uwe Kranenpohl: FREIE WÄHLER. Landtagswahl Bayern 2023. Bundeszentrale für politische Bildung, abgerufen am 2. Oktober 2023.</ref> 15,8 % (2023) 7,5 % 6,8 %
    Datei:Deutschland Lage von Berlin.png Berlin 13. Dezember 2010 Mario Rhode<ref>Landesvorstand – Freie Wähler Berlin. In: FREIE WÄHLER Berlin. Abgerufen am 11. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 200 (2023)<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 12. Februar 2023.</ref> 00,3 % (2023) 0,9 % 0,5 %
    Datei:Deutschland Lage von Brandenburg.svg Brandenburg 19. Mai 2011 Jörg Arnold<ref>Vorstand FREIE WÄHLER Brandenburg. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> 31 (2013) n. a. (2024) 2,6 % 2,1 %
    Datei:Deutschland Lage von Bremen.svg Bremen<ref>FREIE WÄHLER Gründen Landesvereinigung in Bremen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. November 2018; abgerufen am 31. Oktober 2018.</ref> 17. Oktober 2018 Katharina Büntjen<ref>Landesvorstand. Abgerufen am 29. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 40 (2019)<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> n. a. (2023) 0,9 % 0,5 %
    Datei:Deutschland Lage von Hamburg.svg Hamburg 30. Oktober 2010 Daniel Meincke<ref>Vorstand. Abgerufen am 19. August 2021.</ref> 47 (2020)<ref>Bendix Hügelmann M.A: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> 00,6 % (2020) 0,6 % 0,5 %
    Datei:Deutschland Lage von Hessen.svg Hessen Gründung: 4. November 2006
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    Engin Eroglu<ref>FREIE WÄHLER Hessen • Kontakt. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> 908 (2023)<ref>Leon Kaiser: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 25. September 2023.</ref> 03,5 % (2023) 1,7 % 2,0 %
    Datei:Deutschland Lage von Mecklenburg-Vorpommern.svg Mecklenburg-Vorpommern 19. Juni 2010 Bodo Kappek<ref>Wer wir sind – Freie Wähler Mecklenburg-Vorpommern. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. August 2022; abgerufen am 25. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/freie-waehler-mv.eu</ref> 100 (2021)<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: FREIE WÄHLER Mecklenburg-Vorpommern | FREIE WÄHLER | Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2021 | Wer steht zur Wahl? Abgerufen am 25. August 2022.</ref> 01,1 % (2021) 1,4 % 1,0 %
    Datei:Deutschland Lage von Niedersachsen.svg Niedersachsen 5. Juni 2010 Horst Gaumann<ref>Vorstand. Freie Wähler Niedersachsen, abgerufen am 6. November 2024.</ref> 331 (2022)<ref>Katharina Trittel: FREIE WÄHLER Niedersachsen | Landtagswahl Niedersachsen 2022. In: bpb.de. 8. September 2022, abgerufen am 13. Februar 2024.</ref> 00,8 % (2022) 0,8 % 1,2 %
    Datei:Deutschland Lage von Nordrhein-Westfalen.svg Nordrhein-Westfalen 10. September 2011 Arbi Davood Megerdich<ref>FREIE WÄHLER Nordrhein-Westfalen. 25. Februar 2024, abgerufen am 25. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 501 (Februar 2024)<ref>FREIE WÄHLER in Nordrhein-Westfalen wählen neuen Landesvorstand. In: solinger-nachrichten.de. 25. Februar 2024, abgerufen am 25. Februar 2024.</ref> 00,7 % (2022) 0,7 % 0,7 %
    Datei:Deutschland Lage von Rheinland-Pfalz.svg Rheinland-Pfalz 8. Mai 2010 Christian Zöpfchen
    Lisa-Marie Jeckel<ref>Freie Wähler Rheinland-Pfalz wählen neue Doppelspitze. 1. Dezember 2024, abgerufen am 16. Januar 2025.</ref>
    1100 (Ende 2025)<ref>Deutsche Presse-Agentur: SPD und CDU verlieren Mitglieder - AfD und Linke legen zu. In: Saarbrücker Zeitung. 17. Januar 2026, abgerufen am 17. Januar 2026.</ref> 04,2 % (2026) 3,6 % 5,2 %
    Datei:Deutschland Lage des Saarlandes.svg Saarland 26. August 2011 Uwe Andreas Kammer<ref>Vorstand – FREIE WÄHLER Wähler Saarland. Abgerufen am 25. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 86 (2022)<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> 01,7 % (2022) 2,0 % 1,6 %
    Datei:Deutschland Lage von Sachsen.svg Sachsen 18. Juni 2011 Thomas Weidinger<ref>Freie Wähler Sachsen ~ Landesvereinigung Team. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> 120 (2024)<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 27. August 2024.</ref> 02,3 % (2024)
    ein Direktmandat
    2,3 % 2,4 %
    Datei:Deutschland Lage von Sachsen-Anhalt.svg Sachsen-Anhalt 12. Juni 2010 Andrea Menke<ref>Wir über uns. Abgerufen am 25. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 270 (2021)<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> 03,1 % (2021) 1,9 % 1,5 %
    Datei:Deutschland Lage von Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein Gründung: 21. September 2008
    Beitritt: 1. Januar 2012
    Gregor Voht<ref>UNSER TEAM – FREIE WÄHLER | Schleswig Holstein. Abgerufen am 25. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 160 (2022)<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> 00,6 % (2022) 1,0 % 1,2 %
    Datei:Deutschland Lage von Thüringen.svg Thüringen Gründung: 6. März 2004
    Beitritt: 30. Juni 2013
    Mathias Nicolai<ref>Vorstand – Freie Wähler Thüringen. Abgerufen am 5. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 130 (2024)<ref>Bundeszentrale für politische Bildung: FREIE WÄHLER. Abgerufen am 27. August 2024.</ref> 01,3 % (2024) 2,1 % 1,8 %
    Legende
    Im Parlament vertreten
    In der Regierung vertreten

    Baden-Württemberg

    Die Freie Wähler Landesvereinigung Baden-Württemberg wurde am 21. Mai 2010 in Rottweil gegründet. Sie wollte ursprünglich zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011 antreten, dieses Vorhaben wurde aber auf einer Mitgliederversammlung mit Mehrheit abgelehnt.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.morgenweb.deLandtagswahl ohne Freie Wähler. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot morgenweb.de</ref> In ihrer Satzung ist verankert, dass sie keine kommunalen Untergliederungen schaffen wird, um keine Konkurrenz zur bisherigen Organisation des Landesverbands der Freien Wähler zu werden,<ref>Satzung der Landesvereinigung Freie Wähler Baden-Württemberg (PDF) @1@2Vorlage:Toter Link/www.fw-static.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Website der Landesvereinigung, siehe § 4 der Satzung</ref><ref>Badische Zeitung. Website der Badischen Zeitung; abgerufen am 28. Mai 2010.</ref> der das Parteikonstrukt aus Bundesvereinigung und Landesvereinigung ablehnt. Daher setzt er sich markenrechtlich gegen die Landesvereinigung zur Wehr.<ref>Rundschreiben des FW Landesverbands Baden-Württemberg. (PDF; 142 kB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2012; abgerufen am 14. Dezember 2010.</ref> Diese wurde am 10. November 2010 negativ beschieden, da die Landesvereinigung als Gliederung der Bundesvereinigung Freie Wähler laut Parteiengesetz verpflichtet sei, die Namensbestandteile Freie Wähler und Baden-Württemberg zu führen. Beide Vereinigungen müssen nach Argumentation des Vorsitzenden Richters die Verwechslungsgefahr hinnehmen.

    Brandenburg

    Das BürgerBündnis freier Wähler e. V. wurde 1993 von Mitgliedern der Bürgerbewegungen der Wendezeit, unter anderem des Neuen Forums, gegründet, die sich nicht dem Zusammenschluss von Bündnis 90/Die Grünen angeschlossen hatten. Prominentes Gründungsmitglied war der spätere brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck. 2009 wurde das Bündnis umbenannt in Landesverband Freie Wähler Brandenburg e. V. Nach einer Klage des Landesverbands der Freien Wähler wurde dem Verband die Nutzung dieses Namens gerichtlich untersagt. Am 19. Mai 2011 wurde in Potsdam aus dem BürgerBündnis freier Wähler heraus die Freie Wähler Landesvereinigung Brandenburg gegründet.

    Bei Landtagswahlen verzichtet die Landesvereinigung zu Gunsten der eigenständigen Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen/Freien Wähler auf die Kandidatur. Beide Verbände kooperieren eng. So unterstützte die BVB die Kandidatur der Bundesvereinigung bei der Bundestagswahl 2017 auch in Brandenburg und bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten 2017 den Kandidaten der Freien Wähler, Alexander Hold.<ref>moz.de. In: Märkische Oderzeitung. 18. August 2017 (moz.de).</ref>

    Hamburg

    Die Landesvereinigung in Hamburg wurde am 30. Oktober 2010 gegründet und beteiligte sich an der Bürgerschafts- und Bezirksversammlungswahl 2011 sowie an der Bundestagswahl 2013. Mit der Auflösung des FW Freie Wähler Hamburg e. V. ging dessen Vermögen an die Landesvereinigung über.

    Saarland

    Am 26. August 2011 gründete sich die Freie Wähler Landesvereinigung Saarland als Landesverband der Bundesvereinigung Freie Wähler. Aus den lokalen Vereinigungen der Freien Wähler gab es dagegen Widerstand, da man kommunale Erfolge „ganz ohne Parteibuch“ errungen habe.<ref>Freie Wähler gründen heute eine Landesvereinigung Saarland. Saarbrücker Zeitung.</ref>

    Bereits am 18. August 2011 hatte sich aus den Freien Wählern Sulzbach heraus die Partei Freie Wähler Saarland gegründet. Die Partei und die Landesvereinigung fochten in der Folge einen Rechtsstreit um den Markennamen „Freie Wähler“ aus.<ref>Zwei Organisationen streiten um die Namensrechte für Freie Wähler. Saarbrücker Zeitung @1@2Vorlage:Toter Link/www.saarbruecker-zeitung.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Auch im Vorfeld der Landtagswahl im Saarland 2012 kam es zu Spannungen zwischen dem Landesverband und der Landesvereinigung. Inzwischen sind die Vorstände von Landesverband und Landesvereinigung personenidentisch besetzt.<ref>Vorstand Landesvereinigung Saarland. Freie Wähler, abgerufen am 7. April 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Bei der Landtagswahl 2017 traten die Freien Wähler flächendeckend an und erreichten 0,4 % der Zweitstimmen und damit weniger als halb so viel wie noch fünf Jahre zuvor.

    Bei den Kreistagswahlen 2019 zogen der stellv. Vorsitzende der Landesvereinigung, Axel Kammerer, im Saarpfalz-Kreis<ref>Mitgliederliste des Kreistages des Saarpfalz-Kreises.</ref> mit 4,5 %<ref>Ergebnisse. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> und Kreisvereinigungsmitglied Roman Maurer im Kreis Sankt Wendel<ref>Mitglieder. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> mit 4,3 %<ref>Ergebnisse. Abgerufen am 25. August 2022.</ref> in die jeweiligen Kreistage ein.

    Schleswig-Holstein

    Im September 2008 wurde unabhängig vom Landesverband der Wählergemeinschaften Schleswig-Holstein die Partei Freie Wähler Schleswig-Holstein gegründet, die bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 27. September 2009 antrat und dabei 1,0 % der Zweitstimmen erreichte.<ref name="Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2009">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein.] Statistik-sh.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. Februar 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik-sh.deVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Zum 1. Januar 2012 fusionierte die Landespartei mit der Bundesvereinigung Freie Wähler.

    Wahlergebnisse

    Wahlergebnisse seit 2008:

    Jahr Bundes-
    tag
    Landesparlamente Europa-
    parlament

    BW
    Datei:Flag of Baden-Württemberg.svg 
    BW

    BY
    Datei:Flag of Bavaria (lozengy).svg 
    BY

    BE
    Datei:Flag of Berlin.svg 
    BE

    BB
    Datei:Flag of Brandenburg.svg 
    BB

    HB
    Datei:Flag of Bremen.svg 
    HB

    HH
    Datei:Flag of Hamburg.svg 
    HH

    HE
    Datei:Flag of Hesse.svg 
    HE

    MV
    Datei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg 
    MV

    NI
    Datei:Flag of Lower Saxony.svg 
    NI

    NW
    Datei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg 
    NW

    RP
    Datei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg 
    RP

    SL
    Datei:Flag of Saarland.svg 
    SL

    SN
    Datei:Flag of Saxony.svg 
    SN

    ST
    Datei:Flag of Saxony-Anhalt (state).svg 
    ST

    SH
    Datei:Flag of Schleswig-Holstein.svg 
    SH

    TH
    Datei:Flag of Thuringia.svg 
    TH
    2008 10,2 n. a. 0,9 0,5
    2009 n. a. n. a. 1,6 0,8 n. a. 1,0 3,9 1,7
    2010 n. a.
    2011 n. a. n. a. n. a. 0,7 1,1 2,3 2,8
    2012 0,2 0,9 0,6
    2013 1,0 9,0 1,2 1,1
    2014 n. a. 1,6 1,7 1,5
    2015 n. a. n. a.
    2016 0,1 n. a. 0,6 2,2 2,2
    2017 1,0 0,4 0,4 0,4 0,6
    2018 11,6 3,0
    2019 n. a. 1,0 3,4 n. a. 2,2
    2020 0,6
    2021 2,4 3,0 0,8 1,1 5,4 3,1
    2022 0,8 0,7 1,7 0,6
    2023 15,8 0,3 n. a. 3,5
    2024 n. a. 2,3 1,3 2,7
    2025 1,5 0,3
    2026 1,9 ... ... 4,2 ...
    Legende: n. a. – nicht angetreten; kursive Schrift – Vorgängerorganisationen; Fettdruck – bestes Wahlergebnis; orange – Einzug ins Parlament; Wahlergebnisse in Prozent

    Weblinks

    Commons: Freie Wähler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise

    <references responsive />

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    Im Deutschen Bundestag:
    Weitere im Europäischen Parlament:
    Weitere in Landesparlamenten:
     durch Wahl:

    Bündnis Deutschland

    durch Übertritte:

    Team Freiheit | Werteunion

    Ehemals vertreten:
     durch Wahl:

    AFB | BDV | BGL | BIW | BVB/FW | BP | Bündnis 90 | CVP | DDU | DemP | DG | DJ | DKP | DKP-DRP | DP | DPS | DRP | DSP | DSU | DVP | DVU | FDV | GB/BHE | GDP | KPD | KPS | NPD | NF | NU | Piraten | REP | RSF | Schill | SHB | SPS | SRP | STATT | SVP | VBH/HB | VL | WAV | WdF | Zentrum

    durch Übertritte:

    ADPM | Blaue | BMV | Bündnis C | BfTh | Direkte | DL | DS | DFU | FAKT | FBU | FDVP | Die Föderalen | FP Deutschlands | FVP | GVP | Graue | GAZ | LD | LKR | Mut | NRP | NLA | Regenbogen | SVP | Vereinigte Rechte

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