Zum Inhalt springen

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2006

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />

← 2001Landtagswahl 20062011 →
(Zweitstimmen in %)<ref name="LWL">Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Wahlergebnisse 2006: Landesergebnis. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Mai 2010; abgerufen am 14. Juli 2010.</ref>
 %
50
40
30
20
10
0
45,6
32,8
8,0
4,6
2,6
1,7
1,6
1,2
1,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2001
 %p
   2
   0
  −2
  −4
+0,8
−2,5
+0,2
−0,6
+1,8
−0,7
−0,9
+0,7
+1,2
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e Es traten auch Mitglieder der PDS auf der Liste der WASG an.
   
Insgesamt 101 Sitze
Verhältnis Regierung-Opposition
53
48
53 48 
Insgesamt 101 Sitze

Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2006 fand am 26. März, gleichzeitig mit den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt sowie den Kommunalwahlen in Hessen statt. Wahlsieger war die SPD, die fortan mit einer absoluten Mehrheit allein regieren konnte.

Ausgangslage

Seit 1991 regierte in Rheinland-Pfalz eine sozialliberale Koalition aus SPD und FDP, seit 1994 mit Kurt Beck (SPD) als Ministerpräsident.

Wahlkampf

Es standen 14 Parteien und eine Wählervereinigung zur Wahl.

Spitzenkandidaten

Datei:Kurt Beck 2010 Ddorf.jpg
Ministerpräsident seit 1994 und Spitzenkandidat der SPD: Kurt Beck
Datei:KAS-Böhr, Christoph-Bild-25665-3.jpg
Wahlplakat der CDU mit Spitzenkandidat Christoph Böhr

Als Spitzenkandidat der SPD trat Ministerpräsident Kurt Beck an. Der Spitzenkandidat der CDU war Christoph Böhr, der bei einem Sonderparteitag in Bad Kreuznach mit 335 von 434 Stimmen bei 88 Gegenstimmen gewählt wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., RP Online, 12. November 2004</ref> Für die FDP trat der stellvertretende Ministerpräsident Hans-Artur Bauckhage an, die Grünen nominierten ihre Fraktionsvorsitzende Ise Thomas. Für die WASG trat Gründungsmitglied Norbert Kepp an.<ref>Spitzenkandidaten in Rheinland-Pfalz – Kontinuität ist Trumpf. In: sueddeutsche.de. 17. Mai 2010, abgerufen am 14. Juli 2010.</ref>

Koalitionsaussagen

Die FDP kündigte vor der Wahl an, die sozialliberale Koalition mit der SPD fortsetzen zu wollen.<ref>FDP in Rheinland-Pfalz für Fortsetzung der Koalition mit der SPD. In: dradio.de. Abgerufen am 14. Juli 2010.</ref> Die SPD schloss – durchaus ungewöhnlich – eine Zusammenarbeit mit den Grünen aus.<ref>Sebastian Fischer: Rheinland-Pfalz: König Kurt vermisst die Liberalen. In: Spiegel Online. Der Spiegel GmbH & Co. KG, Hamburg, 27. März 2006, abgerufen am 14. Juli 2010.</ref>

Umfragen

Die SPD lag in den Umfragen vor der Wahl mit 35 bis 43 % immer unter dem tatsächlichen Ergebnis von 45,6 %. Die CDU blieb hingegen mit 32,8 % hinter den Umfragewerten (34 bis 43 %) zurück. Den Grünen wurde in sämtlichen Umfragen (Werte zwischen 5 und 8 %) der Wiedereinzug in Landtag prognostiziert, den sie mit 4,6 % allerdings verfehlten. Die Umfragewerte der FDP stimmten mit 8 bis 11 % größtenteils mit dem tatsächlichen Ergebnis überein.<ref>Wilko Zicht, Matthias Cantow: Sonntagsfrage – Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 14. Juli 2010.</ref>

Wahlergebnis

Die Wahl zum 15. Landtag führte zu folgendem Ergebnis (endgültiges Ergebnis):<ref name="LWL" /><ref>Matthias Cantow: Landtagswahl 2006 in Rheinland-Pfalz am 26. März 2006. In: Wahlrecht-News. 26. März 2006, abgerufen am 14. Juli 2010.</ref>

Vorlage:Wahl Listen Zwei

Liste der Mitglieder des Landtages Rheinland-Pfalz (15. Wahlperiode)

Obwohl die CDU keine schweren Verluste erlitt (–2,5 Prozentpunkte) und SPD und FDP mit +0,9 % bzw. +0,2 % nur leicht gewannen, erreichte die SPD die absolute Mehrheit und konnte fortan eine Alleinregierung stellen. Die Grünen verfehlten mit 4,6 % bei Verlusten von 0,6 Prozentpunkten den erneuten Einzug in den Landtag. Christoph Böhr, der Spitzenkandidat der CDU, trat aufgrund des schlechten Wahlergebnisses noch am Wahltag zurück.<ref>Rheinland-Pfalz: Böhr tritt nach bitterer Niederlage zurück. In: FAZ.NET. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, 27. März 2006, abgerufen am 14. Juli 2010.</ref> Obwohl die SPD die absolute Mehrheit errungen hatte, bot sie der FDP Gespräche zur Fortführung der Koalition an, die diese aufgrund des eindeutigen Wahlergebnisses aber nicht annahm.<ref>Rheinland-Pfalz: Liberale verlassen Koalition mit der SPD. In: Spiegel Online. Der Spiegel GmbH & Co. KG, Hamburg, 28. März 2006, abgerufen am 14. Juli 2010.</ref> Das Kabinett Beck IV, die erste SPD-Alleinregierung in Rheinland-Pfalz, amtierte daraufhin bis zur Landtagswahl 2011.

Nach der Wahl

Die SPD konnte erstmals in der Geschichte von Rheinland-Pfalz<ref>Rheinland-Pfalz: Beck kann allein regieren. In: Spiegel Online. Der Spiegel GmbH & Co. KG, Hamburg, 26. März 2006, abgerufen am 20. Juni 2017.</ref> alleine regieren, da sie die absolute Mehrheit der Sitze erhielt.

Die FDP lehnte das Angebot der SPD ab, die sozialliberale Koalition, trotz der absoluten Mehrheit der SPD, fortzusetzen; sie ging in die Opposition.

Der CDU-Spitzenkandidat Christoph Böhr legte angesichts des bis dahin schlechtesten Wahlergebnisses der CDU bei einer Landtagswahl in Rheinland-Pfalz seine politischen Ämter nieder; er zog sich später aus der Politik zurück.<ref>FAZ.net 27. März 2006: Böhr tritt nach bitterer Niederlage zurück</ref>

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2006 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Wahlen zum Landtag Rheinland-Pfalz

1946a/b | 1947a | 1951 | 1955 | 1959 | 1963 | 1967 | 1971 | 1975 | 1979 | 1983 | 1987 | 1991 | 1996 | 2001 | 2006 | 2011 | 2016 | 2021 | 2026

Abstimmungen im Land

1947a | 1975

Kommunalwahlen

1946a/c | 1948a | 1952 | 1956 | 1960 | 1964 | 1969 | 1974 | 1979 | 1984 | 1989 | 1994 | 1999 | 2004 | 2009 | 2014 | 2019 | 2024 | 2029

hervorgegangen aus: dem südlichen Teil der Rheinprovinz (Preußen), der Pfalz (Freistaat Bayern) sowie Rheinhessen (Volksstaat Hessen)
a = als Teil der französischen Besatzungszone; b = indirekte Wahl durch Gemeinde- und Kreisvertretungen; c = in Gemeinden am 15. September, in Kreisen am 13. Oktober 1946
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende