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Supersportler

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Datei:Yamaha YZF-R1 (2) (MSP15).JPG
Supersportler Yamaha YZF-R 1
Datei:GSX-R 750 1985 & GSX-R 750 R 1989.jpg
Links die Suzuki GSX-R 750 von 1985, welche die Klasse begründete. Rechts das Modell von 1989
Datei:St2.jpg
Supersportler Honda CBR 600 RR

Ein Supersportler ist ein ohne Rücksicht auf andere Ausstattungsmerkmale wie Komfort oder Zuladung auf sportliches Fahren gebautes Motorrad. Neben der maximalen Motorleistung stehen ein optimales Verhältnis von Leistung und Fahrzeugmasse sowie eine möglichst funktionelle und auf Beschleunigung optimierte Fahrbarkeit im Vordergrund. Technologische Entwicklungen aus dem Rennsport werden meist zuerst an den Motorradmodellen dieser Klasse auf ihre Serientauglichkeit geprüft. Die Alltagstauglichkeit hat bei Supersportlern eine untergeordnete Bedeutung. Als erstes Motorrad dieser Klasse wird die Suzuki GSX-R 750 von 1985 genannt,<ref>Stefan Kaschel: 27 Jahre GSX-R 750. In: MOTORRAD. 11. Oktober 2012, abgerufen am 13. Januar 2014.</ref> die als erste 750er-Serienmaschine 100 PS (74 kW) hatte und mit einem Aluminium-Doppelschleifenrahmen sowie für damalige Verhältnisse überdurchschnittlich leistungsfähigen Nissin-Bremsen ausgestattet war.

Bereits in den 1970er Jahren wurden für damalige Verhältnisse leistungsstarke Motorräder gebaut (Kawasaki Z900, Honda CB 750), aber die Dimensionierung der Fahrwerke war meist nicht ausreichend an die Motorleistung angepasst.

Stand der Technik

Motor

Motorentechnisch dominieren heute (2009) flüssigkeitsgekühlte, kurzhubige Reihenvierzylinder-Motoren mit Benzineinspritzung, zwei oben liegenden Nockenwellen und vier Ventilen pro Zylinder den Markt. Lediglich Ducati, KTM und Buell setzen auf V2-Motoren (bzw. L-Motoren bei Ducati), Triumph bei der Daytona 675 und Benelli bei der Tornado, sowie MV Agusta bei der F3, als einzige Hersteller auf einen Reihen-Dreizylinder. Die meisten Supersportler werden heute in den Hubraumklassen 600 cm³ und 1000 cm³ gebaut, wobei sich für die letztgenannte, in Anlehnung an das FIM-Reglement, mittlerweile die Bezeichnung Superbike durchgesetzt hat.

Chassis/Fahrwerk

Als Standard gelten heute torsionssteife Brückenrahmen aus Aluminiumguss-Profilen, die den Motor als tragendes Teil integrieren. Vereinzelt werden aber auch Gitterrahmen aus CrMo-Stahlrohren verwendet. Die Vorderradführung übernehmen in Federbasis, Zug- und Druckdämpfung einstellbare Upside-Down-Gabeln mit oftmals reibungsmindernd beschichteten Gleitrohren. Die Hinterradaufhängung erfolgt in der Regel über Zweiarmschwingen aus Aluminiumguss, Einarmschwingen werden aufgrund des höheren Gewichts nur selten verbaut. Die Federung hinten übernimmt ein ebenfalls in Federbasis, Zug- und Druckdämpfung einstellbares einzelnes Federbein, das entweder direkt oder indirekt über ein Hebelsystem angelenkt wird. Die Räder bestehen heute ausnahmslos aus gegossenen oder geschmiedeten Leichtmetallfelgen mit 17 Zoll Durchmesser und modernen Radialreifen.

Bremsen

Standard sind schwimmend gelagerte, gelochte Doppelscheibenbremsen aus Stahl mit Durchmessern zwischen 300 und 330 mm. Radial verschraubte Vier- oder Sechskolben-Festsattel-Bremszangen an den Vorderrädern sorgen in Verbindung mit radialen Handpumpen für fein dosierbare, hohe und standfeste Bremsverzögerungen. Die Bremssättel sind immer häufiger einteilig ausgeführt, was ein hitzebedingtes Aufspreizen bei hoher Beanspruchung verhindert. Diese vergleichsweise neue Bauart wird „Monobloc“ bzw. „Monoblock“ genannt. Die heute übliche radiale Befestigung ermöglicht über Distanzbuchsen die Verwendung von Bremsscheiben unterschiedlichen Durchmessers, was allerdings nur beim Betrieb des Motorrades auf Rennstrecken relevant ist.

Modellübersicht

Hubraum bis 50 cm³

Hubraum bis 125 cm³

Hubraum bis 150 cm³

Hubraum bis 250 cm³

Hubraum bis 300 cm³

Hubraum bis 350 cm³

Hubraum bis 400 cm³

Hubraum bis 500 cm³

Hubraum bis 600 cm³

Hubraum bis 650 cm³

Hubraum bis 750 cm³

Hubraum bis 1000 cm³

Hubraum bis 1200 cm³

Hubraum über 1200 cm³

Weblinks

Einzelnachweise

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