Politische Parteien in der Schweiz
Die politischen Parteien der Schweiz sind stark vom Schweizer Föderalismus geprägt. Die grösseren Parteien sind meist auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene durch kantonale und kommunale Sektionen aktiv, wogegen sich viele kleine Parteien auf die politische Arbeit in ihrem Kanton oder in ihrer Gemeinde beschränken.
Die Parteienlandschaft ist heterogen: fünf bis sechs grössere Parteien, die meist in Bund, Kantonen wie auch Gemeinden Regierungsverantwortung wahrnehmen, und viele kleine Parteien decken das ganze politische Spektrum sowie eine Reihe von Sonderinteressen ab. Der Wähleranteil der beiden grossen politischen Lager ist seit rund hundert Jahren praktisch unverändert: Bürgerliche (liberale und konservative) Parteien vereinen rund zwei Drittel, linke Parteien ein Drittel der Stimmen auf sich.
Die grössten Schweizer Parteien sind die folgenden (mit Angabe der politischen Ausrichtung und des Wähleranteils bei den Nationalratswahlen 2023<ref>Schweizer Parteien rücken nach links. Abgerufen am 17. Dezember 2023. Auf: SRF.ch.</ref><ref>Parteistärke an den eidgenössischen Wahlen vom 22. Oktober 2023. Abgerufen am 17. Dezember 2023. Auf: ch.ch.</ref>):
- Schweizerische Volkspartei (SVP), rechts, 27,8 %
- Sozialdemokratische Partei (SP), links, 18,3 %
- FDP.Die Liberalen (FDP), Mitte-rechts, 14,3 %
- Die Mitte, Mitte bis Mitte-rechts, 14,1 %
- Grüne, links, 9,8 %
- Grünliberale Partei (GLP), Mitte, 7,6 %
Nationale Ebene
Die wichtigsten Parteien der Schweiz sind die sogenannten Bundesratsparteien. Dabei handelt es sich um die wählerstärksten Parteien, die mindestens einen Vertreter in der Landesregierung, also im Schweizerischen Bundesrat haben. 1959 bis 2008 waren dies Konservative (SVP), Sozialdemokraten (SP), Freisinnige (FDP) bzw. Liberale (LPS) und Christdemokraten (CVP). Nach der Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher bei den Bundesratswahlen 2007 erklärte sich die SVP jedoch zur Oppositionspartei und schloss ihren bisherigen Bundesrat Samuel Schmid und die neu gewählte Eveline Widmer-Schlumpf aus der Parlamentsfraktion aus. 2008 folgten der Ausschluss von Widmers Kantonalpartei sowie der Austritt Schmids aus der SVP Schweiz. Seit der Wahl von Ueli Maurer als Nachfolger von Schmid am 10. Dezember 2008 ist die SVP wieder im Bundesrat vertreten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />tagesschau.sf.tv: Maurer in den Bundesrat gewählt ( des Vorlage:IconExternal vom 12. Dezember 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 8. Februar 2009.</ref>
Die Bezeichnung «Regierungsparteien» für jene politischen Kräfte ist unüblich, da in der Schweiz keine parlamentarische Opposition im eigentlichen Sinne besteht. In der Schweiz ist es dafür durchaus üblich, dass eine im Bundesrat vertretene Partei bei einer bestimmten Sachfrage in Opposition zu diesem agiert, z. B. bei Parolen zu Volksabstimmungen (insbesondere bei den «Polparteien» SP und SVP) (siehe Konkordanzdemokratie, Politisches System der Schweiz).
Die Schweizer Parteienlandschaft ist traditionell in ein bürgerliches (d. h. liberal-konservatives) und ein links-grünes Lager geteilt. Das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Lagern hat sich auf der nationalen Ebene seit der Einführung der Proporzwahl 1919 kaum geändert (ca. zwei Drittel wählen bürgerlich, ein Drittel links-grün).
Innerhalb der beiden Lager finden jedoch teilweise grössere Verschiebungen statt, so während der 2000er-Jahre auf der bürgerlichen Seite mit dem Aufstieg der Schweizerischen Volkspartei, auf der linken Seite mit dem Erstarken der Grünen; zudem war seit Ende der 1990er-Jahre eine Schwächung der bürgerlichen Mitte (FDP, CVP) zugunsten der «radikaleren» Rechten (SVP) feststellbar. Nach den Wahlen 2011 mit Verlusten besonders für die SVP und die Grünen einerseits, andererseits Erfolgen der gemässigteren bürgerlichen SVP-Abspaltung BDP sowie der Grünliberalen Partei wurde die Mitte wieder gestärkt.<ref>Jubelnde «neue Mitte». Der Wahlsieg gehört den Kleinparteien GLP und BDP. In: NZZ Online. 24. Oktober 2011, abgerufen am 26. Oktober 2011.</ref> 2021 schlossen sich die CVP und BDP nach Wahlverlusten 2019 zur Partei Die Mitte zusammen.
Kantonale Ebene
Die Parteiensysteme der einzelnen Kantone unterschieden sich bis zum Ende des 20. Jahrhunderts teilweise stark sowohl voneinander als auch von der nationalen Konstellation. Mit der Vereinheitlichung und Zentralisierung der Mediensituation (Pressekonzentration, elektronische Medien) hat sich seither die Parteienlandschaft der Kantone derjenigen in den urbanen Zentren der Deutschschweiz angeglichen. Die einzelnen kantonalen Sektionen einer Partei haben aber immer noch teilweise unterschiedliche Profile oder unterscheiden sich von ihrer Mutterpartei. So ist in den meisten katholischen Deutschschweizer Kantonen die Linke schwach vertreten, dafür beherrschen die CVP und die FDP (bzw. seit neustem auch die SVP) die Politik. In den reformierten Kantonen ist die ursprünglich katholische CVP nur eine Kleinpartei, während SVP, SP und FDP die Politik bestimmen. Das Profil der CVP ist in den katholischen Hochburgen ausgesprochen konservativ, während es z. B. im Kanton Zürich liberal ausgerichtet ist. Die SVP hat seit der Abspaltung der BDP in allen Kantonen und auf nationaler Ebene ein rechtskonservatives bis rechtspopulistisches Profil.
Parteiengesetzgebung auf Bundesebene
Bundesverfassung
Die Bundesverfassung vom 18. April 1999 hält in Art. 137 fest: «Die politischen Parteien wirken an der Meinungs- und Willensbildung des Volkes mit». Diese Bestimmung bildet aber keine Rechtsgrundlage für eine staatliche Parteienfinanzierung.
Registrierung
Art. 76a des Bundesgesetzes über die politischen Rechte (BPR) bildet die gesetzliche Grundlage für ein Parteienregister. Eine politische Partei ist zwar nicht verpflichtet, sich registrieren zu lassen, hat jedoch Anspruch auf diese Registrierung, wenn sie die Rechtsform eines Vereins aufweist und mit mindestens einem Mitglied im Nationalrat oder aber mit mindestens je drei Mitgliedern in drei Kantonsparlamenten vertreten ist. Mit dem Parteienregistereintrag werden die Parteien bei den Nationalratswahlen von gewissen administrativen Formalitäten befreit (Art. 24 Abs. 3 und 4 BPR).
Parteienfinanzierung
Die Eidgenossenschaft finanziert weder die politischen Parteien noch die Wahlkampagnen direkt. Gemäss dem Parlamentsressourcengesetz (PRG) erfolgt jedoch eine öffentliche Finanzierung zugunsten der Mitglieder und der Fraktionen der Bundesversammlung. Diese jährliche Finanzierung der Fraktionen, die zur Deckung der Kosten ihrer Sekretariate dient, setzt sich aus einem Grundbeitrag von CHF 144'500 pro Fraktion und einem Beitrag von CHF 26'800 pro Fraktionsmitglied zusammen (Art. 12 PRG).
Für die private Finanzierung von politischen Parteien und Wahlkampagnen bestehen weder Vorschriften noch Einschränkungen. Gemäss den Statuten der Parteien finanzieren sie sich aus folgenden Quellen:
- Jahresbeiträge der Mitglieder;
- Spenden und Schenkungen;
- Erträge aus dem Verkauf von Produktionen und Dienstleistungen;
- Beiträge der Fraktion;
- Beiträge von Parlamentarierinnen und Parlamentariern, von Richterinnen und Richtern sowie von Magistratspersonen, die der Partei angehören.
Seit 2009 können Mitgliederbeiträge und Spenden an politische Parteien vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden, sofern die Partei im Parteienregister eingetragen ist, in einem kantonalen Parlament vertreten ist oder in einem Kanton bei den letzten Wahlen des kantonalen Parlaments mindestens drei Prozent der Stimmen erreicht haben. Für die direkte Bundessteuer ist höchstens ein Gesamtbetrag von CHF 10'000 abzugsfähig; die Kantone legen den entsprechenden Höchstbetrag für ihre Steuern selbst fest.<ref name="greco">Groupe d'Etats contre la corruption (GRECO): Dritte Evaluationsrunde. Evaluationsbericht über die Schweiz: Transparenz der Parteienfinanzierung (Thema II). 21. Oktober 2011 (PDF).</ref>
Offenlegung der Parteifinanzierung
Am 23. Oktober 2022 ist die Änderung vom 18. Juni 2021 des Bundesgesetzes über die politischen Rechte (BPR) in Kraft getreten,<ref>19.400 Mehr Transparenz bei der Politikfinanzierung. In: Geschäftsdatenbank Curia Vista der Bundesversammlung. Parlamentsdienste, abgerufen am 1. Februar 2024 (mit Links auf den Kommissionsbericht und Gesetzesentwurf, die Verhandlungen der Räte, den beschlossenen Gesetzestext und weitere Parlamentsunterlagen).</ref> welche die in der Bundesversammlung vertretenen politischen Parteien verpflichtet, jährlich ihre Einnahmen sowie die erhaltenen monetären und nichtmonetären Zuwendungen offenzulegen, sofern deren Wert 15'000 Franken pro Person und Jahr übersteigt (Art. 76b BPR).
Nach Art. 76c BPR müssen die kampagnenführenden Akteure bei Volksabstimmungen und Nationalratswahlen die Finanzierung ihrer Kampagnen vor der Abstimmung oder der Wahl offenlegen, wenn sie für diese Kampagnen mehr als 50'000 Franken budgetiert haben. Nach der Abstimmung oder der Wahl müssen sie die Schlussrechnung offenlegen. Die Schlussrechnung muss alle Einnahmen enthalten, einschliesslich jeder Zuwendung von mehr als 15'000 Franken pro Person und Kampagne, welche die Akteure in den letzten 12 Monaten vor der Abstimmung oder Wahl zur Finanzierung der Kampagne erhalten haben. Weil die Regelung der Ständeratswahlen in die Zuständigkeit der Kantone und nicht des Bundes fällt, muss das Budget für die Kampagne nicht offengelegt werden; wohl aber die Schlussrechnung für gewählte Mitglieder des Ständerates, da diese durch die Wahl Mitglied einer Bundesbehörde sind.
Verboten sind die Annahme von anonymen Zuwendungen sowie von Zuwendungen aus dem Ausland. Ausnahmen gelten für Zuwendungen von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern sowie für Ständeratswahlen (Art. 76h BPR).
Bei einem Verstoss gegen diese Vorschriften droht den politischen Parteien und den kampagnenführenden Akteuren eine Busse bis zu 40'000 Franken (Art. 76j BPR).
Die Offenlegungspflichten für die politischen Parteien galten erstmals für das Kalenderjahr 2023, jene für kampagnenführende Akteure für die Parlamentswahlen vom 22. Oktober 2023. Die Finanzierung von Abstimmungskampagnen musste erstmals im Hinblick auf die eidgenössische Volksabstimmung vom 3. März 2024 offengelegt werden. Die offenlegungspflichtigen Daten müssen der Eidgenössischen Finanzkontrolle gemeldet werden, welche sie veröffentlicht (Art. 76f BPR).<ref>politikfinanzierung.efk.admin.ch. Eidgenössische Finanzkontrolle, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref>
Die erstmalige Publikation der Parteienfinanzierung erbrachte ein Total der gemeldeten Einnahmen der zwölf offenlegungspflichtigen Parteien für das Jahr 2023 von 29 Millionen Franken. An der Spitze steht die SP mit Zuwendungen von 9,03 Millionen Franken. Die SVP hat Einnahmen von 5,94 Millionen Franken, die FDP.Liberalen von 4,25 Millionen Franken und die Mitte von 3,08 Millionen Franken offengelegt. Auch die Einnahmen der Grünen (2,59 Millionen Franken) und der Grünliberalen (1,38 Millionen Franken) überschreiten die Millionengrenze. Diese Zahlen sind allerdings zu relativieren. Eine Verzerrung ergibt sich insbesondere dadurch, dass die SP Mitgliederbeiträge auf nationaler Ebene erhebt (2023: 2 Millionen Franken), während die Mitgliederbeiträge der bürgerlichen Parteien ganz oder zum grösseren Teil an die kantonalen oder kommunalen Sektionen fliessen (gemeldete Mitgliederbeiträge: SVP 157'000 Franken, FDP 97'000 Franken, Mitte 0 Franken). Diese Zuwendungen auf Kantons- und Gemeindeebene sind nicht offenlegungspflichtig, wenn eine nationale Partei besteht.<ref name=":0">Parteifinanzierung. Eidgenössische Finanzkontrolle EFK, abgerufen am 3. September 2024.</ref><ref>Medienmitteilung: Transparenz bei der Politikfinanzierung – Offenlegung der Parteifinanzierung für das Kalenderjahr 2023. Eidgenössische Finanzkontrolle EFK, abgerufen am 3. September 2024.</ref><ref>Samuel Tanner: Die Transparenzregeln zur Finanzierung der Schweizer Politik helfen nicht weiter: Das Parlament hat eine Nebelmaschine gebaut. In: Neue Zürcher Zeitung NZZ. 30. August 2024, abgerufen am 3. September 2024.</ref>
Insbesondere Schweizer Unternehmen unterstützen politische Parteien finanziell, wobei die Kriterien dafür und die Begünstigten bis 2022 in der Regel nicht öffentlich bekannt gemacht wurden. Von dieser Praxis wichen 2012 die Grossbanken Credit Suisse und UBS ab, welche ankündigten, die Parteien im Verhältnis ihrer Parlamentsmandate mit je insgesamt einer Million Franken pro Jahr zu unterstützen. Die Credit Suisse wollte alle Parteien unterstützen, die UBS dagegen nur diejenigen, die sich «eindeutig zu Wettbewerb und Marktwirtschaft bekennen».<ref>CS schüttet eine Million Franken für Parteien aus, Basler Zeitung vom 23. März 2012.</ref><ref>UBS verspricht Geldsegen für wirtschaftsfreundliche Parteien, NZZ vom 25. April 2012.</ref> Seit die Parteien offenlegen müssen, welche Unternehmen und wirtschaftlichen Interessenverbände sie mit Beträgen von mehr als 15'000 CHF unterstützen, ist aus den von der Eidgenössischen Finanzkontrolle publizierten Listen z. B. ersichtlich, dass im Jahr 2023 die UBS der SVP 241'000 CHF, den FDP.Liberalen 195'000 CHF, der Mitte 173'000 CHF und der GLP 66'000 CHF zukommen liess. Swiss Life zahlte 150'000 CHF an die SVP, 140'000 CHF an die FDP, 70'000 CHF an die Mitte und 40'000 CHF an die GLP. Weitgehend ohne derartige Unterstützungen müssen die SP und die Grünen auskommen; nur die Raiffeisen Genossenschaft und die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft unterstützen alle der sechs wählerstärksten Parteien.<ref name=":0" />
Auch die Namen von privaten Grossspendern müssen publiziert werden. Davon profitieren insbesondere die FDP und die SVP. Die SVP erhielt im Jahre 2023 z. B. Spenden von Walter Frey (250'000 CHF), von Magdalena Martullo-Blocher und Thomas Matter (je 100'000 CHF). Luzius Sprüngli (von Lindt & Sprüngli) spendete der FDP 120'000 CHF, Thomas Schmidheiny 100'000 CHF.<ref name=":0" />
Geschichte der Schweizer Parteien
Gemeindeautonomie und Föderalismus prägten die Entwicklung der schweizerischen Parteien. Die ersten Parteien entstanden auf kantonaler und kommunaler Ebene; die Gründungen der Bundesparteien erfolgten relativ spät, erst Jahrzehnte nach der Gründung des Bundesstaates 1848: SP 1888, FDP 1894, Katholische bzw. Konservative Volkspartei (spätere CVP/Mitte) 1894 bzw. 1912, BGB (spätere SVP) 1936.<ref name=":1">Urs Altermatt, David Luginbühl: Parteien. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 24. März 2016.</ref> Seit den 1970er Jahren und insbesondere seit den 1990er Jahren ist eine Angleichung der kantonalen Parteiensysteme und eine Nationalisierung der Wahlkämpfe zu beobachten.
Rechte und Protestbewegungen nutzten in den 1960er und 1970er Jahren die direktdemokratischen Instrumente und etablierten sich später auf parteipolitischer Ebene<ref name=":1" /> (z. B. Nationale Aktion, POCH oder Grüne). Weiter brachten es die direktdemokratischen Volksrechte mit sich, dass die Grenze zwischen Regierungs- und Oppositionsparteien fliessend blieb; in die Regierung eingebundene Parteien scherten immer wieder aus dem Regierungskonsens aus, lancierten Initiativen und ergriffen Referenden. Dies gilt vor allem für die SP und seit den 1990er Jahren auch für die SVP.<ref name=":1" />
Die Stellung der Parteien im politischen System der Schweiz ist im Vergleich zu anderen Ländern eher schwach.<ref name=":1" /> Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts stehen sie in Konkurrenz zu den Spitzenverbänden, welche über grössere organisatorische und finanzielle Ressourcen verfügen. Das Referendum und die Mitwirkung im vorparlamentarischen Verfahren erlauben den Verbänden, auf den politischen Entscheidungsprozess einzuwirken und den Gestaltungsraum der Parteien einzuschränken. Zwischen Parteien und Verbänden bestehen zum Teil enge Beziehungen, so etwa zwischen SP und Schweizerischem Gewerkschaftsbund oder der FDP und der economiesuisse.<ref name=":1" />
Weil die Schweizer Parteien meist als Vereine organisiert sind, gibt es für sie keine rechtliche Verpflichtung Parteiarchive zu führen.<ref>Dania Koch: Parteipublikationen und Parteiunterlagen – föderale Vielfalt auf dem Weg in Gedächtnisinstitutionen? Eine Recherche und Analyse zur Sammeltätigkeit von Gedächtnisinstitutionen in der Schweiz, Thesis zum Master of Science in Information Science, Fachhochschule Graubünden, Chur 2026 (PDF)</ref> Einige Parteien haben Teile ihre Unterlagen an öffentliche Archive abgegeben, so namentlich die SP Schweiz ans Schweizerische Sozialarchiv. Viele Unterlagen sind jedoch für Forschung und Öffentlichkeit nicht zugänglich oder vermutlich verloren gegangen.
Liste der politischen Parteien in der Schweiz

In der Bundesversammlung vertretene Parteien
Stand: 13. Juni 2024 <ref>Eidgenössische Wahlen – Webseite des BFS. Abgerufen am 13. Juni 2024.</ref>
Nicht in der Bundesversammlung vertretene Parteien und Bewegungen
Diese möglicherweise unvollständige Liste umfasst Organisationen, die Gegenstand eines eigenen Artikels sind oder die in einem Kantons- oder Gemeindeparlament einer Gemeinde mit mehr als 15'000 Einwohnern vertreten sind bzw. waren.
Nationale Parteien und Bewegungen
- Alternative Linke (AL): linksalternativ, sozialistisch, ökologisch
- Auto-Partei (AP) (bis 1994 Autopartei, von 1994 bis 2009 Freiheits-Partei der Schweiz (FPS)): antigrün, rechtspopulistisch, konservativ, isolationistisch, stark rechts
- Christlich-soziale Partei (Schweiz) (CSP): christdemokratisch (Christliche Linke), ökologisch, sozialliberal, steht christlichen Gewerkschaften nahe, links
- Humanistische Partei der Schweiz (HPS): humanistisch, links, Teil der Humanistischen Bewegung
- Integrale Politik Schweiz (IP): Integrales Welt- und Menschenbild
- Junge Tat: rechtsextrem, sehr kleine Gruppe mit Verbindungen zur Jungen SVP<ref>«Junge Tat»: Wie gefährlich ist die rechtsextreme Organisation? In: SRF. 11. April 2024, abgerufen am 30. September 2024.</ref>
- Katholische Volkspartei der Schweiz (KVP): katholisch-fundamentalistisch, isolationistisch, ökologisch
- Piratenpartei Schweiz (PPS): Piratenbewegung
- Schweizer Demokraten (SD) (bis 1990 Nationale Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat (NA)): isolationistisch, nationalistisch, ökologisch, rechtspopulistisch
- Sozial-Liberale Bewegung (SLB): sozialliberal, wertkonservativ, Mitte-links
- Libertäre Partei (LP): libertär, Minimalstaat
- Partei der Arbeit (PdA): Kommunismus, Sozialismus
- SolidaritéS (Sol): Antikapitalismus, Feminismus
Kantonale und regionale Parteien und Bewegungen
- Alpenparlament: Berner Oberland, rechtsesoterisch
- Alternative Liste (AL): Kanton Zürich und Kanton Schaffhausen, linksalternativ, sozialistisch, ökologisch
- Area liberale: Kanton Tessin, liberalkonservativ, im Kantonsparlament vertreten<ref name="nzz-118517615">Peter Jankovsky, Locarno: Unruhe rechts der Mitte. In: nzz.ch. 8. April 2015, abgerufen am 14. Oktober 2018.</ref><ref name="nzz-118517615"/>
- Basels starke Alternative (BastA): Kanton Basel-Stadt, Mitglied der Grünen
- Bewegung für den Sozialismus (BfS): Im Kantonsparlament des Kantons Tessin vertreten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Intervista a Matteo Pronzini, eletto in Gran Consiglio sulla lista MPS-PC ( vom 7. November 2011 im Internet Archive)</ref>
- Christlichsoziale Partei Obwalden (CSP): christdemokratisch, Mitte (Kanton Obwalden)
- Grün alternative Partei: Kanton Bern, ökologisch, wachstums- und behördenkritisch; im Kantonsparlament des Kantons und im Stadtparlament der Stadt Bern vertreten, Mitglied der Grünen
- Gruppe für Innerrhoden (GfI): Kanton Appenzell Innerrhoden, Mitte-Links, Zusammenarbeit mit der SP, früher vereinzelt im Nationalrat vertreten
- Junge Alternative JA!: Kanton Bern, Jugendpartei, linksalternativ<ref>Junge Alternative JA!</ref>
- Les Communistes: Kanton Genf, kommunistisch
- Les Libres (früher Vaud libre<ref>Dénomination «plus dynamique» – La formation Vaud Libre devient Les Libres. Abgerufen am 23. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>): Vereinigung mehrerer kommunalpolitischer Gruppierungen im Kanton Waadt,<ref>Qui sommes nous ? | Vaud Libre. Abgerufen am 23. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> zentristisch, im Grossen Rat des Kantons Waadt vertreten.
- Ligue vaudoise: eher eine politische Bewegung, gehörte zur Frontenbewegung
- Partei der Arbeit Basel, kommunistisch, 1988 aus der PdA Schweiz ausgeschlossen
- Parti Socialiste Autonome (PSA): sozialdemokratisch, Teil der SP Kanton Jura, für Vereinigung des Berner Jura mit dem Kanton Jura. Im Grossen Rat des Kantons Bern vertreten.
- Partito Comunista: Tessin, kommunistisch, im Dezember 2014 aus der PdA ausgeschlossen<ref>pda.ch</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ticinonews.ch ( des Vorlage:IconExternal vom 27. Juni 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> im Kantonsparlament des Kantons Tessin vertreten.<ref>ti.ch</ref>
- Parteiunabhängige Appenzell Ausserrhoden (PU AR): Verein mit Fraktion im Kantonsparlament. Zurzeit mit der zweitgrössten Fraktion im Kantonsrat vertreten.
- Résistance Helvétique: Romandie, katholisch, rechtsextrem
- Volksaktion gegen zu viele Ausländer und Asylanten in unserer Heimat: Kanton Basel-Stadt, rechtspopulistisch bzw. rechtsextrem.
Kommunale Parteien und Bewegungen
- Bellinzona vivibile (dt.: lebenswertes Bellinzona): Kommunalpolitische Gruppierung in Bellinzona<ref name="bellinzona1">Città di Bellinzona – Composizione</ref><ref>Bellinzona vivibile</ref>
- Bieler Volkspartei (BVP): 2010 von der SVP abgespalten<ref>Biel: Krach in der SVP: Stadträte verlassen Partei und gründen BVP – News Region: Seeland & Jura – bernerzeitung.ch</ref>
- Bürgerliches Forum Positives Wädenswil (BFPW): Gemeinde Wädenswil,<ref>BFPW – Bürgerliches Forum positives Wädenswil</ref> rechts-bürgerlich,
- Chrampfe & Hirne, Frauenfeld, im Stadtparlament mit fünf Personen vertreten,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 12. September 2014 im Internet Archive)</ref> für umweltfreundliche städtische Verkehrspolitik<ref>CH – Chrampfe & Hirne Frauenfeld</ref>
- Die Eidgenossen: Biel/Bienne, aus der Freiheits-Partei entstanden, rechts<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Eidgenossen – Les Confédérés – I Confederati ( vom 8. September 2013 im Internet Archive)</ref>
- Dorfverein Gattikon (DVG) vom Ortsteil Gattikon in der Gemeinde Thalwil<ref>Dorfverein Gattikon. Abgerufen am 23. August 2024.</ref>
- Entente pour Monthey: Monthey<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EPM -|- Bienvenue ( vom 2. Mai 2014 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Conseil Général – Présentation ( vom 8. November 2012 im Internet Archive)</ref><ref>Interpellation à l’Entente Pour Monthey. In: PDC Monthey-Choëx. 9. Oktober 2012, abgerufen am 6. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Forum 5430: Gemeinde Wettingen<ref>Forum 5430</ref><ref>Wettingen Online: Einwohnerrat</ref>
- Forum Ostermundigen<ref>F O R U M-Ostermundigen</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gemeinde Ostermundigen – Grosser Gemeinderat ( vom 24. November 2012 im Internet Archive)</ref>
- Freie Liste Gossau<ref>stadtgossau.ch</ref>
- Freie Liste Kreuzlingen<ref name="kreuzlingen1">Stadt Kreuzlingen – die grösste Schweizer Stadt am Bodensee: Gemeinderat</ref><ref>Freie Liste Kreuzlingen – Geschichte</ref>
- Freie Wähler Adliswil: seit anfangs 1930er-Jahre bestehende kommunalpolitische Gruppierung<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Freie-Waehler-Adliswil: Geschichte ( vom 27. September 2012 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitglieder des Gemeinderates ( vom 2. November 2012 im Internet Archive)</ref>
- Gemeindeverein Opfikon-Glattburgg:Gemeinde Opfikon<ref>Gemeindeverein Opfikon-Glattbrugg – Willkommen beim Gemeindeverein Opfikon-Glattbrugg</ref>
- Il Noce: Bellinzona, Gruppierung um den 2012 abgewählten Stadtpräsidenten Brenno Martignoni<ref name="bellinzona1" /><ref>Stadtpräsident von Bellinzona nicht im Amt bestätigt – Schweiz – Aargauer Zeitung</ref><ref>CdT.ch – Ticino e Regioni – Bellinzona ha tagliato il Noce</ref>
- JETZT!: Linke Gemeindepartei in der Stadt Aarau<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Jetzt! ( vom 18. Januar 2012 im Internet Archive)</ref>
- Läbigs Bremgarte: Lokale linke Partei in Bremgarten AG<ref>Parteien. Abgerufen am 8. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Menschen für Frauenfeld: Im Stadtparlament von Frauenfeld vertreten<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Menschen für Frauenfeld – Wer wir sind ( vom 7. September 2011 im Internet Archive)</ref>
- Nouveau parti libéral: Partei des ehemaligen Neuenburger Regierungsrats Frédéric Hainard, im Stadtparlament von La Chaux-de-Fonds vertreten.
- Olten jetzt! (OJ!): Links-urbane Kommunalpartei; Seit den Wahlen 2021 mit sechs Personen im Gemeindeparlament und mit einer Person im Stadtrat der Stadt Olten vertreten.<ref>olten jetzt! Abgerufen am 6. Mai 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Partei für Zürich (PFZ): liberal-konservativ, Abspaltung der SVP
- Politische Frauengruppe St. Gallen: feministisch, links, im Stadtparlament von St. Gallen vertreten.<ref>PFG-Politische Frauengruppe St.Gallen</ref>
- Pro Aarau: im Stadtparlament von Aarau vertreten<ref>Pro Aarau</ref>
- Quartierverein Schlieren: Kommunalpolitische Gruppierung in Schlieren<ref>Quartierverein Schlieren</ref>
- Team baden: Stadt Baden
- Passarelle: Biel/Bienne, für parteilose Kommunalpolitik,<ref>passerelle-bielbienne.ch</ref> der Linken nahestehend.<ref>Mit drei Kandidaten in den Wahlkampf | Bieler Tagblatt</ref>
- Rägebogä-Egelshofä: Kreuzlingen<ref name="kreuzlingen1" />
Nationale Jungparteien
Die Jungparteien sind die Nachwuchsorganisationen der grösseren Parteien. Sie treten aber meist eigenständig zu Wahlen an und vertreten teils von der Mutterpartei abweichende Positionen.
- Die Junge Mitte (JM), Jungpartei der Mitte
- Junge Eidgenössisch-Demokratische Union (JEDU), Jungpartei der Eidgenössisch-Demokratischen Union
- Junge Evangelische Volkspartei (*jevp), Jungpartei der Evangelischen Volkspartei
- Junge Grüne (jgs), Jungpartei der Grünen Partei der Schweiz
- Junge Schweizer Demokraten (JSD), Jungpartei der Schweizer Demokraten
- Junge Grünliberale Schweiz (jglp), Jungpartei der Grünliberalen
- Junge Schweizerische Volkspartei (JSVP), Jungpartei der Schweizerischen Volkspartei
- Jungfreisinnige (JFS), Jungpartei der FDP.Die Liberalen Schweiz
- Jungsozialist*innen (JUSO), Jungpartei der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz
- Kommunistische Jugend Schweiz (KJS), Jungpartei der Partei der Arbeit der Schweiz
Bedeutende ehemalige Parteien
In der Reihenfolge ihrer Auflösung oder ihres Rückzugs aus der Politik:
Ehemalige linke Parteien
- Kommunistische Partei-Opposition (Schweiz), kommunistisch, gegründet 1930, mit einem Abgeordneten im Nationalrat vertreten, schloss sich 1935 der SP an.
- Fédération socialiste suisse, kommunistisch, 1939 von aus der SP ausgeschlossenen prosowjetischen Mitgliedern gegründet, 1941 verboten.
- Progressive Organisationen der Schweiz (POCH): 68er, stark links, zwischen 1985 und 1993 in den Grünen und der SP aufgegangen.
- Kommunistische Partei der Schweiz/Marxisten-Leninisten (KPS/ML): hervorgegangen aus dem 1964 in Lausanne gegründeten Centre-Lénine, Organisation des Marxistes-Léninistes de Suisse; maoistische Gruppierung, 1987 übergegangen in die Freiheitlich-Sozialistische Partei (FSP), deren Spur sich nach 1989 verliert.
- Liberalsozialistische Partei (LSP): 1946 hervorgegangen aus dem Schweizer Freiwirtschaftsbund, 1990 in der INWO Schweiz (Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung) aufgegangen.
- Revolutionäre Marxistische Liga (RML): trotzkistisch, gegründet 1969, 1980 Namensänderung in Sozialistische Arbeiterpartei (SAP), 1990 aufgelöst, Nachfolgeorganisationen u. a. SolidaritéS und Bewegung für Sozialismus (BfS) – entfernt auch in den Grünen.
- Partito Socialista Autonomo (PSA): Kanton Tessin, linkssozialistisch, marxistisch, 1969 als SP-Abspaltung gegründet, 1988 Umbenennung in Partito Socialista Unitario (PSU), 1992 Wiedervereinigung mit SP.
- Frauen macht Politik! (FraP!): feministisch, links, 1991–1998 im Nationalrat vertreten.
- Alliance de Gauche: Wahlbündnis zwischen der Partei der Arbeit und SolidaritéS von 1993 bis 2006
- Demokratisch-Soziale Partei (DSP): Kantone Basel-Stadt, Graubünden und Freiburg (hier: Mouvement Ouverture/Freie Liste), zentristische, traditionssozialdemokratische Abspaltung der SP, leicht links der Mitte, Auflösung um 2010
Ehemalige rechte Parteien
- Nationalsozialistische Eidgenössische Arbeiterpartei: nationalsozialistisch, Teil der Frontenbewegung, 1935 aufgelöst.
- Volksbund: antisemitisch, „deutschlandfreundlich“, Teil der Frontenbewegung, 1938 aufgelöst.
- Nationale Front: nationalsozialistisch, Teil der Frontenbewegung, 1940 aufgelöst, Nachfolgeorganisation Eidgenössische Sammlung 1943 verboten.
- Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB): bürgerlich, 1971 zusammen mit der Demokratischen Partei in der SVP aufgegangen.
- Republikanische Bewegung (Rep): fremdenfeindlich, rechtspopulistisch, nationalistisch, bürgerlich, 1989 in den Schweizer Demokraten aufgegangen.
- Vigilance: Kanton Genf, populistisch, fremdenfeindlich, von 1975 bis 1989 im Nationalrat vertreten, 1991 aufgelöst.<ref>Sébastien Farré: Vigilance. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 17. Oktober 2011, abgerufen am 6. Juni 2019.</ref>
- Partei National Orientierter Schweizer (PNOS): rechtsextrem; gegründet 2000, aufgelöst 2022.
Ehemalige andere Parteien
- Jungbauernbewegung (Schweizerische Bauernheimatbewegung): Abspaltung von der BGB, für kleinbäuerliche Interessen, für Lohn- und Preisstützungspolitik (keynesianische Wirtschaftspolitik), Ende 1940er Jahre Rückzug aus der Politik.<ref>Peter Moser: Bauernheimatbewegung. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 27. April 2004, abgerufen am 6. Juni 2019.</ref>
- Demokraten: unabhängig, anfangs eher links, später bürgerlich, 1971 aufgegangen in SVP und der damaligen FDP.
- Parti progressiste national (PPN): Kanton Neuenburg, liberal, entstand 1919 aus den beiden Bürgerwehren Ligue ordre et liberté und die Union hélvetique,1922 bis 1931 im Nationalrat vertreten, 1981 in der Liberalen Partei aufgegangen.
- Landesring der Unabhängigen (LdU): sozialliberal, Mitte, 1999 aufgelöst.
- Liberale Partei der Schweiz (LPS): 2009 mit der FDP fusioniert zur FDP.Die Liberalen
- Freisinnig-Demokratische Partei (FDP): 2009 mit der LPS fusioniert zur FDP.Die Liberalen
- Christlichdemokratische Volkspartei (CVP): 2021 mit der BDP auf nationaler Ebene fusioniert zu Die Mitte. Auf kantonaler Ebene tritt die Partei in einigen Kantonen weiterhin unter dem Namen CVP auf.
- Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP): 2021 mit der CVP fusioniert zu Die Mitte.
Entwicklung des politischen Einflusses der Parteien
- Entwicklung der Wähleranteile bei Nationalratswahlen<ref>Bundesamt für Statistik: Nationalratswahlen: Stärke der Parteien. Daten Download. 29. November 2019, abgerufen am 30. November 2019.</ref>
Entwicklung der Wähleranteile bei Nationalratswahlen 1919–2023
- Entwicklung der Sitzverteilung im Bundesrat
Datei:Sitzverteilung Bundesrat.png
Siehe auch
- Liste der politischen Parteien in Deutschland
- Politische Parteien in Österreich
- Politisches Spektrum
Literatur
- Michael Hermann, Heiri Leuthold: Atlas der politischen Landschaften – ein weltanschauliches Porträt der Schweiz. vdf Hochschulverlag AG an der ETH, Zürich 2003, ISBN 3-7281-2901-1.
- Dominic Iten: Die Linke in der Schweiz : Eine Einführung. Mandelbaum Verlag eG, Wien 2025, ISBN 978-3-99136-522-8.
- Dania Koch: Parteipublikationen und Parteiunterlagen – föderale Vielfalt auf dem Weg in Gedächtnisinstitutionen? Eine Recherche und Analyse zur Sammeltätigkeit von Gedächtnisinstitutionen in der Schweiz, Masterthesis in Information Science, Fachhochschule Graubünden, Chur 2026, siehe insbesondere ab S. 141 (PDF)
- Andreas Ladner: Swiss political parties: Between persistence and change. In: West European Politics. 3. Dezember 2007, doi:10.1080/01402380108425436.
- Patricia Schiess Rütimann: Politische Parteien: Privatrechtliche Vereinigungen zwischen öffentlichem Recht und Privatrecht. Habilitation Zürich 2010, Band 41 der Reihe «Schriften zum Parteienrecht und zur Parteienforschung», Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-6959-2.
Weblinks
- Urs Altermatt, David Luginbühl: Parteien. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Leonhard Neidhart: Bürgerliche Parteien. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Jahresrückblicke zu den Parteien – Institut für Politikwissenschaft Universität Bern
Einzelnachweise
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FDP.Die Liberalen (FDP) | Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) | Liberale Partei der Schweiz (LPS) | Schweizerische Volkspartei (SVP) | Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) | Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) | Die Mitte
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Schweizerische Volkspartei (SVP) | Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) | Die Mitte | FDP.Die Liberalen (FDP) | Grüne Schweiz | Grünliberale Partei (GLP) | Evangelische Volkspartei (EVP) | Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) | Mouvement citoyens genevois (MCG) | Lega dei Ticinesi
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