Olympische Winterspiele 1964/Ski Nordisch
| Ski Nordisch bei den IX. Olympischen Winterspielen | |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122; text-align: center;" | Datei:Olympic rings without rims.svg | |
| Datei:Cross country skiing pictogram.svgDatei:Ski jumping pictogram.svgDatei:Nordic combined pictogram.svg | |
| Information | |
| Austragungsort | Datei:Flag of Austria.svg Innsbruck / Seefeld in Tirol |
| Wettkampfstätte | Bergiselschanze / Toni-Seelos-Olympiaschanze, Olympiaregion Seefeld |
| Nationen | 24 |
| Athleten | 231 (35 Frauen und 196 Männer) |
| Datum | 18.–28. Februar 1964 |
| Entscheidungen | 10 |
| ← Squaw Valley 1960 | |
Bei den IX. Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck fanden zehn Wettbewerbe im nordischen Skisport statt. Diese galten gleichzeitig als 25. Nordische Skiweltmeisterschaften. Neben olympischen Medaillen wurden auch Weltmeisterschaftsmedaillen vergeben. Einzige Ausnahme war die Nordische Kombination, in der es ausschließlich olympische Medaillen gab. Austragungsorte waren die Toni-Seelos-Olympiaschanze in Seefeld in Tirol (mitsamt dazu gehörendem Skistadion) sowie die Bergiselschanze in Innsbruck.
Erstmals standen zwei Wettbewerbe im Skispringen auf dem Programm, einen wie bisher auf einer kleineren sog. Normalschanze und einen auf einer Großschanze. Weiterhin galt, dass die Springer drei Sprünge absolvierten, von denen die besten zwei in die Wertung kamen. Bei den Frauen kam mit dem 5-km-Langlauf eine dritte Disziplin hinzu.
Letztmals bei Olympischen Winterspielen starteten die Bundesrepublik Deutschland und die DDR als gesamtdeutsche Mannschaft. Diese Mannschaft war die einzige, die neben den skandinavischen Ländern und der Sowjetunion mit einem dritten Platz eine Medaille gewinnen konnte. Die schon von vergangenen Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen bekannte Dominanz der Nordländer sowie der Sowjetunion war auch hier in Innsbruck wieder vorzufinden.
Bilanz
Medaillenspiegel
| Platz | Land | Gold | Silber | Bronze | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Datei:Flag of Finland icon.svg Finnland | 3 | 3 | 2 | 8 |
| 2 | Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Sowjetunion | 3 | 2 | 4 | 9 |
| 3 | Datei:Flag of Norway.svg Norwegen | 2 | 3 | 2 | 7 |
| 4 | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | 2 | 2 | 1 | 5 |
| 5 | Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Deutschland | – | – | 1 | 1 |
Medaillengewinner
| Konkurrenz | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| Normalschanze | Datei:Flag of Finland icon.svg Veikko Kankkonen | Datei:Flag of Norway.svg Toralf Engan | Datei:Flag of Norway.svg Torgeir Brandtzæg |
| Großschanze | Datei:Flag of Norway.svg Toralf Engan | Datei:Flag of Finland icon.svg Veikko Kankkonen | Datei:Flag of Norway.svg Torgeir Brandtzæg |
| Konkurrenz | Gold | Silber | Bronze |
|---|---|---|---|
| Einzel | Datei:Flag of Norway.svg Tormod Knutsen | Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Nikolai Kisseljow | Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Georg Thoma |
Vorschau
Sport Zürich befasste sich in seiner Ausgabe vom 29. Januar 1964 mit einer Vorschau. Hinsichtlich der Langlaufbewerbe wurde ein erstarktes norwegisches Team erwartet, worauf der Staffelsieg gegen Schweden und Finnland vom Dezember 1963 schließen ließ. Ein Fragezeichen stand hinter dem Leistungsvermögen der Sowjetteilnehmer, die vor zwei Jahren bei den Weltmeisterschaften in Zakopane enttäuscht hatten. Die Loipen in Seefeld erforderten nicht nur Kondition, sondern ebenso sehr Schnelligkeit und Souplesse. Bei den Italienern wisse man faktisch wenig über die Form ihrer Asse Giulio Deflorian und Marcello de Dorigo, die sich zur Vorbereitung im Norden aufgehalten hatten, dort aber in den Testprüfungen mit Norwegen und Schweden jeweils auf schlechten Plätzen gelandet waren. Es sei schwer, an die Wiederholung der Sensation von 1963 zu glauben. Jedenfalls würden außer den Skandinaviern, Sowjets und Italienern all die übrigen chancenlos sein.
In der Nordischen Kombination sei ein offener Kampf zu erwarten, Olympiasieger Georg Thoma habe in diesem Winter unerwartet große Unsicherheiten an der Schanze gezeigt. Die Chancen des Schweizer Meisters Alois Kälin seien noch nie so gut wie diesmal. Weltmeister Arne Larsen habe sich im Springen stark verbessert. Es wurde auch geschrieben, sich auf eine Sensation durch Bjørn Wirkola einzustellen. Für die Seelos-Schanze wurden Toralf Engan, Veikko Kankkonen, Helmut Recknagel und Dieter Neuendorf, Antoni Łaciak und Józef Przybyła beste Chancen zugestanden. Für die Großschanze gab es eine ganze Reihe von Medaillenaspiranten: Kankkonen, Engan, Nilo Halonen, Torgeir Brandtzæg, Torbjørn Yggeseth, Max Bolkart, Recknagel und die vielen Sowjetspringer (Alexander Iwannikow, Nikolai Schamow und Nikolai Kamenski), dazu die beiden Draufgänger Neuendorf und Przybyła.
Langlauf Männer
15 km
Datum: 2. Februar 1964, 09:30 Uhr
Höhenunterschied: 192 m; Maximalanstieg: 68 m; Totalanstieg: 492 m
71 Teilnehmer aus 21 Ländern, davon 69 in der Wertung
30 km
Datum: 30. Januar 1964, 08:30 Uhr
Höhenunterschied: 245 m; Maximalanstieg: 72 m; Totalanstieg: 964 m
69 Teilnehmer aus 23 Ländern, davon 66 in der Wertung
Der Kurs bestand aus der 10-km-Damenstrecke und danach einer 20-km-Schleife. Im Ziel war es zu Rennbeginn −13,5 °C kalt, es gab völlig klares Wetter, der Schnee war sehr hart und gut. Die Startintervalle betrugen 30 Sekunden. Mäntyranta startete als Letzter und hatte das gesamte Feld vor sich. Sein Landsmann Laurila machte vor ihm das Tempo (nach 10 km Dritter, nach 20 km Zweiter), erfüllte diese undankbare taktische Aufgabe erfüllt fiel auf Rang 6 zurück. Grønningen, als langsamer Starter bekannt, war vorerst Siebter, dann Vierter und überholte noch Worontschichin, der von Rang 5 auf 3 vorgestoßen war. Sixten Jernberg lief trotz einer Netzhauterkrankung überraschend stark, jedoch war der deutsche Meister Walter Demel als echte Sensation zu betrachten, der als bester Mitteleuropäer mit nur rund eineinhalb Minuten Rückstand Rang 10 belegte Der Südkoreaner Yong-Ok lief mit Skibruch einen Kilometer weiter; ihm wurde von der Rennleitung ein Ersatzski angeboten, was er vorerst mit höflicher Verbeugung ablehnte, doch nach längerem Hin und Her nahm er das Angebot an.<ref>«Jäger Maentyranta holte sich Gold im 30-km-Skimarathon». In: Kronen-Zeitung, 31. Januar 1964, S. 18.</ref><ref>«Weltmeister Maentyranta auch Olympiasieger». In: Kleine Zeitung Graz, 31. Januar 1964, S. 11.</ref>
50 km
Datum: 4. Februar 1964, 08:30 Uhr
Höhenunterschied: 196 m; Maximalanstieg: 98 m; Totalanstieg: 1597 m
41 Teilnehmer aus 15 Ländern, davon 30 in der Wertung
Infolge der tiefen Nachttemperaturen war die Strecke sehr schnell. Die Schneeverhältnisse waren gut, der Schnee war hart und körnig, in den Schattenstellen gab es Pulverschnee. Tiainen legte mit Startnummer 1 bereits eine großartige Zeit vor. Bis 37,5 Kilometer führte dann der mir Nr. 35 gestartete Finne Kalevi Hämäläinen, zuletzt noch mit 20 Sekunden Vorsprung auf Jernberg, doch der amtierende Weltmeister (Nr. 41) und Rönnlund (Nr. 18) holten unnachgiebig auf; am Ende fand sich Hämäläinen Rang 16. Jernberg feierte den Sieg einen Tag vor seinem 35. Geburtstag.<ref>«Jernberg: Schönstes Geburtstagsgeschenk»: In: Kleine Zeitung Graz, 6. Februar 1964, S. 14.</ref><ref>«Unter dem „Heja“ der Landsleute: Jernberg gewann Skimarathon». In: Kronen-Zeitung, 6. Februar 1964, S. 19.</ref>
4 × 10 km Staffel
Datum: 8. Februar 1964, 09:00 Uhr
Höhenunterschied: 140 m; Maximalanstieg: 43 m; Totalanstieg: 354 m
15 Staffeln am Start, alle in der Wertung
Langlauf Frauen
5 km
Datum: 4. Februar 1964, 09:00 Uhr
Höhenunterschied: 64 m; Maximalanstieg: 39 m; Totalanstieg: 150 m
32 Teilnehmerinnen aus 11 Ländern, alle in der Wertung
Favoritinnen waren die Läuferinnen aus der Sowjetunion, sie konnten aber die Spitzenränge nicht en bloc vereinnahmen. Die Voraussagen hinsichtlich Schweden und Finnland als größte Widersacherinnen bewahrheiteten sich: Lehtonen lag zur Halbdistanz noch knapp hinter Bojarskich, doch die Lehrerin aus Sibirien verfügte über genügend Reserven, um im Finish die Finnin auf Distanz zu halten.<ref>«Russin gewann 5-km-Langlauf der Damen». In: Kleine Zeitung Graz, 6. Februar 1964, S. 16.</ref>
10 km
Datum: 1. Februar 1964, 09:30 Uhr
Höhenunterschied: 103 m; Maximalanstieg: 37 m; Totalanstieg: 256 m
35 Teilnehmerinnen aus 12 Ländern, alle in der Wertung
3 × 5 km
Datum: 7. Februar 1964, 09:30 Uhr
Höhenunterschied: 64 m; Maximalanstieg: 39 m; Totalanstieg: 150 m
8 Staffeln am Start, alle in der Wertung
Obwohl über Nacht 15 cm Neuschnee gefallen war, war die Loipe morgens bei schönem Wetter recht schnell und im guten Zustand. Die Sowjetunion, die sowohl 1956 durch Finnland als auch 1960 durch Schweden besiegt worden war, war aufgrund der bisherigen Einzelkonkurrenzen der logische Favorit und übernahm schon nach 500 m die Führung, die sie nicht mehr abgab und sogar auf mehr als zwei Minuten ausbaute; jede Läuferin lief auf ihrem Abschnitt Bestzeit. Seltsames ereignete sich bei der finnischen Startläuferin Pusula, die eine derart schwache Zeit lief, sodass sie von ihrer Konkurrentin Koltschina um zweieinhalb Minuten distanziert wurde. Sie war in der gleißenden Sonne schneeblind geworden und taumelte durch die zweite Streckenhälfte. Doch schon auf der zweiten Teilstrecke konnte Pöysti den dritten Platz zurückerobern. Harte Positionskämpfe spielten sich hinter den Medaillenstaffeln ab, wobei sich Bulgarien noch auf Rang 5 vorschieben konnte.<ref>«Damenstaffel: 1. UdSSR, 2. Schweden». In: Kleine Zeitung Graz, 8. Februar 1964, S. 14.</ref><ref>«UdSSR-Staffel unter einer Stunde». In: Kurier Wien, 8. Februar 1964, S. 9.</ref><ref>«Erstmals russischer Sieg im Damen-Staffellauf». In: Sport Zürich, 8. Februar 1964, S. 6.</ref>
Skispringen
Normalschanze
Datum: 31. Januar 1964, 13:00 Uhr
Anlage: Toni-Seelos-Olympiaschanze
53 Teilnehmer aus 15 Ländern, alle in der Wertung
Der bei bitterer Kälte mit abwechselnd Sonnenschein und leichtem Schneefall ausgetragene Wettbewerb verlief äußerst spannend, denn erst mit dem letzten Springer, Veikko Kankkonen, stand der Sieger fest. Dabei hatte der Finne seinen ersten Sprung verpatzt und war nur auf Platz 29 gekommen. Trotz verkürztem Anlauf wurde der aus dem Vorjahr von Georg Thoma gehaltene Schanzenrekord von 76,5 m viermal verbessert, wobei Josef Matouš letztlich mit 80,5 m die neue Bestmarke aufstellte und sich damit in Führung setzte. Im zweiten Durchgang wurde der Anlauf erneut verkürzt, weil der kritische Punkt bereits mehr als die erlaubten 10 % übersprungen worden war. Beinahe wäre trotzdem der Schanzenrekord erneut gefallen, denn Kankkonen erreichte 80,0 m und rückte auf Rang 4 vor. Neuer Erster war Engan vor Matouš und Neuendorf. Der dritte Durchgang litt etwas unter dem aufkommenden Wind, der doch einigen Springern mehr zusetzte als anderen. Engan bewies seine Beständigkeit mit 79,0 m und schien der sichere Sieger zu sein, aber Kankkonen mit derselben Weite und Stilnote überflügelte ihn dank der im zweiten Durchgang um 3,60 höheren Punktezahl. Auch Brandtzæg steigerte sich und legte eine Weite vor, die ihn noch die Bronzemedaille brachte. Unter den 30.000 Zuschauern befand sich auch das persische Kaiserpaar.<ref>«Kankkonen die Sensation des Tages». In: Kurier Wien, 1. Februar 1964.</ref><ref>«Der letzte Sprung entschied für Kankkonen». In: Kleine Zeitung Graz, 1. Februar 1964, S. 13.</ref>
Großschanze
Datum: 9. Februar 1964, 13:00 Uhr
Anlage: Bergiselschanze
52 Teilnehmer aus 15 Ländern, alle in der Wertung
Wie zuvor in Seefeld trugen hier dieselben Sportler die Medaillenentscheidung aus. Es gab eine etwas fragliche Benotung zu Silbermedaillengewinner Kankkonen, bei dem sich die Wertungsrichter offensichtlich nicht einig waren, ob dessen zweiter Sprung als „gestürzt“ galt. Kankonnen war mit den Händen leicht im Schnee gewesen. Der Kanadier Dokka gab deshalb die 9, die Richter 2, 4 und 5 gaben 17, 18,5 und 18 – und der dritte, der Finne Koskivuori, fand mit der 15 einen Kompromiss. Kankonnen stellte im ersten Durchgang mit 93,5 Metern den Schanzenrekord des Polen Józef Przybyła ein.<ref>«Ein Volksfest auf dem Berg Isel». In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 11. Februar 1964, S. 14.</ref>
Nordische Kombination
| Rang | Athlet | Nation | Vorlage:SportPicto Skispringen | Vorlage:SportPicto Skilanglauf | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sprung 1 | Sprung 2 | Sprung 3 | Gesamt | ||||||||
| Punkte | Punkte | Punkte | Punkte | Rang | Zeit [min] | Punkte | Rang | Punkte | |||
| 1 | Tormod Knutsen | Datei:Flag of Norway.svg NOR | 120,8 | 118,1 | 238,9 | 2 | 50:58,6 | 230,38 | 4 | 469,28 | |
| 2 | Nikolai Kisseljow | Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS | 113,9 | 119,1 | 233,0 | 3 | 51:49,1 | 220,04 | 8 | 453,04 | |
| 3 | Georg Thoma | Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA | 122,0 | 119,1 | 241,1 | 1 | 52:31,2 | 211,78 | 10 | 452,88 | |
| 4 | Nikolai Gussakow | Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS | 103,4 | 120,0 | 223,4 | 7 | 51:19,8 | 225,96 | 5 | 449,36 | |
| 5 | Arne Larsen | Datei:Flag of Norway.svg NOR | 96,5 | 101,8 | 198,3 | 17 | 50:49,6 | 232,33 | 3 | 430,63 | |
| 6 | Arne Barhaugen | Datei:Flag of Norway.svg NOR | 95,7 | 95,6 | 191,3 | 20 | 50:40,4 | 234,33 | 2 | 425,63 | |
| 7 | Wjatscheslaw Drjagin | Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS | 101,8 | 114,4 | 216,2 | 10 | 52:58,3 | 206,55 | 12 | 422,75 | |
| 8 | Ezio Damolin | Datei:Flag of Italy.svg ITA | 99,5 | 98,6 | 198,1 | 18 | 51:42,3 | 221,44 | 7 | 419,54 | |
| 9 | Rainer Dietel | Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA | 114,5 | 109,3 | 223,8 | 6 | 54:07,3 | 193,34 | 15 | 417,14 | |
| 10 | Willi Köstinger | Datei:Flag of Austria.svg AUT | 113,8 | 111,7 | 225,5 | 5 | 54:35,5 | 188,18 | 18 | 413,68 | |
| 12 | Alois Kälin | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg CHE | 81,6 | 78,3 | 159,9 | 28 | 49:12,8 | 253,33 | 1 | 413,23 | |
| 16 | Roland Weißpflog | Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA | 117,1 | 115,3 | 232,4 | 4 | 56:18,2 | 169,30 | 23 | 401,70 | |
| 17 | Horst Möhwald | Datei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA | 97,0 | 92,2 | 189,2 | 23 | 52:56,2 | 206,98 | 11 | 396,18 | |
| 19 | Waldemar Heigenhauser | Datei:Flag of Austria.svg AUT | 105,4 | 105,0 | 210,4 | 11 | 56:24,1 | 168,32 | 25 | 378,72 | |
| 28 | Leopold Kohl | Datei:Flag of Austria.svg AUT | 82,2 | 99,4 | 181,6 | 25 | 57:09,8 | 160,26 | 29 | 341,86 | |
| 29 | Franz Scherübl | Datei:Flag of Austria.svg AUT | 76,6 | 93,0 | 169,6 | 27 | 56:19,9 | 169,00 | 24 | 338,60 | |
Datum: 2. Februar, 14:05 Uhr (Skispringen) / 3. Februar, 13:05 Uhr (Langlauf)
32 Teilnehmer aus 11 Ländern, davon 31 in der Wertung
In den Anfangsjahrzehnten wurde die Nordische Kombination in nur einer Variante ausgetragen. Hier in Innsbruck wurde wie bei den drei vorangegangenen Spielen zunächst das Skispringen und als zweite Disziplin der Langlauf ausgetragen. Der Sprunglauf bestand aus drei Versuchen, von denen die besten zwei Sprünge in die Wertung kamen. Der Langlauf wurde seit 1956 separat und nicht zusammen mit den Spezialisten, ausgetragen. Die Distanz betrug auch hier in Innsbruck 15 Kilometer.<ref>Innsbruck 1964, Nordic Combined Results, olympics.com (englisch). Abgerufen am 11. August 2023</ref>
Beim Springen behinderte heftiger Ostwind die Konkurrenten. Die Schanze lag im Schatten, daher war die Anlaufspur hart. Hingegen stand der Aufsprung bereits unter Sonneneinwirkung und war weich. Georg Thoma setzte sich gleich nach dem ersten Durchgang in Führung, er und Tormod Knutsen sprangen am gleichmäßigsten und nahmen nach dem Springen die Ränge eins (Thoma) und zwei ein. Starke Windböen sorgten immer wieder für Unterbrechungen. Wurde ein Springer von einem Windstoß erfasst, war unweigerlich mit einer «Notlandung» zu rechnen. Es gab auch verhältnismäßig viele Stürze, die aber allgemein glimpflich verliefen. Eine Überraschung lieferte der nach dem Springen viertplatzierte Deutsche Roland Weißpflog. Auch der Österreicher Willi Köstinger hielt sich mit seinem fünften Zwischenrang gut, während sein Landsmann Waldemar Heigenhauser nicht seinen besten Tag hatte und nach dem dritten Durchgang noch von Rang sieben auf Platz elf zurückfiel.
Im Laufen hätte Thoma nur rund elf Sekunden auf Knutsen und etwa vierzig Sekunden auf den sowjetischen Athleten Nikolai Kisseljow einbüßen dürfen, um seine Goldmedaille von Squaw Valley wiederholen zu können. Doch der Schwarzwälder hatte wie auch viele andere Kombinierer zu glatt gewachst, kam mehrmals aus der Spur und stürzte dreimal. Dennoch konnte er mit Bronze auch hier wieder eine Medaille gewinnen. Kälin hatte als schnellster Läufer mit Platz 28 beim Springen alle Chancen bereits verspielt. So wurde Tormod Knutsen mit der viertschnellsten Laufzeit Olympiasieger vor Nikolai Kisseljow als Dritter im Springen sowie Achter im Langlauf.<ref>«Thoma springt zuletzt». In: Kurier Wien, 1. Februar 1964, S. 8.</ref><ref>«Olympiasieger Thoma entthront». In: Kurier Wien, 3. Februar 1964, S. 10.</ref><ref>«Knutsen nahm diesmal an Thoma Revanche». In: Kleine Zeitung Graz, 4. Februar 1964, S. 16.</ref>
Literatur
- Skilanglauf bei den Olympischen Winterspielen: Liste der Olympiasieger im Skilanglauf. Hrsg. Bucher Gruppe, Verlag General Books, 2010, 188 Seiten.
Weblinks
- Offizieller Bericht der IX. Olympischen Winterspiele Innsbruck 1964, library.la84.org (PDF; 21,1 MB). Abgerufen am 11. August 2023
- Olympic Winter Games 1964, olympedia.org (englisch). Abgerufen am 11. August 2023
- Innsbruck 1964, Results, olympics.com (englisch). Abgerufen am 11. August 2023
- Langlauf bei den Olympischen Winterspielen 1964 in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch; archiviert vom Original)Vorlage:Abrufdatum. Abgerufen am 11. August 2023
- Skispringen bei den Olympischen Winterspielen 1964 in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch; archiviert vom Original)Vorlage:Abrufdatum. Abgerufen am 11. August 2023
- Nordische Kombination bei den Olympischen Winterspielen 1964 in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch; archiviert vom Original)Vorlage:Abrufdatum. Abgerufen am 11. August 2023
- Offizieller Bericht der Olympischen Winterspiele 1964 (PDF; 21,1 MB)
Einzelnachweise
<references />
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Biathlon | Bob | Eishockey | Eiskunstlauf | Eisschnelllauf | Nordische Kombination | Rennrodeln | Ski Alpin | Skilanglauf | Skispringen
Demonstration: Eisstockschießen
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Skilanglauf bei Olympischen Spielen – Skispringen bei Olympischen Spielen – Nordische Kombination bei Olympischen Spielen
Chamonix 1924 | St. Moritz 1928 | Lake Placid 1932 | Garmisch-Partenkirchen 1936 | St. Moritz 1948 | Oslo 1952 | Cortina d’Ampezzo 1956 | Squaw Valley 1960 | Innsbruck 1964 | Grenoble 1968 | Sapporo 1972 | Innsbruck 1976 | Lake Placid 1980 | Sarajevo 1984 | Calgary 1988 | Albertville 1992 | Lillehammer 1994 | Nagano 1998 | Salt Lake City 2002 | Turin 2006 | Vancouver 2010 | Sotschi 2014 | Pyeongchang 2018 | Peking 2022 | Mailand-Cortina 2026
Listen: Olympiasieger im Skilanglauf – Olympiasieger im Skispringen – Olympiasieger in der Nordischen Kombination
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Weltmeister im Skilanglauf | Weltmeister im Skispringen | Weltmeister in der Nordischen Kombination
Chamonix 1924 | Johannisbad 1925 | Lahti 1926 | Cortina d’Ampezzo 1927 | St. Moritz 1928 | Zakopane 1929 | Oslo 1930 | Oberhof 1931 | Lake Placid 1932 | Innsbruck 1933 | Sollefteå 1934 | Vysoké Tatry 1935 | Garmisch-Partenkirchen 1936 | Chamonix 1937 | Lahti 1938 | Zakopane 1939 | Cortina d’Ampezzo 1941 (inoffiziell) | St. Moritz 1948 | Lake Placid 1950 | Oslo 1952 | Falun 1954 | Cortina d’Ampezzo 1956 | Lahti 1958 | Squaw Valley 1960 | Zakopane 1962 | Innsbruck 1964 | Oslo 1966 | Grenoble 1968 | Vysoké Tatry 1970 | Sapporo 1972 | Falun 1974 | Innsbruck 1976 | Lahti 1978 | Lake Placid 1980 (ausgelagert: Falun 1980) | Oslo 1982 | Sarajevo 1984 | Engelberg und Rovaniemi 1984 | Seefeld 1985 | Oberstdorf 1987 | Lahti 1989 | Val di Fiemme 1991 | Falun 1993 | Thunder Bay 1995 | Trondheim 1997 | Ramsau 1999 | Lahti 2001 | Val di Fiemme 2003 | Oberstdorf 2005 | Sapporo 2007 | Liberec 2009 | Oslo 2011 | Val di Fiemme 2013 | Falun 2015 | Lahti 2017 | Seefeld 2019 | Oberstdorf 2021 | Planica 2023 | Trondheim 2025 | Falun 2027 | Lahti 2029 | 2031
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Skilanglauf bei den Olympischen Winterspielen
- Nordische Kombination bei den Olympischen Winterspielen
- Skispringen bei den Olympischen Winterspielen
- Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen 1964
- Nordische Skiweltmeisterschaften
- Nordische Skiweltmeisterschaften (Österreich)
- Männerskisprungwettbewerb
- Sportveranstaltung in Seefeld in Tirol
- Sportveranstaltung in Innsbruck