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Olympische Winterspiele 1964/Eisschnelllauf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eisschnelllauf bei den
Olympischen Winterspielen 1964
colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122; text-align: center;" | Datei:Innsbruck1964.jpg
Datei:Speed skating pictogram.svg
Information
Austragungsort OsterreichÖsterreich Innsbruck
Wettkampfstätte Olympia Eisschnelllaufbahn
Nationen 22
Athleten 134 (91 Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg, 43 Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg)
Datum 30. Januar – 6. Februar 1964
Entscheidungen 8
Squaw Valley 1960

Bei den IX. Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck fanden acht Wettbewerbe im Eisschnelllauf statt. Austragungsort war die Olympia Eisschnelllaufbahn.

Bilanz

Datei:OL Innsbruck 1964 500m skøyter Gull - L0029 453bFo30141606080008.jpg
Olympia-Eisstadion

Medaillenspiegel

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Sowjetunion 5 5 2 12
2 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Norwegen 1 3 3 7
3 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Schweden 1 1
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 1 1
5 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Finnland 1 1 2
6 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande 1 1
Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea 1 1

Medaillengewinner

Männer
Konkurrenz Gold Silber Bronze
500 m Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Richard McDermott NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Alv Gjestvang
Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Jewgeni Grischin
Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wladimir Orlow
1500 m Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Ants Antson NiederlandeNiederlande Kees Verkerk NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Villy Haugen
5000 m NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Knut Johannesen NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Per Ivar Moe NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Fred Anton Maier
10.000 m SchwedenSchweden Jonny Nilsson NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Fred Anton Maier NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Knut Johannesen
Frauen
Konkurrenz Gold Silber Bronze
500 m Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Lidija Skoblikowa Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Irina Jegorowa Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Tatjana Sidorowa
1000 m Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Lidija Skoblikowa Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Irina Jegorowa FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Kaija Mustonen
1500 m Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Lidija Skoblikowa FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Kaija Mustonen Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Albertina Kolokolzewa
3000 m Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Lidija Skoblikowa Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walentina Stenina
Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Han Pil-hwa

Vorschau

Die Vorschau des Sport Zürich in seiner Ausgabe vom 29. Januar 1964 ging davon aus, dass alle vier Herrenbewerbe völlig offen seien. Verschiedene Favoriten (Jewgeni Grischin, Jonny Nilsson) hätten ihre Karten noch nicht aufgedeckt, andere wie der neue sowjetische 1500-Meter-Meister Lew Saizew und auch die US-Sprinter würden ohne vorangegangene internationale Tests antreten. Aufgrund der Eisqualität (das bei der Präparierung verwendete Wasser enthalte zu viel Kalk) und die Olympiabahn mit Gegenwind auf der Geraden würden kaum Weltrekorde möglich sein. Es werde auch keine Vormachtstellungen geben, gerade die kürzlich stattgefundenen Europameisterschaften in Oslo hätten bewiesen, dass viele Favoriten sich nicht durchsetzen konnten. Die Weltklasse sei derart breit geworden, dass ein kleiner technischer Fehler oder eine leichte Indisponiertheit die gründlichste und ausgedehnteste Vorbereitung in Frage stellen könne.<ref name="vorschau">Sport Zürich, 29. Januar 1964.</ref>

Auch der Unterschied in den klimatischen Verhältnissen lasse keine Vergleiche zwischen Oslo und Innsbruck zu. Sogar die zehn Tage, die zwischen den Bewerben liegen, könnten ausschlaggebend sein. Zwar würden nur jene, die auf den aktuellen Bestenlisten stünden, Olympiasieger werden können. Bei Grischin sei wahrscheinlich, dass seine Landsleute Rafael Gratsch und Wladimir Orlow seine größten Konkurrenten nebst einem der US-Läufer (Bill Disney, Eddie Rudolph, Tom Gray und Richard McDermott) sein würden. Außenseiter seien die beiden Schweden Heike Hedlund und Björn Lekman. Über 1500 Meter werde Grischin ohne Chancen starten, Saizew sei der logische Favorit. Es wurden Namen wie Ants Antson und zwei offensichtlich doch nicht berücksichtigte Herren, Juri Jumaschew und Woronin, weiters Dick Hunt, Stan Fail und Buddy Campbell oder Manne Lavås, Jonny Nilsson und Hedlund, dazu Rudie Liebrechts und Günter Traub genannt. Über 5000 und 10.000 Meter sei Nilsson der Mann, der geschlagen werden müsse. Medaillenanwärter seien auch noch die Norweger Knut Johannesen, Per Ivar Moe und Fred Anton Maier, die Sowjets Ants Antson, Juri Jumaschew und Eduard Matussewitsch, weiters noch die Holländer Liebrechts und Kees Verkerk und die Schweden Ivar Nilsson und Örjan Sandler. Bei den Damen wurde klar festgestellt, dass die sowjetischen Damen (an ihrer Spitze Lidija Skoblikowa) den größten Teil der Medaillen einheimsen werden. Auf den kurzen Distanzen seien auch gewisse Chancen für die US-Starterin Jeanne Ashworth und die Schwedin Gunilla Jacobsson vorhanden.<ref name="vorschau" />

Ergebnisse Männer

500 m

Platz Land Sportler Zeit (s)
1 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Richard McDermott 40,1 (OR)
2 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Alv Gjestvang 40,6
Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Wladimir Orlow 40,6
Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Jewgeni Grischin 40,6
5 JapanDatei:Flag of Japan.svg JPN Keiichi Suzuki 40,7
6 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Eddie Rudolph 40,9
7 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Heike Hedlund 41,0
8 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Bill Disney 41,1
9 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Villy Haugen 41,1
10 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Rafael Gratsch 41,4
16 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Helmut Kuhnert 41,8
24 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Herbert Höfl 42,3
Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Günter Tilch
33 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Günter Traub 43,4
35 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Manfred Zojer 43,5
36 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Peter Toyfl 43,7
43 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg CHE Jean-Pierre Guéron 44,9
Datei:Yevgeny Grishin 1964.jpg
Jewgeni Grischin

Datum: 4. Februar 1964, 12:40 Uhr
44 Teilnehmer aus 19 Ländern, alle in der Wertung.

Nach zwölf Jahren holte wieder ein US-Sportler Olympiagold im Eisschnelllauf. Vorerst lagen Grischin, Orlow und Gjestvang in Führung. McDermott unterbot Grischins Olympiarekord von 1960 um eine Zehntelsekunde. Dabei profitierte er von den besser gewordenen Bedingungen: Vor ihm war Fumio Nagakobu gestürzt und hatte die Zeitnehmung beschädigt, deren Reparatur rund zehn Minuten dauerte. Mittlerweile war die Sonne durchgekommen und hatte das Eis schneller gemacht. Allerdings war die Wartezeit auch eine Nervenprobe, logische Folge war ein Fehlstart beim ersten Start mit André Kouprianoff (FRA). Grischin präsentierte sich als der unerreichte Stilist, während McDermott es hauptsächlich mit der Kraft machte. Er kam sogar einmal auf den ersten 100 m aus dem Rhythmus. Grischin kam in der Kurve ganz an den Rand der Bahn, was wertvolle Zeit kostete. Gjestvang, der bereits 1956 Bronze über dieselbe Distanz errungen hatte, legte einen Endspurt hin. Einiges war auch noch von Bill Disney (USA) (Olympiasilber 1960) erwartet worden, doch er wurde mit 41,1 s. gestoppt. Bereits erster Starter war der Weltrekordhalter Tom Gray (USA), der in mäßigen 41,5 s. ins Ziel kam.<ref>«Sonne half Amerikaner zu Sensationsgold». In: Kurier Wien, 5. Februar 1964, S. 9.</ref><ref>«Gold für den schnellsten Friseur der Welt». In: Kleine Zeitung Graz, 5. Februar 1964, S. 14.</ref>

1500 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Ants Antson 2:10,3
2 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED Kees Verkerk 2:10,6
3 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Villy Haugen 2:11,2
4 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN Jouko Launonen 2:11,9
5 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Lew Saizew 2:12,1
6 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Eduard Matussewitsch 2:12,2
NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Ivar Eriksen 2:12,2
8 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN Juhani Järvinen 2:12,4
9 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Magne Thomassen 2:12,5
10 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED Rudie Liebrechts 2:12,8
17 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Günter Traub 2:15,3
26 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Herbert Höfl 2:16,8
29 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Gerhard Zimmermann 2:17,3
33 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Hermann Strutz 2:18,0
39 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Jürgen Schmidt 2:20,0
44 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Ruedi Uster 2:23,4
48 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Peter Toyfl 2:24,2
51 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Josef Reisinger 2:27,8
53 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Jean-Pierre Guéron 2:32,3

Datum: 6. Februar 1964, 13:15 Uhr
54 Teilnehmer aus 20 Ländern, davon 53 in der Wertung.

Es hatten sich bei trübem Wetter etwa 10.000 Zuschauer eingefunden. Die Lufttemperatur betrug −2 °C, die des Eises −2,5 °C. Der Olympiarekord von 2:08,6 min war nie in Gefahr, weil die Eisbahn zu hart war. Außerdem fegte zeitweilig ein heftiger Wind, verbunden mit Schneetreiben. Einige der Weltklassestars starteten zwar schnell, doch ab der dritten Runde brachen sie ein. Mit Europameister Antson, der im achten Paar mit dem Deutschen Traub ins Rennen gegangen war und der am rationellesten fuhr, gewann zwar einer der Favoriten Gold, aber danach klassierten sich krasse Außenseiter. Verkerk notierte dieselben Zwischenzeiten wie Antson, aber auf den letzten 50 Metern verließen ihn die Kräfte, und bei Haugen (schnellste Anfangszeiten) wurde die Schrittfolge zu verkrampft. Liebrechts und Grischin hatten bei ihren Läufen wegen der Windböen überhaupt keine Chance. Nur das Paar Launonen/Malkin, das für sein Leistungsniveau großartige Zeiten erreichte, fand reguläre Verhältnisse vor.<ref>«E. Grischin vom Winde verweht». In: Kronen-Zeitung, 7. Februar 1964, S. 17.</ref><ref>«Je 1 Medaille für UdSSR, Holland und Norwegen». In: Kleine Zeitung Graz, 7. Februar 1964, S. 16.</ref><ref>«Bis zur letzten Sekunde überaus spannend». In: Kleine Zeitung Graz, 8. Februar 1964, S. 12.</ref>

5000 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Knut Johannesen 7:38,4 (OR)
2 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Per Ivar Moe 7:38,6
3 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Fred Anton Maier 7:42,0
4 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Wiktor Kossitschkin 7:45,8
5 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Hermann Strutz 7:48,3
6 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Jonny Nilsson 7:48,4
7 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Ivar Nilsson 7:49,0
8 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED Rudie Liebrechts 7:50,9
9 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED Kees Verkerk 7:51,1
10 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Musachit Chabibulin 7:52,3
11 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Günter Traub 7:53,9
13 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Gerhard Zimmermann 7:56,8
32 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Ruedi Uster 8:24,8
37 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Reinhold Seeböck 8:29,6
39 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Jürgen Schmidt 8:36,6
40 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Peter Büttner 8:45,5
42 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Gerhard Strutz 8:50,4

Datum: 5. Februar 1964, 13:50 Uhr
42 Teilnehmer aus 19 Ländern, alle in der Wertung.

Überraschend war nicht nur, dass es einen dreifachen norwegischen Erfolg gab, sondern auch, dass die UdSSR ohne Medaille blieb und ihr 1960er-Goldmedaillengewinner nur den vierten Platz belegte. Der olympische Rekord von 1960 wurde dank idealer Bedingungen von sechs Läufern unterboten. Hermann Strutz stellte mehrere österreichische Rekorde und auch einen neuen Olympiarekord auf. Es folgte Wiktor Kossitschkin, danach der 19-jährige Elektriker Per Ivar Moe, der schon mit Zwischenbestzeiten aufhorchen ließ. Weltrekordhalter Johnny Nilsson begann vorerst langsamer als Strutz, drehte ab der siebten von zwölf Runden auf, wurde aber wieder langsamer. Fred Anton Meier begann vehement, er blieb jeweils knapp hinter Moe. Der bereits mehrfach mit Medaillen dekorierte Knut Johanessen flog förmlich über die Bahn. Von den Favoriten war noch Rudie Liebrechts ausständig, der zwar schnell begann, dann aber immer mehr zurückfiel.<ref>Grandioser Strutz wurde Fünfter. In: Kurier Wien. 6. Februar 1964, S. 8.</ref><ref>Hermann Strutz Sensations-Fünfter – besser als der olympische Rekord. In: Kronen-Zeitung. 6. Februar 1964, S. 18.</ref><ref>Olympiarekord gleich sechsmal unterboten. In: Kleine Zeitung Graz. 6. Februar 1964, S. 15.</ref>

10.000 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Jonny Nilsson 15:50,1
2 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Fred Anton Maier 16:06,0
3 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Knut Johannesen 16:06,3
4 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED Rudie Liebrechts 16:08,6
5 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Ants Antson 16:08,7
6 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Wiktor Kositschkin 16:19,3
7 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Gerhard Zimmermann 16:22,5
8 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR Terry Malkin 16:35,2
9 DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg DEN Kurt Stille 16:38,3
10 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Ivar Nilsson 16:40,3
11 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Hermann Strutz 16:42,6
19 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Günter Traub 16:58,4
21 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Jürgen Traub 17:08,9
29 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Ruedi Uster 17:23,4

Datum: 7. Februar 1964, 17:00 Uhr
33 Teilnehmer aus 19 Ländern, alle in der Wertung.

Vor über 7.000 Zuschauern profitierte Startläufer Johnny Nilsson von den ausgezeichneten Bedingungen. Er benötigte fast durchwegs 38 Sekunden für die 400 Meter lange Runde und blieb knapp hinter dem Olympiarekord, den Knut Johannesen vor vier Jahren aufgestellt hatte. Schon nach dem fünften Paar kam es zur ersten Eisreinigung, was sich aber für die nächsten Starter als Nachteil erwies. Es kam nicht von ungefähr, dass sieben der ersten Zehn im Klassement in den ersten fünf Paaren liefen. Betroffen war der nun an die Reihe kommende Johannesen, dem dazu auch Wind entgegenblies. Am meisten benachteiligt waren die Norweger, wobei voraussichtlich nicht nur Johannesen, sondern auch der viel später laufende Maier Nilssons Zeit unterboten hätte. Auch Strutz war trotz österreichischem Rekord chancenlos und erfüllte die hochgeschraubten Erwartungen nicht. Eigentlich dachte niemand mehr an eine Verschiebung des Klassements, als nach viereinhalb Stunden der Norweger Fred Anton Maier seinen Landsmann Johanessen noch um drei Zehntelsekunden abfing und den zweiten Platz belegte.<ref>«10.000 m: Goldene Startnummer 1». In: Kurier Wien, 8. Februar 1964, S. 8.</ref><ref>«Johnny Nilsson: Erster mit Nummer 1». In: Kronen-Zeitung, 8. Februar 1964, S. 18.</ref><ref>«Schwedens Weltmeister auch Olympiasieger». In: Kleine Zeitung Graz, 8. Februar 1964, S. 15.</ref>

Ergebnisse Frauen

500 m

Platz Land Sportlerin Zeit (s)
1 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Lidija Skoblikowa 45,0 (OR)
2 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Irina Jegorowa 45,4
3 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Tatjana Sidirowa 45,5
4 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Jeanne Ashworth 46,2
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Janice Smith
6 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Gunilla Jacobsson 46,5
7 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Mary Lawler 46,6
8 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Helga Haase 47,2
9 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Inger Eriksson 47,3
10 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Doreen Ryan 47,7
21 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Brigitte Reichert 49,8
25 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Sigrit Behrenz 50,9

Datum: 30. Januar 1964, 12:25 Uhr
28 Teilnehmerinnen aus 13 Ländern, alle in der Wertung.

Der Wettbewerb wurde bei idealen äußeren Verhältnissen (Eistemperatur −3 °C, Lufttemperatur +2 °C) ausgetragen. Alle Medaillengewinnerinnen unterboten Haases Rekord von 1960 (45,9 s). Nicht wie erwartet die Finninnen, sondern die US-Amerikanerinnen erwiesen sich als die härtesten Rivalinnen der drei Erstplatzierten.<ref>«Ein dreifacher Sowjetsieg». In: Kronen-Zeitung, 31. Januar 1964, S. 17.</ref>

1000 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Lidija Skoblikowa 1:33,2 (OR)
2 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Irina Jegorowa 1:34,3
3 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN Kaija Mustonen 1:34,8
4 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Helga Haase 1:35,7
5 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Walentina Stenina 1:36,0
6 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Gunilla Jacobsson 1:36,5
7 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Janice Smith 1:36,7
8 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN Kaija-Liisa Keskivitikka 1:37,6
9 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Inger Eriksson 1:37,8
10 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Barb Lockhart 1:38,6
23 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Erika Heinicke 1:43,2
25 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Brigitte Reichert 1:44,9
Datei:Irina Yegorova, Lidiya Skoblikova, Kaija Mustonen 1964.jpg
Medaillengewinnerinnen des 1000-Meter-Laufs

Datum: 1. Februar 1964, 12:15 Uhr
28 Teilnehmerinnen aus 14 Ländern, davon 27 in der Wertung.

Skoblikova holte in der letzten Runde alles aus sich heraus, nachdem sie einen schwächeren Start gehabt hatte. Stark verbessert zeigte sich Helga Haase. Die Eisverhältnisse waren wiederum gut.<ref>«3. Goldmedaille für Skoblikova (UdSSR)». In: Kleine Zeitung Graz, 2. Februar 1964, S. 16.</ref>

1500 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Lidija Skoblikowa 2:22,6 (OR)
2 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN Kaija Mustonen 2:25,5
3 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Albertina Kolokolzewa 2:27,1
4 Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg PRK Kim Song-soon 2:27,7
5 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Helga Haase 2:28,6
6 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Christina Scherling 2:29,4
7 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Walentina Stenina 2:29,9
8 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN Kaija-Liisa Keskivitikka 2:30,0
9 Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg PRK Han Pil-hwa 2:30,0
10 JapanDatei:Flag of Japan.svg JPN Hatsue Nagakubo 2:30,9
21 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Inge Lieckfeldt 2:36,2
28 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Erika Heinicke 2:40,4

Datum: 31. Januar 1964, 12:30 Uhr
30 Teilnehmerinnen aus 14 Ländern, alle in der Wertung.

Skoblikova hatte sich das Rennen sehr gut eingeteilt, war nicht zu schnell gestartet, steigerte sich aber mit raumgreifenden Schritten. Wäre ihr nicht in der zweiten Runde ein Schrittfehler unterlaufen, hätte sie noch schneller sein können. Auch Mustonen hatte sich ihre Marschtabelle gut eingeteilt. Hingegen lief Haase verkrampft, sie befand sich nicht in bester Form.<ref>«Skoblikowa hat 2 Goldene». In: Kurier Wien, 1. Februar 1964, S. 9.</ref><ref>«Zweite Goldmedaille für Russin Skoblikowa». In: Kleine Zeitung Graz, 1. Februar 1964, S. 14.</ref>

3000 m

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Lidija Skoblikowa 5:14,9
2 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Walentina Stenina 5:18,5
Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg PRK Han Pil-hwa
4 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Klara Nesterowa 5:22,5
5 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN Kaija Mustonen 5:24,3
6 JapanDatei:Flag of Japan.svg JPN Hatsue Nagakubo 5:25,4
7 Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg PRK Kim Song-soon 5:25,9
8 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Doreen McCannell 5:26,4
9 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Christina Scherling 5:27,6
10 FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg FIN Kaija-Liisa Keskivitikka 5:29,4
17 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Rita Blankenburg 5:40,8
21 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Inge Lieckfeldt 5:42,7
28 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Erika Heinicke 5:56,0

Datum: 2. Februar 1964, 13:25 Uhr
28 Teilnehmer aus 13 Ländern, alle in der Wertung.

6.000 Zuschauer sahen den erwarteten Sieg der Favoritin Skoblikova, die somit ihre insgesamt sechste Goldmedaille gewann. Für eine Sensation sorgte die zuletzt gestartete Nordkoreanerin Han Pil-hwa, die mit derselben Zeit wie Walentina Stenina auch Silber erreichte. Die Eisverhältnisse waren, bedingt durch das warme Wetter, unterschiedlich. Nach dem vierten Paar wurde es weicher und langsamer, nach Paar 10 wieder härter. Dieser Umstand kam Han Pil-hwa sehr zugute.<ref>«Nordkoreanerin sorgte für echte Sensation». In: Kleine Zeitung, 4. Februar 1964, S. 19.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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