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Olympische Winterspiele 1964/Eiskunstlauf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eiskunstlauf bei den
Olympischen Winterspielen 1964
colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122; text-align: center;" | Datei:Innsbruck1964.jpg
Datei:Figure skating pictogram.svg
Information
Austragungsort OsterreichÖsterreich Innsbruck
Wettkampfstätte Olympia-Eisstadion
Nationen 15
Athleten 88 (41 Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg, 47 Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg)
Datum 29. Januar bis 6. Februar 1964
Entscheidungen 3
Squaw Valley 1960

Bei den IX. Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck fanden drei Wettbewerbe im Eiskunstlauf statt. Austragungsort war das Olympia-Eisstadion.

Bilanz

Medaillenspiegel

Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Deutschland 1 1 2
2 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande 1 1
Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Sowjetunion 1 1
4 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg Kanada 1 1 2
5 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 1 1
OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 1 1
6 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 2 2

Medaillengewinner

Konkurrenz Gold Silber Bronze
Herren Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Manfred Schnelldorfer FrankreichFrankreich Alain Calmat Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Scott Allen
Damen NiederlandeNiederlande Sjoukje Dijkstra OsterreichÖsterreich Regine Heitzer Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg Petra Burka
Paare Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Ljudmila Beloussowa / Oleg Protopopow Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Marika Kilius / Hans-Jürgen Bäumler
Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg Debbi Wilkes / Guy Revell
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vivian Joseph / Ronald Joseph

Vorschau

Im Eiskunstlaufen waren laut der Vorschau des Sport Zürich in seiner Ausgabe vom 29. Januar 1964 die aktuellen Europameister von Grenoble (14. bis 18. Januar) als die wahrscheinlichsten Olympiasieger einzustufen. Trotz unterschiedlicher Preisrichter würde die kampfgerichtliche Praxis greifen, „jemanden der etwas ist, jemanden sein zu lassen“.

Manfred Schnelldorfer und Scott Allen waren nach Expertenmeinung die einzigen, die eventuell Alain Calmat um den Sieg bringen konnten. Schnelldorfer war als sehr guter Pflichtläufer bekannt, der jedoch in der Kür an Calmat nicht herankomme. Über Allen sei überhaupt nur zu lesen, dass er mit 14 Jahren jung sei und bei den US-Meisterschaften glänzende Kritiken erhalten habe. Der Olympiazweite Karol Divín sei in den letzten Jahren zu oft verletzt gewesen und daher nicht mehr so stark wie 1960 in Squaw Valley. So hoch wie er sei auch Emmerich Danzer einzustufen. Bei den Damen würden weder Regine Heitzer noch Nicole Hassler die Goldmedaille für Sjoukje Dijkstra verhindern können; sie seien erste Anwärterinnen auf Silber und Bronze. Eventuell könnte die Kanadierin Wendy Griner in dieses Duell eingreifen.

Im Paarlaufen war für Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler das sowjetische Paar Ljudmila Beloussowa und Oleg Protopopow der Schrecken – beide Paare sollten gleiche Chancen haben. In Grenoble war der Punktabstand zwischen ihnen nur zwei Punkte, im Kürvortrag noch geringer. Und hier in Innsbruck gebe es keine Pflicht. Auch Bronze sei mit Tatjana Schuk / Alexander Gawrilow praktisch vergeben. Es blieb nur die Frage, wie sich die beiden kanadischen Paare (darunter Debbi Wilkes / Guy Revell) schlagen würden, während den Schweizer Vertretern Gerda Johner / Ruedi Johner der fünfte oder sechste Platz prognostiziert wurde.

Ergebnisse

  • K = Kür
  • P = Pflicht
  • Pz = Platzziffer
  • Pkt. = Punkte

Herren

Platz Land Sportler P K Pz Pkt.
1 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Manfred Schnelldorfer 01 01 013 1916,9
2 FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA Alain Calmat 03 05 022 1876,5
3 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Scott Allen 04 04 026 1873,6
4 TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg TCH Karol Divín 02 09 032 1862,8
5 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Emmerich Danzer 05 03 042 1824,0
6 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Thomas Litz 13 02 077 1764,7
7 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Peter Jonas 09 06 079 1752,0
8 Japan 1870Japan JPN Nobuo Satō 08 10 088 1746,2
9 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Donald Knight 07 11 085 1746,6
10 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Monty Hoyt 06 12 081 1755,5
11 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Ralph Borghard 10 07 090 1742,2
12 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Sepp Schönmetzler 12 08 092 1743,1
13 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Charles Snelling 16 15 117 1705,5
14 Vorlage:ITA-1946 Giordano Abbondati 11 16 131 1688,4
15 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Wolfgang Schwarz 17 13 127 1695,9
16 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Bill Neale 19 14 143 1667,7
17 FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA Robert Dureville 14 19 148 1660,0
18 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR Hywel Evans 15 22 159 1640,1
19 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Markus Germann 20 23 186 1578,0
20 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR Malcolm Cannon 18 24 187 1587,5
21 Ungarn 1957Datei:Civil Ensign of Hungary.svg HUN Jenő Ébert 22 18 188 1586,9
22 TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg TCH Ondrej Nepela 23 17 190 1590,1
23 FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA Philippe Pélissier 21 21 189 1573,8
24 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Peter Grütter 24 20 208 1517,2
Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Waleri Meschkow zurückgezogen
NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED Wouter Toledo zurückgezogen

Pflicht: 4. Februar
Kür: 6. Februar

Die Leistungen wurden von neun Wertungsrichtern beurteilt. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Olympischen Spielen gab es keinen klaren Favoriten in der Herrenkonkurrenz. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren alle Olympiasieger in der Herrenkonkurrenz aus den USA gekommen. Durch das Flugzeugunglück 1961, bei dem eine ganze Generation amerikanischer Eiskunstläufer ausgelöscht wurde, konnten die USA ihre Dominanz nicht fortsetzen. Die Weltmeister der vergangenen beiden Jahre, die Kanadier Donald Jackson und Donald McPherson, hatten ihre Karriere bereits beendet. Der amtierende Vizeweltmeister Alain Calmat aus Frankreich war somit leicht favorisiert. Nach der Pflicht führte Manfred Schnelldorfer mit Platzziffer 17 und 1027,1 Punkten vor dem Pflichtspezialisten Karol Divín (20/1018,6). Calmat lag auf dem dritten Platz (23/1008,3) vor Scott Allen (32/990,8) und Emmerich Danzer (49/941,2).<ref>«Danzer: Bronze-Chance»; Kurier Wien vom 5. Februar 1964, Seite 9.</ref>

Schnelldorfer konnte auch die Kür gewinnen und wurde somit Olympiasieger, als erster Deutscher in der Herrenkonkurrenz. Calmat gewann mit der fünftbesten Kür die Silbermedaille. Er war bisher noch nie von Schnelldorfer besiegt worden und kaum jemand hatte dem Münchner eine fehlerfreie Kür zugetraut. Doch während alle seine Konkurrenten nicht fehlerlos geblieben waren (Calmat mit zwei Stürzen), bestand nach seiner Kür keine Zweifel. Schwarz stürzte bei einem Doppeljosua, doch strich er nichts aus seinem vorgesehenen Programm. Divín war leicht verletzt angetreten; bei einem dreifachen Rittberger touchierte er und er zeigte keinen Doppelaxel und Doppellutz. Wenngleich er besser als bei der Europameisterschaft auftrat, waren die Medaillenchancen dahin.

Die Nerven von Calmat, der als hypersensibel galt, hielten nicht. Trotzdem wurde er hoch bewertet, was bei den stark vertretenen deutschen Zuschauer «Schiebungsrufe» auslöste. Danzer stürzte beim dreifachen Rittberger, sonst sprang er doppelt und sicher, kam aber an seine Leistung von den Europameisterschaften in Grenoble nicht heran. Zudem hatte er auf den dreifachen Rittberger verzichten müssen, da ihn eine vor einer Woche erlittene Zerrung behindert hatte. Für Allen war die Chance nach Divíns Vorstellung gestiegen und er konnte sie nützen, wenngleich auch er beim dreifachen Salchow den zweiten Fuß als Stütze nehmen musste.

Schnelldorfer sprang den Doppelaxel sehr sicher, auch den Doppellutz sehr schön, riskierte danach nicht mehr allzu viel. Doch das Publikum war mit der hohen Benotung nicht einverstanden, warf Mandarinen und Orangen in die Arena. Insgesamt standen die Preisrichter stark in der Kritik. In der Platzziffer kam Schnelldorfer auf 13, Calmat auf 22 und Allen auf 26. Die deutsche Mannschaftsführung hatte zwar auf den Sieg gehofft, aber nicht erwartet, dass Schnelldorfer auch die beste Kürnote erhalten würde. Thomas Litz wartete mit einer Prachtleistung auf (Rang 2 in der Kür), auch der 13-jährige Ondrej Nepela überraschte mit einer beachtlichen Leistung.<ref>«Calmat patzte und wurde nur Zweiter, Danzer ist Fünfter» in Kurier Wien vom 7. Februar 1964, Seite 10.</ref><ref>«Schnelldorfer hat es nun geschafft! Pech für Alain Calmat: Zwei Stürze» in Kronen-Zeitung vom 7. Februar 1964, Seite 18.</ref><ref>«Schnelldorfer mit fehlerloser Kür: Calmat war sein erster Gratulant» in Kronen-Zeitung vom 8. Februar 1964, Seite 16.</ref><ref>«Goldmedaille für den Deutschen Schnelldorfer» und «…schluchzten Silber und Bronze gemeinsam» in Kleine Zeitung Graz Nr. 32 vom 8. Februar 1964, Seiten 14 und 17.</ref>

Damen

Platz Land Sportlerin P K Pz Pkt.
1 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg NED Sjoukje Dijkstra 01 01 009 2018,5
2 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Regine Heitzer 02 05 022 1945,5
3 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Petra Burka 03 02 025 1940,0
4 FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA Nicole Hassler 05 04 038 1887,7
5 Japan 1870Japan JPN Miwa Fukuhara 04 09 050 1845,1
6 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Peggy Fleming 08 06 059 1819,6
7 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Christine Haigler 06 15 074 1803,8
8 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Albertina Noyes 09 07 073 1798,9
9 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Helli Sengstschmid 18 03 085 1782,1
10 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Wendy Griner 13 08 091 1775,3
11 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR Sally-Anne Stapleford 07 19 108 1757,9
12 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Shirra Kenworthy 10 16 104 1756,3
13 Japan 1870Japan JPN Kumiko Ōkawa 15 11 136 1725,4
14 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Inge Paul 17 12 139 1720,3
15 TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg TCH Hana Mašková 19 10 142 1714,8
16 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR Carol-Ann Warner 12 22 162 1692,9
17 Ungarn 1957Datei:Civil Ensign of Hungary.svg HUN Zsuzsa Almássy 20 14 159 1702,2
18 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR Diane Clifton-Peach 11 25 152 1711,7
19 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Gabriele Seyfert 21 17 177 1685,1
20 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Ingrid Ostler 16 20 171 1684,8
21 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE Ann-Margreth Frei-Käck 26 13 191 1661,1
22 Japan 1870Japan JPN Junko Ueno 14 26 170 1685,0
23 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Franziska Schmidt 22 21 193 1662,8
24 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Uschi Keszler 25 18 213 1642,3
25 TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg TCH Jana Mrázková 23 24 205 1646,4
26 Vorlage:ITA-1946 Sandra Brugnera 27 23 221 1612,5
27 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Monika Zingg 28 28 248 1568,9
28 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Anne Karin Dehle 24 30 248 1571,9
29 FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA Geneviève Burdel 29 27 255 1542,0
30 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg NOR Berit Unn Johansen 30 29 265 1524,9
Datei:Regine Heitzer, Sjoukje Dijkstra, Petra Burka 1964.jpg
Das Podest des Damenwettbewerbs, von links: Heitzer, Dijkstra, Burka

Pflicht: 30. Januar
Kür: 2. Februar

Die Leistungen wurden von neun Wertungsrichtern beurteilt. Bereits die ersten beiden Figuren des Pflichtprogramms ergaben die Reihenfolge Dijkstra vor Heitzer und Burka. Der Zwischenstand nach der Pflicht lautete: 1. Dijkstra (Platzziffer 9,5 / 1113,2 Punkte), 2. Heitzer (20,0 / 1074,6), 3. Burka (27,5 / 1050,2).<ref>«Dijkstra: Verteidigen Europa! . Nach der Pflicht: Burka bedroht Heitzer»; Kurier Wien vom 1. Februar 1964, Seite 8.</ref>

Die Schweizer Meisterin Franziska Schmidt eröffnete vor überfülltem Haus (ein Teil des Publikums saß auf den Betonstufen) die Kür, Sengstschmid beschloss die erste Gruppe und zeigte die insgesamt drittbeste Kür. Von den Führenden war Burka mit Nr. 22 als erste an der Reihe. Ihr erster Doppelaxel gelang großartig, nach Axel links und Axel rechts kam eine kleine schöpferische Pause. Ihr zweiter Doppelaxel war aufgerissen, doch dies blieb ihr einziger Fehler. Mit Nr. 26 kam Heitzer dran. Nach schön gelungenem Doppellutz hatte sie beim darauf folgenden Doppelaxel Schwierigkeiten, Zwei Doppelsprünge waren makellos und es folgten gelungene Pirouetten und Tanzschritte. Sie wurde zwar nur Kür-Fünfte, doch reichte ihr Vorsprung aus der Pflicht aus bzw. bekam sie fünfmal Platzziffer 2, Burka nur viermal. Die Olympiasiegerin kam mit Nr. 28 aufs Eis: Vorerst ein nicht ganz einwandfreier Doppellutz, den sie aber wiederholte und dadurch den Lapsus ausbesserte. Sie reihte Sprung an Sprung, Pirouette an Pirouette an, bestach durch Kraft und Sicherheit und war unbestritten die Beste. Dijkstra erhielt von allen Preisrichtern die Platzziffer 1.<ref>«Heitzer mit Nummer 26»; Kurier Wien vom 1. Februar 1964, Seite 8, Spalte 1.</ref><ref>«Silber für unsere Regine Heitzer!»; Kurier Wien vom 3. Februar 1964.</ref><ref>«Sjoukje will noch viele Winter tanzen» und «Silber für Regine Heitzer nach hartem Kampf»; Kleine Zeitung Graz Nr. 28 vom 4. Februar 1964, Seiten 15, 16 und 18</ref>

Paare

Platz Land Paar Pz Pkt.
1 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Ljudmila Beloussowa / Oleg Protopopow 013,0 104,4
2 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Marika Kilius / Hans-Jürgen Bäumler 015,0 103,6
2 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Debbi Wilkes / Guy Revell 035,5 098,5
3 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Vivian Joseph / Ronald Joseph 035,5 089,2
5 Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg URS Nina Schuk / Stanislaw Schuk 045,0 096,6
6 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Gerda Johner / Ruedi Johner 056,0 095,4
7 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Judianne Fotheringill / Jerry Fotheringill 069,5 094,7
8 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA Cynthia Kauffman / Ronald Kauffman 074,0 092,8
9 TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg TCH Agnesa Wlachovská / Peter Bartosiewicz 084,0 091,8
10 TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg TCH Milada Kubíková / Jaroslav Votruba 097,0 088,9
11 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Brigitte Wokoeck / Heinz-Ulrich Walther 103,5 088,8
12 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Gerlinde Schönbauer / Wilhelm Bietak 108,0 087,7
13 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg EUA Margit Senf / Peter Göbel 113,5 087,9
14 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Faye Strutt / Jim Watters 122,5 085,3
15 OsterreichDatei:Flag of Austria.svg AUT Ingeborg Strell / Ferry Dedovich 129,0 083,6
16 Kanada 1957Datei:Canadian Red Ensign (1957-1965).svg CAN Linda Ward / Neil Carpenter 128,5 084,2
17 SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg SUI Monique Mathys / Yves Aellig 147,5 081,5

Datum: 29. Januar

Die Leistungen wurden von neun Wertungsrichtern beurteilt.

Die Entscheidung wollten eigentlich 20.000 Besucher, vor allem solche aus der Bundesrepublik Deutschland mit der großen Hoffnung auf Gold für Kilius/Bäumler, miterleben, doch hatten in der Eishalle nur 12.000 Platz. Trotzdem schaffte man es, 13.000 unterzubringen, die drei Stunden lang auf Beton in den Gängen auf Stiegen saßen.<ref>«Deutscher Goldtraum von Russen zerstört»; Kleine Zeitung Graz Nr. 25 vom 31. Januar 1964, Seite 13.</ref>

Da Kilius/Bäumler noch vor dem olympischen Wettkampf einen Profivertrag unterschrieben und somit gegen das Amateurstatut verstoßen hatten, wurde ihnen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) die Silbermedaille aberkannt. Der Silberrang blieb daraufhin über drei Jahrzehnte lang vakant. Im Dezember 1987 hob das IOC dieses Urteil auf und stellte das ursprüngliche Ergebnis wieder her. Da keine Rückgabe der Medaillen durch die zwischenzeitlich zweit- und drittplatzierten Paare erfolgte, legte das IOC im Jahr 2014 fest, dass zwei Paare die Silbermedaille erhalten und ein Paar die Bronzemedaille.<ref name="kilius">Kilius/Bäumler-Rivalen erhalten nun doch Olympiabronze. Focus, 26. November 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juni 2018; abgerufen am 17. Juni 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.focus.de</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Winter:

19081 • 19201 • 1924 • 1928 • 1932 • 1936 • 1948 • 1952 • 1956 • 1960 • 1964 • 1968 • 1972 • 1976 • 1980 • 1984 • 1988 • 1992 • 1994 • 1998 • 2002 • 2006 • 2010 • 2014 • 2018 • 2022 • 2026

Jugendspiele:

2012 • 2016 • 2020 • 2024

1 = Im Rahmen der Olympischen Sommerspiele ausgetragen.
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