Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338 Liste lateinischer Phrasen/I – WikipediaZum Inhalt springen
Iacta alea esto. – „Der Würfel soll geworfen sein!“
Variante, die das griechische Original „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“, wie Caesar es nach Plutarch ausgerufen haben soll, wörtlich in das Lateinische überträgt.
Iacta est alea. – „Der Würfel ist geworfen worden.“
Cesare Borgia ließ sich anlässlich seiner Überquerung des Rubikon bei Rimini als Feldherr päpstlicher Truppen ein Schwert anfertigen, auf dem unter anderem der Ausruf in dieser Variante eingraviert ist.
Diese Abwandlung war auch der Wahlspruch des Humanisten Ulrich von Hutten, den er selbst in einem seiner späten, deutsch verfassten Werke mit „Ich hab’s gewagt“ übersetzte.
| S I | Suppl. I = Supplementband I
| S II | Suppl. II = Supplementband II
| S III | Suppl. III = Supplementband III
| S IV | Suppl. IV = Supplementband IV
| S V | Suppl. V = Supplementband V
| S VI | Suppl. VI = Supplementband VI
| S VII | Suppl. VII = Supplementband VII
| S VIII | Suppl. VIII = Supplementband VIII
| S IX | Suppl. IX = Supplementband IX
| S X | Suppl. X = Supplementband X
| S XI | Suppl. XI = Supplementband XI
| S XII | Suppl. XII = Supplementband XII
| S XIII | Suppl. XIII = Supplementband XIII
| S XIV | Suppl. XIV = Supplementband XIV
| S XV | Suppl. XV = Supplementband XV
| R=Registerband
| #default = Band IX A,1
}}, Stuttgart {{#switch: IX A,1
| I,1=1893
| I,2=1894
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| II,2=1896
| III,1=1897
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| I A,1
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| Suppl. I
| Suppl. II
| Suppl. III
| Suppl. IV
| Suppl. V
| Suppl. VI
| Suppl. VII
| Suppl. VIII
| Suppl. IX
| Suppl. X
| Suppl. XI
| Suppl. XII
| Suppl. XIII
| Suppl. XIV
| Suppl. XV
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|S II
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|R=
| #default = Vorlage:RE: Ungültige Bandnummer.
}}|}}</ref> Bei Vergil ist es ein Nachbar des Priamos.
Das Zitat wurde zu einem geflügelten Wort mit der Bedeutung „es geht auch um Dich“ und von Georg Büchmann in seine gleichnamige Sammlung aufgenommen.<ref>Georg Büchmann, Geflügelte Worte, 26. Auflage, neu bearbeitet von Bogdan Krieger, 1920, S. 381 ({{#if:geflgelteworder00bogcuoft
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iam scies patrem tuum mercedes perdidisse.
„Gleich wirst du wissen, dass dein Vater das Lehrgeld verloren hat.“ – Zitat aus Hermeros’ Schimpfrede auf Giton bei Petronius, Satyricon 58,8.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iam seges est, ubi Troia fuit.
„Schon sind Felder, wo Troja gewesen ist“ (nach der völligen Zerstörung der Stadt Troja) – Odysseus in seinem Brief an Penelope bei Ovid, Heroides 1,53.
Ibi
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ibi debet quis puniri, ubi quis deliquit.
„Dort muss einer bestraft werden, wo er sich vergangen hat.“ – Römische Rechtsmaxime über die Zuständigkeit des Gerichtes des Tatorts.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ibi fas, ubi proxima merces.
Der Kontext ist die Beschreibung der skrupellosen Soldateska im Bürgerkrieg: „Nulla fides pietasque viris, qui castra secuntur / venalesque manus“ („Keine Treue und kein Ehrgefühl haben die Männer, die im Lager leben, nur käufliche Hände“), heißt es unmittelbar vorher (407 f.).
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}id est (i. e.)
„Das ist“ – entspricht dem deutschen „das ist“ und „das heißt“ beziehungsweise deren Abkürzung „d. i.“ und „d. h.“ (Nicht zu verwechseln mit „zum Beispiel“/„z. B.“)
Die Wendung wird besonders in der englischen Schriftsprache verwendet und als „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“ gelesen. (Analog dazu wird in der englischen Schriftsprache anstelle von „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“ [deutsch „zum Beispiel“] in der Regel „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“ [Abkürzung von lateinisch exempli gratia] verwendet, entsprechend deutsch „z. B.“)
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Id fecit cui prodest.
„Das hat der getan, dem es nützt.“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Id fieri potest, ut fallar.
„Es kann sein, dass ich mich irre.“
Idem
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Idem ius omnibus
„Gleiches Recht für alle.“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Idem per idem
„Dasselbe durch dasselbe“ – Bezeichnung für den logischen Fehler, der darin besteht, dass bei der Definition eines Begriffs dieser selbst im zu definierenden Ausdruck auftritt. Spezialfall einer petitio principii (Zirkeldefinition).
„Höhlen-Trugbilder“ – In Anspielung auf Platons Höhlengleichnis laut Francis Bacon diejenigen Täuschungen, die sich aus den dunklen Tiefen des Individuums ergeben.
„Jesus, hilf!“ – Phrase am Anfang künstlerischer Werke. Bekanntes Beispiel ist Johann Sebastian Bach, der seine Werke nahezu immer mit „J. J.“ überschrieb.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Jesus Hominum Salvator (IHS)
„Jesus (ist) Erlöser der Menschen“ – Das ChristusmonogrammIHS leitet sich ab von der Transkription der ersten drei Buchstaben des griechischen Namens Jesu, {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}: Iota, Eta und Sigma. Eine volkstümliche Deutung ist im Deutschen auch „Jesus, Heiland, Seligmacher“. Verbreitet ist auch die lateinische Schreibweise „Iesus Hominum Salvator“.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum (I.N.R.I.)
„Jesus von Nazareth, König der Juden“ – Die auch als Kreuztitel (titulus crucis) bezeichnete Überschrift wurde nach Darstellung der Evangelien von den Römern über dem Haupt Jesu am Kreuz angebracht. INRI sind die lateinischen Initialen der Überschrift.
Ignava
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ignava ratio
„Faule Vernunft“ – Bei den Stoikern die Bezeichnung der Position ihrer Gegner, die die Willensfreiheit leugneten und der Ansicht waren, dass die menschliche Vernunft keinen Einfluss auf den Lauf der Dinge habe.
„Mit Feuer und Schwert“ – durch äußerste Gewalt, zum Beispiel igni ferroque minari („mit der völligen Vernichtung bedrohen“). Varianten sind igne atque ferro, igni et ferro, ferro ignique und weitere.
Ferrum („Eisen“) ist in diesen Ausdrücken gebraucht wie unser Eisen,Stahl,Klinge für „das Schwert, der Dolch“.<ref>Vorlage:Georges-1913-Latein</ref>
„Feuer prüft das Gold“ oder „Feuer erweist das Gold“.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ignis et aquae interdictio
„Untersagung von Feuer und Wasser“ – Verbannungsformel
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ignis, mare, mulier tria mala.
„Feuer, Meer und Weib sind die drei Übel.“ – Variante zu „Mare ignis mulier: tria sunt mala.“ („Meer, Feuer und Weib sind die drei Übel.“), ein aus dem Griechischen übersetzter misogyner Spruch: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}}
Ignoramus
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ignoramus et ignorabimus.
„Wir wissen es nicht und werden es nicht wissen.“ – Diese Feststellung geht zurück auf einen Vortrag des Naturwissenschaftlers Emil du Bois-Reymond und eine Komödie von George Ruggle (1615).
Ignorantia
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ignorantia iuris nocet.
„Rechtsunkenntnis schadet.“ – Unkenntnis des Rechts schützt nicht vor Strafe.
„Unkenntnis des Beweises“ – Bezeichnung für einen Beweisfehler, der darin besteht, dass das, was bewiesen werden soll, ignoriert wird.
Iliacos
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iliacos intra muros peccatur et extra.
„Innerhalb der trojanischen Mauern wird gesündigt und außerhalb.“ – Horaz, Epistulae 1,2,16.
Durch das Zitieren des unvollständigen Satzes wird der originale Sinn verfälscht. Es geht nicht darum, dass überall gesündigt wird, sondern dass durch „Zwist, Ränke, Frevel, Wollust und Zorn“<ref name="Faerber-Ep1960" details="Vers 15: „seditione, dolis, scelere atque libidine“.">Übersetzung aus der Ausgabe der Horaz-Episteln von Hans Färber, München 1960.</ref> Verbrechen begangen werden.
In diesem Zusammenhang lobt Horaz Homer, denn „er sagt uns, was schön (pulcrum) und was verwerflich (turpe) ist“<ref name="Faerber-Ep1960" details="Vers 3" />, und entwickelt aus seiner Homerlektüre die Aufforderung zu einem vernünftigen und genügsamen Leben.
Ilias
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ilias post Homerum
„Eine Ilias nach Homer“ – etwas Überflüssiges versuchen, denn die Ilias des Homer galt als unübertrefflich.
Illa
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Illa tamquam cycnea fuit divini hominis vox et oratio.
„Jene Rede war gleichsam der Schwanengesang des erhabenen Mannes.“ – Cicero, De oratore 3,6.
Cicero sagt dies über L. Licinius Crassus und bezieht sich auf dessen letzte Rede kurz vor seinem Tod – „septimo die […] consumptus est“ („sieben Tage später starb er“) – gegen den Konsul Philippus im Jahr 91 v. Chr.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ille crucem sceleris pretium tulit, hic diadema.
„Der eine wurde für seine Freveltaten gekreuzigt, der andere gekrönt.“ – Juvenal.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ille qui nos omnes servabit.
„Er, der uns alle retten wird“ – in der Fernsehserie Lost Richards Antwort auf Ilanas Frage, was im Schatten der Statue liege – letztlich eine geheime Losung.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ille terrarum mihi praeter omnes angulus ridet.
„Jener Erdenwinkel lacht mir vor allen“ – Horaz, Carmina 2,6, mit Bezug auf Tarent als möglichen Alterssitz.
Sprichwörtlich für einen geliebten Rückzugsort.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Illud amicitiae quondam venerabile nomen
„Jenes einst verehrungswürdige Wort Freundschaft“
Imago
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Imago animi sermo est.
„Das Bild der Seele ist die Rede.“ – An seiner Redeweise erkennt man den Menschen.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Imago Dei
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Imitatio Dei
„Nachahmung Gottes“ – Es ist eine Forderung verschiedener Religionen, dass Gläubige sich bemühen sollen, gottähnlich zu werden; so schon im Alten Testament in Vorlage:Bibel/Link: „Heilig sollt ihr sein, denn ich, euer Gott, bin heilig“, oder auch im Werk De imitatione Christi („Von der Nachfolge Christi“) des Thomas von Kempen.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Imperia sic excelsa fortunae obiacent.
„So sind die überragenden Reiche dem Schicksal ausgesetzt“ (sc. so wie die Berggipfel den Stürmen und die Felsen dem Ansturm der Brandung) – Seneca, Ödipus 11.
Imperium
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Imperium in imperio
„Ein Reich im Reich“ – „Ein Staat im Staat“, das heißt eine Gruppe innerhalb eines Staates, die den Anschein erweckt, als schuldeten ihre Mitglieder Loyalität in erster Linie den Gruppenführern, sodass die Loyalität der ganzen Gruppe zum Staat zu stark vom Verhältnis ihrer Führer zum Staat abhängt.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Imperium Romanum
Römisches Reich – das von der Stadt Rom beherrschte Gebiet in der Zeit zwischen etwa dem 6. Jahrhundert v. Chr. und dem 5. beziehungsweise 6. Jahrhundert n. Chr.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Imperium sine fine
„Herrschaft ohne Ende“ – Vergil lässt Jupiter in seinem EposAeneis<ref>Vergil, Aeneis 1,279.</ref> sagen, der nach der Zerstörung Trojas heimatlos umherirrende Aeneas solle eine Stadt gründen, aus der einmal Rom entstehen werde; für Rom habe er eine Herrschaft ohne Ende bestimmt.
„Im Zweifel das Mildere“ – Konkretisierung der Unschuldsvermutung im Strafprozess.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In dubio pro duriore
„Im Zweifel für das Härtere“ – Die Staatsanwaltschaft ist im Strafprozess verpflichtet, auch dann Anklage zu erheben, wenn Zweifel an einer Täterschaft des Beschuldigten bestehen.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In dubio pro libertate
„Im Zweifel für die Freiheit“ – Digesten 50,17,20.
Dieser Grundsatz des Römischen Rechts bestimmte, dass im Fall der testamentarisch nicht zweifelsfrei verfügten Freilassung eines Sklaven dieser als frei zu gelten habe.
Mit der Zeit wurde die Geltung des Satzes dahingehend ausgeweitet, dass eine Verpflichtung aufgrund eines Gesetzes oder Vertrags bei strittiger Auslegung abzulehnen sei.
Heute ein rechtswissenschaftlicher Grundsatz, nach dem im Zweifel zugunsten freier Grundrechtsausübung entschieden werden soll.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In dubio pro reo
„Im Zweifel für den Angeklagten“ – Grundsatz der Rechtsprechung.
„Im Abbild“ – im Gegensatz zu „in Fleisch und Blut“ oder „in persona“.
Verbrecher, derer man nicht habhaft werden konnten, wurden in der Vergangenheit oft in effigie gehängt. Bei Demonstrationen wird zuweilen heute noch eine Puppe des verhassten Gegners verbrannt.
Wahlspruch von Papst Leo XIV. bereits seit seiner Zeit als Bischof Robert Francis Prevost. Als Augustiner nutzte er ein verkürztes Zitat von Augustinus – in dessen Enarrationes in Psalmos 127,3 heißt es: „nos multi in illo uno unum“ („in jenem einen [Christus] sind wir vielen eins“).
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In loco
„Am Orte“
Wie zum Beispiel: „Die Wasserproben wurden in loco analysiert.“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In loco parentis
„An eines Elternteiles statt“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In lumine tuo videbimus lumen
„In deinem Licht schauen wir das Licht.“ – Psalm 36,10.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In manu tua sors mea
„In deine Hände empfehle ich meinen Geist“ – nach dem Lukas-Evangelium (23{{#if:46|,46}} {{#switch: VUL
| NA =VUL
| OT
| BHS =VUL
| LXX =VUL
| VUL =VUL
| #default =VUL}}) die letzten Worte Jesu am Kreuz.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In medias res
(Oft auch medias in res.)
„Mitten hinein in die Dinge“ – Von Horaz; bezieht sich auf die literarische Technik, eine Erzählung in der Mitte oder gegen Ende der Handlung einsetzen zu lassen. Beispiele sind die Ilias, die Odyssee und Paradise Lost.
„Im Notwendigen herrsche Einmütigkeit, im Zweifelhaften Freiheit, in allem aber Nächstenliebe.“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In nocte consilium
„Guter Rat kommt über Nacht.“ – Motto des Birkbeck College, University of London.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In nomine Patris et Filii et Spiritus sancti
„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes“ – Wird in der katholischen Kirche zum Kreuzzeichen nach Matthäus 28{{#if:19|,19}} {{#switch: EU
| NA =EU
| OT
| BHS =EU
| LXX =EU
| VUL =EU
| #default =EU}} gesprochen.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In nova fert animus mutatas dicere formas / corpora.
„Mein Herz treibt mich an, davon zu sprechen, wie Gestalten in neue Körper verwandelt wurden.“ – Ovid, Metamorphosen 1,1f.
„In einer Nussschale“ – in Kürze, auf den Punkt gebracht.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In omni adversitate fortunae infelicissimum genus infortunii est fuisse felicem.
„Bei jedem Schicksalsschlag ist die unglücklichste Art des Unglücks, glücklich gewesen zu sein.“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In omnia paratus
„Zu allem bereit“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In omnibus veritas
„Ins Paradies“ – Anfangsworte eines katholischen Hymnus, der im Mittelalter Teil der Sterbeliturgie wurde. Er beginnt mit den folgenden Versen:
„In paradisum deducant te angeli, / in tuo adventu suscipiant te martyres, / et perducant te in civitatem sanctam Ierusalem.“
„Zum Paradies mögen Engel dich geleiten, / die heiligen Märtyrer dich begrüßen / und dich führen in die heilige Stadt Jerusalem.“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In partibus infidelium
„Im Gebiet der Ungläubigen“ – Ungläubige meint hier Nichtchristen. Nach der Eroberung eines beträchtlichen Teils des römischen Reiches durch den Islam wurden die dortigen Bischofssitze formal nicht aufgegeben und als Titularbistümer vor allem an Weihbischöfe vergeben.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In pluribus unum
„In der Vielfalt ist die Einheit.“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In praeteritum non vivitur.
„Man lebt nicht auf die Vergangenheit zu.“ – Rechtsgrundsatz, dem zufolge Unterhaltsforderungen für die Vergangenheit grundsätzlich nicht geltend gemacht werden können
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In principio erat verbum.
„Er hat auf einem Sack Safran geschlafen.“ – Die dem Safran eigene Rauschwirkung, die sich in Lachanfällen und der Trunkenheit ähnlichen Symptomen äußern soll, wurde mit dieser Wendung auf sehr ausgelassenes, „übergeschnappt“ wirkendes Verhalten übertragen.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In saeculo
„In der (profanen) Welt“ – Also zum Beispiel außerhalb des Klosterlebens oder vor dem Tod.
„Am Platze“ – „an Ort und Stelle“, an der ursprünglichen Stelle, in der ursprünglichen Position oder Anordnung.
Zum Beispiel in medizinischen Zusammenhängen zum Ausdruck dafür, dass die Krankheit noch an der ursprünglichen Stelle ist und sich nicht ausgebreitet hat. In der Archäologie, dass sich ein Gegenstand am Ort der Auffindung befindet.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In stipulis magnus sine viribus ignis
„Im Stroh ein gewaltiges Feuer ohne Wirkung“ – ein Strohfeuer also.
Vergil, Georgica 3.99, äußert sich so über sexuelle Aktivitäten in höherem Alter.
Als ursprüngliche Bauernsprache ist Latein arm an Metaphern und kennt hauptsächlich solche des fließenden Wassers und des Feuers. Für das Verständnis des zitierten Verses ist es ferner hilfreich, zu wissen, dass vires auch „Zeugungskraft“ bedeutet.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}In toto
So wird der Grieche Sinon charakterisiert, der mit seiner Trugrede die Trojaner dazu verleitet, das hölzerne Pferd in die Stadt zu bringen: „auf beides gerüstet, Trug zu vollenden, ansonst dem sichern Tod zu verfallen“.<ref>Übersetzung: Vergil, Aeneis […] übersetzt und hrsg. von Wilhelm Plankl […] (= RUB. Band 221–224). Reclam, Stuttgart 1963.</ref>
„Index der verbotenen Bücher“ – Liste von Büchern, die von der katholischen Kirche als häretisch eingestuft wurden und daher nicht ohne Genehmigung gelesen werden durften. Der Index erschien zuerst 1543, zuletzt 1966 und umfasste am Ende rund 6.000 Titel.
Indivisibiliter
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Indivisibiliter ac inseparabiliter
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Infamibus portae non pateant dignitatum.
„Für Ehrlose stehe der Zugang zu Amtswürden nicht offen!“ – Diese Bestimmung über die Aberkennung der Befähigung zu Staatsämtern geht zurück auf den Codex des Iustinianus (12,1,2).
„Unsagbaren Schmerz, Königin, befiehlst du mir zu vergegenwärtigen.“ – Vergil, Aeneis 2,3.
Mit diesen Worten beginnt Aeneas seine Erzählung vom Untergang Trojas durch Odysseus’ List mit dem hölzernen Pferd, vom Kampf um die Stadt, von ihrem Brand und von der Flucht mit seiner Familie.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Infans detur ei feminae, cuius interfuit, et quae eum curavit, non ei, cuius nihil interfuit, quamquam ex ea natus est.
„Das Kind werde der Frau gegeben, der daran gelegen war und die sich um es sorgte, nicht der, der nicht daran gelegen war, obgleich es aus ihr geboren ist.“ – Vergleiche Bertolt Brechts Theaterstück Der kaukasische Kreidekreis! Diese und andere Fassungen der Geschichte gehen zurück auf die Anekdote von dem sprichwörtlichen salomonischen Urteil im Alten Testament (1. Buch der Könige 3{{#if:16–28|,16–28}} {{#switch: EU
| NA =EU
| OT
| BHS =EU
| LXX =EU
| VUL =EU
| #default =EU}}).
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Infantes perhibent et stultos dicere verum.
„Man vertritt die Ansicht, Kinder und Narren sagten die Wahrheit.“ – Walther von Châtillon
Verkürzt zitiert: „Kinder und Narren sagen die Wahrheit.“
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Influxus physicus
„Physischer Einfluss“ – In der Scholastik Bezeichnung für den Einfluss der Seele auf den Körper und im Cartesianismus für die Wechselwirkung zwischen Seele und Körper (influence mutuelle).
„Unterhalb der Korrektur, eine Korrektur nicht wert“ – Ein Korrekturvermerk, der besagt, dass eine Klausur so deutlich die Anforderungen verfehlt, dass es nicht lohnt, sie bis zum Ende zu korrigieren.
Ingens
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}ingens bellum
„gewaltiger Krieg“
In dieser für das Lateinische ungewöhnlichen Wortstellung (Attribut vor Substantiv; vergleiche diverse Einträge unter Bellum) zuerst von Livius in verschiedenen Kontexten gebraucht, um das Besondere der jeweiligen Situation hervorzuheben. So von weiteren antiken Dichtern wie Papinius Statius, Tacitus und Eutropius übernommen. Letzterer hat Livius auch darüber hinaus in weitem Maße als Vorlage genutzt, sogar dermaßen, dass die Suda sein Werk als Auszug ansieht.<ref>Vergleiche Suda, Stichwort {{#if: Καπίτων| {{#if:|{{{3}}} ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})|{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}}}|{{#if: |{{{3}}}|Liste lateinischer Phrasen/I}} }}, Adler-Nummer: kappa 342, Suda-Online (über Kapiton von Lykien).</ref>
Das vollständige Zitat lautet: „Tu excitas, ut laudare te delectet, quia fecisti nos ad Te et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in Te.“ („Du hast uns zu Deinem Eigentum erschaffen und ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in Dir.“)<ref>Augustinus, Confessiones, 1, 1.</ref>
Davon abgeleitet ist das Wort Inserat für eine Zeitungsanzeige in einem Printmedium. Der Begriff kommt daher, dass die Manuskripte mit den Anzeigentexten den Setzern früher mit der lateinischen Aufforderung weitergegeben wurden, diese Meldungen in die Druckvorlage einzufügen.
Integer
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Integer vitae scelerisque purus
„Untadelig im Leben und rein von Verbrechen“ – Horaz, carmina 1,22,1.
„Tätige Vernunft“ – Begriff aus der Theologie des Kirchenlehrers Thomas von Aquin in Anschluss an Aristoteles. Die tätige Vernunft strukturiert die durch die Sinne gewonnenen Vorstellungen und stellt sie der möglichen Vernunft zur Verfügung.
„Reine Vernunft“ – Begriff aus den Schriften des Philosophen Descartes in Anschluss an Aristoteles. Mit der reinen Vernunft werden die angeborenen Ideen ohne Rückgriff auf die Sinne erkannt.
Intellego
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Intellego, ut credam.
„Ich sehe es ein, um zu glauben.“
Intellexeram
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Intellexeram, inquit, si tacuisses.
„Ich hätte es begriffen, sagte er, wenn du geschwiegen hättest.“
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Inter regnum
„(Zeitraum) zwischen der Herrschaft“ – das Interregnum als vorübergehende Zeit ohne Regierung.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Inter spem et metum
„Zwischen Hoffnung und Furcht“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Inter urinas et faeces homo nascitur
„Zwischen Urin und Unrat wird der Mensch geboren.“
Herkunft unbekannt; nicht von Augustinus, wie oft behauptet (keine Einträge beim Thesaurus linguae Latinae, ebenso wenig in der Digitalversion der Augustinus-Werke) – möglicherweise mittelalterlichen Ursprungs oder der Renaissance zuzuschreiben.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Interim velim a sole non obstes.
„Inzwischen möchte ich, dass du mir nicht in der Sonne stehst.“ – Diese Worte soll Diogenes von Sinope zu Alexander dem Großen gesagt haben als dieser ihn aufsuchte. Er sagte dies natürlich auf Griechisch: „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}} – „Geh mir ein bisschen aus der Sonne.“)
Interni
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Interni actus per se spectabiles non sunt.
„Innere Vorgänge sind nicht offensichtlich.“ – Hugo Grotius.<ref>Hugo Grotius: De jure belli ac pacis. 2. Buch. Paris 1625, Kap. 16, § 1.</ref>
Interpretatio
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Interpretatio Christiana
„Christliche Auslegung“ – Umdeutung heidnischer Texte oder Bräuche im christlichen Sinn, wie zum Beispiel die 4. Ekloge des Vergil als Ankündigung der Geburt Christi.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Introite, nam et hic dii sunt.
„Tretet ein, denn auch hier sind Götter.“
Intus
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Intus Hecuba, foris Helena
„Innen (böse wie) Hekuba, von außen (schön wie) Helena“ – lateinische Übersetzung einer Zeile aus einem Gedicht des Gregor von Nazianz, in dem Hekuba als böse Frau charakterisiert ist.
Hekuba war die Königin von Troja, die den Untergang ihrer Stadt mit ansehen musste, während Helena, um die der Trojanische Krieg geführt wurde, wieder zu ihrem Mann Menelaos zurückkehrte.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Inveni portum. Spes et fortuna valete. Sat me lusistis. Ludite nunc alios.
„Ich habe einen Hafen gefunden. Hoffnung und Glück lebt wohl! Genügend habt ihr mich gefoppt. Spielt nun mit anderen!“
Dieses Epigramm in Form eines Distichons ist in den Memoiren des Giacomo Casanova überliefert. Als dieser 1760 beschloss, fromm zu werden, schlug ihm der Abt von Maria Einsiedeln die Verse als Inschrift über die Tür zu seiner Klosterzelle vor. Casanova bezeichnete sie als Übersetzung von Versen des griechischen Dichters Euripides. Als solche sind sie jedoch nicht nachweisbar, wurden aber vor allem als Grabinschrift, auch verkürzt, oft verwendet.
Nachdem der Jurist Anselm von Feuerbach seine Stelle in Bamberg angetreten hatte, schloss er mit diesem Zitat seinen Dankesbrief vom 28. Juni 1814 an den bayerischen König.
Als Gil Blas, der Protagonist einer Novelle von Alain-René Lesage, ein Landhaus geschenkt bekam, ließ er über den Eingang diese beiden lateinischen Verse in goldenen Lettern einmeißeln, allerdings mit Auslassung eines Worts, so dass der Vers zerstört ist.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Invenit et perficit.
„Ich bleibe unbesiegt.“ – Motto des schottischen Armstrong-Clans
Der Armstrong-Clan stammt von einem Krieger namens Fairbairn ab, der 1138 den schottischen König David I. in voller Kampfrüstung mit nur einem Arm auf sein eigenes Pferd gehoben haben soll, nachdem der sein Pferd verloren hatte. David I. nannte ihn von da an „Sir Strong Arm“.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iohannes est nomen eius.
„Johannes ist sein Name.“ – In der ausführlichen Geburtsgeschichte (Vorlage:Bibel/Link, 1{{#if:57–80|,57–80}} {{#switch: EU
| NA =EU
| OT
| BHS =EU
| LXX =EU
| VUL =EU
| #default =EU}}) kündigt der ErzengelGabriel dem alten PriesterZacharias die Geburt eines Sohnes an, den er gegen den BrauchJohannes („Der Herr ist gnädig“) nennen soll. Weil er dem Engel nicht glaubt, wird Zacharias stumm. Erst als seine Frau zur Beschneidungsfeier des Kindes der Gemeinde erklärt, der Junge werde Johannes heißen, und sein Vater dies bestätigt, indem er den Satz „Johannes ist sein Name.“ auf eine Tafel schreibt, bekommt er seine Stimme zurück.
Der lateinische Spruch ist auch der Wahlspruch Puerto Ricos.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ipse dixit
„Er selbst hat es gesagt“ – Betont, dass eine Behauptung von einer Autorität aufgestellt wurde.
Die Anhänger des Pythagoras sollen oft auf dieses Argument (Vorlage:GrcS) zurückgegriffen haben. „Er selbst hat es gesagt“, galt bei seinen Jüngern als unerschütterliches Argument im Streitgespräch und würgte alle Diskussionen ab.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ipsissima verba
„Genau diese Worte“ – Vor allem in der christlichen Theologie suchte man nach ipsissima verba Iesu, also aramäischen Jesusworten in den ansonsten auf Griechisch verfassten Evangelien, um Worte zu haben, die als völlig original gelten könnten.
„Er höchstselbst“ – Meist ironisch gebrauchter Superlativ des Pronomens ipse („selbst“), zum Beispiel bei Plautus,<ref>Plautus, Trinummus 988.</ref> wo Charmides auf die Frage, ob er selbst es sei, antwortet „ipsissumus“ („leibhaftig selbst“).
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ipso facto
„Durch die Tatsache selbst.“ – Eine unvermeidbare Folge nach sich ziehend.
Im juristischen Sinne ein Vertragsbestandteil, in der ein später eintretender Umstand eine Folge für den Vertrag nach sich zieht. Beispiele:
Eine Klausel in einem Ratenvertrag, dass bei Eintreten eines Zahlungsverzuges der gesamte ausstehende Betrag sofort fällig wird.
Eine Vertragsklausel, nach der bei einer Insolvenz eines der Vertragspartner der gesamte Vertrag ungültig wird.
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ipso iure
„von Rechts wegen“
Ira
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ira furor brevis est.
„Zorn ist eine kurze Raserei.“
Der ganze Satz lautet: „Ira furor brevis est; animum rege, qui nisi paret, imperat.“<ref>Horaz, Epistulae 1.2.62f.</ref> („Zorn ist eine kurze Raserei; zügle dein Verlangen; wenn es nicht gehorcht, befiehlt es.“)
Ebenso lehrt die Philosophenschule der Stoa; Seneca schrieb drei Bücher „Über den Zorn“ („De ira“). In seinen Tragödien „Medea“ und „Agamemno“ führt er die Hauptfiguren Medea und Clytaemnestra als Beispiele für Zorn vor, der nicht gezügelt, sondern – noch gefüttert mit Argumenten – zur nicht mehr beherrschbaren Leidenschaft wird.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ira initium insaniae.
„Der Zorn ist der Anfang des Wahnsinns.“
In den „Tusculanae disputationes“ Ciceros wird die Frage gestellt,<ref>Cicero, Tusculanae disputationes 4.52.</ref> ob es etwas dem Wahnsinn Ähnlicheres gebe als den Zorn, und es wird mit einem Zitat von Quintus Ennius<ref>Ennius, fragm. inc. 18.</ref> geantwortet: (Er, der Zorn, ist) „initium insaniae.“ Denn „Hautfarbe eines Zornigen, Stimme, Augen, Atmung, Unbeherrschtheit in Wort und Tat – was hat das noch zu tun mit Gesundheit?“
Irascendum
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Irascendum non esse magister iracundissimus disputat.
„Dass man nicht zürnen darf, erörtert der höchst zornige Lehrer“ – Zitat aus den Werken des Philosophen Seneca.
„Gehen wird durch Gehen gelehrt.“ – „Gehen lernt man durch Gehen.“
Is
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Is fecit, huic prodest.
„Der hat es getan, dem nützt es.“
Ita
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ita est vita hominum.
„So ist das Leben der Menschen.“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ita vero
„So (ist es) gewiss“ – das heißt „ja, gewiss“. Das Lateinische kennt kein eigenes Wort für „ja“.
Ite
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ite, missa est.
„Geht, es ist Entlassung!“ – Schlussworte des Priesters in der lateinischen Heiligen Messe. Von dieser Formel ist auch das Wort Messe abgeleitet. Die Antwort lautet Deo gratias.
Übersetzung nach dem Schott: „Gehet hin, ihr seid entlassen.“<ref>Anselm Schott: Das Meßbuch der heiligen Kirche. Schott 2. Herder, Freiburg 1956, S. 418.</ref>
Iudaei
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iudaei et Dominum occiderunt.
„Die Juden haben sogar den Herrn Jesus getötet.“ – Behauptung gegen die Juden, die außer Acht lässt, dass Jesus Christus selbst ein Jude war und dass das Urteil durch die römische Besatzungsmacht vollzogen wurde.
Iudex
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iudex a quo
„Richter, von dem“ (ein Rechtsfall abgegeben wird).
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iudex ad quem
„Richter, an den“ (ein Rechtsfall weiterverwiesen wird).
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iudex damnatur, cum nocens absolvitur.
„Der Richter wird verurteilt, wenn der Schuldige freigesprochen wird.“ – Durch ein falsches Urteil macht sich der Richter selbst schuldig, wenn er einen Unschuldigen unterliegen lässt.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iudex non calculat.
„Der Richter rechnet nicht“ – Der Richter entscheidet nicht, indem er Argumente zählt, sondern indem er sie (nach ihrer Überzeugungskraft) wägt. Der Ursprung der Aussage liegt wohl bei einer eher technischen Aussage in den Digesten (Macer Dig. 49,8,1,1), wonach offenbare Rechenfehler im Urteil nicht schaden würden und ohne Weiteres berichtigt werden dürfen, vergleiche für das deutsche Recht heute {{#switch: juris
}}{{#if: 319||[Paragraf fehlt]}}{{#if: ZPO||[Gesetz fehlt]}} ZPO. Die Redewendung wird auch scherzhaft im Sinne von „Der Richter [oder allgemein der Jurist] kann nicht rechnen“ gebraucht. Die Herkunft ist ungeklärt.
„Mit der Glücksgöttin als Richterin falle der Würfel.“ – Zitat aus Eumolpus’ Epyllion über den römischen Bürgerkrieg bei Petronius, Satyricon 122, Vers 174.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iudicis est innocentiae subvenire.
„Es ist Aufgabe des Richters, der Unschuld zu Hilfe zu kommen.“
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iudicium dei
„Gottesurteil“ – Auch iudicium divinum oder ordalium. Dem Gottesurteil liegt die Vorstellung zugrunde, ein höheres Wesen greife im Zusammenhang eines Rechtsfindungsprozesses ein, um den Sieg der Gerechtigkeit zu garantieren.
Iulio
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iulio et Caesare consulibus
„Unter dem Konsulat des Iulius und des Cäsar“ – Gaius Julius Cäsar dominierte in seinem Amtsjahr 59 v. Chr. als Konsul so sehr über seinen Amtskollegen Marcus Calpurnius Bibulus, dass sich die Römer darüber lustig machten. Dieser zog sich von allen Amtsgeschäften zurück, verließ sein Haus nicht mehr und widersprach schriftlich sämtlichen Amtshandlungen Caesars.
„Mit Recht und nach Verdienst“ – Mit vollem Recht.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iure naturae aequum est neminem cum alterius detrimento et iniuria fieri locupletiorem.
„Gemäß dem Naturrecht ist es recht und billig, dass niemand unter Schaden und Unrecht für einen anderen reicher wird.“ – Digesten 50,17,206.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iuris praecepta sunt haec; honeste vivere, alterum non laedere.
„Die Vorschriften des Rechts sind folgende; ehrenhaft leben, einen anderen nicht schädigen.“
„Bürgerliches Recht“ – im römischen Recht die Gesamtheit aller Rechtsnormen, die ausschließlich auf die römischen Staatsbürger angewandt wurden.
Es stand im Gegensatz zu den Bestimmungen, welche den Umgang mit Ausländern regelten und die als Ius gentium bezeichnet wurden.
Hierzu gehört auch die folgende Aussage:
„Ius civile neque inflecti gratia neque perfringi potentia neque adulterari pecunia debet.“ („Das Bürgerrecht darf nicht durch Gunst gebeugt, noch durch Macht gebrochen, noch durch Geld verfälscht werden.“)
„Zwingendes Recht“ – Eine Rechtsnorm kann aus Gründen des Schutzes einer Partei oder des Rechtsverkehrs nicht durch Vereinbarung der Parteien abbedungen werden.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ius de non appellando
„Recht der letzten Instanz“ – Vorrecht der deutschen Reichsstände, Gerichte zu unterhalten, gegen deren Urteile keine Berufung vor einem Reichsgericht, wie dem Reichskammergericht, eingelegt werden konnte.
„Recht der Einheimischen“ – Privilegien, die sich der Preußische Bund von Polen zusichern ließ, beschränkte die polnische Einmischung und regelte die Selbstverwaltung.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ius primae noctis
„Recht der ersten Nacht“ – angebliches Recht eines Gerichtsherren, bei der Heirat von Personen, die seiner Herrschaft unterstehen, die erste Nacht mit der Braut verbringen zu dürfen.
„Recht des Bluts“ – Prinzip, nach dem ein Staat seine Staatsbürgerschaft an Kinder verleiht, deren Eltern oder mindestens ein Elternteil selbst Staatsbürger dieses Staates sind. Es wird daher auch „Abstammungsprinzip“ genannt.
„Recht der Wiedervergeltung“ – Variante von „Lex talionis“.
Iuvat
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iuvat ipse labor.
„Die Arbeit selbst erfreut.“ – Zitat aus den Schriften des Dichters Martial.
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iuvat o meminisse beati temporis.
„Oh, es erfreut, sich an eine glückliche Zeit zu erinnern!“ – Ovid, Metamorphosen 7,797f.
Iuvenesque
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iuvenesque, senesque et pueri nasum rhinocerotis habent.
„Jünglinge, Greise und Knaben haben eine Rhinocerosnase.“ – Gemeint ist damit, dass sie ihre Nase sehr hoch tragen, so ähnlich wie scheinbar ein Nashorn(Rhinoceros), wo jedoch nur das namensgebende Horn hoch getragen wird. Zitat aus den Schriften des Dichters Martial (Epigramme 1,3,5f.).
Iuventus
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Iuventus Mundi
„Jugend der Welt“ – Motto der Don-Bosco-Stiftung, die weltweit Straßenkindern hilft.