Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Da mihi castitatem et continentiam, sed noli modo.
„Schenke mir Keuschheit und Enthaltsamkeit – aber nicht gleich!“ – Rückblickendes Selbstzitat aus den Confessiones des Kirchenlehrers Augustinus von Hippo.
„Gib mir den Sachverhalt, ich werde dir das Recht geben.“ – Römische Rechtsregel, nach der die Parteien vor Gericht nur den Sachverhalt, nicht jedoch die Rechtslage vorzutragen haben.
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Da pacem Domine.
„Gib Frieden, Herr.“
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dabit Deus his quoque finem.
„Gott wird auch dem [Unglück] ein Ende machen.“ – Vergil, Aeneis, 1,203.
„Verdammung der Erinnerung“ – Jemand soll aus dem Gedächtnis gelöscht werden. Dabei wurden die Namen besonders verhasster Personen aus den Annalen getilgt und sämtliche Bildnisse und Inschriften zerstört.
„Er gibt, weiht und widmet.“ – Weiheformel für Gegenstände, die man den Göttern widmete, abgekürzt mit D. D. D. Eine andere Version ist „Dat, donat, dedicat“.
De
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}De duobus malis minus est eligendum.
„Von zwei Übeln muss man das kleinere wählen.“ – Cicero, De officiis III, 3.
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}De facto
„In der Tat, in Wirklichkeit“ – So heißt es von einem realen Tatbestand, der unter Umständen nicht dem rechtmäßigen Zustand de jure entspricht.
„Über Geschmack kann man nicht streiten.“ – Dieser Satz stammt nicht aus der Antike. Der Franzose Jean Anthelme Brillat-Savarin leitete ihn vom spanischen „{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}“ her. In der scholastischen Philosophie heißt es:
„De gustibus et coloribus non est disputandum.“ („Über Geschmäcke und Farben kann man nicht streiten.“)
Meist wird diese Aussage so verstanden, dass niemand rational beweisen kann, dass ein bestimmtes Geschmacksempfinden das richtige sei.<ref>Wilfried Stroh: Der gute Geschmack in Küche und Gastmahl der Römer. In: mwn.de, abgerufen am 23. Oktober 2016 (Festvortrag zur feierlichen Eröffnung des 17. Oberpfälzer Zahnärztetages „Der gute Geschmack“. Historischer Reichsaal des Alten Rathauses der Stadt Regensburg. 3. Juli 2003).</ref>
„Nach (geltendem) Recht“ – Der Begriff wird meist im Zusammenhang mit dem Begriff de facto verwendet. Eine Regierung, die de jure im Amt ist, wurde nach geltendem Recht eingesetzt, muss aber keine faktische Gewalt haben. Eine De-facto-Regierung hingegen hat eine tatsächliche Gewalt, jedoch nicht unbedingt eine rechtliche Legitimation.
„Um das Geringste“ – Rechtsprinzip, bei dem Bagatellen nicht den Tatbestand einer Norm erfüllen oder nicht angeklagt werden. Beschreibt davon ausgehend auch eine Ausnahmeregelung oder Dinge von geringfügiger Bedeutung.
Kurzform zu den folgenden Sätzen:
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}De minimis non curat praetor De minimis non curat lex
„Um Geringfügigkeiten kümmert sich das Gesetz nicht.“ (Vergleiche auch Lex.)
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}De mortuis nil/nihil nisi bene [dicendum (est)]
„Von Verstorbenen [(ist)] nur in guter Weise [(zu) sprechen]“ – Lateinische Übersetzung einer gleichbedeutenden, ursprünglich Chilon von Sparta zugeschriebenen griechischen Wendung: {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}).
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}De nihilo nihil fit.
„Von nichts kommt nichts.“ – Nach Lukrez, de rerum natura 2,287, wo es heißt: „de nihilo quoniam fieri nil posse videmus – weil wir sehen, dass aus nichts nichts werden kann.“
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}De novo
„Von Neuem“
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}De omnibus dubitandum
„An allem ist zu zweifeln.“ – formuliert von René Descartes, Grundlage seiner Erkenntnistheorie.
„Aus der Tiefe“ – Anfang des 130. Bibelpsalms: „De profundis clamavi ad te Domine.“ (Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir.)
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}de re und de dicto
„über die Sache“ und „über das Gesagte“ – Unterscheidung in der Logik, ob sich eine Notwendigkeit auf die Sache selbst oder die Art und Weise, wie sie beschrieben ist, bezieht.
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}De te fabula narratur
„Diese Geschichte wird über dich erzählt.“ – Du bist gemeint!
Horaz, Sermones 1,1,69 f., wo der Satz vollständig lautet: „mutato nomine / de te fabula narratur.“ („Der Name ist geändert, aber die Geschichte handelt von dir.“)
„Er möge entscheiden!“ (3. Person Singular Konjunktiv Präsens Aktiv)
Mit diesem Wort wurde eine Angelegenheit vom Vorstand einer Behörde der zuständigen untergeordneten Dienststelle zugewiesen, dem entsprechenden „Dezernat“, wie man seit dem 19. Jahrhundert sagte, fälschlicherweise mit Endbetonung, als stammte das Wort von einem Partizip Perfekt Passiv her wie etwa Dekret von decrétum.<ref>So Duden Band 7. Das Herkunftswörterbuch. Mannheim 1997.</ref>
Der Spruch kommt vor als Aufschrift auf einer Medaille des Earl Spencer (1799).
Ob der Satz – die zweite Hälfte eines Hexameters – aus einer Dichtung stammt, ist nicht nachgewiesen.
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Decus et tutamen
„Zier und Schutz“ – Inschrift auf dem Rand der britischen Ein-Pfund-Münze, der zum Schutz vor Beschneidung beschriftet war. Im 17. Jahrhundert kam es oft vor, dass der Rand von Silbermünzen abgeschnitten wurde. Die Wortwahl geht zurück auf Vergils Epos Aeneis (5,262).
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dei Gratia
„Von Gottes Gnaden“ – Der Begriff Gottesgnadentum entwickelte sich aus dem Titelzusatz Dei Gratia. Das Gottesgnadentum beinhaltet die Legitimation des Herrschers durch den Willen Gottes (Stellvertreter Christi auf Erden). Auch heute noch prangt auf den britischen Münzen der Zusatz D. G. (für Dei Gratia) hinter dem Königsnamen.
„Es möge getilgt werden.“ – Korrekturzeichen, welches diejenigen Teile eines Manuskripts (einzelne Buchstaben, Wörter, Sätze oder ganze Absätze) kennzeichnet, die gestrichen werden sollen. Seine Form geht dabei auf den kleinen Buchstaben „d“ in der deutschen Kurrentschrift zurück.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Delirant isti Romani.
„Die spinnen, die Römer.“ – Aus der lateinischen Version der Asterix-Serie; Standardspruch von Obelix, der auf ungewohnte Verhaltensweisen mit Befremden reagiert („Die spinnen, die …“)
„Zitterndes Irresein“ – Entzugsdelirium, eine ernste Komplikation bei einer länger bestehenden Alkoholkrankheit.
Demon
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Demon est deus inversus.
„Der Teufel ist die Kehrseite Gottes.“
Ein aus Esoterik und Theosophie stammender Satz, bekannt geworden vor allem durch H. P. Blavatskys Werk Die Geheimlehre.<ref>Helena Petrovna Blavatsky: Die Geheimlehre, Band 2 (Kosmogenesis), Zweiter Teil (Die Entwicklung der Symbolik), Abteilung XI (Demon est deus inversus).</ref>
Das Sprichwort geht zurück auf Horaz, ars poetica 191 f., wo für die Tragödie gefordert wird „nec deus intersit, nisi dignus vindice notus / inciderit“ („und kein Gott sei im Spiel, außer es ist eine Verstrickung angefallen, die einen Befreier verlangt“).
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Deo volente nobis viventibus.
„Wenn wir am Leben sind, weil Gott will.“ – „Wenn wir nach Gottes Willen am Leben sind.“ – „So Gott will und wir leben.“ (Zum Beispiel als Nachsatz: „Wir treffen uns dann morgen, so Gott will und wir leben.“)
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Deus ex machina
„Ein Gott aus der (Bühnen-)Maschine“ – Vorlage:GrcS.
Heute bezeichnet man mit Deus ex machina meist eine unerwartet auftretende Person oder Begebenheit, die in einer Notsituation hilft oder die Lösung bringt.
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Deus in minimis maximus
Das nichtklassische „lo“ leitet sich ab von vulgärlateinischillu(m) anstelle des klassisch korrekten illud. Daraus entwickelte sich ein italienischer Artikel.
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Deus mare, Friso litora fecit.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dic, hospes, Spartae nos te hic vidisse iacentes, / dum sanctis patriae legibus obsequimur.
Friedrich Schiller(Der Spaziergang) übersetzt: „Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest / Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“
„Ich habe einen Tag verloren!“ – Diese Worte rief Kaiser Titus aus, als ihm bei Tische einfiel, er habe an jenem Tage noch niemandem etwas Gutes getan.
„Ein schwarzer Tag“ – So nannte der römische Geschichtsschreiber Livius die Schlacht an der Allia, bei der die römischen Truppen gegen Gallier eine Niederlage erlitten, durch die die Eroberung Roms ermöglicht wurde.Datei:Dies Irae.svgErste Strophe des Dies irae
„Tag des Zorns“ – Der jüngste Tag; verkürzt aus „dies irae dies illa solvet saeclum in favilla“ („der Tag des Zorns, jener Tag löst die Welt in Asche auf“) nach Thomas von Celano.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Difficile est satiram (auch: saturam) non scribere.
„Schwer ist es, keine Satire zu schreiben.“ – Erich Kästner schreibt in seinem Essay Sinn und Wesen der Satire über diesen Satz von Iuvenal:
„Über dem geläufigen Satze, dass es schwer sei, keine Satire zu schreiben, sollte nicht vergessen werden, dass das Gegenteil, nämlich das Schreiben von Satiren, auch nicht ganz einfach ist.“<ref>Erich Kästner: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20101103215231
„Ich leite.“ – Motto auf dem Staatssiegel des US-Bundesstaates Maine, das bereits im Jahr 1820 angenommen wurde. Der über dem Motto dargestellte Polarstern verweist auf den Leitstern der Seefahrer.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Disce aut discede!
„Lerne oder gehe fort!“ – „Schufte oder verdufte!“
Motto mehrerer Schulen.
Discipulus
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Discipulus est prioris posterior dies.
„Schüler des vorherigen ist der folgende Tag.“ – „Der folgende Tag ist der Schüler des vorigen“, unter Umkehr der Logik auch: „Ein Tag belehrt den nächsten“ oder „Heute ist der Herr von morgen“.
Anfangsworte eines Distichons von Johann Glandorp (Disticha, 1553), in dem er die Schüler auffordert, beizeiten zu lernen, damit sie sich später nicht blamieren:
„Discite Donatum, pueri, puerilibus annis, / ne spretus iuvenes vos notet atque senes.“
„Lernt den Donat, ihr Kinder, in den Kinderjahren, / damit nicht in eurer Jugend und im Alter aufkommt, dass ihr ihn missachtet habt!“
Aelius Donatus (Mitte des 3. Jahrhunderts, Lehrer des heiligen Hieronymus) verfasste eine Grammatik des Lateinischen, die im Mittelalter zum maßgeblichen Lehrbuch wurde und deshalb einfach als „der Donatus“ bezeichnet wurde (so wie wir heute vergleichbar „der Duden“ sagen).
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Discite iustitiam moniti et non temnere divos!
„Lasst euch das eine Ermahnung sein, Gerechtigkeit zu lernen und die Götter nicht zu missachten.“ – Aus Vergils Aeneis (6,620).
„Versprengte Glieder“ – Aus ihrer ursprünglichen organischen Ordnung gerissene Teile eines Ganzen.
Handschriftenkunde und Buchwesen: Bezeichnung für die verstreute Überlieferung einzelner Bestandteile eines Codex oder Buches.
Kunstgeschichte, Archäologie: Bezeichnung für Bestandteile eines Kunstwerks oder Bauwerks, die sich nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zusammenhang befinden.
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Ditat Deus
„Gott bereichert“ – Motto auf dem Staatssiegel des US-Bundesstaates Arizona. Es handelt sich dabei um eine Anspielung auf das alttestamentliche Buch Genesis (Vorlage:Bibel/Link) in der lateinischen Vulgata-Übersetzung:
„quod a filo subteminis usque ad corrigiam caligae non accipiam ex omnibus quae tua sunt ne dicas ego ditavi Abram;“
„dass ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch einen Schuhriemen nehmen will, damit du nicht sagst, ich habe Abram reich gemacht;“
Divide
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Divide et impera
„Teile und herrsche“ – Prinzip, unter Gegnern Zwietracht zu säen, um in der Machtausübung ungestört zu bleiben. Es ist angeblich ein Ausspruch des französischen Königs Ludwigs XI.: „Diviser pour régner.“
Divitiae
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Divitiae grandes homini sunt vivere parce / aequo animo; neque enim est umquam penuria parvi.
„Reichtum, großer sogar, ist’s für den Menschen schon, bescheiden zu leben / mit Gleichmut. Nie herrscht nämlich Mangel an Wenigem.“ Lukrez, De rerum natura, Buch V.<ref>thelatinlibrary.com, abgerufen am 24. September 2018.</ref>
Dixi
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dixi et salvavi (servavi) animam meam
„Ich habe gesprochen und meine Seele gerettet“ – Ich habe mein eigenes Gewissen beruhigt, indem ich eine Wahrheit ausgesprochen habe, gleich ob daraus Konsequenzen gezogen werden oder nicht. (Nach Ezechiel, 3, 19.)
Do
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Do ut des
„Ich gebe, damit du gibst.“ – Prinzip, welches das Wesen des römischen Begriffs beneficium wiedergibt: Eine Gefälligkeit (beneficium) verpflichtet den Empfänger zur Dankbarkeit, das heißt zu einer Gegengabe, die in nicht zu kurzer Zeit und keinesfalls geringer zu leisten ist.
Davon handelt Seneca in der Schrift De beneficiis und knapper in Nr. 81 der Epistulae morales. Das richtige Maß auch in der Dankbarkeit kennzeichnet den Weisen: „Nemo referre gratiam scit nisi sapiens“ [„Nur der Weise versteht es, Dank abzustatten“] (Epistulae morales 81,13).
Dieses Prinzip gilt auch den Göttern gegenüber.
Es ist also ein Missverständnis, hinter der zitierten Maxime lediglich ein primitives Tauschgeschäft zu vermuten.
Wegen dieser gegenseitigen Verpflichtung wurde im Mittelalter auch das Lehen als beneficium bezeichnet.
„Arglistig handelt …“ – Kurzform von „Dolo agit, qui petit, quod statim redditurus est.“ („Mit Arglist handelt, wer etwas fordert, das er sogleich zurückgeben wird“) oder: „… quod restituere oportet eundem“ („… was ebenderselbe zurückgeben muss“).
Petronius, Satyrikon 44,14, wo es (in den Gesprächen der Freigelassenen) heißt: „nunc populus est domi leones, foras vulpes“ („Jetzt sind die Leute zu Hause Löwen und außer Haus Füchse“).
„Agnus Dei, qui tollis peccata mundi, dona nobis pacem.“
„Christe, Du Lamm Gottes, der du trägst die Sünd der Welt, gib uns deinen Frieden.“
Donandi
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Donandi animo
„In Schenkungsabsicht“
Donec
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Donec eris felix, multos numerabis amicos (tempora si fuerint nubila, solus eris).
„Solange du glücklich bist, wirst du viele Freunde zählen.“ (Wenn die Zeit umwölkt ist, wirst du allein sein.) – Ovid, Tristia I,9,5
<poem style="margin-left:1.6em; font-style:italic;">
So lang einer im Glück ist,
Der hat Freunde die Menge,
Doch wenn ihm das Glück den Rücken kehrt,
Dann verläuft sich das Gedränge.
</poem>
„Einen schlafenden Drachen soll man niemals kitzeln.“ – Motto der Hogwarts-Schule für Zauberei und Hexerei bei Harry Potter (wörtlich: „Ein schlafender Drache ist niemals zu kitzeln“).
Dramatis
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dramatis personae
„Des Schauspiels Personen“ – Rollenverzeichnis im Theater.
In einer amüsanten Anekdote erzählt Seneca der Ältere<ref>Seneca, Suasorien 7,3,9</ref>, wie mit diesem Diktum der Komödiendichter Laberius dem Cicero eine Bosheit heimzahlte. Laberius war von Caesar in den Ritterstand aufgenommen worden; als er bei den Rittern Platz nehmen sollte, rückten die aber so zusammen, dass er dort keinen Platz fand. Außerdem hatte Caesar in den Senat, dem auch Cicero angehörte, eine große Anzahl neuer Senatoren berufen. Als da nun Cicero Laberius vorbeigehen sah, rief er ihm zu: „Ich würde dir ja gern Platz machen, wenn ich nicht so eingeengt säße.“ Laberius’ Antwort an Cicero, der sich damals weder für Cäsar noch für Pompeius entscheiden konnte, es sich aber mit keinem verderben wollte, war:
„Atqui soles duabus sellis sedere.“ („Aber du sitzt doch immer auf zwei Stühlen.“)
Die Redewendung entspricht etwa unserer Redewendung „Auf zwei Hochzeiten tanzen.“
„Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen zerrt es mit sich.“ – Seneca, Epistulae morales 107,11.
Dieser Vers (jambischer Trimeter) ist der letzte von fünf Versen, die Seneca, wie er angibt, selbst aus dem Werk des Kleanthes übersetzt hat. Allerdings ist dieser eine Vers nur hier zu finden,<ref>Er fehlt in allen griechischen Quellen und auch bei Epiktet, Encheiridion 53.</ref> so dass auch vermutet wird, er sei von Seneca selbst dazugedichtet worden.
Diese fünf Verse, bei Seneca ein Gebet an Juppiter, „durch dessen Steuerung diese Welt geleitet wird“, zitiert Augustinus in seinem Werk Vom Gottesstaat, 5.8.
Dulce
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dulce bellum inexpertis.
Mit der Gnome verherrlicht Horaz wohl nicht den Soldatentod. Er bezieht sich auf die beiden zu seiner Zeit wichtigsten philosophischen Lehren, den Epikureismus und die Stoa, und nimmt Bezug auf deren Ansichten vom summum bonum. Für den Epikureer ist es die Lust, für den Stoiker die Virtus (Tugend). Für das Vaterland zu sterben widerspricht nach Horaz als dulce weder dem epikureischen noch als honestum dem stoischen Ideal, obwohl beide philosophische Richtungen dem Dienst am Staat skeptisch gegenüberstanden.<ref>Mehr dazu: Hermann Funke, Dulce et decorum, in: Scripta Classica Israelica 16 (1997)</ref>
Bei der Prägung lateinischer Wörter für philosophische Begriffe der Griechen durch Cicero liest man: „Wie im Leben ist auch in einer Rede nichts schwieriger, als zu erkennen, was sich gehört; ‚{{#invoke:Vorlage:lang|flat}}‘ nennen das die Griechen, wir können sicherlich ‚decorum‘ sagen.“<ref>Cicero, Orator 70: ut in vita sic in oratione nihil est difficilius, quam quid deceat videre; {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} appellant hoc Graeci, nos dicamus sane decorum. Ausführlicher: Cicero, De officiis 1.93.</ref>
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dulce et Decorum est
„Süß und ehrenvoll ist es.“ – Titel des wohl bekanntesten Gedichtes des britischen Dichters Wilfred Owen, das dieser Ende 1917 verfasste, das aber erst postum 1920 veröffentlicht wurde. Der Bezug auf Horazens Dulce et Decorum ist offensichtlich.
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dulce et utile
„Das Angenehme und das Nützliche“
Diese Zusammenstellung geht auf Horaz, Ars poetica 343f. zurück, wo es heißt:
„Omne tulit punctum, qui miscuit utile dulci / lectorem delectando pariterque monendo“ („Aller Beifall gewinnt, wer das Nützliche unter das Angenehme mischt / dadurch, dass er den Leser ebenso erfreut wie ermahnt“).
Christian Dietrich Grabbe parodiert dies in seinem Lustspiel „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“, indem er den betrunkenen Schulmeister sagen lässt: „Utile cum dulci, Schnaps mit Zucker! Es wird heute ein saurer Tag.“ (1,1).
Dum
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dum colosseum stabit, Roma stabit; dum Roma stabit, mundus stabit.
„Solange das Kolosseum stehen wird, wird Rom stehen, solange Rom stehen wird, wird die Welt stehen.“
Zitat von Beda, im originalen Wortlaut: „Quamdiu stabit Colysaeus stabit et Roma. Quando cadet Colysaeus, cadet et Roma. Quando cadet Roma, cadet et mundus.“ („Solange das Kolosseum stehen wird, wird auch Rom stehen. Wenn das Kolosseum fällt, fällt auch Rom. Wenn Rom fällt, wird auch die Welt untergehen.“)
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Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dum Roma deliberat, Saguntum perit.
„Während Rom beratschlagt, geht Sagunt unter.“
Sagunt im heutigen Spanien war eine prosperierende Stadt, die sich mit Rom gegen Karthago verbündete und Hannibals ersten Angriff, den Beginn des Zweiten Punischen Kriegs, auf sich zog, da sie südlich des Ebroflusses lag, der vertraglich zwischen Rom und Carthago vereinbarten Grenze der beiderseitigen Einflusssphären.
Der historische Moment, auf den sich der Satz bezieht, wird von Polybios (3,20,2) geschildert: „Wie war es möglich, dass die Römer, die ein Jahr vorher den Karthagern Krieg angekündigt hatten, wenn sie in das Gebiet von Sagunt einfallen würden, jetzt, nachdem sie die Stadt selbst eingenommen hatten, zusammenkamen und beratschlagten, ob sie Krieg führen sollten oder im Gegenteil nicht?“
„Solange ich atme, hoffe ich.“ – Cicero, „Epistulae ad Atticum“ („Briefe an Atticus“).
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dum vita est, spes est.
„Solange es Leben gibt, gibt es auch Hoffnung.“
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Dum differtur, vita transcurrit.
„Mit dem Aufschieben lassen wir das Leben nur enteilen.“ oder „Während man es aufschiebt, geht das Leben vorüber.“: Lucius Annaeus Seneca, „Epistulae morales“ („Briefe über die Moral an Lucilius“).
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Duo cum faciunt idem, non est idem.
„Wenn zwei dasselbe tun, ist es nicht dasselbe.“
Das Sprichwort dürfte sich aus der Komödie Adelphoe 821–825 des Terenz herleiten. Dort sagt der alte Micio: „Viele Anzeichen gibt es bei dem Menschen, die leicht vermuten lassen, dass man, wenn zwei dasselbe tun, oft sagen kann: ‚Dies darf der ungestraft tun, jener nicht‘ – nicht weil die Angelegenheit ungleich ist, sondern der, der es tut.“
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Duobus litigantibus tertius gaudet.
„Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.“ – Siehe auch Tertius gaudens.
Duodecim
{{#invoke
Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}}Duodecim tabulas loquuntur.
„Sie sprechen wie die Zwölftafelgesetze.“ – Seneca, Epistulae morales 114.13.
Die Zwölftafelgesetze, eine um 450 v. Chr. entstandene Gesetzessammlung, die in zwölf hölzernen Tafeln auf dem Forum Romanum ausgestellt war, stehen hier für eine antiquierte Sprache.