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Sihl

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Sihl
Datei:Sihl Sihlwald.JPG
Die Sihl bei Sihlwald

Die Sihl bei Sihlwald

Daten
Gewässerkennzahl CH: 577
Lage Schwyzer Voralpen

Schweizer Mittelland


SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz

Flusssystem Rhein
Abfluss über Limmat → Aare → Rhein → Nordsee
Quelle am Drusberg bei der Vereinigung zweier Quellbäche
47° 0′ 25″ N, 8° 51′ 9″ O
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Quellhöhe 1872 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Mündung am Platzspitz in die LimmatKoordinaten: 47° 22′ 58″ N, 8° 32′ 17″ O; CH1903: 683029 / 248567
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47° 22′ 58″ N, 8° 32′ 17″ O {{#coordinates:47,3827|8,53818|
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Mündungshöhe 402 m ü. M.<ref name="CH_GS">Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)</ref>
Höhenunterschied 1470 m
Sohlgefälle 21 ‰
Länge 69 km<ref name="gewiss">Auswertungen zum Gewässernetz. (XLSX) BAFU, Dezember 2013, abgerufen am 9. August 2017 (Auflistung Fliessgewässer der Schweiz >30 km).</ref>
Einzugsgebiet 344,26 km²<ref name="bafu">Modellierter mittlerer jährlicher Abfluss. In: Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Teileinzugsgebiete 2 km². Bundesamt für Umwelt (BAFU), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2017; abgerufen am 9. August 2017.</ref>
Abfluss am Pegel Zürich, Sihlhölzli<ref name="bafu1">Abflussdaten: Messstelle: Sihl – Zürich, Sihlhölzli (2176). (PDF) 1938–2020. In: BAFU Hydrodaten. BAFU, abgerufen am 26. Oktober 2024 (Stationsseite).</ref>
AEo: 343 km²
Lage: 2,1 km oberhalb der Mündung
NNQ (1950)
MNQ 1938–2020
MQ 1938–2020
Mq 1938–2020
MHQ 1938–2020
HHQ (2005)
750 l/s
3,69 m³/s
6,78 m³/s
19,8 l/(s km²)
10,4 m³/s
280 m³/s
Linke Nebenflüsse Alp, Grossbach, Minster
Rechte Nebenflüsse Schanzengraben
Durchflossene Stauseen Sihlsee

Vorlage:Maplink

Datei:Karte Sihl.png
Verlauf der Sihl

Verlauf der Sihl

Die Sihl ist ein Schweizer Fluss und grösster Nebenfluss der Limmat. Sie entwässert Teile der Schwyzer Voralpen und fliesst dann in einem schmalen Korridor südlich des Zürichsees und nördlich respektiv östlich des Einzugsgebiets von Reuss und Reppisch nach Nordwesten der Stadt Zürich zu, wo sie in die Limmat mündet. Die Sihl ist 69 Kilometer lang und entwässert ein Gebiet von 341 Quadratkilometern.

Name

Der Name des Flusses findet sich erstmals 1018 als Sylaha ‘Sihl-Fluss’ bezeugt. Die Herkunft ist unsicher. Möglicherweise liegt dem Namen die indogermanische Wurzel *sh₂i-ló ‘tobend, wütend’ zugrunde.<ref>Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Etymologie der Gewässernamen und der dazugehörigen Gebiets-, Siedlungs- und Flurnamen. Unter Mitarbeit von Sabine Hackl-Rößler. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-019039-7, Sp. 499 f.</ref>

Geographie

Verlauf

Datei:AmSihlsprung1.JPG
Sihlsprung

Die Sihl entspringt am Nordosthang des Drusbergs zwischen Höch Hund und Mieserenstock im Kanton Schwyz südlich von Studen und östlich des Hoch-Ybrigs.

Bei Einsiedeln wird sie gemeinsam mit dem etwas grösseren Minster zum Sihlsee gestaut, dem mit einer Oberfläche von 11 km² grössten Stausee der Schweiz. Unterhalb der Staumauer führt die Sihl gemäss Konzession 0,3 m³/s bis 0,4 m³/s respektive bei der Zürcher Kantonsgrenze 2,5 m³/s bis 3,0 m³/s Wasser. Durchschnittlich 88 % des natürlichen Zuflusses könnten somit für die Energiegewinnung verwendet werden. Dieses Wasser wird durch den Etzel per Druckleitung nach Altendorf SZ ins Kraftwerk und von dort in den Zürichsee geleitet.<ref>Etzelwerk 2006. (PDF; 947 kB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. August 2011; abgerufen am 25. Oktober 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.homepage.hispeed.ch</ref> Wo heute der Sihlsee liegt, gab es bereits vor 15'000 Jahren einen Natursee von sogar grösserer Fläche.<ref>Ur-Sihlsee. In: Sihlsee.ch.vu. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Juli 2014; abgerufen am 25. Oktober 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.homepage.hispeed.ch</ref>

Wenig unterhalb der Staumauer wird die Sihl bei Egg SZ von der Teufelsbrücke überquert, über die der Jakobsweg Pfäffikon SZ und den Etzelpass mit Einsiedeln verbindet. Unmittelbar neben ihr wurde 1493 Paracelsus geboren.

Ein bedeutender Nebenfluss ist die Alp, die bei Biberbrugg mündet. Etwas unterhalb von Schindellegi verlässt die Sihl den Kanton Schwyz, fliesst ein Stück weit durch den Kanton Zürich und begrenzt ihn dann von Hütten bis Sihlbrugg gegen den Kanton Zug. In diesem Abschnitt liegen bei Schönenberg Stromschnellen, der so genannte Sihlsprung.

Ab Sihlbrugg fliesst die Sihl durch das Zürcher Sihltal, das links von der Bergkette des Albis und rechts vom flacheren Hügelzug des Zimmerbergs begleitet wird. Zwischen Sihlbrugg und Langnau am Albis liegt der Sihlwald, ein Naturschutzgebiet im Besitz der Stadt Zürich und früher der für die Holzversorgung der Stadt bedeutsame Stadtwald.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Über den Sihlwald (Memento vom 16. April 2013 im Internet Archive). Gartenbauamt der Stadt Zürich.</ref> Die Strecke oberhalb Sihlbrugg war für die Holztrift weniger geeignet, so dass es dabei immer zu hohen Verlusten kam.<ref>Daniel Bitterli: Flösserei auf der Sihl zwischen der Region Einsiedeln und Zürich. In: Historischer Verein Zentralschweiz (Hrsg.): Der Geschichtsfreund. Nr. 161. Luzern 2008, S. 63–75 (Kopie des Artikels [PDF; 1,5 MB]).</ref> Danach passiert die Sihl Adliswil und erreicht bei Leimbach die Stadt Zürich. In diesem Abschnitt verliert sie einen grossen Teil ihres Wassers, da sich im 19. Jahrhundert viele Fabriken «auf ewige Zeit» ein Wassernutzungsrecht gesichert haben, zur Energiegewinnung oder als Prozesswasser. Durch zahlreiche Korrekturen des Flussbettes wurde in dieser Zeit die grosse Strömungsgeschwindigkeit reduziert.

In Zürich-Brunau legt sich über den Flusslauf auf Brücken eine Stadtautobahn, die Sihlhochstrasse der A3. Ab dem Sihlhölzli fliesst das Gewässer wieder offen und wird nebst anderen von der Stauffacherbrücke gequert. Auf den letzten hundert Metern vereinigt sie sich mit dem Wasser des Schanzengrabens, eines Grabenrests der südlichen Stadtbefestigung von Zürich. Danach zieht sie unter den 16 oberirdischen Geleisen des Hauptbahnhofs durch und mündet am Platzspitz beim Landesmuseum in die Limmat.

Frühere Mündungsarme

Die Sihl transportierte früher 18'000 Kubikmeter und mehr Geschiebe pro Jahr aus den Alpen ins Gebiet der Stadt Zürich, wo diese Ablagerungen den Untergrund prägten. Das Delta der Sihl umfasste in frühgeschichtlicher Zeit aber nicht nur das heutige Mündungsgebiet in die Limmat, sondern erstreckte sich mit vielen Mündungsarmen auch südlich des Lindenhof-Hügels, die sich in den Zürichsee ergossen.

Im 1. Jahrtausend vor Christus staute das von der Sihl herangeführte Geröll den Abfluss der Limmat auf. Dadurch stieg der Spiegel des Zürichsees deutlich an. Damals dürften weite Bereiche am heutigen Ufer Schwemmgebiet gewesen sein, darunter auch der Bereich der ganzen oberen Bahnhofstrasse und des Paradeplatzes. Durch Beseitigung des Gerölls bei der Sihlmündung in die Limmat in römischer Zeit sank der Wasserspiegel des Zürichsees stark, weshalb damals Bauten auch auf heute wieder überschwemmtem Gebiet errichtet werden konnten. Auch damals floss ein Arm der Sihl beim Münsterhof in die Limmat.

In spät- oder nachrömischer Zeit wurde kein Geröll mehr entfernt, der Seespiegel stieg rasch wieder für mehrere Jahrhunderte und erneut ergossen sich mehrere Sihlarme in den Zürichsee. Im Verlaufe des Frühmittelalters regulierte man die Sihl wieder. Spätestens seit dem Jahr 853, als das Fraumünster gegründet wurde, muss der Seespiegel auf heutigem Niveau gelegen haben. Alles Sihlwasser wird seither nördlich des Lindenhofhügels in die Limmat geleitet, anstauendes Geröll wurde entfernt.<ref>Dölf Wild: Die Zürcher City unter Wasser – Interaktion zwischen Natur und Mensch in der Frühzeit Zürichs. In: Stadt Zürich, Amt für Städtebau (Hrsg.): Archäologie und Denkmalpflege. Bericht 2006–2008. gta Verlag, Zürich 2008, ISBN 978-3-85676-238-4, S. 21–23 (stadt-zuerich.ch [PDF; 507 kB]).</ref>

Noch bis ins 20. Jahrhundert wurde ein Sihlarm – in Quellen aus dem 15. Jahrhundert im Gegensatz zum Hauptarm Wilde Sihl Zahme Sihl genannt, später Sihlkanal<ref>Kupferstich (evtl. 1834) Die Schlacht bey St. Jakob an der Sihl d. 22. July 1443.</ref> – anfangs noch durch die Stadtbefestigung hindurch und über den Schanzengraben in die Innenstadt nördlich des Rennwegs geleitet. Er trieb in der Stadt Wasserräder an und mündete beim gedeckten Brüggli in die Limmat.

Einzugsgebiet

Das 344,26 km² grosse Einzugsgebiet der Sihl erstreckt sich von den Schwyzer Voralpen bis zum Schweizer Mittelland. Es wird durch sie über die Limmat, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 42,0 % aus bestockter Fläche, zu 41,3 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 8,0 % aus Siedlungsflächen und zu 8,7 % aus unproduktiven Flächen.<ref>Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Sihl. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>

Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = left:30 bottom:20 top:10 right:20 DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0

  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

Colors =

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Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt 1042,4 m ü. M., die minimale liegt bei 379 m ü. M. und die maximale bei 2268 m ü. M.

Zuflüsse

Grössere Zuflüsse sind die Minster, der Grossbach und die Alp.

Direkte Zuflüsse der Sihl<ref group="Z">Von der Quelle zur Mündung. Daten von swisstopo (map.geo.admin.ch) und Geoportal Kanton Zürich (geoportal.ch/ktzh)</ref>
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Name GKZ Lage Länge
in km
EZG
in km²
MQ
in m³/s
Mündung
Koordinaten
Mündungs­höhe
in m
Bemerkungen

Vorlage:Tabellenstile

Namenloser Bach SZ241261 links0 001,6000 0001,8000   Welt-Icon
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  }} bei Gripschli, Studen|| style="text-align:right" | 1173,600000|| 
Namenloser Bach SZ241269 rechts 000,9000 0000,5200   Welt-Icon
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  }} bei Fläschen, Studen|| style="text-align:right" | 1096,300000|| 
Namenloser Bach SZ241275 rechts 001,5000 0001,2500   Welt-Icon
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Turnerbach CH002909 rechts 002,2000 0001,9800   Welt-Icon
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Tierfäderenbach CH002908 links0 001,9000 0001,9100   Welt-Icon
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  }} bei Ochsenboden, Studen|| style="text-align:right" | 948,600000|| 
Rappenbach SZ241283 links0 000,6000   Welt-Icon
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  }} bei Ochsenboden, Studen|| style="text-align:right" | 932,700000|| 
Wisstannenbach CH002906 rechts 003,3000 0005,1100 0000,2400 Welt-Icon
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  }} bei Chalchboden, Studen|| style="text-align:right" | 919,000000|| 
Sennenriedbach CH002905 rechts 002,0000 0002,9400   Welt-Icon
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  }} bei Sennenried, Studen|| style="text-align:right" | 892,100000|| style="text-align:left" | Alternativname: Sännenriedbach
Minster CH000586 links0 013,1000 0062,7200 0002,9500 Welt-Icon
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  }} bei Rüti, Euthal|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Zweitgrösster Nebenfluss der Sihl
Mündet in den Sihlsee
Eubach CH000581 rechts 005,2000 0009,5300 0000,4700 Welt-Icon
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  }} beim Campingplatz, Euthal|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Mündet in den Sihlsee
Steinbach CH002903 links0 003,2000 0003,2400   Welt-Icon
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  }} bei Steinbach, Euthal|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Alternativname: Wellchessibach
Mündet in den Sihlsee
Grossbach CH000582 links0 007,2000 0010,6000 0000,5200 Welt-Icon
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  }} bei Gross|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Drittgrösster Nebenfluss der Sihl
Mündet in den Sihlsee
Namenloser Bach SZ241715 rechts 001,4000 0000,5200   Welt-Icon
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  }} bei Stöfeli, Willerzell|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Mündet in den Sihlsee
Namenloser Bach SZ241712 rechts 001,1000 0000,6500   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,11819|8,79601|
dim= globe= name=Mündung des Namenlosen Bachs (05) region=CH-SZ type=waterbody
  }} bei Erlen, Willerzell|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Mündet in den Sihlsee
Dimmerbach CH002898 rechts 003,3000 0001,6300   Welt-Icon
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  }} bei Tschuppmoos, Willerzell|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Mündet in den Sihlsee
Rickentalbach CH002894 rechts 004,8000 0009,5700 0000,4300 Welt-Icon
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  }} bei Bodenmattli, Willerzell|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Mündet in den Sihlsee
Namenloser Bach SZ24170 rechts 001,5000 0000,5800   Welt-Icon
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  }} bei Grüene Aff, Willerzell|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Mündet in den Sihlsee
Sulzelbach CH004871 rechts 002,5000 0001,5400   Welt-Icon
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  }} bei Eikergütsch, Willerzell|| style="text-align:right" | 889,000000|| style="text-align:left" | Mündet in den Sihlsee
Brandeggbach CH008844 rechts 003,5000 0003,7200 0000,1500 Welt-Icon
 {{#coordinates:47,16206|8,7818|
dim= globe= name=Mündung des Brandeggbachs region=CH-SZ type=waterbody
  }} bei Egg|| style="text-align:right" | 847,200000|| 
Namenloser Bach SZ240156 rechts 001,0000 0000,6300   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,16643|8,77811|
dim= globe= name=Mündung des Namenlosen Bachs (07) region=CH-SZ type=waterbody
  }} bei Burg, Egg|| style="text-align:right" | 840,400000|| 
Namenloser Bach SZ240178 rechts 000,9000 0000,5000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,1671|8,76712|
dim= globe= name=Mündung des Namenlosen Bachs (08) region=CH-SZ type=waterbody
  }} nach der Teufelsbrücke am Etzel, Egg|| style="text-align:right" | 823,800000|| 
Namenloser Bach SZ240180 links0 000,9000 0000,5200   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,16558|8,76518|
dim= globe= name=Mündung des Namenlosen Bachs (09) region=CH-SZ type=waterbody
  }} bei Siileren, Egg|| style="text-align:right" | 821,700000|| 
Alp CH000583 links0 020,1000 0083,3800 0002,7300 Welt-Icon
 {{#coordinates:47,16669|8,73654|
dim= globe= name=Mündung der Alp region=CH-SZ type=waterbody
  }} bei Dreiwässern, Schindellegi|| style="text-align:right" | 782,800000|| style="text-align:left" | Grösster Nebenfluss der Sihl
Namenloser Bach SZ240188 rechts 001,2000 0000,9600   Welt-Icon
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dim= globe= name=Mündung des Namenlosen Bachs (10) region=CH-SZ type=waterbody
  }} bei Unter-Geissboden, Schindellegi|| style="text-align:right" | 777,100000|| 
Namenloser Bach SZ240214 links0 000,8000 0000,9700   Welt-Icon
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  }} bei Alti Fabrik, Schindellegi|| style="text-align:right" | 757,200000|| 
Namenloser Bach SZ240192 links0 001,7000 0001,1900   Welt-Icon
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  }} bei Sihl-Höfe, Schindellegi|| style="text-align:right" | 737,700000|| 
Hüttener Sagenbach CH002881 links0 002,0000 0001,1700   Welt-Icon
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dim= globe= name=Mündung des Hüttener Sagenbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Sihlau, Hütten|| style="text-align:right" | 691,500000|| style="text-align:left" | Alternativname: Örischwandbach
Brandbach ZH101462 links0 001,6000 0000,6600   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,17254|8,66865|
dim= globe= name=Mündung des Brandbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Sagi, Hütten|| style="text-align:right" | 687,900000|| 
Gripbach CH012370 links0 001,5000 0000,9100   Welt-Icon
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dim= globe= name=Mündung des Gripbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Schönau, Hütten|| style="text-align:right" | 676,900000|| style="text-align:left" | Grenzfluss zwischen den Kantonen Zug und Zürich
Nettenbach CH002880 links0 003,6000 0002,1700   Welt-Icon
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  }} bei Boden, Finstersee|| style="text-align:right" | 655,000000|| style="text-align:left" | Alternativname: Nättenbach
Mülibach CH000752 links0 002,9000 0002,3600   Welt-Icon
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  }} bei Bostadel, Menzingen|| style="text-align:right" | 634,300000|| 
Teufenbach CH002879 rechts 002,0000 0001,8000   Welt-Icon
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  }} bei Haslaub, Schönenberg|| style="text-align:right" | 613,400000|| style="text-align:left" | Entwässert den Teufenbachweiher
Sagenbach ZH101473 rechts 003,0000 0001,9600   Welt-Icon
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  }} bei Rain, Schönenberg|| style="text-align:right" | 603,300000|| 
Chrebsbach CH012368 rechts 003,7000 0005,7200   Welt-Icon
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  }} bei Fabrikrain, Hirzel|| style="text-align:right" | 569,200000|| style="text-align:left" | Alternativname: Mülibach
Schwellibach CH330185 links0 002,0000 0001,3400   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,20305|8,60315|
dim= globe= name=Mündung des Schwellibachs region=CH-ZG type=waterbody
  }} bei Unterschwelli, Menzingen|| style="text-align:right" | 565,600000|| 
Sarbach CH002877 links0 006,6000 0008,3400   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,21066|8,5848|
dim= globe= name=Mündung des Sarbachs region=CH-ZG type=waterbody
  }} bei Tal, Neuheim|| style="text-align:right" | 542,900000|| 
Talbach CH002874 links0 002,0000 0000,9400   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,21879|8,57717|
dim= globe= name=Mündung des Talbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Sihlbrugg|| style="text-align:right" | 528,700000|| 
Tobelmülibach ZH101499 rechts 001,2000 0000,8900   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,22408|8,58295|
dim= globe= name=Mündung des Tobelmülibachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Tobelmüli, Hirzel|| style="text-align:right" | 521,400000|| 
Wüeribach CH002873 rechts 004,2000 0002,5800   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,24456|8,57581|
dim= globe= name=Mündung des Wüeribachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Mürg|| style="text-align:right" | 503,200000|| 
Eichbach ZH101540 links0 001,4000 0001,1900   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,25944|8,56028|
dim= globe= name=Mündung des Eichbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Rossloch, Horgen|| style="text-align:right" | 486,900000|| style="text-align:left" | Alternativname: Hinterer Eichbach
Schlegeltobelbach CH002876 rechts 002,5000 0001,2100   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,26559|8,55962|
dim= globe= name=Mündung des Schlegeltobelbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Sihlwald|| style="text-align:right" | 481,300000|| 
Bachtobelbach ZH101547 links0 001,4000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,26601|8,5595|
dim= globe= name=Mündung des Bachtobelbach region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Sihlwald|| style="text-align:right" | 481,000000|| 
Rossspaltibach ZH101458 links0 001,7000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,2704|8,55706|
dim= globe= name=Mündung des Rossspaltibachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Sihlwald|| style="text-align:right" | 478,500000|| 
Tomenrainbach ZH101551 links0 002,1000 0000,9500   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,27274|8,55073|
dim= globe= name=Mündung des Tomenrainbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Tomenrain, Langnau am Albis|| style="text-align:right" | 474,200000|| 
Tobelbach CH002871 links0 002,3000 0001,5300   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,28017|8,54672|
dim= globe= name=Mündung des Tobelbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Geissau, Langnau am Albis|| style="text-align:right" | 468,200000|| 
Chrebsbach CH002875 rechts 005,2000 0001,5300   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,28444|8,54452|
dim= globe= name=Mündung des Chrebsbachs (02) region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Gattikon|| style="text-align:right" | 462,800000|| style="text-align:left" | Entwässert den Waldweiher
Dorfbach CH013326 links0 003,4000 0002,7200   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,28864|8,54499|
dim= globe= name=Mündung des Dorfbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} beim Bahnhof Langnau Gattikon, Langnau am Albis|| style="text-align:right" | 460,900000|| 
Waldibach CH002870 links0 002,6000 0001,7100   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,30057|8,53046|
dim= globe= name=Mündung des Waldibachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Wildpark-Höfli, Langnau am Albis|| style="text-align:right" | 452,700000|| style="text-align:left" | Alternativname: Gontenbach
Rütlibach ZH101571 links0 001,8000 0001,1700   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,3044|8,52504|
dim= globe= name=Mündung des Rütlibachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Sihlau, Adliswil|| style="text-align:right" | 450,500000|| 
Langenbach ZH101577 links0 001,2000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,30579|8,52417|
dim= globe= name=Mündung des Langenbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Wanneten, Adliswil|| style="text-align:right" | 450,400000|| 
Rellstenbach ZH101580 links0 001,2000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,31287|8,52617|
dim= globe= name=Mündung des Rellstenbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} nach der Bahnhofbrücke, Adliswil|| style="text-align:right" | 445,300000|| 
Grütbach ZH101581 rechts 000,5000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,32356|8,52431|
dim= globe= name=Mündung des Grütbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Grüt, Adliswil|| style="text-align:right" | 437,300000|| 
Schwarzbach ZH101585 links0 001,9000 0001,7300   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,3253|8,51886|
dim= globe= name=Mündung des Schwarzbachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei ARA Sihltal, Zürich-Leimbach|| style="text-align:right" | 435,600000|| 
Risbach ZH101811 links0 001,4000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,3253|8,51886|
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  }} bei ARA Sihltal, Zürich-Leimbach|| style="text-align:right" | 435,500000|| 
Hüslibach ZH101809 links0 001,5000 0000,7300   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,3291|8,51813|
dim= globe= name=Mündung des Hüslibachs region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Im Hüsli, Zürich-Leimbach|| style="text-align:right" | 432,900000|| 
Rütschlibach ZH101807 links0 001,2000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,33153|8,51742|
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  }} in Zürich-Leimbach|| style="text-align:right" | 430,400000|| 
Höcklerbach ZH101812 links0 001,4000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,34629|8,51717|
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  }} bei Gänziloo, Zürich-Friesenberg|| style="text-align:right" | 423,500000|| 
Sarbentalbach ZH101814 links0 001,5000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,34801|8,51638|
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  }} vor der Gänziloobrücke, Zürich-Friesenberg|| style="text-align:right" | 422,800000|| 
Albisgüetlibach ZH101808 links0 001,8000 0000,6100   Welt-Icon
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  }} nach der Gänziloobrücke, Zürich-Friesenberg|| style="text-align:right" | 422,200000|| 
Döltschibach ZH101816 links0 003,0000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,3653|8,52333|
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  }} bei Zürich-Wiedikon|| style="text-align:right" | 413,200000|| style="text-align:left" | Alternativname: Kolbenhofbach
Schanzengraben CH005492 rechts 001,7000   Welt-Icon
 {{#coordinates:47,37685|8,53624|
dim= globe= name=Mündung des Schanzengraben region=CH-ZH type=waterbody
  }} bei Gessnerallee, Zürich-Altstadt|| style="text-align:right" | 404,300000|| style="text-align:left" | Abfluss aus dem Zürichsee
Sihl<ref group="Z">Die Daten der Sihl zum Vergleich</ref> 069,0000 0344,2600 0006,8000 beim Platzspitz in Zürich 402,000000 Mündet in die Limmat

Anmerkungen zur Tabelle

<references responsive group="Z" />

Hydrologie

Abflussdaten

Vorlage:Hydrograph

Hochwassergefahr

Datei:Sihl Baustelle.jpeg
Baustelle für den Entlastungsstollen im Juni 2022. Im Hintergrund der Schwemmholzrechen.

Zum letzten grossen Hochwasser in der Stadt Zürich wegen der Sihl kam es 1910. Noch immer geht für die Stadt eine grosse Gefahr aus: Starke Unwetter in den Schwyzer Voralpen könnten zu Überschwemmungen in Zürich führen.<ref>Hochwasserschutz-Konzepte für Sihl, Zürichsee und Limmat. Kanton Zürich.</ref> Bei einem Bruch der Sihlsee-Talsperre würden Teile der Stadt Zürich mehrere Meter hoch überschwemmt werden. Die Flutwelle würde die obere Stadtgrenze in Leimbach nach eineinhalb Stunden, das Stadtzentrum nach knapp zwei und die untere Stadtgrenze bei Altstetten nach knapp drei Stunden erreichen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wasseralarm Sihlsee. Auslösung durch Allgemeinen Alarm (Memento vom 9. März 2016 im Internet Archive). Schutz und Rettung Stadt Zürich (PDF; 396 kB).</ref> Ein Hochwasser hätte in der Stadt Zürich, aber auch im Limmattal und im Sihltal ein riesiges Schadenspotenzial.<ref name="nzz2019-03-20">Stefan Hotz: Ein Hochwasserstollen mit ETH-Siegel soll Zürich vor Überschwemmungen bewahren. In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 66, 20. März 2019, S. 17 (online).</ref> Daher ergriffen die Behörden nach dem Alpenhochwasser 2005 aufwendige Hochwasserschutzmassnahmen.<ref>Folgen des Klimawandels. Kanton Zürich, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, Sektion Klima und Mobilität, abgerufen am 21. August 2022.</ref>

Es standen mehrere Varianten zur Diskussion, mit denen in Notfällen eine Entlastung erreicht werden könnte: Eine Vergrösserung des Druckstollens des Etzelstauwerks, womit – nebst der Stromproduktion – der Sihlsee zu einem grossen Rückhaltebecken würde, sowie ein Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil in den Zürichsee.<ref>Adi Kälin: Die Sihl bleibt ein wilder Fluss. In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 146, 27. Juni 2015, S. 16 (online).</ref>

Im April 2022 starteten die Bauarbeiten zum Entlastungsstollen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Entlastungsstollen Sihl-Zürichsee, das Jahrhundertbauwerk im Kanton Zürich, reduziert die Hochwassergefahr (Memento vom 5. Dezember 2024 im Internet Archive). In: afry.com.</ref> Er ist rund zwei Kilometer lang, füllt sich nur bei Hochwasser und wird nach seiner Eröffnung rund 300 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Zürichsee ableiten.<ref name="nzz2019-03-20" /><ref>Wie ein Tunnel durch den Zimmerberg Zürich schützen soll. In: Tages-Anzeiger. 19. März 2019.</ref><ref name="nzz2020-08-28">Stefan Hotz: Der Stollen Thalwil wird teurer als geplant. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. August 2020, S. 15 (online [abgerufen am 1. September 2020]).</ref><ref>Entlastungsstollen Sihl-Zürichsee. Kanton Zürich, abgerufen am 23. Oktober 2024.</ref> Am 26. November 2024 erfolgte der Durchstich<ref>Entlastungsstollen Thalwil. Ein grosser Tag für den Hochwasserschutz Zürichs. In: SRF News. 26. November 2024, abgerufen am 26. November 2024.</ref> des 175-Millionen-Projekts. Im Sommer 2026 will die Bauherrschaft das Werk betriebsbereit haben.<ref>Zuerst durchbrechen sie den Berg, dann springen sie in den See. In: Tages-Anzeiger. 26. November 2024.</ref>

2017 wurde beim Rütiboden oberhalb von Langnau am Albis bei einer scharfen Flussbiegung ein grosser Schwemmholzrechen erstellt. Der 350 Meter lange Rechen ist im unteren Teil mit 68 bis 4,5 Meter hohen, massiven Stahlpfosten gesichert. Er fasst 12'000 Tonnen Schwemmholz, rund 1200 Lastwagenladungen. Das Schwemmholz wird zur Kurvenaussenseite transportiert und landet bei Hochwasser im seitlich des Flusses angelegten Rückhalteraum. Mit dem Rechen soll verhindert werden, dass mitgerissenes Holz, darunter ganze Baumstämme, sich an einer Brücke verkeilen, eine Sperre bilden und so eine Überschwemmung verursachen.<ref>Stefan Hotz: Hochwasserschutz: Zürich ist jetzt sicherer. In: Neue Zürcher Zeitung. 22. Juni 2017.</ref>

Als weitere Massnahme kann vor Unwettern der Pegel des Sihlsees vorab abgesenkt werden.<ref name="nzz2020-08-28" />

Ein allfälliges extremes Hochwasser der Sihl droht auch, den Hauptbahnhof Zürich – speziell die unterirdischen Durchgangsbahnhöfe – unter Wasser zu setzen. Die SBB planen, das Eindringen des Wassers zu verhindern mit Schlauchdämmen bei der Europaallee, die mit Wasser gefüllt sind.<ref>SBB proben den Ernstfall: Hochwasser-Übung an der Europaallee. In: Limmattaler Zeitung. 8. August 2019.</ref>

Industrielle Nutzung

Früher wurde die Sihl genutzt, um Holz vom Sihlwald in die Stadt zu flössen. Später entstanden entlang des Flusses zahlreiche Fabriken, die die Wasserkraft des Flusses als Energielieferant nutzten. Im 20. Jahrhundert wurden auch mehrere Wasserkraftwerke erbaut.


Brücken

Datei:Teufelsbrücke am Etzel über die Sihl, Egg SZ 20180708-jag9889.jpg
Teufelsbrücke am Etzel über die Sihl, Egg SZ

Auf ihrem Weg wird die Sihl von rund 80 Brücken überspannt.

Neun denkmalgeschützte Brücken überqueren den Fluss, erwähnenswert sind die Teufelsbrücke am Etzel (Steinbogenbrücke mit hölzernem Überbau von 1699), die Babenwaagbrücke (gedeckte Holzbrücke von 1849), die Sparrenaubrücke (Stahlbetonbrücke von 1902), die Höcklerbrücke (Eisenstabbogenbrücke von 1866) sowie die Stauffacherbrücke (Betonbogenbrücke von 1899).

Der Steinbach-Viadukt (gebaut 2011–2014) und der Willerzeller-Viadukt (eröffnet 1937) überqueren den Sihlsee.

Neun Eisenbahnbrücken überspannen die Sihl, wobei die Sihltalbahn den Fluss fünfmal überquert.

Die nicht fertiggestellte über die Sihl verlaufende Sihlhochstrasse-Brücke (eröffnet 1974) führt etwa 1,5 km von Zürich-Brunau bis Zürich-Sihlhölzli.

Die SBB-Geleisebrücke (gebaut 1929/30) des Zürich Hauptbahnhofs überspannt die Sihl kurz vor ihrem Zusammenfluss mit der Limmat.

Bilder

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Commons: Sihl – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references responsive />

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