Suhre
Die Suhre (im Kanton Luzern auch Sure) ist ein 34 Kilometer langer Nebenfluss der Aare. Er fliesst durch das Suhrental in den Schweizer Kantonen Luzern und Aargau und mündet bei Aarau in die Aare.
Namen
In mittelalterlichen Urkunden finden sich Formen des Gewässernamens wie etwa Suron (1036), Suranum flumen (1210), Sure (1241). Seit dem 20. Jahrhundert wird im Kanton Aargau Suhre, im Kanton Luzern oft Sure geschrieben.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>
Geographie
Verlauf
Die Suhre beginnt als Ausfluss des Sempachersees in der Gemeinde Oberkirch auf Vorlage:Höhe und mündet östlich von Aarau auf der Höhe von auf Vorlage:Höhe in die Aare. Sie endet 144 Höhenmeter unterhalb des Sempachersees und hat somit ein mittleres Sohlgefälle von 4,2 ‰.
Zum von der Suhre entwässerten Tal gehört geographisch auch noch die Landschaft südlich des Sempachersees mit dessen Zuflüssen Grosse Aa mit der Länge von 9,6 km und Kleine Aa.
Das wichtigste Seitental ist das Ruedertal, welches bei Schöftland in südöstlicher Richtung abzweigt.
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet der Suhre ist 368,29 km² gross und besteht zu 28,3 % aus bestockter Fläche, zu 54,7 % aus Landwirtschaftsflächen, zu 4,0 % aus Gewässeroberfläche und zu 12,9 % aus Siedlungsfläche.
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- The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)
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Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe, die minimale Höhe liegt bei Vorlage:Höhe<ref>Höhe an der Mündung.</ref> und die maximale Höhe bei Vorlage:Höhe<ref name="EZG" />
Zuflüsse
Vorlage:Absatz Zuflüsse von der Quelle zur Mündung
- Hofbach (links)
- Oberchilerwaldbach (links)
- Chommlibach (rechts)
- Zollbach (rechts)
- Dorfbach (rechts)
- Schoenebuehlbaechle<ref>Beim Geoportal wohl fälschlich Schoenebuehlbaeche</ref> (rechts).
- Erlenstudbaechlein (rechts)
- Schlegruetigrabenbach (Obermoosgrab) (rechts)
- Weiherbach (Dorfbach) (rechts)
- Engelgrabe (Ängelgrabe) (rechts)
- Hexenbach (Häxebächli) (rechts)
- Dorfbach<ref>Bezeichnung nach der Dorfbachstrasse.</ref> (links)
- Dorfbach (rechts)
- Fischbach (Dorfbach) (links)
- Steinbaerenbach (rechts)
- Dorfbach (links)
- Gründelbach (Teuffegrabe) (rechts)
- Sägetgrabebach (links)
- (Bach vom) Rütiberg 4 (rechts)
- Dorfbach Attelwil (Hölibach) (links)
- Dorfbach (rechts)
- Seeblibächli (links)
- Eigraben (linke Abzweigung)
- Rostbrunnenbächli (links)
- Dorfbach Kirchleerau (rechts)
- Ruederche (rechts) → Zuflüsse
- Haselbach<ref>Rechte Abzweigung vom Ruederchen.</ref> (rechts)
- Talbach (rechts)
- Talbach (rechts)
- Tannacherbach (rechts)
- Uerke (links) → Zuflüsse
- Schifflibach (links)
- Talbächlein (rechts)
- Stadtbach Rathaus (linke Abspaltung)
- Wyna (rechts) → Zuflüsse
Moränen
Auf der Höhe von Staffelbach verläuft quer durch das Suhrental die rund 30 Meter hohe Serie von Endmoränen aus der Würmeiszeit, die beim Rückzug des Reussgletschers entstand. Talaufwärts schliessen Seitenmoränen auf beiden Talseiten an den Höhenzügen an.
Schutzgebiete
Der erste Flussabschnitt am Sempachersee führt durch das Moorgebiet «Zällmoos», das im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung aufgeführt ist.<ref>Objektblatt LU2405 im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeutung (PDF).</ref>
Die Endmoränenzone von Staffelbach ist ein Landschaftsschutzgebiet des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN).<ref>Objektblatt BLN1317 im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (PDF).</ref>
Die Suhremündung liegt im Auengebiet Aarau-Rupperswil, das im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung beschrieben ist.<ref>Objektblatt AG401 im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung (PDF).</ref>
Korrektionen
Seit dem 13. Jahrhundert fliesst die Suhre als kanalisierter Stadtbach durch Sursee.
1760 und von 1806 bis 1814 wurde der Ausfluss aus dem Sempachersee tiefergelegt. Bis zum 19. Jahrhundert war der Fluss im Suhrental stark mäandrierend; der Talboden war zum grössten Teil versumpft. Seither wurden mehrere Flussbegradigungen durchgeführt:
- 1856–59 von Sursee bis zur Kantonsgrenze
- 1893–98 im Knutwilermoos
- 1923–26 Teilkorrektion im Kanton Aargau
- 1943–45 Teilkorrektion im Kanton Aargau
- 1945–56 erneute Korrektion im Kanton Luzern
- 1973–75 in Sursee (mit starker Tieferlegung und Begradigung des Flusslaufes)
Brücken
Auf ihrem Weg wird die Suhre von 160 Brücken überspannt.
Weblinks
- Vorlage:HLS
- Verlauf der Sure auf dem Gewässernetz des Kantons Luzern
- Verlauf der Suhre auf dem Geoportal des Kantons Aargau
- Vorlage:Internetquelle
- Vorlage:Internetquelle
- Vorlage:Internetquelle
Einzelnachweise und Anmerkungen
<references />