Zum Inhalt springen

Murg (Thur)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Fluss

Die Murg ist ein 34 km langer, südsüdöstlicher und linker Nebenfluss der Thur in den Schweizer Kantonen St. Gallen und Thurgau.

Neben Necker, Sitter und Glatt ist die Murg einer der wichtigsten Zuflüsse der Thur.

Geographie

Verlauf

Die Murg entspringt im Kanton St. Gallen auf einer Höhe von etwa Vorlage:Höhe beim Schlattberg oberhalb von Mühlrüti.

Sie fliesst in nordnordwestlicher Richtung durch das Murgtal und mündet schliesslich bei Warth in der Nähe von Frauenfeld auf einer Höhe von ungefähr Vorlage:Höhe von Südsüdosten und links in die aus dem Osten heranziehende Thur.

Ihr etwa 34 km langer Lauf endet ungefähr 574 Höhenmeter unterhalb ihres Ursprungs, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 17 ‰.

Einzugsgebiet

Das 213,45 km² grosse Einzugsgebiet der Murg liegt im Schweizer Mittelland und wird durch sie über die Thur und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 29,7 % aus bestockter Fläche, zu 55,8 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 13,6 % aus Siedlungsfläche und zu 1,0 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0

  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

Colors =

 id:Wald  value:teal          legend:29,7_%_Bestockte_Fläche
 id:Acker value:yelloworange  legend:55,8_%_Landwirtschaftsflächen
 id:Orte value:red            legend:13,6_%_Siedlungsfläche
 id:Unproduktiv value:tan2    legend:  1,0_%_Unproduktive_Flächen

PlotData =

from:00.0 till:29.7 color:Wald
from:29.7 till:85.5 color:Acker
from:85.5 till:99.1 color:Orte
from:99.1 till:100 color:Unproduktiv

</timeline>

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe, die minimale Höhe liegt bei Vorlage:Höhe und die maximale Höhe bei Vorlage:Höhe<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Zuflüsse

Die Lützelmurg und die Lauche fliessen in Matzingen in die Murg. Der Tuenbach vereint sich kurz vor deren Mündung in die Murg mit der Lauche. Während die Lützelmurg der längste Zufluss der Murg ist, hat die Lauche das grösste Einzugsgebiet und den höchsten mittleren Abfluss.

Zuflüsse der Murg ab 5 km Länge <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:500 height:auto barincrement:30 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =

 id:canvas value:rgb(0.97,0.97,0.97)
 id:lightgrey value:gray(0.8)

BackgroundColors = canvas:canvas Period = from:0 till:20 ScaleMajor = gridcolor:lightgrey increment:4 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:2 start:0 BarData=

 barset:Flusslänge

Define $left = textcolor:white color:oceanblue Define $right = textcolor:black color:skyblue PlotData=

 width:18 fontsize:M textcolor:black color:skyblue shift:(5,-6) anchor:from
 barset:Flusslänge
   from:start till: 6.1  $left  text:Tanneggerbach (6,1 km)
   from:start till: 5.6  $right text:Littenheiderkanal (5,6 km)
   from:start till: 7.5  $right text:Chrebsbach (7,5 km)
   from:start till:15.9  $right text:Lauche (15,9 km)
   from:start till:19.0  $left  text:Lützelmurg (19,0 km)

TextData=

 fontsize:M
 pos:(10,490) text: "Die Zuflüsse sind talwärts aufgeführt:"
 pos:(10,50) text:km
 pos:(10,30) text:"Rechte Nebenflüsse: Hellblau"
 pos:(10,10) text:"Linke Nebenflüsse: Dunkelblau"

</timeline>

Vorlage:Zuflussliste Tabellenkopf Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenzeile Vorlage:Zuflussliste Tabellenfuß

Gemeinden am Lauf der Murg

Am Ufer der Murg liegen von der Quelle bis zur Mündung folgende Gemeinden: Mosnang, Kirchberg, Fischingen, Sirnach, Münchwilen, Wängi, Stettfurt, Matzingen und Frauenfeld. Früher lag Frauenfeld am rechten Ufer der Murg. Aufgrund der regen Bautätigkeit in den letzten Jahrhunderten fliesst die Murg nun jedoch durch die Stadt, was zum Bau zahlreicher kleiner Brücken führte.

Hydrologie

Bei der Mündung der Murg in die Thur beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 4,11 m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist pluvial inférieur,<ref>Vorlage:Literatur Abrufbar unter Vorlage:Internetquelle</ref> und ihre Abflussvariabilität<ref>Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.</ref> beträgt 25.

Vorlage:Center

Wirtschaft und Verkehr

Wasserkraft

Die Murg trieb einst zahlreiche Mühlen an, darunter die Mühle Matzingen. Ab etwa 1830 siedelten sich neue Textilfabriken in Sirnach, Münchwilen, Rosental, Wängi, Jakobstal, Matzingen, Murkart und Frauenfeld an und nutzten die Wasserkraft der Murg.

Datei:SBB Eisenbahnbrücke über die Murg, Sirnach TG 20190623-jag9889.jpg
SBB Eisenbahnbrücke über die Murg, Sirnach TG

Brücken

Vorlage:Hauptartikel

Auf ihrem Weg wird die Murg von rund 80 Brücken überspannt. Über ein Drittel davon befinden sich in Frauenfeld.

Bahn

Vorlage:Hauptartikel Die Frauenfeld-Wil-Bahn von Wil nach Frauenfeld fährt ab Münchwilen entlang des Murgtals.

Fischerei

In der Murg gibt es neben Bachforellen u. a. die Fische Alet, Barben und Groppen. Bei der Besatzung wird inzwischen auf den Einsatz von Regenbogenforellen verzichtet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Revitalisierungsprojekt Neubrugg bis Rosental

Um neue Lebensräume zu schaffen, wurde im Jahr 2025 mit der Planung des Revitalisierungsprojekts «Neubrugg bis Rosental» an der Murg in Wängi im Kanton Thurgau begonnen. Die Murg wird auf einer Länge von ca. 1,4 km ökologisch aufgewertet und die Fischgängigkeit wiederhergestellt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) meint der Begriff «Fischgängigkeit» die freie Fischwanderung. Das heisst, je nach Jahreszeit und Lebensphase besiedeln die Fische unterschiedliche Gewässerabschnitte. Es ist überlebenswichtig für die meisten Fischarten. Wenn auch nur ein einziger Teillebensraum fehlt, wird der Lebenskreislauf nicht geschlossen und die Fischpopulationen werden dezimiert oder sterben aus.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im Rahmen des Revitalisierungprojekts werden die nicht fischgängigen Querbauwerke in der Murg durch Rampen ersetzt, damit sich die Fische auch in diesem Abschnitt der Murg wieder frei bewegen können.

Jakobsweg

Der Schweizer Jakobsweg, auch «Schwabenweg» genannt, verläuft teilweise entlang der Murg, besonders in Münchwilen, Sirnach bis Fischingen.

Bildergalerie

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Flüsse der Schweiz

Vorlage:Normdaten