Murg (Thur)
Die Murg ist ein 34 km langer, südsüdöstlicher und linker Nebenfluss der Thur in den Schweizer Kantonen St. Gallen und Thurgau.
Neben Necker, Sitter und Glatt ist die Murg einer der wichtigsten Zuflüsse der Thur.
Geographie
Verlauf
Die Murg entspringt im Kanton St. Gallen auf einer Höhe von etwa Vorlage:Höhe beim Schlattberg oberhalb von Mühlrüti.
Sie fliesst in nordnordwestlicher Richtung durch das Murgtal und mündet schliesslich bei Warth in der Nähe von Frauenfeld auf einer Höhe von ungefähr Vorlage:Höhe von Südsüdosten und links in die aus dem Osten heranziehende Thur.
Ihr etwa 34 km langer Lauf endet ungefähr 574 Höhenmeter unterhalb ihres Ursprungs, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 17 ‰.
Einzugsgebiet
Das 213,45 km² grosse Einzugsgebiet der Murg liegt im Schweizer Mittelland und wird durch sie über die Thur und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es besteht zu 29,7 % aus bestockter Fläche, zu 55,8 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 13,6 % aus Siedlungsfläche und zu 1,0 % aus unproduktiven Flächen.
Die Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0
- The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)
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Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe, die minimale Höhe liegt bei Vorlage:Höhe und die maximale Höhe bei Vorlage:Höhe<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Zuflüsse
Die Lützelmurg und die Lauche fliessen in Matzingen in die Murg. Der Tuenbach vereint sich kurz vor deren Mündung in die Murg mit der Lauche. Während die Lützelmurg der längste Zufluss der Murg ist, hat die Lauche das grösste Einzugsgebiet und den höchsten mittleren Abfluss.
Zuflüsse der Murg ab 5 km Länge <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:500 height:auto barincrement:30 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =
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Gemeinden am Lauf der Murg
Am Ufer der Murg liegen von der Quelle bis zur Mündung folgende Gemeinden: Mosnang, Kirchberg, Fischingen, Sirnach, Münchwilen, Wängi, Stettfurt, Matzingen und Frauenfeld. Früher lag Frauenfeld am rechten Ufer der Murg. Aufgrund der regen Bautätigkeit in den letzten Jahrhunderten fliesst die Murg nun jedoch durch die Stadt, was zum Bau zahlreicher kleiner Brücken führte.
Hydrologie
Bei der Mündung der Murg in die Thur beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 4,11 m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist pluvial inférieur,<ref>Vorlage:Literatur Abrufbar unter Vorlage:Internetquelle</ref> und ihre Abflussvariabilität<ref>Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.</ref> beträgt 25.
Wirtschaft und Verkehr
Wasserkraft
Die Murg trieb einst zahlreiche Mühlen an, darunter die Mühle Matzingen. Ab etwa 1830 siedelten sich neue Textilfabriken in Sirnach, Münchwilen, Rosental, Wängi, Jakobstal, Matzingen, Murkart und Frauenfeld an und nutzten die Wasserkraft der Murg.
Brücken
Auf ihrem Weg wird die Murg von rund 80 Brücken überspannt. Über ein Drittel davon befinden sich in Frauenfeld.
Bahn
Vorlage:Hauptartikel Die Frauenfeld-Wil-Bahn von Wil nach Frauenfeld fährt ab Münchwilen entlang des Murgtals.
Fischerei
In der Murg gibt es neben Bachforellen u. a. die Fische Alet, Barben und Groppen. Bei der Besatzung wird inzwischen auf den Einsatz von Regenbogenforellen verzichtet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>
Revitalisierungsprojekt Neubrugg bis Rosental
Um neue Lebensräume zu schaffen, wurde im Jahr 2025 mit der Planung des Revitalisierungsprojekts «Neubrugg bis Rosental» an der Murg in Wängi im Kanton Thurgau begonnen. Die Murg wird auf einer Länge von ca. 1,4 km ökologisch aufgewertet und die Fischgängigkeit wiederhergestellt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) meint der Begriff «Fischgängigkeit» die freie Fischwanderung. Das heisst, je nach Jahreszeit und Lebensphase besiedeln die Fische unterschiedliche Gewässerabschnitte. Es ist überlebenswichtig für die meisten Fischarten. Wenn auch nur ein einziger Teillebensraum fehlt, wird der Lebenskreislauf nicht geschlossen und die Fischpopulationen werden dezimiert oder sterben aus.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> Im Rahmen des Revitalisierungprojekts werden die nicht fischgängigen Querbauwerke in der Murg durch Rampen ersetzt, damit sich die Fische auch in diesem Abschnitt der Murg wieder frei bewegen können.
Jakobsweg
Der Schweizer Jakobsweg, auch «Schwabenweg» genannt, verläuft teilweise entlang der Murg, besonders in Münchwilen, Sirnach bis Fischingen.
Bildergalerie
- Die Murg
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In Sirnach
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In Münchwilen
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In Wängi
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Königswuhr in Frauenfeld
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In Frauenfeld
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Mündung der Murg (rechts) in die Thur (unten) bei Warth
Siehe auch
Literatur
Weblinks
- Verlauf der Murg auf dem Geoportal des Kantons St. Gallen
- Verlauf der Murg auf dem Geoportal des Kantons Thurgau
- Hydrogeologie des Murgtales (Kt. Thurgau). Dissertation von Werner Balderer. In: academia.edu (PDF).
Einzelnachweise
<references />