Mühlrüti
Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz Mühlrüti ist eine Ortschaft in der Gemeinde Mosnang im Toggenburg an der Nordwestgrenze des Kantons St. Gallen mit rund 400 Einwohnern. Mühlrüti hat eine eigene katholische Kirchgemeinde und eine Primarschule. Wahrzeichen ist die barocke, im Jahre 1766 vollendete Josephskirche.
Lage
Mühlrüti ist Ausgangspunkt der nach Fischingen, Kirchberg, Mosnang und auf die Hulftegg führenden Strassenverbindungen. Die 7 Kilometer lange, nach Steg im Tösstal führende Hulfteggstrasse liegt zu einem grossen Teil auf Mühlrütner Gebiet. Das Dorf wird erschlossen von der Postautolinie Bütschwil–Mosnang–Hulftegg, von wo aus Wanderwege in Richtung Schnebelhorn und Hörnli führen.
Geschichte
Im 15. Jahrhundert lag die niedere Gerichtsbarkeit teilweise bei den Grafen von Toggenburg und andernteils bei der Herrschaft Tannegg des Bistums Konstanz. Die Rechte der Grafen von Toggenburg gelangten 1468 an die Fürstabtei St. Gallen, die von nun an über einen Landvogt in Lichtensteig die hohe Gerichtsbarkeit ausübte.
Die Reformation behauptete sich bis 1531, danach wurde das Dorf vollständig rekatholisiert.<ref name="HLS" /> 1652 entstand auf dem Platz vor dem «Hirschen» eine Kapelle, die 1672 der Heiligen Familie geweiht wurde.
Am 30. August 1764 löste sich Mühlrüti von der Pfarrei Mosnang ab und wurde selbstständig. Die komplizierten rechtlichen Strukturen, bei denen auch der Bischof von Konstanz als geistlicher Oberherr mitzureden hatte, führten vor der Pfarreigründung zu einem langjährigen Ringen um Zuständigkeiten. Dem St. Galler Fürstabt Cölestin Gugger gelang es, eine Einigung zu erzielen. Bereits 1763 erfolgte der Rohbau der Kirche, 1766 dann die Konsekration zu Ehren von St. Josef, St. Otmar und St. Theodul.
| Jahr | 1765 | 2005 |
| Einwohner | 397 | 400 |
1765 hatte Mühlrüti 397 Einwohner.<ref name="HLS"/> 1803 wurde Mühlrüti der neu gebildeten politischen Gemeinde Mosnang zugeteilt. 1867 konnte nach dreijähriger Bauzeit die Hulfteggstrasse eröffnet werden.<ref name="HLS"/> 1846 und 1913 entstanden verschiedene Pläne für eine Hulfteggbahn.<ref>Anton Heer: Rorschach-St.Gallen-Winterthur: zwischen 170-jähriger Eisenbahngeschichte und Zukunft. Sabon-Verlag GmbH, St. Gallen 2006, ISBN 978-3-907928-55-4 (PDF; 14,2 MB)</ref><ref>Edgar Koller: In Mühlrüti eine Bahnstation? In: Aktuell. Mitteilungsblatt der Gemeinde Mosnang, 7. April 2017.</ref>
Kultur und Sport
In Mühlrüti hat sich ein Heiliggrab erhalten, welches in der Karwoche in der Pfarrkirche aufgestellt wird.<ref name="Seut">Mühlrüti. Auf der Webseite der Seelsorgeeinheit Unteres Toggenburg, abgerufen am 25. Oktober 2019</ref>
Nebst einer Musikgesellschaft, einem Männerchor und einem Kirchenchor<ref>Vereine. Auf der Webseite der Gemeinde Mosnang, abgerufen am 25. Oktober 2019</ref> hat Mühlrüti einen Paramentenverein, der sich um die Instandhaltung liturgischer Textilien kümmert.<ref name="Seut"/> Der Viehzuchtverein führt alljährlich eine Viehschau durch.<ref>Urs Nobel: Viehschau Mühlrüti: Bella wird ihrem Namen gerecht. In: St. Galler Tagblatt (online), 1. Oktober 2018</ref>
Im Mai messen sich bei der Hulfteggstafette Fünferteams und Einzelsportler in Inline-Skating, Geländelauf, Biken und Radfahren.<ref>54. Hulfteggstafette vom Samstag 04. Mai 2019. Auf der Webseite von race result, abgerufen am 25. Oktober 2019</ref>
Persönlichkeiten
- Albin Breitenmoser (* 1920 in Mühlrüti; † 1983 in Basel), Nationalrat
Bilder
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Pfarrkirche St. Josef, Mühlrüti
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Pfarrkirche Mühlrüti im Winter
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Ehemaliges Restaurant «Hirschen»
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Restaurant «Hulftegg» auf der gleichnamigen Passhöhe
Literatur
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Weblinks
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Einzelnachweise
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- Ort im Kanton St. Gallen
- Mosnang