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Glatt (Rhein)

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Die Glatt ist ein 38,5 Kilometer langer Fluss im Schweizer Kanton Zürich, der aus dem Greifensee abfliesst und von links in den Rhein mündet.

Name

Der Name leitet sich vom althochdeutschen Wort glat für «hell, klar, glatt» ab und nimmt Bezug auf das klare Wasser.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie

Verlauf

Die Glatt beginnt am Greifensee und mündet bei Rheinsfelden von links in den Rhein. Es handelt sich dabei um die unteren 38,5 Kilometer eines insgesamt etwa 67 Kilometer langen Flusslaufes, der mit dem in den Pfäffikersee fliessenden Kemptnerbach (im Dialekt Chämtnerbach) beginnt. Zwischen Pfäffikersee und Greifensee trägt der Flusslauf den Namen Ustermer Aa.

Die Glatt fliesst aus dem Greifensee auf einer Höhe von Vorlage:Höhe Sie bildet zunächst die Grenze zwischen den Gemeinden Schwerzenbach und Fällanden und fliesst dann durch das Zentrum von Dübendorf. Sie verlässt Dübendorfer Gebiet im Neugut (Vorlage:Höhe). Hier wird ihr der Chriesbach aus der Gemeinde Wangen-Brüttisellen zugeführt.

Die Glatt verlässt nun den Bezirk Uster und bildet die Grenze zwischen Wallisellen und Zürich-Schwamendingen. Sie durchquert den Glattpark (Vorlage:Höhe) auf dem Gemeindegebiet von Opfikon und nimmt hier den Zürcher Leutschenbach in sich auf. Der Leutschenbach wird gespeist von Katzenbach und Katzensee und entwässert damit die Zürcher Quartiere Oerlikon, Seebach und Affoltern. Die Glatt fliesst westlich am Dorfkern von Opfikon vorbei und verlässt das Opfiker Gemeindegebiet bei Glattbrugg (Vorlage:Höhe).

Danach folgt der Glattkanal der westlichen Abgrenzung des Flughafens Zürich-Kloten; er folgt zunächst der Gemeindegrenze zwischen Kloten und Rümlang, durchfliesst dann Rümlanger Gemeindegebiet und erreicht Oberglatt. Unter dem Flughafengelände wird der Glatt der Altbach zugeführt, der aus den Gemeinden Kloten, Bassersdorf und Nürensdorf abfliesst.

Bei Oberglatt verliert die Glatt ihren stark begradigten Charakter und erreicht in etwas naturbelassenerem Flussverlauf Niederglatt (Vorlage:Höhe) und Höri (Vorlage:Höhe) und bildet dann die Gemeindegrenze zwischen Bülach und Hochfelden (Vorlage:Höhe). Bei Höri nimmt die Glatt den Fischbach auf, der die Gemeinden Steinmaur und Neerach entwässert.

Auf dem Gemeindegebiet von Glattfelden überwindet die Glatt ein beträchtliches Gefälle (gegen 60 m auf etwa 5 km), bevor sie aus dem Südsüdosten kommend bei Rheinsfelden auf einer Höhe von Vorlage:Höhe von links in den aus dem Osten heranziehenden Rhein mündet.

Einzugsgebiet

Das 417,38 km² grosse Einzugsgebiet der Glatt liegt im Schweizer Mittelland und wird durch sie über den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 23,5 % aus bestockter Fläche, zu 42,8 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 28,1 % aus Siedlungsfläche und zu 5,5 % aus unproduktiven Flächen.

Flächenverteilung

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  1. The formatting blanks in the Colors-section are in fact figure spaces (U+2007)

Colors =

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Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe, die minimale Höhe liegt bei Vorlage:Höhe und die maximale Höhe bei Vorlage:Höhe<ref>Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Glatt. Bundesamt für Umwelt (BAFU).</ref>

Zuflüsse

Die wichtigsten Zuflüsse sind der Chriesbach, der Himmelbach und der Fischbach.

Zuflüsse der Glatt ab 5 km Länge <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:700 height:auto barincrement:25 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =

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 barset:Flusslänge

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 barset:Flusslänge
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Zuflüsse der Glatt ab 10 km² Einzugsgebiet <timeline> TimeAxis = orientation:horizontal format:xxxx ImageSize = width:700 height:auto barincrement:25 PlotArea = left:10 right:10 top:10 bottom:80 AlignBars = justify Colors =

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 barset:Flusslänge

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 pos:(10,50) text:km²
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Glatttal

Vorlage:Hauptartikel

Das Glatttal liegt zwischen dem Limmattal im Westen und dem Tösstal im Osten und bildet einen beträchtlichen Teil des Zürcher Unterlandes. Es wird von dem Fluss Glatt gebildet.

Glattkorrektionen

Über weite Strecken wurde die Glatt begradigt und reguliert. Die nordöstlichen Ausläufer der Stadt Zürich passierend, wird der Flusslauf stark von der sich ausweitenden Agglomeration bedrängt. In einigen kurzen Abschnitten wurde die Glatt inzwischen wieder renaturiert, oder es bestehen zumindest entsprechende Pläne, beispielsweise im Bereich der Eawag in Dübendorf und im Zusammenhang mit der geplanten Verlängerung von Piste 28 am Flughafen Zürich.

Vom Greifensee bis Niederglatt weist der Fluss kaum Gefälle auf. Zur Mündung hin wird der Flusslauf aber immer steiler.<ref name="gls">Vorlage:GeoLexikonSchweiz</ref>

Datei:Glatt Stollen.jpg
Stolleneingang vor der Mündung

Seit 1822 wird der Fluss bei Rheinsfelden kurz vor der Mündung durch einen 90 Meter langen Stollen direkter zum Rhein geleitet, um Überschwemmungen des Orts zu vermeiden. Für den Bau des Kraftwerks Eglisau-Glattfelden musste die Mündung erneut verlegt werden. Seit 1916 wird der Fluss durch einen 261 Meter langen Stollen geführt, der direkt ins Unterwasser des Kraftwerks mündet.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Natur

Renaturierung

Datei:Naturschutzgebiet Glatt Hochfelden.JPG
Renaturierter Glattlauf unterhalb Hochfelden

Die Begradigung des Flusses soll in Zukunft wieder rückgängig gemacht werden. Unter dem Namen «Fil Bleu Glatt» wird eine Umwandlung des Flussraums zwischen Dübendorf und Flughafen in ein Naherholungsgebiet verfolgt. Der Kantonsrat hat 2022 63 Millionen Franken für die Renaturierung, den Hochwasserschutz, die Aufwertung der Landschaft als Freizeitraum und einen durchgehenden Veloweg gesprochen. Der Fluss verläuft hier in einem Gebiet mit hoher Siedlungsdichte. Innerhalb von Dübendorf hat die Aufwertung des Glattufers schon früher begonnen. Der Plan soll in Einzelprojekten bis 2031 umgesetzt werden.<ref>Vorlage:Literatur</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Naturschutzgebiete

Datei:Amphibienlaichgebiet im Naturreservat Altläufe der Glatt.jpg
Amphibienlaichgebiet «Altläufe der Glatt»

Mehrere Abschnitte der Glatt und ihrer Umgebung sind als Naturschutzgebiete (kantonal oder Eintrag in Bundesinventare) ausgewiesen. Dazu gehören unter anderem:

  • der Ausfluss aus dem Greifensee mit den umgebenden Ried- und Feuchtgebieten
  • Ried und Teich «Im Chreis» bei der Kunsteisbahn Dübendorf
  • die Altläufe der Glatt zwischen Rümlang und Oberglatt mit den Bereichen:<ref>Karin Marti, Andreas Keel: Flachmoor-Regeneration bei den Altläufen der Glatt (Rümlang/Oberglatt, ZH). In: Handbuch Moorschutz in der Schweiz. Band 2: Nutzung, Pflege und Gestaltung. 1994, Abschnitt 2.3.2.</ref>
    • Naturschutzgebiet «Oberglatt» (Auenlandschaft von nationaler Bedeutung)
    • Naturschutzgebiet «Glattaltlaufgebiet Schlosswinkel-Peterli-Solachten»
    • Naturschutzgebiet «Schlosswinkel/Peterli»
    • Naturschutzgebiet «Gstöck/Ifang»
    • Naturschutzgebiet «Feuchtgebiet Giessen/Solachten»
  • Klarenwiesen: Flusslauf unterhalb Hochfelden

Wasserqualität

Die ursprünglich als fischreich angesehene Glatt galt lange Zeit durch die Abwässer des Grossraums Zürichs (Flughafen Zürich, Kläranlagen, Landwirtschaft) als sehr stark verschmutzt. Heute wird die Wasserqualität wieder mehrheitlich als gut bis sehr gut beurteilt, problematisch ist in gewissen Flussabschnitten lediglich noch der Anteil an gelöstem organischem Kohlenstoff (DOC).<ref>Vorlage:Webarchiv</ref>

Fauna

Der Hauptfisch ist der Alet, nebenbei sind Barben, Rotaugen, Aale, Karpfen, Schleien, Schneider, Gründling und vereinzelt Bachforellen, Barsche und Hechte anzutreffen. Im Sommer 2006 wurde an der Mündung zum Rhein erstmals auch ein Wels gefangen. Bei Dübendorf werden mittlerweile auch Biber gesichtet, für die in der Folge ein Flussabschnitt oberhalb von Dübendorf unter Schutz gestellt wurde. 2017 wurden an der Glatt, Zuflüssen und auch Bächen oberhalb des Greifensees über zwei Dutzend Reviere von Bibern festgestellt, die zum Teil auch Nachwuchs haben.<ref>Vorlage:Literatur</ref> An der Glatt siedeln auch zahlreiche Graureiher und Störche, besonders in der Nähe des Greifensees.

Geschichte

Datei:Schwerzenbach - Glatt IMG 6538.jpg
Wehr beim Ausfluss aus dem Greifensee

Die heutige Landschaft des Glatttals wurde in den letzten Eiszeiten durch den Linthgletscher geprägt.<ref name="gls" />

Die Glatt wurde bereits im Mittelalter wirtschaftlich genutzt, indem man sich das relativ starke Gefälle im Unterlauf zum Betrieb von Wassermühlen zu Nutze machte. Während der Frühindustrialisierung wurden am Glattufer Textilfabriken gebaut, die ihre Maschinen mit Turbinen betrieben. Um 1900 wurden die Fabriken elektrifiziert, und mit neu gebauten Wasserkraftwerken wurde Strom produziert. Vorlage:Hauptartikel

Im 19. Jahrhundert wurde der Fluss praktisch auf der ganzen Länge korrigiert, um Überschwemmungen zu vermeiden.<ref name="gls" />

Rhein-Glatt-Töss-Kraftwerk

Um den rasant steigenden Energiebedarf im Zuge der Industrialisierung und Elektrifizierung des Kantons Zürich decken zu können, kamen zu Beginn des 20. Jahrhunderts Pläne für ein grosses Wasserkraftwerk auf, das Rhein, Töss und Glatt verbinden sollte. Das Projekt sah zwei Stauseen vor, einen im Glatttal bei Hochfelden, den anderen im unteren Tösstal bei Winterthur.

Das Projekt wollte die Wasserkraft der drei Flüsse zur Stromgewinnung nutzen. Bei der Mündung der Glatt in den Rhein war ein Stauwehr im Rhein als Niederdruckwerk mit drei Öffnungen von je 13 Meter Weite und 11 Meter Höhe und einer Schiffsschleuse vorgesehen. Zu Zeiten, in denen das Rheinwerk nicht voll belastet war, wollte man mittels Hochdruckpumpen Rheinwasser durch eine Druckleitung in den neuen Glattsee pumpen. Das Glattwerk war als Hochdruckanlage projektiert, und der Stausee sollte 4,8 Millionen Kubikmeter Wasser fassen. Beim Bahnhof Glattfelden war eine Staumauer mit einer Höhe von rund 20 Metern und einer Länge von 385 Metern vorgesehen. Auch im unteren Tösstal bei Pfungen sollte ein Stausee mit Sperrmauer entstehen. Das Wasser wollte man durch einen 6,9 Kilometer langen Stollen in den Glattsee führen. Die beiden Stauseen wurden nie gebaut. Der Kanton Zürich bevorzugte andere Kraftwerkpläne. Gebaut wurde jedoch zwischen 1915 und 1920 das Rheinkraftwerk Eglisau-Glattfelden.<ref>Der Stausee vor Winterthur In Tages-Anzeiger. 17. Januar 2017.</ref>

Brücken

Datei:Grubenmann Holzbrücke 20170923-jag9889.jpg
Glattbrücke Grubenmann aus dem Jahr 1767 in Rümlang

Vorlage:Hauptartikel

Auf ihrem Weg wird die Glatt von rund 90 Brücken überspannt.

Fünf gedeckte Holzbrücken überspannen den Fluss, wobei die historische Glattbrücke in Rümlang (gebaut 1767 in Oberglatt) die älteste gedeckte Holzbrücke im Kanton Zürich ist. Die erhaltenswerte Dübendorfer Glattbrücke (Stahlträgerbrücke, gebaut 1886) ist im Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz (IVS) als Bauwerk von regionaler Bedeutung aufgeführt. Das Neugutviadukt (eröffnet 1990) ist eine 920 Meter lange Eisenbahnbrücke in Dübendorf und Wallisellen. Der Fluss wird siebenmal von Autobahnen überquert.

Namensgeber

Diverse Ortschaften im Zürcher Unterland wurden nach dem Fluss benannt, so Glattbrugg, Glattfelden, Oberglatt ZH und Niederglatt ZH. Das in Wallisellen an der Glatt gelegene Einkaufszentrum Glatt trägt ebenfalls den Namen des Flusses.

Bilder

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Flüsse der Schweiz

Vorlage:Normdaten