Zum Inhalt springen

Dietmar Haaf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Oktober 2025 um 08:33 Uhr durch imported>Frank63 (Link).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Dietmar Haaf
Medaillenspiegel

Weitsprung

Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg BR Deutschland
Hallenweltmeisterschaften
Silber 1989 Budapest Weitsprung
Gold 1991 Sevilla Weitsprung
Europameisterschaften
Gold 1990 Split Weitsprung
Halleneuropameisterschaften
Gold 1990 Glasgow Weitsprung
Gold 1994 Paris Weitsprung

Dietmar Haaf (* 6. März 1967 in Stuttgart-Bad Cannstatt) ist ein ehemaliger deutscher Weitspringer.

Leben

Haaf startete zunächst für die TSF Ditzingen bzw. Leichtathletikgemeinschaft (LG) Glems, für die er 1986 Juniorenweltmeister in Athen wurde. Ende der Saison 1986 wechselte er zu Salamander Kornwestheim. Er war achtmaliger Deutscher Meister, zuletzt 1996, und mehrfach Vizemeister bei weiteren Veranstaltungen im Inland.

1989 gewann er Silber bei den Hallenweltmeisterschaften in Budapest. Im Jahr darauf siegte er bei den Halleneuropameisterschaften in Glasgow und bei den Europameisterschaften in Split mit einer Weite von 8,25 m, erzielt im zweiten Versuch, und 1991 triumphierte er bei den Hallenweltmeisterschaften in Sevilla.

Beim denkwürdigen Wettkampf der Weltmeisterschaften 1991 in Tokio, als Mike Powell mit Weltrekord (8,95 m) vor Carl Lewis die Goldmedaille gewann, belegte Haaf Rang vier. 1992 nahm er an den Olympischen Spielen in Barcelona teil, schied aber in der Qualifikation aus. 1994 wurde er in Paris zum zweiten Mal Halleneuropameister.

Bis März 2009 hielt er mit 8,25 m den deutschen Hallenrekord im Weitsprung, ehe er als Rekordhalter von Sebastian Bayer abgelöst wurde. Dietmar Haaf ist 1,73 m groß und wog in seiner aktiven Zeit 64 kg. Im Jahr 1997 beendete Haaf seine Laufbahn.

Neben seiner sportlichen Karriere absolvierte Haaf ein Maschinenbaustudium in Stuttgart und Los Angeles.<ref>"Geburtstage", Sport-Bild vom 3. März 1993, S. 40</ref> Er arbeitet heute (2022) als Projektingenieur bei der Mercedes-Benz AG und lebt in Leonberg.<ref>Melanie Sattler: Ditzingens Weltmeister: Dietmar Haaf. In: Dijou! Journal für Ditzingen, Heimerdingen, Hirschlanden, Schöckingen und Umgebung 58 (Herbst 2022), S. 21.</ref>

Internationale Ergebnisse

Jahr Wettbewerb Platz Weite (m)
1985 Junioreneuropameisterschaften 5. 7,66
1986 Halleneuropameisterschaften VK 7,48
1986 Juniorenweltmeisterschaften 1. 7,93
1986 Europameisterschaften Q 7,74
1987 Weltmeisterschaften Q 7,51
1988 Halleneuropameisterschaften 5. 7,79
1989 Halleneuropameisterschaften 5. 7,96
1989 Hallenweltmeisterschaften 2. 8,17
1990 Halleneuropameisterschaften 1. 8,11
1990 Europameisterschaften 1. 8,25
1991 Hallenweltmeisterschaften 1. 8,15
1991 Weltmeisterschaften 4. 8,22
1992 Halleneuropameisterschaften VK 7,69
1992 Olympischen Spiele Q 7,85
1993 Hallenweltmeisterschaften Q 7,67
1994 Halleneuropameisterschaften 1. 8,15
1994 Europameisterschaften Q 7,55

Bestleistungen

  • Weitsprung: 8,25 m, 30. August 1990, Split
    • Halle: 8,25 m, 26. Februar 1989, Sindelfingen (deutscher Rekord bis März 2009)

Literatur

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1934Wilhelm Leichum | 1938Wilhelm Leichum | 1946Olle Laessker | 1950Torfi Bryngeirsson | 1954Ödön Földessy | 1958Igor Ter-Owanesjan | 1962Igor Ter-Owanesjan | 1966Lynn Davies | 1969Igor Ter-Owanesjan | 1971Max Klauß | 1974Walerij Pidluschnyj | 1978Jacques Rousseau | 1982Lutz Dombrowski | 1986Robert Emmijan | 1990Dietmar Haaf | 1994Iwajlo Mladenow | 1998Kirill Sossunow | 2002Oleksij Lukaschewytsch | 2006Andrew Howe | 2010Christian Reif | 2012Sebastian Bayer | 2014Greg Rutherford | 2016Greg Rutherford | 2018Miltiadis Tendoglou | 2022Miltiadis Tendoglou | 2024Miltiadis Tendoglou Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Europäische Hallenspiele
1966Ter-Owanesjan | 1967Davies | 1968Ter-Owanesjan | 1969Beer

Halleneuropameisterschaften
1970Lepik | 1971Baumgartner | 1972Klauß | 1973Baumgartner | 1974Bonhème | 1975Rousseau | 1976Rousseau | 1977Baumgartner | 1978Szalma | 1979Zepeljow | 1980Klepsch | 1981Bernhard | 1982Lauterbach | 1983Szalma | 1984Leitner | 1985Pálóczi | 1986Emmijan | 1987Emmijan | 1988Maas | 1989Mellaard | 1990Haaf | 1992Bagrjanow | 1994Haaf | 1996Sunneborn | 1998Lukaschewytsch | 2000Datschew | 2002Fernández | 2005Martínez | 2007Howe | 2009Bayer | 2011Bayer | 2013Menkow | 2015Tornéus | 2017Smajlaj | 2019Tendoglou | 2021Tendoglou | 2023Tendoglou | 2025Sarabojukow

Vorlage:Klappleiste/Ende