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Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften 2014

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
15. Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften
Ergo Arena (2011)
Ergo Arena (2011)
Ergo Arena (2011)
Stadt PolenDatei:Flag of Poland.svg Sopot, Polen
Stadion Ergo Arena
Teilnehmende Länder 160
Teilnehmende Athleten 538
Wettbewerbe 26
Eröffnung 7. März 2014
Schlusstag 9. März 2014
Chronik
Istanbul 2012 Portland 2016

Die 15. Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften im Jahr 2014 wurden an die polnischen Stadt Sopot an der Ostsee vergeben. Das wurde am 11. November 2011 auf der World Athletics Gala der IAAF in Monte Carlo bekannt gegeben. Sopot war als einziger Bewerber für die Veranstaltung übrig geblieben, nachdem die kroatische Hauptstadt Zagreb aus finanziellen Gründen von der weiteren Bewerbung absah.<ref>spox.com: Polen erhält den Zuschlag – Hallen-WM 2014 in Sopot</ref>

Der Austragungsort war die 2010 eröffnete Ergo Arena, die direkt auf der Stadtgrenze zwischen den zwei Dreistädten Sopot und Danzig steht.

Männer

60 m

Datei:Richard Kilty Sopot 2014.jpg
Richard Kilty feiert seinen Titelgewinn.

Datum: 8. März 2014, 20:56 Uhr

400 m

Datum: 8. März 2014, 20:27 Uhr

Pavel Maslák lief von der Spitze weg in neuer Landesrekordzeit zum Titel. Dahinter gewann Chris Brown nach dreimal Bronze und einmal Gold zum fünften Mal in Folge eine Medaille bei Hallenweltmeisterschaften. Titelverteidiger Nery Brenes wurde im Finale abgeschlagener Letzter.

800 m

Datei:Mohammed Aman Sopot 2014.jpg
Mohammed Aman verteidigte seinen Titel erfolgreich.

Datum: 9. März 2014, 17:17 Uhr

Mohammed Aman aus Äthiopien verteidigte seinen Titel erfolgreich. Der ursprünglich Drittplatzierte Marcin Lewandowski wurde wegen Übertretens der inneren Bahnbegrenzung (R163.3b) nachträglich disqualifiziert.

1500 m

Datum: 8. März, 20:00 Uhr

Nick Willis aus Neuseeland, zunächst Vierter, wurde nachträglich wegen Übertretens der inneren Bahnbegrenzung disqualifiziert.

3000 m

Datei:Caleb Mwangangi Ndiku Sopot 2014.jpg
Caleb Ndiku setzte sich im Schlussspurt gegen Titelverteidiger Bernard Lagat durch.

Datum: 9. März, 16:14 Uhr

60 m Hürden

Datei:60m hurdles men final Sopot 2014.jpg
Das Finale im 60-Meter-Hürdenlauf
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Omo Osaghae Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 7,45 (WL)
2 Pascal Martinot-Lagarde FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 7,46
3 Garfield Darien FrankreichDatei:Flag of France.svg FRA 7,47 (PB)
4 Andrew Pozzi Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 7,53 (PB)
5 Gregor Traber DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 7,56 (PB)
6 Erik Balnuweit DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg GER 7,56
7 William Sharman Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg GBR 7,60
8 Andrew Riley JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg JAM DNS

Datum: 9. März, 18:21 Uhr

Mit Gregor Traber und Erik Balnuweit zogen erstmals in der Geschichte der Hallenweltmeisterschaften zwei Deutsche in ein Hürdenlauffinale ein. Der Halleneuropameister Sergei Schubenkow aus Russland verpasste überraschend den Finaleinzug.

4 × 400 m Staffel

Datei:Jamie Bowie Sopot 2014.jpg
Jamie Bowie lief mit der britischen Staffel zur Silbermedaille.

Datum: 9. März 2014, 18:39 Uhr

Hochsprung

Datei:Ivan Ukhov Sopot 2014.jpg
Iwan Uchow musste sich Mutaz Essa Barshim knapp geschlagen geben.

Datum: 9. März 2014, 16:34 Uhr

Stabhochsprung

Datum: 8. März 2014, 18:00 Uhr

Konstandinos Filippidis blieb als einziger Athlet bis einschließlich 5,80 m ohne Fehlversuch und setzte sich dadurch gegen Malte Mohr (ein Fehlversuch bei 5,80 m) und Jan Kudlička (jeweils zwei Fehlversuche bei 5,75 und 5,80 m) durch.

Weitsprung

Datum: 8. März 2014, 19:53 Uhr

Sein sechster Versuch bescherte Mauro Vinícius da Silva die erfolgreiche Titelverteidigung. Vor dem letzten Durchgang lag er mit 8,06 m nur auf dem sechsten Rang.

Dreisprung

Datum: 9. März 2014, 17:12 Uhr

Lyukman Adams, der Bronzemedaillengewinner von 2012, rückte mit seinem letzten Versuch vom vierten auf den ersten Platz vor.

Kugelstoßen

Datum: 7. März 2014, 20:06 Uhr

Wie auch bei den letzten Hallenweltmeisterschaften 2012 in Istanbul siegte Ryan Whiting mit dem einzigen 22-Meter-Stoß vor David Storl. Tomasz Majewski konnte seine Bronzemedaille nicht verteidigen, da ihn der Neuseeländer Tomas Walsh im letzten Durchgang überraschend auf den vierten Platz verdrängte.

Siebenkampf

Datei:Ashton Eaton Sopot 2014.jpg
Ashton Eaton wurde seiner Favoritenrolle gerecht.

Datum: 7./8. März 2014

Der Siebenkampf bestand aus 60-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, 60-Meter-Hürdenlauf, Stabhochsprung und 1000-Meter-Lauf.

Titelverteidiger Ashton Eaton verpasste seinen eigenen Weltrekord um nur 13 Punkte. Pascal Behrenbruch trat nicht zum abschließenden 1000-Meter-Lauf an.

Frauen

60 m

Datei:Shelly-Ann Fraser-Pryce Sopot 2014.jpg
Shelly-Ann Fraser-Pryce blieb im Finale als einzige Läuferin unter 7 Sekunden.

Datum: 9. März 2014, 18:08 Uhr

Titelverteidigerin Veronica Campbell-Brown wurde nur Fünfte und musste ihrer Landsfrau Shelly-Ann Fraser-Pryce den Sieg überlassen. Die Plätze zwei und drei gingen wie zwei Jahre zuvor wieder an Murielle Ahouré und Tianna Bartoletta (Madison).

400 m

Datei:Francena McCorory Sopot 2014.jpg
Siegerin Francena McCorory

Datum: 8. März 2014, 19:38 Uhr

800 m

Datei:Chanelle Price.jpg
Überraschungssiegerin Chanelle Price

Finale: 9. März, 16:35 Uhr

Chanelle Price suchte von Beginn an die Flucht nach vorn und wurde mit einem Start-Ziel-Sieg belohnt. Natalija Lupu, die in 2:01,17 min als Fünfte ins Ziel kam, wurde positiv auf Methylhexanamin getestet und disqualifiziert.

1500 m

Datei:Abeba Aregawi Sopot 2014.jpg
Abeba Aregawi siegte mit großen Vorsprung vor dem Rest des Feldes.
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Abeba Aregawi SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg SWE 4:00,61
2 Axumawit Embaye AthiopienDatei:Flag of Ethiopia.svg ETH 4:07,12 (PB)
3 Nicole Sifuentes KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg CAN 4:07,61 (NIR)
4 Siham Hilali MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg MAR 4:07,62 (SB)
5 Treniere Moser Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 4:07,84 (PB)
6 Luiza Gega AlbanienDatei:Flag of Albania.svg ALB 4:08,24
7 Swetlana Karameschewa RusslandDatei:Flag of Russia.svg RUS 4:13,89

Datum: 8. März 2014, 18:59 Uhr

Die Titelverteidigerin und Weltrekordhalterin Genzebe Dibaba verzichtete zugunsten des 3000-Meter-Laufs auf einen Start über 1500 Meter. Somit hatte Abeba Aregawi als klare Nummer zwei in der Welt keine Mühe, das Rennen zu gewinnen. Rababe Arafi aus Marokko und Heather Kampf aus den USA wurden wegen Verlassens des Bahn disqualifiziert.

3000 m

Datei:Genzebe Dibaba Sopot 2014-2.jpg
Genzebe Dibaba krönte mit ihrem Titelgewinn in Sopot eine überragende Hallensaison.

Datum: 9. März 2014, 16:48 Uhr

Nach ihren Hallenweltrekorden über 1500 Meter, die Meile und 3000 Meter ging Genzebe Dibaba als klare Favoritin ins Rennen. Nach einem langsamen ersten Kilometer übernahm sie die Führung und siegte am Ende deutlich vor der Titelverteidigerin Hellen Obiri aus Kenia.

60 m Hürden

Datum: 8. März 2014, 20:42 Uhr

Etwas überraschend schlug Nia Ali die leicht favorisierte Titelverteidigerin Sally Pearson. 2018 wurde das Resultat der achtplatzierten Russin Julija Kondakowa wegen eines Dopingverstoßes annulliert.

4 × 400 m Staffel

Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten Natasha Hastings
Joanna Atkins
Francena McCorory
Cassandra Tate
3:24,83 (WL)
2 JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Jamaika Patricia Hall
Anneisha McLaughlin
Kaliese Spencer
Stephenie Ann McPherson
3:26,54 (NIR)
3 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich Eilidh Child
Shana Cox
Margaret Adeoye
Christine Ohuruogu
3:27,90 (SB)
4 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Olga Towarnowa
Aljona Tamkowa
Julija Terechowa
Xenija Ryschowa
3:28,39 (SB)
5 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen Ewelina Ptak
Małgorzata Hołub
Patrycja Wyciszkiewicz
Justyna Święty
3:29,89
NigeriaDatei:Flag of Nigeria.svg Nigeria Omolara Omotoso
Folashade Abugan
Bukola Abogunloko
Patience Okon George
3:31,59

Datum: 9. März 2014, 17:41 Uhr

Hochsprung

Datum: 8. März 2014, 19:16 Uhr

Marina Kutschina und Kamila Lićwinko verzichteten auf ein mögliches Stechen und teilten sich den ersten Platz. Die höhengleiche Ruth Beitia belegte wegen eines Fehlversuchs bei 2,00 m den dritten Platz. Die zweimalige Hallenweltmeisterin Blanka Vlašić war nach einer längeren Verletzungspause nicht in der Lage, in den Kampf um die Medaillen einzugreifen.

Stabhochsprung

Datum: 9. März 2014, 15:02 Uhr

Als einzige Athletin blieb Yarisley Silva über 4,70 m ohne Fehlversuch und sicherte sich damit die Goldmedaille.

Weitsprung

Datei:Éloyse Lesueur Sopot 2014.jpg
Éloyse Lesueur nach ihrem Sieg im Weitsprung

Datum: 9. März 2014, 15:04 Uhr

Die Deutsche Sosthene Moguenara verpasste als Zehnte der Qualifikation den Finaleinzug.

Dreisprung

Datei:Ekaterina Koneva Sopot 2014.jpg
Jekaterina Konewa gewann mit nur einem Zentimeter Vorsprung.

Datum: 8. März 2014, 18:05 Uhr

Kugelstoßen

Datei:Shot put women podium Sopot 2014.jpg
Die Medaillengewinnerinnen Schwanitz, Adams und Gong

Datum: 8. März 2014, 18:49 Uhr

Der Titelgewinn bedeutete für Valerie Adams den 44. Wettkampfsieg in Folge.

Die zweite deutsche Starterin Josephine Terlecki schied bereits in der Qualifikation aus.

Fünfkampf

Datei:Pentathlon podium Sopot 2014.jpg
Die Medaillengewinnerinnen Theisen-Eaton, Broersen und Fodorowa

Datum: 7. März 2014

Der Fünfkampf bestand aus 60-Meter-Hürdenlauf, Hochsprung, Kugelstoßen, Weitsprung und 800-Meter-Lauf.

Medaillenspiegel

Medaillenspiegel
Endstand nach 26 Entscheidungen
Platz Land Gold Silber Bronze Gesamt
1 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 8 2 3 13
2 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 3 2 - 5
3 AthiopienDatei:Flag of Ethiopia.svg Äthiopien 2 2 1 5
4 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich 1 2 3 6
5 JamaikaDatei:Flag of Jamaica.svg Jamaika 1 2 2 5
6 PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 1 2 3
7 TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien 1 1 1 3
7 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 1 1 1 3
7 KubaDatei:Flag of Cuba.svg Kuba 1 1 1 1
10 KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Kenia 1 1 2
11 KatarDatei:Flag of Qatar.svg Katar 1 1 2
11 NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Neuseeland 1 1 2
11 SchwedenDatei:Flag of Sweden.svg Schweden 1 1 2
14 DschibutiDatei:Flag of Djibouti.svg Dschibuti 1 1
14 GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Griechenland 1 1
14 BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilien 1 1
14 NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande 1 1
18 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 3 3
19 UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine 1 2 3
20 China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China 1 1 2
20 BahamasDatei:Flag of the Bahamas.svg Bahamas 1 1 2
20 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada 1 1 2
23 BelarusDatei:Flag of Belarus.svg Belarus 1 1
23 ElfenbeinküsteDatei:Flag of Côte d'Ivoire.svg Elfenbeinküste 1 1
23 AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien 1 1
26 MarokkoDatei:Flag of Morocco.svg Marokko 1 1
26 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien 1 1
26 BahrainDatei:Flag of Bahrain.svg Bahrain 1 1
26 SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien 1 1
26 SerbienDatei:Flag of Serbia.svg Serbien 1 1

Weblinks

Commons: Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften 2014 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

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