Beutellohe
Beutellohe Gemeinde Weihenzell
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(47)&title=Beutellohe 49° 22′ N, 10° 38′ O
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| Höhe: | 430 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 47 (14. Apr. 2026)<ref name="Weihenzell">Zahlen & Daten. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91629 | |||||
| Vorwahl: | 09824 | |||||
Beutellohe (fränkisch: Baidl-loa<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 49. Dort folgendermaßen transkribiert: „baidllṓə“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Beutellohe liegt in der Gemarkung Weihenzell.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Im Dorf entspringt ein rechter Zufluss des Thierbachs, der seinerseits ein rechter Zufluss des Mettlachbachs ist. 0,5 km östlich liegt das Waldgebiet Heegstall. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Thierbach (0,4 km nordwestlich) bzw. zu einer Gemeindeverbindungsstraße (2 km südlich) zwischen Weihenzell (0,6 km westlich) und Petersdorf (1,3 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1281 als „Bůteloch“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Grundwort des Ortsnamens „-lō(c)h“ (mhd.) bedeutet Hain, das Bestimmungswort „biute“ (ahd.) bezeichnet einen Bienenstock. Der Ortsname verweist also auf eine Lage in der Nähe eines Bienenwäldchens. Nach der Ortslage und dem Ortsnamen ist Beutellohe eine Rodungssiedlung des hohen oder späten Mittelalters.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 49 f.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Beutellohe acht Mannschaften verzeichnet. Grundherren waren das Hofkastenamt Ansbach (4 Anwesen), das Stiftsamt Ansbach (1), ein Herr von Mohr (1) und der Geheime Rat Förster (2). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 219. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 679.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Beutellohe mit Thierbach eine Realgemeinde. In Beutellohe gab es weiterhin 8 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 2 Halbhof, 1 Gut, 1 Wirtschafts- und Schmiedgut; Stiftsamt Ansbach: 1 Gut) und Ansbacher Eigenherren (von Förster: 1 Gut, 1 Halbgut; von Mohr: 1 Gütlein).<ref name="J838">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 838 f.</ref> Es gab zu dieser Zeit 9 Untertansfamilien, von denen 6 ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Beutellohe. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 16 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 372.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 1014.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Beutellohe dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weihenzell und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Weihenzell zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961.</ref> Ein Gesuch um Bildung einer eigenen Gemeinde zusammen mit Zellrüglingen wurde am 27. August 1833 abgelehnt.<ref>Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf 1964, DNB 450093387, OCLC 17146040, S. 11.</ref>
Baudenkmal
- Haus Nr. 14: eingeschossiges Wohnstallhaus, Halbwalm, Fachwerkgiebel, 1755<ref>Denkmalliste für Weihenzell (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehören bis heute zur Kirchengemeinde St. Mauritius, die eine Filiale von St. Martin ist.<ref name="J838"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König zuständig.<ref>Kirchen & Pfarramt > Kirchen katholisch. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Beutellohe. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 372 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 49–50.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 144 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Beutellohe. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Beutellohe in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Beutellohe im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Alexandermühle | Beutellohe | Fessenmühle | Forst | Frankendorf | Gebersdorf | Grüb | Haasgang | Moratneustetten | Neubronn | Neumühle | Papiermühle | Petersdorf | Schmalnbachshof | Schönbronn | Steinmühle | Thierbach | Thurndorf | Weihenzell | Wernsbach b.A. | Wippendorf | Zellrüglingen
Wüstung: Aimershof