Gebersdorf (Weihenzell)
Gebersdorf Gemeinde Weihenzell
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(46)&title=Gebersdorf 49° 20′ N, 10° 38′ O
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| Höhe: | 429 (426–444) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 46 (1. Jan. 2019)<ref name="Weihenzell">Zahlen & Daten. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91629 | |||||
| Vorwahl: | 09802 | |||||
Gebersdorf (fränkisch: Gehbasch-dorf bzw. Gehwasch-dorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 80. Dort folgendermaßen transkribiert: „gēbəschdorf“ bzw. „gēwəschdorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Gebersdorf hat eine Fläche von 6,701 km². Sie ist in 737 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9092,22 m² haben.<ref>Gemarkung Gebersdorf (093142). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 18. September 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Grüb und Wippendorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Im Weiler entspringt der Dorfbach, ein rechter Zufluss der Rippach. Im Osten grenzt das Langholz an, 1 km westlich liegt das Fuchsholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Wippendorf (1,1 km westlich), zur Staatsstraße 2246 (0,3 km südöstlich) und zur Kreisstraße AN 10 bei der Steinmühle (1,6 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Aufgrund der Lage, der blockartigen historischen Flureinteilung und der Bestimmung von Gebersdorf als Bauerndorf ist eine hochmittelalterliche Ortsgründung im 11./12. Jahrhundert anzunehmen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Weiler 1275 als „Gerwigesdorf“. Der Ortsname leitet sich vom Personennamen Gerwig ab und weist wahrscheinlich auf einen fränkischen Stammesfürsten mit diesem Namen als Gründer hin.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 80.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Gebersdorf 6 Mannschaften verzeichnet: 5 Anwesen (2 Höfe, 2 Güter, 1 Gütlein) unterstanden dem Hofkastenamt Ansbach und 1 Anwesen dem Stiftsamt Ansbach. Außerdem gab es ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 1135. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 683.</ref>
Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Gebersdorf sechs Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Grundherren waren das Hofkastenamt Ansbach (2 Höfe, 2 Güter, 1 Schmiedgut) und das Stiftsamt Ansbach (1 Halbhof). Neben den Anwesen gab es als kommunale Gebäude das Hirtenhaus und das Brechhaus.<ref name="J857">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 857.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Gebersdorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 18 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 284.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J991">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 991.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Gebersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Katterbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Katterbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt von 1818 wurde Gebersdorf nach Weihenzell umgemeindet. Am 8. April 1830 wurde Gebersdorf in die neu gebildete Gemeinde Grüb umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 947 f.</ref> Am 1. Januar 1974 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weihenzell eingemeindet.<ref name="J991"/><ref>Weihenzell > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Gebersdorf gibt es drei Bodendenkmäler.<ref>Denkmalliste für Weihenzell (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Weihenzell) gepfarrt.<ref name="J857"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.<ref>Kirchen & Pfarramt > Kirchen katholisch. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Gebersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 284 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 80.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 145 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Gebersdorf. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Gebersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Gebersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Alexandermühle | Beutellohe | Fessenmühle | Forst | Frankendorf | Gebersdorf | Grüb | Haasgang | Moratneustetten | Neubronn | Neumühle | Papiermühle | Petersdorf | Schmalnbachshof | Schönbronn | Steinmühle | Thierbach | Thurndorf | Weihenzell | Wernsbach b.A. | Wippendorf | Zellrüglingen
Wüstung: Aimershof