Wippendorf (Weihenzell)
Wippendorf Gemeinde Weihenzell
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(78)&title=Wippendorf 49° 20′ N, 10° 37′ O
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| Höhe: | 413 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 78 (1. Jan. 2019)<ref name="Weihenzell">Zahlen & Daten. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91629 | |||||
| Vorwahl: | 09802 | |||||
Wippendorf (fränkisch: „Wigndorf“<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 205.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Wippendorf liegt in der Gemarkung Gebersdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Unmittelbar südlich des Dorfs entspringt der Gründleinsbach, ein rechter Zufluss der Rippach. Im Nordwesten grenzt das Waldgebiet Winterschlag an, im Süden liegt das Fuchsholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gebersdorf (1,1 km östlich), nach Wengenstadt (2 km südwestlich) und nach Weihenzell zur Kreisstraße AN 10 (2,2 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1168 unter diesem Namen erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Wippo. Eine Person dieses Namens ist als Gründer der Siedlung anzunehmen. Merkwürdigerweise wurde der Name im 15. Jahrhundert und auch noch 1807 in einem amtlichen Bericht des für den Ort zuständigen Pfarrers „Wickendorf“ gesprochen und geschrieben.<ref name="Fechter"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wippendorf 6 Anwesen (4 Höfe, 2 Güter). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach. Alle Anwesen hatten das Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J931">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 931.</ref> Es gab zu dieser Zeit sieben Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Wickendorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 28 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 215.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J991">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 991.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wippendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Katterbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Katterbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Wippendorf nach Weihenzell umgemeindet. Am 8. April 1830 wurde Wippendorf in die neu gebildete Gemeinde Grüb umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 947 f.</ref> Diese wurde am 1. Januar 1974 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weihenzell eingemeindet.<ref name="J991"/><ref>Weihenzell > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Weihenzell) gepfarrt.<ref name="J931"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.<ref>Kirchen & Pfarramt > Kirchen katholisch. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Vereine
- Freiwillige Feuerwehr Wippendorf
- Dorfverein
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Wickendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 215 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 205.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 151 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Website des Wippendorfer Dorfvereins
- Wippendorf. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Wippendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Wippendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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