Frankendorf (Weihenzell)
Frankendorf Gemeinde Weihenzell
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(108)&title=Frankendorf 49° 21′ N, 10° 40′ O
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| Höhe: | 357 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 108 (1. Jan. 2019)<ref name="Weihenzell">Zahlen & Daten. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91629 | |||||
| Vorwahl: | 09802 | |||||
Frankendorf (fränkisch: Frangga-dorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 77. Dort folgendermaßen transkribiert: „franggədorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Frankendorf liegt in der Gemarkung Forst.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt an der Rippach und am Dünnholzgraben, der dort als linker Zufluss in die Rippach mündet. Im Nordosten liegt das Waldgebiet Kohlschlag, im Nordwesten das Dünnholz und 0,5 km südwestlich das Langholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Forst (0,6 km nördlich) und die Staatsstraße 2246 kreuzend nach Thurndorf (2 km südlich). Die Kreisstraße AN 10 führt an der Fessen- und Steinmühle vorbei nach Weihenzell (3 km nordwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2246 bei Neubruck (1,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch von 1303 als „Franckendorff“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens kann a) der Personenname Franko sein oder b) das Volk der Franken. Sollte die zweite Deutung die zutreffende sein, dann wäre das ein Beweis dafür, dass die Franken in dieser Gegend zu diesem Zeitpunkt nicht die Mehrheit der Bevölkerung stellten, sondern nur eine dünne Schicht der Eroberer bildeten, auf die explizit hingewiesen werden musste.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 77.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Frankendorf mit der Fessenmühle 14 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb. Grundherren waren das Rittergut Frohnhof (2 Halbhöfe, 1 Höflein, 4 Söldengüter) und das Rittergut Rügland der Herren von Crailsheim (1 Mühle, 1 Hof, 3 Söldengüter, 1 Wirtschaft mit Schankrecht, 1 Schmiede). Neben den Anwesen gab es folgende kommunale Gebäude: Hirtenhaus, Brechhaus.<ref name="J855">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 855.</ref> Es gab zu dieser Zeit 12 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Frankendorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 18 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J989">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 989.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Frankendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Vestenberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Vestenberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Frankendorf nach Bruckberg umgemeindet. Am 13. August 1827 wurde sie in die neu gebildete Gemeinde Forst umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 947.</ref> In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden sieben Anwesen von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Rügland.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 972 und 989.</ref> Am 1. Juli 1971 wurde Frankendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weihenzell eingemeindet.<ref name="J989"/><ref>Weihenzell > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Brücke: einbogiger Quaderbau über den Bach, 18./19. Jahrhundert; am Ortsrand Richtung Weihenzell<ref>Denkmalliste für Weihenzell (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und gehört bis heute zur Kirchengemeinde St. Stephanus, einer Filiale von St. Jakob.<ref name="J855"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Kirchen & Pfarramt > Kirchen katholisch. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Frankendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 200 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 77–78.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Landgericht Ansbach 1809
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 145 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Frankendorf. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Frankendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Frankendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Alexandermühle | Beutellohe | Fessenmühle | Forst | Frankendorf | Gebersdorf | Grüb | Haasgang | Moratneustetten | Neubronn | Neumühle | Papiermühle | Petersdorf | Schmalnbachshof | Schönbronn | Steinmühle | Thierbach | Thurndorf | Weihenzell | Wernsbach b.A. | Wippendorf | Zellrüglingen
Wüstung: Aimershof