Steinmühle (Weihenzell)
Steinmühle Gemeinde Weihenzell
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(10)&title=Steinm%C3%BChle 49° 21′ N, 10° 38′ O
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| Höhe: | 381 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 10 (1. Jan. 2019)<ref name="Weihenzell">Zahlen & Daten. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91629 | |||||
| Vorwahl: | 09802 | |||||
Steinmühle (fränkisch: Schdah-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 178. Dort folgendermaßen transkribiert: „schdāmíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Steinmühle liegt in der Gemarkung Weihenzell.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt an der Rippach. Etwas östlich der Mühle mündet der Muckenwiesengraben rechts in die Rippach. 0,5 km nördlich liegt die Flur Eckertsleiten. Der Ort liegt an der Kreisstraße AN 10, die nach Weihenzell (1 km nordwestlich) bzw. an der Fessenmühle vorbei nach Frankendorf führt (2 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Mühle wurde in den Vetter’schen Oberamtsbeschreibungen des Fürstentums Ansbach von 1732 als „Stein Mühl“ erstmals schriftlich erwähnt. Nach der Weihenzeller Kirchenchronik soll sie ursprünglich „Wiesenmühle“ geheißen haben. Der Ortsname bezieht sich auf den felsigen Grund, auf dem die Mühle errichtet wurde und nicht auf die Bauart der Mühle, da zu dieser Zeit alle Wassermühlen aus Stein erbaut wurden.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 178.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Steinmühle ein Anwesen. Das Hochgericht und die Grundherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus.<ref name="J913">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 913.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Steinmühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 25 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 433.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1014.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Steinmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weihenzell und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Weihenzell zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- ehemalige Wassermühle: zweigeschossiger Bau, wohl des 18. Jahrhunderts<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. S. 143. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Weihenzell) gepfarrt.<ref name="J913"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.<ref>Kirchen & Pfarramt > Kirchen katholisch. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Steinmühle. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 433 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 178.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 143.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 149 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Steinmühle. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Steinmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Steinmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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