Neumühle (Weihenzell)
Neumühle Gemeinde Weihenzell
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(477)&title=Neum%C3%BChle 49° 21′ N, 10° 37′ O
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| Höhe: | 389–400 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 477 (1. Jan. 2019)<ref name="Weihenzell">Zahlen & Daten. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91629 | |||||
| Vorwahl: | 09802 | |||||
Neumühle (fränkisch: Naimil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 139. Dort folgendermaßen transkribiert: „naimíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Neumühle liegt in der Gemarkung Weihenzell.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Siedlung liegt am Wernsbach, der mit dem Zellbach (links) zur Rippach zusammenfließt. Die Kreisstraße AN 10 führt nach Weihenzell (0,6 km östlich) bzw. nach Wernsbach (1,8 km westlich). Die Kreisstraße AN 9 führt nach Zellrüglingen (0,8 km nördlich) bzw. am Schmalnbachshof vorbei nach Grüb (2,5 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Neumühle wurde 1410 als „de molendino Schonranfft prope Weihenzell“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom Besitzer Hans Schönranft ab, der 1420 auch explizit genannt wird. In den Jahren 1732, 1739 und 1751 heißt die Einöde „Knoblauchsmühl“ alternativ auch „Neumühl“, ab 1809 amtlich nur noch „Neumühl“. Die Bezeichnung Knoblauchsmühl dürfte sich vom Knoblauchanbau ableiten, der in dieser Gegend eher selten war.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 139.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Neumühle zur Realgemeinde Weihenzell. Sie hatte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Neumühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 35 und 36 des Ortes Weihenzell.<ref name="J925">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 925.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Neumühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 22 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 759.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1014.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neumühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weihenzell und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Weihenzell zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Neumühle zu einer Siedlung erweitert, die mittlerweile mit Weihenzell eine geschlossene Siedlung bildet.
Baudenkmal
- Haus Nr. 1: zweigeschossiger Bau, verputztes Fachwerk, frühes 18. Jahrhundert; Scheune, Fachwerkgiebel, 18. Jahrhundert<ref>Denkmalliste für Weihenzell (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Weihenzell) gepfarrt.<ref name="J925"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.<ref>Kirchen & Pfarramt > Kirchen katholisch. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Neumühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 759 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 193–194.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 147 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Neumühle. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Neumühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Neumühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Alexandermühle | Beutellohe | Fessenmühle | Forst | Frankendorf | Gebersdorf | Grüb | Haasgang | Moratneustetten | Neubronn | Neumühle | Papiermühle | Petersdorf | Schmalnbachshof | Schönbronn | Steinmühle | Thierbach | Thurndorf | Weihenzell | Wernsbach b.A. | Wippendorf | Zellrüglingen
Wüstung: Aimershof