Schönbronn (Weihenzell)
Schönbronn Gemeinde Weihenzell
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(60)&title=Sch%C3%B6nbronn 49° 21′ N, 10° 35′ O
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| Höhe: | 431 (426–447) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 60 (1. Jan. 2019)<ref name="Weihenzell">Zahlen & Daten. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91629 | |||||
| Vorwahl: | 0981 | |||||
Schönbronn (fränkisch: Scheebrunn<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 171. Dort folgendermaßen transkribiert: „schēbrun“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Schönbrunn liegt in der Gemarkung Wernsbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Unmittelbar südlich des Dorfes entspringt der Hirtengraben, ein rechter Zufluss des Wernsbachs, der rechts in die Rippach fließt. Im Südosten erhebt sich der Lineberg. Schönbronn liegt an der Kreisstraße AN 10, die nach Wernsbach (1,4 km nordöstlich) bzw. die Staatsstraße 2255 kreuzend an Kühndorf vorbei nach Buhlsbach führt (2,5 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert gegründet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er 1317 als „Schonenbrunnen“, d. h. Siedlung bei der klaren Quelle.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 171.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schönbronn 7 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach inne. Grundherren waren das Stiftsamt Ansbach (1 Hof, 3 Halbhöfe, 2 Gütlein) und das Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb (1 Gütlein). Neben den Anwesen gab es kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J909">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 909.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Schönbronn. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 24 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 172.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1015">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1015.</ref>
Im Topo-geographisch-statistischen Lexicon vom Königreiche Bayern (1832) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:
„Weiler in der Pf[ar]r[ei] Wernsbach und im L[an]dg[ericht] Ansbach, 11⁄2 St[unden] von dessen Sitze entfernt. Er enthält 9 H[äuser] mit 60 E[inwohnern]. Im J[ahre] 1244 war der Ort Eigenthum Heinrichs v. Hertenbach, welcher im demselben Jahre sich gegen die Burggrafen Johann und Albrecht reversirte, mit dem Burgstalle daselbst zu gewarten und solchen als ein Erbburglehen zu empfangen, daß es ein offenes Haus seyn soll. In den Urkunden wird dieser Ort auch Oberschönbronn, zum Unterschiede von Schönbronn<ref>Muss damals Schönbronn geheißen haben. Heutiger Name lautet nämlich Oberschönbronn.</ref> bei Herrieden, genannt.“<ref>Joseph Anton Eisenmann, Karl Friedrich Hohn (Hrsg.): Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. Band 2: M–Z. Palm und Enke, Erlangen 1832, OCLC 258665698, S. 604 (Digitalisat).</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schönbronn dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wernsbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Wernsbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand ein Anwesen von 1822 bis 1836 dem Patrimonialgericht Frohnhof.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 971 und 1015.</ref> Am 1. Januar 1974 wurde Schönbronn im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Weihenzell eingegliedert.<ref name="J1015"/><ref>Weihenzell > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Haus Nr. 2: eingeschossiger Bau des 18. Jahrhunderts mit zweiachsigem Zwerchhaus und Krüppelwalmdach, der ehemals ein Jagdschloss der Markgrafen von Ansbach war<ref>Denkmalliste für Weihenzell (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt.<ref name="J909"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.<ref>Kirchen & Pfarramt > Kirchen katholisch. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schönbronn. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 172 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 171.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 140.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Landgericht Ansbach 1809
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 149 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Schönbronn. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Schönbronn in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Schönbronn im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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