Merlene Ottey
| Merlene Ottey Vorlage:SportPicto | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Datei:Ottey.jpg
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| Nation | Datei:Flag of Jamaica.svg Jamaika/ Datei:Flag of Slovenia.svg Slowenien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 10. Mai 1960 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Cold Spring, Jamaika | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 173 cm | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 59 kg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | 100 m, 200 m, 4 × 100 m | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nationalkader | seit 2002 Datei:Flag of Slovenia.svg Slowenien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | nicht aktiv | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 2012 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: November 2020 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Merlene Ottey (Merlene Joyce Ottey, während ihrer Ehe Ottey-Page; * 10. Mai 1960 in Cold Spring, Hanover Parish) ist eine ehemalige jamaikanische Leichtathletin, die 2002 die slowenische Staatsbürgerschaft angenommen hat und bis zu ihrem Karriereende 2012 für Slowenien startete.
Karriere
Ottey ist eine der erfolgreichsten Sprinterinnen in der Geschichte der Leichtathletik, obwohl sie nie Olympiasiegerin wurde. Als sie 1993 auch bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart im Finale des 100-Meter-Laufs den Sieg um weniger als eine Nasenlänge verpasst hatte, drohte sie als „Ewige Zweite“ in die Sportgeschichte einzugehen. Über 200 Meter holte sie jedoch damals endlich Gold, was das Publikum mit einer minutenlangen Standing Ovation feierte.
Sie geriet unter Dopingverdacht, als im Juni 1999 ein Labor bei einem Dopingtest Spuren von Nandrolon entdeckte.<ref>Doping: Merlene Otteys Karriere vor dem Ende. In: Spiegel Online. 16. September 1999.</ref> Ottey und ihr Verband legten Einspruch gegen die vom IAAF verhängte zweijährige Sperre ein, während der sie die Weltmeisterschaften 1999 verpasste. Im Juli 2000 gab das IAAF-Schiedsgericht wegen mutmaßlicher Mängel bei der Arbeit des Labors dem Einspruch statt.<ref>Doping: Sperre gegen Merlene Ottey aufgehoben. In: Spiegel Online. 4. Juli 2000.</ref><ref>Details of the Merlene Ottey Decision. In: iaaf.org. 6. Juli 2000 (englisch).</ref>
Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney gewann Ottey mit der 4-mal-100-Meter-Staffel Silber. 2009 wurde ihr zudem wegen der dopingbedingten Disqualifikation von Marion Jones nachträglich die Bronzemedaille über 100 Meter zuerkannt. Ottey ist mit 40 Jahren somit die älteste Medaillengewinnerin bei olympischen Laufwettbewerben<ref>IOC-Entscheidung: Olympisches Gold mit neun Jahren Verspätung. In: Spiegel Online. 9. Dezember 2009, abgerufen am 9. Dezember 2009.</ref>.
2002 nahm die seit 1998 in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana lebende Sportlerin die Staatsbürgerschaft Sloweniens an und startete für ihre Wahlheimat 2004 zum siebten Mal in Folge bei den Olympischen Spielen in Athen. Über 100 Meter erreichte die damals 44-jährige das Halbfinale und scheiterte knapp als Fünfte am Erreichen des Finales. Sie startete außerdem über 200 Meter, erreichte auch in diesem Bewerb überraschend das Halbfinale, zog sich jedoch unmittelbar nach dem Start eine Verletzung zu. Es war ihr 52. olympisches Rennen. Mit ihren sieben Teilnahmen gehört Ottey zu den Sportlern mit den meisten Teilnahmen überhaupt.
Mitte Juli 2006 lief sie die 100 Meter in Maribor (Marburg/Slowenien) in 11,45 s. Damit erzielte sie einen Masters-Weltrekord in der Klasse über 45 Jahre. Bei einer zu den „Austrian Top 4“ zählenden Leichtathletik-Veranstaltung, die am 28. Juli 2006 in Wolfsberg (Kärnten, Österreich) abgehalten wurde, verbesserte Ottey bei regulären Bedingungen ihren Masters-Weltrekord auf 11,41 s.
Merlene Ottey startete am 8. August 2006 bei den Europameisterschaften in Göteborg. Dort erreichte sie als Dritte im 100-Meter-Vorlauf der Frauen in 11,41 s als Gesamtzwölfte aller Vorläuferinnen das Halbfinale. Das Finale am 9. August verpasste sie mit 11,44 s als Zehnte aller Halbfinalistinnen knapp.
Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka startete sie – mittlerweile 47-jährig – erneut auf der 100-Meter-Strecke. Sie wurde jedoch mit 11,64 s nur Vierte in ihrem Vorlauf und gehörte auch nicht zu denjenigen, die sich über die Zeit weiter qualifizieren konnten. 2008 verpasste Ottey die slowenische Olympianorm und wurde nicht für die Olympischen Spiele in Peking nominiert.
2010 stellte sie in Nove Mesto mit 11,67 s einen neuen Weltrekord über 100 Meter in der Altersklasse Ü 50 auf. 2012 nahm sie noch als älteste Teilnehmerin mit der slowenischen 4-mal-100-Meter-Staffel der Damen an den Europameisterschaften teil, scheiterte jedoch als Sechste ihres Vorlaufes. Als nächstes Ziel setzte sie sich zwar die Teilnahme an den Weltmeisterschaften 2013,<ref name="faz">Michael Reinsch: Fünfzig und kein bisschen müde. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. August 2010, S. 21.</ref> nahm dann aber seit dem 30. Juni 2012 endgültig nur noch an Hobbyläufen teil.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sprint-Königin Merlene Ottey wird 60. ( des Vorlage:IconExternal vom 11. November 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: ran.de.</ref>
Persönliches
Die in ihrer aktiven Zeit 1,73 m große und 59 kg schwere Athletin ist das vierte von sieben Geschwistern. Sie schloss ein Studium an der University of Nebraska als Bachelor of Arts ab. Am 3. Februar 1984 heiratete sie den Hürdenläufer Nat Page; die Ehe war von kurzer Dauer.
Zwischen 1979 und 1995 wurde Ottey 13-mal zu Jamaikas Sportlerin des Jahres gewählt, sie ist damit Rekordhalterin für diese Auszeichnung.
Ottey lebt seit 2014 in der Schweiz.<ref>Ottey ist eine Legende (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot In: jamaica-gleaner.com. (englisch).</ref>
Bestleistungen
- 100 m: 10,74 s (7. September 1996)
- 200 m: 21,64 s (13. September 1991)
Hallenbestleistungen
- 60 m: 6,96 s (14. Februar 1992) = ehem. WR
- 200 m: 21,87 s (13. Februar 1993) = WR
Auszeichnungen
Ehrungen
Im Dezember 2005 vollendete der Bildhauer Basil Watson eine Statue der Sprinterin, die im jamaikanischen Nationalstadion aufgestellt wurde<ref name="ottey_honoured">Ottey Honoured with Statue. In: jis.gov.jm. Jamaica Information Service, 30. Dezember 2005, abgerufen am 29. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>. Die 2,44 Meter hohe und 325 Kilogramm schwere Bronzeskulptur zeigt eine rennende Merlene Ottey, die mit ihrer rechten Hand in den Himmel greift<ref name=ottey_honoured />. Der jamaikanische Premierminister Percival J. Patterson nahm an der Einweihung der Statue teil<ref name=ottey_honoured />.
Literatur
- Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896–1996. Track and Field Athletics. Berlin 1999 (publiziert über Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e. V.)
Weblinks
- Vorlage:Olympedia
- Merlene Ottey in der Datenbank von World Athletics (englisch)
- Dänische Fansite (englisch)
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Vorlage:Klappleiste/Anfang 1983: Marita Koch | 1987: Silke Gladisch | 1991: Katrin Krabbe | 1993: Merlene Ottey | 1995: Merlene Ottey | 1997: Schanna Pintussewytsch | 1999: Inger Miller | 2001: Debbie Ferguson | 2003: Anastassija Kapatschinskaja | 2005: Allyson Felix | 2007: Allyson Felix | 2009: Allyson Felix | 2011: Veronica Campbell-Brown | 2013: Shelly-Ann Fraser-Pryce | 2015: Dafne Schippers | 2017: Dafne Schippers | 2019: Dina Asher-Smith | 2022: Shericka Jackson | 2023: Shericka Jackson | 2025: Melissa Jefferson-Wooden
Liste der Weltmeister in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Weltmeisterinnen im 4×100-Meter-StaffellaufVorlage:Klappleiste/Anfang
1985: Silke Gladisch | 1987: Nelli Cooman | 1989: Nelli Cooman | 1991: Irina Anatoljewna Sergejewa | 1993: Gail Devers | 1995: Merlene Ottey | 1997: Gail Devers | 1999: Ekaterini Thanou | 2001: Chandra Sturrup | 2003: Angela Williams | 2004: Gail Devers | 2006: Me’Lisa Barber | 2008: Angela Williams | 2010: Veronica Campbell-Brown | 2012: Veronica Campbell-Brown | 2014: Shelly-Ann Fraser-Pryce | 2016: Barbara Pierre | 2018: Murielle Ahouré | 2022: Mujinga Kambundji | 2024: Julien Alfred | 2025: Mujinga Kambundji | 2026: Zaynab Dosso
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1985: Marita Koch | 1987: Heike Drechsler | 1989: Merlene Ottey | 1991: Merlene Ottey | 1993: Irina Anatoljewna Priwalowa | 1995: Melinda Gainsford | 1997: Ekaterini Koffa | 1999: Ionela Târlea | 2001: Juliet Campbell | 2003: Muriel Hurtis | 2004: Natallja Safronnikawa Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ottey, Merlene |
| ALTERNATIVNAMEN | Ottey, Merlene Joyce; Ottey-Page, Merlene |
| KURZBESCHREIBUNG | slowenische Sprinterin jamaikanischer Herkunft |
| GEBURTSDATUM | 10. Mai 1960 |
| GEBURTSORT | Cold Spring, Hanover Parish, Jamaika |
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