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Sebastian Bayer

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Sebastian Bayer Vorlage:SportPicto

Sebastian Bayer (2009)
Sebastian Bayer bei den Halleneuropameisterschaften
in Turin (2009)

Nation DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Geburtstag 11. Juni 1986 (39 Jahre)
Geburtsort AachenDeutschland
Größe 189 cm
Gewicht 77 kg
Beruf Sportsoldat
Karriere
Disziplin Weitsprung
Verein DJK Rasensport Aachen-Brand
Alemannia Aachen
LG Euregio
SC Neubrandenburg (bis 2004)
TSV Bayer 04 Leverkusen (2005 bis 2008)
Bremer LT (2009)
Hamburger SV (seit 2010)
Karriereende 2018
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Halleneuropameisterschaften 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
U20-Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Deutsche Meisterschaften 5 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Deutsche Hallenmeisterschaften 3 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Europameisterschaften
Gold FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg 2012 Helsinki 8,34 m
 Halleneuropameisterschaften
Gold ItalienDatei:Flag of Italy.svg 2009 Turin 8,71 m
Gold FrankreichDatei:Flag of France.svg 2011 Paris 8,16 m
 U20-Europameisterschaften
Silber LitauenDatei:Flag of Lithuania.svg 2005 Kaunas 7,73 m
letzte Änderung: 25. Mai 2021

Sebastian Bayer (* 11. Juni 1986 in Aachen) ist ein ehemaliger deutscher Weitspringer. Er war 2012 Europameister sowie 2009 und 2011 Halleneuropameister. Seit 2019 trainiert Bayer die HSV-Sprinter Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah.

Biografie

Bayer wurde Bürokaufmann. Er begann mit der Leichtathletik bei der DJK Rasensport Aachen-Brand. Danach startete er für Alemannia Aachen, LG Euregio, SC Neubrandenburg, von 2005 bis 2008 für TSV Bayer 04 Leverkusen und dann das Bremer LT. Zur Saison 2010 wechselte er zum Hamburger SV. Er war Sportsoldat. Er war von 2007 bis 2013 mit der Hürdensprinterin Carolin Nytra liiert. Er ist 1,89 m groß und hatte ein Wettkampfgewicht von 77 kg.<ref name="sportnews" /><ref>Carolin Nytra und Sebastian Bayer trennen sich RP online, 3. Januar 2014, abgerufen am 20. Januar 2014.</ref>

Bayer wurde 2004 im Weitsprung Vizejugendmeister und 2005 U20-Vizeeuropameister. Er errang 2006 den ersten deutschen Meistertitel im Erwachsenenbereich. Bei den Europameisterschaften in Göteborg scheiterte er in der Qualifikation.

2007 wurde er Deutscher Vizemeister in der Halle, und 2008 siegte er bei den Deutschen Meisterschaften mit persönlicher Freiluftbestleistung von 8,15 m. Er qualifizierte sich für die Olympischen Spiele 2008 in Peking, schied dort in der Qualifikation aus.

Mit dem Gewinn der Halleneuropameisterschaften im März 2009 in Turin<ref name="sportnews" /> gelang ihm ein internationaler Erfolg. Er erzielte mit 8,71 m europäischen Hallenrekord (zuvor Yago Lamela mit 8,56 m, hinter Carl Lewis (8,79 m) Rang zwei der ewigen Hallenweltbestenliste).<ref>Long Jump - men - senior - indoor. Abgerufen am 25. Mai 2021.</ref><ref>Long Jump - men - senior - outdoor. Abgerufen am 25. Mai 2021.</ref> Bayer hat mit seinem Sprung die nationale Freiluftbestleistung (8,54 m) von Lutz Dombrowski deutlich übertroffen. Aufkommende Fragen über einen möglichen Messfehler bei Bayers Europarekord wurden durch den Mainzer Helmar Hommel entkräftet, der einst eine bewusste Fehlentscheidung von Kampfrichtern bei den Weltmeisterschaften in Rom 1987 zugunsten des italienischen Weitspringers Giovanni Evangelisti aufgedeckt hatte. Es sei anhand seiner Computerauswertung von Bayers Sprung „nachvollziehbar, dass die Weite in etwa stimmt“, wird Hommel zitiert.<ref name="faz" />

Bei den Deutschen Meisterschaften verbesserte Bayer 2009 in Ulm seine Freiluftbestleistung auf 8,49 m (Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2009 in Berlin). Er schob sich damit auf Position zwei der ewigen nationalen Freiluftbestenliste vor. Bei den Weltmeisterschaften schied er aufgrund einer Fußverletzung bereits in der Qualifikation aus.

Datei:Sebastian Bayer Paris 2011.jpg
Bayer bei den Halleneuropameisterschaften 2011

In Paris konnte Bayer 2011 seinen Halleneuropameisterschaftstitel mit 8,16 m verteidigen. Bei den Weltmeisterschaften in Daegu kam er auf Platz acht.

2012 gewann er zum fünften Mal die deutsche Meisterschaft. Bei den Europameisterschaften in Helsinki wurde Bayer mit einer Weite von 8,34 m Europameister. Bei den Olympischen Spielen, die im selben Jahr in London stattfanden, wurde er Fünfter. Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau kam er auf Platz neun.

Er wurde 2009 als Bremer Sportler des Jahres ausgezeichnet. 2014 erhielt er den Commander’s Coin für seine sportlichen Erfolge.<ref>Uetersener Nachrichten vom 19. August 2014: Kommandeur zeichnet sieben Hamburger Spitzensportler aus.</ref> Von 2014 bis 2016 war Sebastian Bayer Hauptdarsteller im Dokumentarfilm „Die Norm – ist dabei sein wirklich alles?“, bei dem fünf Spitzensportler aus unterschiedlichsten Sportarten 20 Monate lang hautnah auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro begleitet wurden.<ref>„DIE NORM“ – eine neuartige Webdokumentation über den härtesten Ausleseprozess der Welt. Abgerufen am 10. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Januar 2018 gab Bayer wegen fortgesetzter Knieprobleme sein Karriereende bekannt.<ref>Pamela Ruprecht: Sebastian Bayer beendet seine Karriere leichtathletik.de, 19. Januar 2018, abgerufen am 20. Januar 2018</ref>

Bayer trainiert seit 2019 die beiden HSV-Sprinter Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah. Vom Februar 2019 bis 2020 übernahm er das Amt des Koordinators Leistungssport Leichtathletik beim HSV. Im Februar 2020 wurde er Landestrainer Leistungssport beim Hamburger Leichtathletik-Verband. Seit 2021 ist er Bundestrainer 100 m Hürden beim Deutschen Leichtathletik-Verband.<ref>Jann Folkers: Sebastian Bayer wechselt zum DLV – Jann Folkers übernimmt beim HLV – HLV. Abgerufen am 10. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Privat lebt er mit seiner Freundin in Mannheim und ist Vater von zwei Kindern.

Erfolge

Persönliche Bestleistungen

National

International

Literatur

  • Karl-Heinz Keldungs: Sebastian Bayer. In: ders.: Die deutsche Leichtathletik in 100 Porträts von Hanns Braun bis Malaika Mihambo. Arete Verlag Christian Becker, Hildesheim 2022, ISBN 978-3-96423-081-2, S. 17 f.

Weblinks

Commons: Sebastian Bayer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="sportnews"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Traumpaar auf Titeljagd, in: Sportnews (Memento vom 2. Januar 2016 im Internet Archive)</ref>

<ref name="faz">„Der Riesensatz von Turin“, Artikel auf FAZ Online</ref> </references>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

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Europäische Hallenspiele
1966Ter-Owanesjan | 1967Davies | 1968Ter-Owanesjan | 1969Beer

Halleneuropameisterschaften
1970Lepik | 1971Baumgartner | 1972Klauß | 1973Baumgartner | 1974Bonhème | 1975Rousseau | 1976Rousseau | 1977Baumgartner | 1978Szalma | 1979Zepeljow | 1980Klepsch | 1981Bernhard | 1982Lauterbach | 1983Szalma | 1984Leitner | 1985Pálóczi | 1986Emmijan | 1987Emmijan | 1988Maas | 1989Mellaard | 1990Haaf | 1992Bagrjanow | 1994Haaf | 1996Sunneborn | 1998Lukaschewytsch | 2000Datschew | 2002Fernández | 2005Martínez | 2007Howe | 2009Bayer | 2011Bayer | 2013Menkow | 2015Tornéus | 2017Smajlaj | 2019Tendoglou | 2021Tendoglou | 2023Tendoglou | 2025Sarabojukow

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