Schmalnbachshof
Schmalnbachshof Gemeinde Weihenzell
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(0)&title=Schmalnbachshof 49° 21′ N, 10° 37′ O
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| Höhe: | 412 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 0 (1. Jan. 2019)<ref name="Weihenzell">Zahlen & Daten. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91629 | |||||
| Vorwahl: | 09802 | |||||
Schmalnbachshof (fränkisch umgangssprachlich: „Bukhaus“<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 170.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Schmalnbachshof liegt in der Gemarkung Wernsbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die Einöde liegt auf einem Plateau, das gegen Westen, Norden und Osten abfällt. 1 Kilometer südwestlich erhebt sich der Grübesberg (479 m ü. NHN), die Ostflanke wird Mistlersberg genannt. Im Westen liegt das Waldgebiet Schlag. Schmalnbachshof liegt an der Kreisstraße AN 9, die nach Neumühle (1,2 km nordöstlich) bzw. nach Grüb führt (1 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Wann der ursprüngliche, im 15./16. Jahrhundert abgegangene Hof gegründet wurde, ist unklar. Im Jahre 1726 kaufte der Bauer Zeller aus Grüb das verwilderte Grundstück, rodete es und errichtete 1732 einen neuen Hof.<ref name="J297">Manfred Jehle: Kirchliche Verhältnisse und religiöse Institutionen an der oberen Altmühl, Rezat und Bibert: Klöster, Pfarreien und jüdische Gemeinden im Altlandkreis Ansbach im Mittelalter und in der Neuzeit (= Mittelfränkische Studien. Band 20). Historischer Verein für Mittelfranken, Ansbach 2009, ISBN 978-3-87707-771-9, S. 297. </ref> Dieser wurde 1742 als „Schmalenbachs Hof“ erstmals erwähnt und soll damals im Besitz eines Herrn von Seckendorff gewesen sein. Benannt wurde der Ort nach dem schmalen Bach (heute Grundbach genannt), an dem die Einöde lag, einem rechten Zufluss des Wernsbachs, der rechts in die Rippach fließt. Im 19. Jahrhundert verödete der Hof und es wurde einige hundert Meter entfernt, noch auf dem Grund des alten Hofes ein neuer Hof angelegt. Da dieser sich auf einer Anhöhe befindet, wird er umgangssprachlich „Buckhaus“ genannt.<ref name="Fechter"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Schmalnbachshof ein Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Das Gut mit Wirtschaft hatte das Hofkastenamt Ansbach als Grundherrn.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 909.</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 916.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1015">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1015.</ref>
Mit dem Gemeindeedikt wurde Schmalnbachshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Wernsbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Wernsbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Am 1. Januar 1974 wurde Schmalnbachshof im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Weihenzell eingegliedert.<ref name="J1015"/><ref>Weihenzell > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren zunächst nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt,<ref name="J297"/> seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Jakob (Weihenzell) zuständig.<ref name="OV 1875"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.<ref>Kirchen & Pfarramt > Kirchen katholisch. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schmalnbachshof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 916 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 170.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Günther Roesner: Weihenzell. Geschichte und Gegenwart eines mittelfränkischen Dorfes. 2., überarbeitete Auflage. Ansbach 1999, S. 148 (Erstausgabe: 1985).
Weblinks
- Schmalnbachshof. In: weihenzell.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Schmalnbachshof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Schmalnbachshof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Wüstung: Aimershof