Zum Inhalt springen

Mike Beuttler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. Januar 2026 um 20:18 Uhr durch imported>Auge=mit (Tippfehler...).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Mike Beuttler
Mike Beuttler im March 721G beim Großen Preis von Frankreich 1972
Nation: Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
Beuttlers Helm im Jahr 1973
Beuttlers Helm im Jahr 1973
Automobil-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Großbritannien 1971
Letzter Start: Großer Preis der USA 1973
Konstrukteure
1971–1973 March (Clarke-Mordaunt-Guthrie Racing)
Statistik
WM-Bilanz: keine WM-Platzierung
Starts Siege Poles SR
28
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden:

Michael „Mike“ Beuttler (* 13. August 1942 in Kairo (Ägypten); † 29. Dezember 1988 in San Francisco) war ein britischer Automobilrennfahrer.

Karriere

Beuttler wurde während des Zweiten Weltkrieges in Kairo geboren. Sein Vater war zu dieser Zeit als Offizier der britischen Armee an der Front. Als der Krieg zu Ende war, kehrte die Familie nach England zurück. Mike Beuttler arbeitete ab seinem 17. Lebensjahr im kleinen britischen Rennteam The Chequered Flag in einer administrativen Rolle und konnte sich auch zeitweise hinter das Steuer eines Rennwagens setzen.<ref name=":0">Remembering Mike Beuttler – Richard’s F1. 25. Juli 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Juli 2015; abgerufen am 18. Juni 2022.</ref>

Doch erst mit 24 Jahren debütierte der Brite in einem Rennwagen. Er fuhr in der Formel-Libre-Meisterschaft. 1969 stieg er mit Finanzierung durch den Aktienbroker Ralph Clarke in die britische Formel-3-Meisterschaft auf.<ref name=":0" /> Im darauffolgenden Jahr (1970) feierte er seine ersten Siege und wurde am Ende Dritter in der Gesamtwertung der Formel-3-Meisterschaft. 1971 folgte der Aufstieg in die Formel-2-Europameisterschaft. Trotz eines Sieges in Vallelunga kam er infolge zahlreicher Ausfälle durch Defekte nur auf den siebten Platz in der Europameisterschaft.

March-Teamchef Max Mosley wurde über seine Freundschaft zu Clarke auf ihn aufmerksam und stellte ihm für vier Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1971 einen privaten March zur Verfügung.<ref name=":1">Mike Beuttler: The Pioneer in Yellow – Racing Pride. Abgerufen am 18. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beuttler startete erstmals beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone auf einem March 711-Cosworth, im Rennen fiel er jedoch aus. Auch die Grand Prix von Deutschland, Österreich, Italien und Kanada verliefen nicht glücklich. Für 1972 fand Beuttler neue Sponsoren und konnte die gesamte Saison mit seinem privaten March bestreiten. Die Gruppe Londoner Aktienhändler verpassten dem Teameintrag einen umständlichen Namen, der von der Presse mitunter zum Spitznamen „Stockbroker Special“ umfirmiert wurde.<ref>1973 United States Grand Prix race report. Abgerufen am 18. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach einem hervorragenden zweiten Platz bei der nicht zur Weltmeisterschaft zählenden Jim Clark Trophäe erlebte Beuttler aber erneut eine unbefriedigende und punktelose Automobil-Weltmeisterschaft. Seine beste Platzierung war der achte Platz beim Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring.

1973 musste Mike Beuttler die Saison mit einem Vorjahresmodell (March 721) bestreiten, da er keine neuen Sponsoren fand. Trotzdem verfehlte er beim Grand Prix von Spanien in Jarama nur knapp den sechsten Platz und damit einen WM-Punkt. In Anderstorp wurde er noch einmal Achter. Beim Grand Prix von Österreich erreichte er mit einem elften Startplatz das beste Trainingsergebnis seiner Formel-1-Karriere. Doch nach dem Start wurde er von Mike Hailwood nach einer Kollision aus dem Rennen geworfen.

Trotz guter Leistungen mit dem unterlegenen March fand Beuttler für 1974 kein neues Cockpit in der Formel 1. Die Ölpreiskrise hatte auch die Kassen seiner Förderer versiegen lassen.<ref name=":1" /> So beendete er nach 28 Grand-Prix-Rennen seine Karriere in der Königsklasse des Motorsports.

1974 bestritt er noch einige Sportwagenrennen mit einigem Erfolg. Doch der Motorsport war ihm zu gefährlich geworden – nicht zuletzt wegen der vielen tödlichen Unfälle (unter anderem Roger Williamson und François Cevert). So entschied sich Mike Beuttler, seine Rennsportkarriere zu beenden und zog sich nach Kalifornien zurück. Dort verstarb der Schwager des Politikers Alan Clark am 29. Dezember 1988 nach einer langen Krankheit in einem Krankenhaus in San Francisco an den Folgen von AIDS.<ref name=":0" />

Beuttler wird immer wieder als der erste offen homosexuelle Fahrer in der Formel 1 beschrieben, diese Darstellung wird jedoch vom ehemaligen Autosport-Redakteur Ian Phillips zurückgewiesen. Beuttler habe während seiner Karriere nie offen über seine Sexualität gesprochen, vielmehr sei sie ein offenes Geheimnis gewesen.<ref name=":1" />

Statistik

Statistik in der Automobil-Weltmeisterschaft

Einzelergebnisse

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15
1971 Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg Datei:Flag of Spain (1945–1977).svg Datei:Flag of Monaco.svg Datei:Flag of the Netherlands.svg Datei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974).svg Datei:Flag of the United Kingdom.svg Datei:Flag of Germany.svg Datei:Flag of Austria.svg Datei:Flag of Italy (1946–2003).svg Datei:Flag of Canada.svg Datei:Flag of the U.S..svg
DNF DSQ NC DNF NC
1972 Datei:Flag of Argentina.svg Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg Datei:Flag of Spain (1945–1977).svg Datei:Flag of Monaco.svg Datei:Flag of Belgium (civil).svg Datei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974).svg Datei:Flag of the United Kingdom.svg Datei:Flag of Germany.svg Datei:Flag of Austria.svg Datei:Flag of Italy (1946–2003).svg Datei:Flag of Canada.svg Datei:Flag of the U.S..svg
DNQ 13 DNF DNF 13 8 DNF 10 NC 13
1973 Datei:Flag of Argentina.svg Datei:Flag of Brazil (1968-1992).svg Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg Datei:Flag of Spain (1945–1977).svg Datei:Flag of Belgium (civil).svg Datei:Flag of Monaco.svg Datei:Flag of Sweden.svg Datei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974).svg Datei:Flag of the United Kingdom.svg Datei:Flag of the Netherlands.svg Datei:Flag of Germany.svg Datei:Flag of Austria.svg Datei:Flag of Italy (1946–2003).svg Datei:Flag of Canada.svg Datei:Flag of the U.S..svg
10* DNF NC 7 11* DNF 8 11 DNF 16 DNF DNF DNF 10
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
1/2/3/4/5/6/7/8 Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
1970 Nick Gold Porsche 910 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg DAY Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg SEB Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg BRH ItalienDatei:Flag of Italy.svg MON ItalienDatei:Flag of Italy.svg TAR BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg SPA DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg NÜR FrankreichDatei:Flag of France.svg LEM Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg WAT OsterreichDatei:Flag of Austria.svg ZEL
11
1974 Paulenco Racing March 74S ItalienDatei:Flag of Italy.svg MON BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg SPA DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg NÜR ItalienDatei:Flag of Italy.svg IMO FrankreichDatei:Flag of France.svg LEM OsterreichDatei:Flag of Austria.svg ZEL Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg WAT FrankreichDatei:Flag of France.svg LEC Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg BRH Sudafrika 1961Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg KYA
DNF

Literatur

Weblinks

Commons: Mike Beuttler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein