Schnepfenreuth
Schnepfenreuth Statistischer Distrikt 730 Kreisfreie Stadt Nürnberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(340)&title=Schnepfenreuth 49° 29′ N, 11° 3′ O
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| Höhe: | 306 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 1,53 km² | |||||
| Einwohner: | 340 (31. Dez. 2005)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. November 1923 | |||||
| Postleitzahl: | 90425 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
Lage der Gemarkung 3462 Schnepfenreuth in Nürnberg
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Schnepfenreuth ist seit 1923 ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg<ref name="jb_2016_eing">Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2016. Dezember 2015, ISSN 0944-1514, 18 Statistische Stadtteile und Bezirke, S. 19–20, S. 19 (nuernberg.de [PDF; 6,3 MB; abgerufen am 1. November 2017]).</ref> in der Nordwestlichen Außenstadt und gab der Gemarkung 3462 ihren Namen. Schnepfenreuth bildet zusammen mit Buch und Höfles den statistischen Bezirk 73.
Geographie
Lage
Schnepfenreuth liegt im Norden Nürnbergs am Südrand des Knoblauchslandes. Ein Dutzend landwirtschaftlicher Betriebe bildet das Zentrum. Unmittelbar westlich des Ortes entspringt der Poppenreuther Landgraben, der ein rechter Zufluss der Pegnitz ist. Im Westen wird die Flur Beim Großen Ruhestein genannt.<ref>Schnepfenreuth im BayernAtlas</ref>
Nachbarorte
| Höfles | Buch | |
| Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | Almoshof | |
| Kriegsopfersiedlung | Wetzendorf | Thon |
Geschichte
Schnepfenreuth wurde erstmals 1281 als „Snepfenrude“ erwähnt, als König Rudolf die Nürnberger Burggrafen aus dem Hause Zollern mit der Ortschaft belehnte. 1427 wurde das Dorf von der Reichsstadt Nürnberg gekauft, die das Hochgericht (Fraisch) innehatte. Die zuständige Pfarrei war Poppenreuth. Im Ersten und Zweiten Markgrafenkrieg wurde Schnepfenreuth zerstört, im Dreißigjährigen Krieg schwer geschädigt und auch während der Napoleonischen Kriege in Mitleidenschaft gezogen.<ref name="HRu943">H. Rusam: Schnepfenreuth, S. 943f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Schnepfenreuth aus 18 Anwesen (1 Dreiviertelhof, 3 Zweidrittelhöfe, 3 Halbhöfe, 2 Drittelhöfe, 4 Viertelhöfe, 4 Gütlein, 1 Haus). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf strittig gemacht wurde. Alleiniger Grundherr war das Amt der Vesten der Reichsstadt Nürnberg.<ref name="H169">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 169.</ref>
1796 wurde Schnepfenreuth wie das gesamte Knoblauchsland unter die Verwaltung Preußens gestellt und 1810 dem Königreich Bayern übergeben. Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Schnepfenreuth dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Kraftshof und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Kraftshof zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Schnepfenreuth. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Erlangen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Erlangen. Ab 1862 gehörte Schnepfenreuth zum Bezirksamt Fürth und zum Landgericht Fürth (ab 1876 Stadt- und Landgericht Fürth, 1879 in Amtsgericht Fürth umbenannt). Die Finanzverwaltung wurde 1871 vom Rentamt Fürth übernommen (1919 in Finanzamt Fürth umbenannt).<ref name="H243">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 243.</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 31 (Digitalisat).</ref> Die Gemeinde hatte 1904 eine Gebietsfläche von 1,582 km².<ref name="OV 1900"/> Am 1. November 1923 wurde Schnepfenreuth nach Nürnberg eingemeindet.<ref></ref> Seitdem sind das Amtsgericht und Finanzamt Nürnberg zuständig.<ref name="H243"/>
Obwohl seit Jahren die großstädtische Bebauung eingesetzt hat, blieb die ländliche Struktur bis heute teilweise erhalten.
Baudenkmäler
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- Georg-Höfler-Weg: Sogenannter Blauer Stein
- Schnepfenreuther Hauptstr. 59: Eingeschossiges Bauernhaus, Sandstein, teilweise verputzt. Über dem Eingang bezeichnet „MS-ES 1816“.<ref name="F476">G. P. Fehring u. a.: Die Stadt Nürnberg, S. 476. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Schnepfenreuther Hauptstr. 65: Wohnstallhaus
- Schnepfenreuther Hauptstr. 66: Eingeschossiges, einseitig aufgestocktes Wohnhaus, verputzt, im Kern 18. Jahrhundert.<ref name="F476"/>
- Schnepfenreuther Hauptstr. 69: Bauernhaus
- Schnepfenreuther Hauptstr. 70: Sandsteinscheune, Mitte des 19. Jahrhunderts.<ref name="F476"/>
- Schnepfenreuther Hauptstr. 73: Eingeschossiges Wohnhaus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit Sandsteingiebel.<ref name="F476"/>
- Schnepfenreuther Hauptstr. 75: Wohnstallhaus
- Schnepfenreuther Hauptstr. 78: Doppelhof
- Schnepfenreuther Hauptstr. 79: Eingeschossiges Bauernhaus aus Sandstein, bezeichnet „1803“; Giebel bezeichnet „Joh. Höfler 1862“.<ref name="F476"/>
- Schnepfenreuther Hauptstr. 81: Feuerwehrgerätehäuschen
- Schnepfenreuther Hauptstr. 82: Wohnstallhaus
- Schnepfenreuther Hauptstr. 85: Schlichtes eingeschossiges Giebelhaus aus Sandstein, bezeichnet „1850“.<ref name="F476"/>
- Steinfeldstr. 41: Eingeschossiges Bauernhaus des 18./19. Jahrhunderts; einseitig aufgestockt. Mit ein- bzw. zweigeschossigem Giebel. Schupfe und Scheune.<ref name="F476"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Peter und Paul (Poppenreuth) gepfarrt.<ref name="HRu943"/><ref name="H169"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Clemens (Nürnberg) gepfarrt.
Kultur
Jedes Jahr im September findet die Schnepfenreuther Kärwa statt. Bis vor wenigen Jahren wurde diese auf einer Freifläche an der Bamberger Straße abgehalten, seitdem diese aber bebaut wurde, findet sie direkt in der Dorfmitte statt. Der Festumzug am Sonntag verläuft auch durch das nördliche Thon, er wendet an der Schleswiger Straße.
Der Sportverein Turnerbund St. Johannis 1888 e. V. ist hier beheimatet. Derzeit existieren Abteilungen für Fußball, Tennis, Turnen und Gymnastik, Ski und Wandern, Tischtennis, Boule, Cornhole und Präventionssport. <ref>lt. Internetseite des TB (aufgerufen am 15. August 2025)</ref>
Infrastruktur
Es gibt einen Kiosk, ein Restaurant und eine Gärtnerei. Im Osten befindet sich ein Gewerbegebiet mit diversen Firmen. Unter anderem ist dort ein Catering-Betrieb für die Versorgung von Airlines untergebracht, welche am nahegelegenen Nürnberger Flughafen starten und landen.
Verkehr
Der Ort ist über Gemeindestraßen mit dem südlich gelegenen Thon verbunden. Auf der Fahrt von Flughafen bzw. B4 Richtung Westen (Fürth) kommend endet auf Höhe der Schnepfenreuther Hauptstraße die Bamberger Straße und geht auf ca. 500 m Länge in einen Feldweg über. Der Verkehr führt auf einem Umweg durch die Ortsmitte. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nördlich nach Buch.
Die Stadtbuslinie 31 verbindet die Ostseite des Dorfes mit Neunhof und Thon. Die Straßenbahnlinie 4 hält am Ortsrand (Bamberger Straße).
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Schnepfenreut. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 163 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3422005501 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 169 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hermann Rusam: Schnepfenreuth. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 943–944 (online).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Schnepfenreuth im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Fußnoten
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Almoshof | Altenfurt | Bärenschanze | Birnthon | Bleiweiß | Boxdorf | Brunn | Buch | Buchenbühl | Doos | Dutzendteich | Eberhardshof | Eibach | Eibacher Forst | Erlenstegen | Falkenheim | Fischbach | Freilandsiedlung | Gaismannshof | Galgenhof | Gärten bei Wöhrd | Gärten hinter der Veste | Gartenstadt | Gaulnhofen | Gebersdorf | Gerasmühle | Gibitzenhof | Gleißbühl | Gleißhammer | Glockenhof | Gostenhof | Greuth | Großgründlach | Großreuth bei Schweinau | Großreuth hinter der Veste | Gugelstraße | Guntherstraße | Hammer | Hasenbuck | Herpersdorf | Herrnhütte | Himpfelshof | Holzheim | Höfen | Höfles | Hummelstein | St. Jobst | St. Johannis | Katzwang | Kettelersiedlung | Kleingründlach | Kleinreuth bei Schweinau | Kleinreuth hinter der Veste | Kleinweidenmühle | Klingenhof | Königshof | Koppenhof | Kornburg | Kraftshof | Kriegsopfersiedlung | Krottenbach | Langwasser | Laufamholz | St. Leonhard | Leyh | Lichtenhof | Lohe | Loher Moos | Lohhof | Lorenz | Ludwigsfeld | Maiach | Marienberg | Marienvorstadt | Maxfeld | Mittelmühle | Mögeldorf | Moorenbrunn | Mooshof | Muggenhof | Mühlhof | Netzstall | Neukatzwang | Neulandsiedlung | Neunhof | Neuröthenbach | Neuselsbrunn | Nordbahnhof | Nordostbahnhof | Oberbürg | Obermühle | St. Peter | Pillenreuth | Platnersberg | Pirckheimerstraße | Rabus | Rangierbahnhof-Siedlung | Rechenberg | Rehhof | Reichelsdorf | Reichelsdorfer Keller | Rennweg | Reutles | Rosenau | Röthenbach bei Schweinau | Sandberg | Sandreuth | Schafhof | Schmalau | Schnepfenreuth | Schniegling | Schoppershof | Schweinau | Sebald | Seeleinsbühl | Spitalhof | Steinbrüchlein | Steinbühl | Steinplatte | Sündersbühl | Tafelhof | Thon | Tullnau | Unterbürg | Veilhof | Weichselgarten | Weigelshof | Weiherhaus | Werderau | Westfriedhof | Wetzendorf | Wöhrd | Worzeldorf | Zerzabelshof | Ziegelstein | Zollhaus
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