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Mühlhof (Nürnberg)

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Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=M%C3%BChlhof 49° 23′ N, 11° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 49° 22′ 43″ N, 11° 1′ 20″ O
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Höhe: 303–335 m ü. NHN
Postleitzahl: 90453
Vorwahl: 0911
Datei:Nürnberg Statistischer Bezirk 55.svg
Karte
Lage des statistischen Bezirks 55 Mühlhof in Nürnberg
Datei:Fabrikgebäude der Leonischen Drahtwerke ( Nürnberg - Mühlhof ).jpg
Fabrikgebäude der Leonischen Drahtwerke

Mühlhof ist ein Stadtteil im Südwesten Nürnbergs und der Name der Gemarkung 3447. Zusammen mit Gerasmühle, Lohhof, Krottenbach und Holzheim bildet Mühlhof den statistischen Bezirk 55 (Krottenbach, Mühlhof).

Geographie

Durch Mühlhof ziehen sich die Bundesstraße 2 und die Rednitz. Nachbarorte sind Eibach, Reichelsdorf und Wolkersdorf. Im Süden ist der Ort mit Holzheim verbunden.<ref>Mühlhof im BayernAtlas</ref>

Geschichte

Mühlhof wurde 1336 erstmals urkundlich erwähnt. Die Ortschaft entwickelte sich aus der zu Reichelsdorf gehörigen Mühle. Sie war als Reichslehen an die Waldstromer und später an die Pfinzing, Derrer und Furtenbach vergeben.<ref name="WFP592">W. Fischer-Pache: Mühlhof, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 704.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Mühlhof aus 10 Anwesen (5 Gütlein, 3 Häuser, 1 Papierfabrik, 1 Mühle). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Schwabach aus. Die Grundherrschaft hatten das Waldamt Laurenzi und Zinsmeisteramt Nürnberg gemeinsam inne.<ref name="H141">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth. S. 141.</ref> Es gab zu dieser Zeit 8 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Mühlhof. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 308 (Digitalisat).</ref>

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Mühlhof 1808 dem Steuerdistrikt Reichelsdorf (II. Sektion) und der Ruralgemeinde Deutenbach zugeordnet. Zwei Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit von 1822 bis 1848 dem Patrimonialgericht Fischbach.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 237 = F. Eigler: Schwabach, S. 468f.</ref> Am 15. Juni 1922 wurde Mühlhof nach Nürnberg eingemeindet.<ref>Nürnberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 9. August 2025.</ref>

Baudenkmäler

Es gibt sechs Baudenkmäler:

  • Leonische Drahtwerke: Arbeiterhäuser, Fabrikgebäude, Direktionsgebäude, Arbeitersiedlung
  • Grenzstein

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Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900
Einwohner 131 125 431 201 222 175
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1885 und 1900 als Wohngebäude.</ref> 11 10 21 23
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 61 (Digitalisat).</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 133 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1086, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1251, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1185 (Digitalisat). </ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1257 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Dietersdorf) gepfarrt.<ref name="H141"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession gehören zur Pfarrei Heilige Familie (Nürnberg).<ref>Pfarrverband Nürnberg Katzwang-Reichelsdorf. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Mühlhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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