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Steinbühl (Nürnberg)

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Kreisfreie Stadt Nürnberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(13661)&title=Steinb%C3%BChl 49° 26′ N, 11° 4′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(13661) 49° 26′ 26″ N, 11° 4′ 13″ O
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Höhe: 309–314 m ü. NHN
Fläche: 56 ha
Einwohner: 13.661 (31. Dez. 2023)<ref name="Einwohner">Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Datenblatt 2023 für den Statistischen Bezirk 16-Steinbühl. Dezember 2023 (nuernberg.de [PDF; abgerufen am 14. Oktober 2025]).</ref>
Bevölkerungsdichte: 24.395 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1865
Postleitzahlen: 90443, 90459
Vorwahl: 0911
Datei:Nürnberg Statistischer Bezirk 16.svg
Karte
Lage des statistischen Bezirks 16 Steinbühl in Nürnberg
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Steinbühl ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg, der Name der Gemarkung 3469 und des Statistischen Bezirks 16 im Weiteren Innenstadtgürtel Süd.

Lage

Im Norden wird Steinbühl von der Eisenbahn begrenzt, im Osten von der Tafelfeldstraße und im Westen vom Frankenschnellweg. Der statistische Bezirk 16 wird von Tafelhof im Norden, Galgenhof im Osten, vom Bezirk Gugelstraße und Gibitzenhof im Süden und Sandreuth im Westen eingerahmt.<ref>Steinbühl im BayernAtlas</ref>

Distrikte des Bezirks Steinbühl<ref name=SPN/>

  • 160 – Steinbühl Nordost (Wiesenstr.)
  • 161 – Steinbühl Nordwest (An den Rampen)
  • 162 – Steinbühl Südwest (Leibnizstr.)
  • 163 – Steinbühl Südost (Schwannstr.)

Die Gemarkung Steinbühl umfasst auch Teile der Bezirke Tafelhof, Galgenhof und Gugelstraße.<ref name=SPN>Stadtplandienst. Stadt Nürnberg, abgerufen am 12. Oktober 2014.</ref>

Statistische Nachbarbezirke
Tafelhof
Sandreuth Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Galgenhof
Gibitzenhof Gugelstraße

Geschichte

Datei:Johann Alexander Böner Wahrhafte Abriße 201 Steinbühl.jpg
Steinbühl, 1708
Datei:AK - Nürnberg - Blick vom Opernhaus auf Bahn und Steinbühl.jpg
Blick vom Opernhaus nach Steinbühl, um 1900
Datei:Nürnberg - Kirche - 1945.jpg
Ruine der Christuskirche, 1945

Der Name Steinbühl leitet sich ab von Bühl für Hügel und einem möglicherweise darauf erbauten Sitz der Herren von Stein (Breitenstein) aus dem 13. Jahrhundert.<ref name="HBe1038">H. Beer: Steinbühl, S. 1038.</ref> Möglicherweise besaß die Patrizierfamilie Pfinzing um 1330 den Ort. Ein ummauertes Herrenhaus wurde wohl erst gegen 1517 erbaut, als Sebald Gartner der Stadt das Öffnungsrecht im Kriegsfall einräumte.<ref>Steinbühl II auf herrensitze.com (Giersch/Schlunk/von Haller)</ref> Seit 1548 gehörte der Sitz häufig wechselnden Nürnberger Familien, Lehnsherren blieben aber noch länger die Herren von Breitenstein, bis sie 1608 wegen Überschuldung ihre sämtlichen Lehen an den Nürnberger Rat veräußerten (und 1666 ausstarben). Von 1689 bis 1804 gehörte das Gut der Kaufmannsfamilie Weller. In den späten 1680er Jahren lebte die aus Österreich emigrierte Dichterin Catharina Regina von Greiffenberg im Obergeschoss des Herrenhauses, während im Erdgeschoss die Schule untergebracht war. Der in der Wiesenstraße 19 gelegene, zuletzt sehr heruntergekommene Herrensitz wurde 1945 zerstört. Ob daneben noch ein zweiter Herrensitz im Bereich Wiesenstraße/Heynestraße 14 existierte, der im 18. Jahrhundert verschwand, ist fraglich.<ref>Steinbühl I auf herrensitze.com (Giersch/Schlunk/von Haller)</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Steinbühl 35 Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-ansbachischen Oberamt Schwabach bestritten wurde. Grundherren waren die Deutschordenskommende Nürnberg (6 Häuser); die Reichsstadt Nürnberg: Mendelsche Zwölfbrüderstiftung (5 Häuser), Peter-und-Paul-Stiftung (1 Haus); Nürnberger Eigenherren von Behaim (3 Häuser), von Fürer (1 Schlösslein, 1 Bleistiftfabrik, 2 Schankstätten, 1 Badhaus, 6 Häuser), von Haller (4 Häuser), von Harsdorf (2 Häuser), von Holzschuher (1 Gütlein), von Kreß (1 Haus), von Peller (1 Haus), von Petz (1 Haus).<ref name="H175">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 175.</ref>

1796 ging Steinbühl an Preußen, 1806 an Bayern.<ref name="HBe1038"/> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Steinbühl gebildet, zu der Tafelhof gehörte. Im selben Jahr entstand die Ruralgemeinde Steinbühl, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nürnberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Fürth. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 11 Anwesen von 1822 bis 1836 dem Patrimonialgericht (PG) Haimendorf, 3 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PG Leyh und 1 Anwesen von 1823 bis 1836 dem PG Nemsdorf. 1825 wurde Tafelhof nach Nürnberg eingegliedert. Ab 1862 gehörte Steinbühl zum Bezirksamt Nürnberg. Die Gerichtsbarkeit liegt seit 1880 beim Amtsgericht Nürnberg. Die Finanzverwaltung wurde 1865 vom Rentamt Nürnberg übernommen (1920 in Finanzamt Nürnberg umbenannt).<ref name="H244">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 244.</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 63 (Digitalisat).</ref> Am 1. Januar 1865 wurde Steinbühl nach Nürnberg eingemeindet.<ref></ref>

Ab 1889 entstanden die großen Fabrikanlagen an der Landgraben-, Gugel- und Humboldtstraße. Um 1893/94 wurde die Christuskirche erbaut. Durch die starken Zerstörungen Steinbühls im Zweiten Weltkrieg sind nur Teile der alten Gebäude der Gründerzeit erhalten geblieben. Auch das Steinbühler Schlösschen wurde bei den Bombenangriffen Anfang 1945 zerstört.<ref>Herrensitze.com (Giersch/Schlunk/von Haller)</ref>

Baudenkmäler

Datei:Nürnberger Südstadt 01.JPG
Christuskirche, 2011
  • Eisenbahnbrücke über den Ludwig-Donau-Main-Kanal
  • Kopfbau des ehemaligen Zählerwerkes der Siemens-Schuckert-Werke
  • Evangelisch-lutherische Pfarrkirche (Christuskirche)
  • Ehemaliges evangelisch-lutherisches Pfarrhaus Steinbühl, jetzt Mietshaus

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Einwohnerentwicklung

Gemeinde Steinbühl

Jahr 1818 1824
Einwohner 1028 997
Häuser<ref name="Häuser">Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und 1824 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1885 als Wohngebäude.</ref> 103 62
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 89 (Digitalisat). Für die Gemeinde Steinbühl zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Tafelhof (S. 90).</ref> <ref name="H244"/>

Ort Steinbühl

Jahr 1818 1824 1840 1852 1855 1861 1871 1885
Einwohner 569 535 646 845 928 1091 2405 6641
Häuser<ref name="Häuser"/> 54 36 66 370
Quelle <ref name="OV 1818"/> <ref name="H244"/> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 209 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV"/> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1066, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1144, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1082 (Digitalisat).</ref>

Schulen

  • Melanchthonschulhaus (erbaut 1898–1900)
  • Schulhaus in der Wiesenstraße (erbaut 1876)

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt,<ref name="H175"/> seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei Christuskirche zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ludwig gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Commons: Steinbühl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references responsive />

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(0) Altstadt und engere Innenstadt: (01) Altstadt, St. Lorenz | (02) Marienvorstadt | (03) Tafelhof | (04) Gostenhof | (05) Himpfelshof | (06) Altstadt, St. Sebald | (07) St. Johannis | (08) Pirckheimerstraße | (09) Wöhrd • (1) Weiterer Innenstadtgürtel Süd: (10) Ludwigsfeld | (11) Glockenhof | (12) Guntherstraße | (13) Galgenhof | (14) Hummelstein | (15) Gugelstraße | (16) Steinbühl | (17) Gibitzenhof | (18) Sandreuth | (19) Schweinau • (2) Weiterer Innenstadtgürtel West/Nord/Ost: (20) St. Leonhard | (21) Sündersbühl | (22) Bärenschanze | (23) Sandberg | (24) Bielingplatz | (25) Uhlandstraße | (26) Maxfeld | (27) Veilhof | (28) Tullnau | (29) Gleißhammer • (3) Südöstliche Außenstadt: (30) Dutzendteich | (31) Rangierbahnhof-Siedlung | (32) Langwasser Nordwest | (33) Langwasser Nordost | (34) Beuthener Straße | (35) Altenfurt Nord | (36) Langwasser Südost | (37) Langwasser Südwest | (38) Altenfurt, Moorenbrunn | (39) Gewerbepark Nürnberg-Feucht • (4) Südliche Außenstadt: (40) Hasenbuck | (41) Rangierbahnhof | (42) Katzwanger Straße | (43) Dianastraße | (44) Trierer Straße | (45) Gartenstadt | (46) Werderau | (47) Maiach | (48) Katzwang, Reichelsdorf Ost, Reichelsdorfer Keller | (49) Kornburg, Worzeldorf • (5) Südwestliche Außenstadt: (50) Hohe Marter | (51) Röthenbach West | (52) Röthenbach Ost | (53) Eibach | (54) Reichelsdorf | (55) Krottenbach, Mühlhof • (6) Westliche Außenstadt: (60) Großreuth bei Schweinau | (61) Gebersdorf | (62) Gaismannshof | (63) Höfen | (64) Eberhardshof | (65) Muggenhof • (7) Nordwestliche Außenstadt: (70) Westfriedhof | (71) Schniegling | (72) Wetzendorf | (73) Buch | (74) Thon | (75) Almoshof | (76) Kraftshof | (77) Neunhof | (78) Boxdorf | (79) Großgründlach • (8) Nordöstliche Außenstadt: (80) Schleifweg | (81) Schoppershof | (82) Schafhof | (83) Marienberg | (84) Ziegelstein | (85) Mooshof | (86) Buchenbühl | (87) Flughafen • (9) Östliche Außenstadt: (90) St. Jobst | (91) Erlenstegen | (92) Mögeldorf | (93) Schmausenbuckstraße | (94) Laufamholz | (95) Zerzabelshof | (96) Fischbach | (97) Brunn

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