Lohe (Nürnberg)
Lohe Statistischer Distrikt 751 Kreisfreie Stadt Nürnberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(373)&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 49° 29′ N, 11° 4′ O
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| Höhe: | 314 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 76 ha | |||||
| Einwohner: | 373 (31. Dez. 2016)<ref name="DF209">D. Fastnacht: Nürnberg, S. 209.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 491 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. November 1923 | |||||
| Postleitzahl: | 90427 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
Lage der Gemarkung 3444 Lohe in Nürnberg
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Lohe (<templatestyles src="IPA/styles.css" />, nürnbergisch: Lou<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 210. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „lou“.</ref>) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Lohe liegt im Statistische Bezirk 75 (Almoshof).
Geographie
Gemarkung
Die Gemarkung Lohe hat eine Fläche von 1,280 km². Sie ist in 489 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2617,91 m² haben.<ref>Gemarkung Lohe (093444). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 9. Oktober 2025.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2025.</ref>
Lage
Das Dorf Lohe bildet mit Almoshof im Westen eine geschlossene Siedlung. Diese liegt im Norden Nürnbergs im Knoblauchsland. Im Norden jenseits des Bucher Landgrabens befindet sich der Nürnberger Flughafen. Die Marienberger Straße im Süden führt zur Bundesstraße 4 bei Schnepfenreuth (1 km westlich) bzw. nach Marienberg (1 km östlich). Die Lohestraße führt die Marienberger Straße kreuzend nach Kleinreuth hinter der Veste (1 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im Jahr 1235 wurde ein „Eberhard de La“ urkundlich erwähnt. Dies ist zugleich – indirekt – die erste Erwähnung des Ortes. Dem Ortsnamen liegt das Appellativum mhd. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für ‚Lache, Sumpf(wiese)‘ zugrunde.<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 209f.</ref> Lohe geht auf eine Rodung durch die Herren von Stein zurück, gehörte später den Nürnberger Burggrafen und wurde 1427 unter das Amt der Veste gestellt. Im Ersten Markgrafenkrieg wurde das Dorf zerstört.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Lohe aus 44 Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten wurde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten die jüngere und ältere Linie der Nürnberger Eigenherren von Tucher gemeinsam inne. Grundherr waren von Tucher, jüngere Linie (1 Hof, 1 Gut, 20 Gütlein, 3 Häuser) und von Tucher, ältere Linie (1 Hof, 11 Güter, 7 Gütlein).<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 138. Hier werden abweichend 43 Anwesen als Gesamtzahl angegeben.</ref>
1796 wurde Lohe wie das gesamte Knoblauchsland unter die Verwaltung Preußens gestellt. Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam Lohe an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lohe dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Kraftshof zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Lohe. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Erlangen zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Erlangen. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden die Anwesen bis 1835 den Patrimonialgerichten Lohe und Behringersdorf. Ab 1862 gehörte Lohe zum Bezirksamt Nürnberg. Die Gerichtsbarkeit ging 1862 an das Landgericht Nürnberg über (1879 in Amtsgericht Nürnberg umbenannt). Die Finanzverwaltung wurde 1871 vom Rentamt Nürnberg II übernommen (1919 in Finanzamt Nürnberg-Nord umbenannt).<ref name="H242">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 242.</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 31 (Digitalisat).</ref> Die Gemeinde hatte 1904 eine Gebietsfläche von 1,343 km².<ref name="OV 1900"/> Am 1. November 1923 wurde Lohe nach Nürnberg eingemeindet.<ref></ref><ref>Nürnberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 10. Oktober 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Lohe gibt es sieben Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Nürnberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Kriegerlindenstraße 1: Bauernhaus
- Loher Hauptstraße 100: Wohnhaus mit Nebengebäude und Backofen
- Loher Hauptstraße 102: Wohnhaus mit Kleintierstall
- Loher Hauptstraße 104: Wohnstallhaus
- Loher Hauptstraße 128: Kleinbauernhaus
- Lohestraße 227: Fachwerkscheune und Hofmauer eines Bauernhofes
- Kriegerdenkmal
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- ehemalige Baudenkmäler
- Dorfeldstraße 17: Sandsteingiebel mit Voluten und Kugelaufsatz mit Kartusche, bezeichnet „PK 1754“, vom abgebrochenen Nebengebäude an neuer Stelle wieder aufgebaut. An der Nachbargrenze Reste der profilierten Hofmauer<ref name="F377">G. P. Fehring u. a.: Die Stadt Nürnberg, S. 377f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Dorfeldstraße 19: Eingeschossiges Wohnhaus mit zwei Rundbogentüren, im Kern 18. Jahrhundert, modern verkleidet und verändert. Scheune des 18. Jahrhunderts, mit Brettergiebel.<ref name="F377"/>
- Loher Hauptstraße 87 und 91: Einfache eingeschossige Giebelhäuser des 18./19. Jahrhunderts, modernisiert und verändert.<ref name="F377"/>
- Loher Hauptstraße 88 und 112: Reste von Hofmauern mit profilierten Sandsteinpfeilern des 18./19. Jahrhunderts.<ref name="F377"/>
- Loher Hauptstraße 93: Fachwerkscheune des 18./19. Jahrhunderts.<ref name="F377"/>
- Loher Hauptstraße 107: Eingeschossiges Giebelhaus des 18./19. Jahrhunderts mit zweigeschossigem Zwerchhaus und kleinem Nebengebäude.<ref name="F377"/>
- Loher Hauptstraße 116: Eingeschossiges Sandsteinhaus mit dreigeschossigem Giebel, im Kern 18. Jahrhundert.<ref name="F377"/>
- Lohestraße 122, 126 und 127: Einfache eingeschossige Giebelhäuser des 18./19. Jahrhunderts, zum Teil modernisiert. Haus Nr. 127 mit Schopfwalm und verputzter Sandsteinmauer.<ref name="F377"/>
- Lohestraße 218: Hofanlage; eingeschossiges Wohnhaus mit zweigeschossigem Giebel, im Kern 18. Jahrhundert; Stallanbau und Fachwerkscheune. Rest einer Hofmauer sowie ein profilierter Sandsteinpfeiler mit Kugelaufsatz.<ref name="F377"/>
- Lohestraße 226: Eingeschossiges niedriges Sandsteinhaus mit zweigeschossigem Giebel, Stallgebäude mit Scheune; Mitte des 19. Jahrhunderts.<ref name="F377"/>
- Lohestraße 229: Eingeschossiges Wohnhaus des 18. Jahrhunderts, massiv, verputzt. Mit Fachwerkgiebel und Schopfwalm.<ref name="F377"/>
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1997 | 2005 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 270 | 339 | 329 | 321 | 351 | 307 | 329 | 343 | 368 | 378 | 376 | 379 | 369 | 388 | 400 | 343 | 347 | 296 | 373 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und von 1871 bis 1900 als Wohngebäude.</ref> | 52 | 54 | 55 | 62 | 63 | 63 | |||||||||||||
| Quelle | <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 55 (Digitalisat).</ref> | <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 91 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 338 Einwohner.</ref> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 181, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV"/> | <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1065, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 170 (Digitalisat). </ref> || <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1231, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1165 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1237 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV"/> || <ref>W. Fischer-Pache: Lohe, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 649.</ref> || <ref name="DF209"/> || <ref name="DF209"/> |
Religion
Lohe ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Nürnberg-Kraftshof) gepfarrt.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 138.</ref> Die Katholiken sind nach St. Thomas (Boxdorf) gepfarrt.<ref name="DF209"/>
Verkehr
In Lohe fahren die Stadtbuslinien 22, 32 und 33.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Lohe. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 389 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665949 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3422005501 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Wiltrud Fischer-Pache: Lohe. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 649 (online).
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 138 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Lohe im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
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