Hammer (Nürnberg)
Hammer Statistischer Distrikt 942 Kreisfreie Stadt Nürnberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Hammer 49° 28′ N, 11° 10′ O
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| Höhe: | 311 m ü. NHN | |||||
| Postleitzahl: | 90482 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
Lage des Statistischen Bezirks 94 Laufamholz in Nürnberg
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Hammer (<templatestyles src="IPA/styles.css" />; nürnbergisch: Hamma<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 146. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hamɐ“.</ref>) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg (Mittelfranken, Bayern). Hammer liegt im statistischen Bezirk 94 und in der Gemarkung Laufamholz.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref>
Lage
Die ehemalige Industriesiedlung Hammer liegt im Stadtteil Laufamholz am südlichen Ufer der Pegnitz etwa 4 km östlich von Nürnbergs Stadtkern. Die Staatsstraße 2241 verläuft östlich zur Anschlussstelle 87 der Bundesautobahn 3 bzw. westlich zur Bundesstraße 4 R.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1372 als „Mul Zu Lauffenholz“ erstmals schriftlich erwähnt.<ref>D. Fastnacht: Erlangen, S. 145.</ref> Aus ihr entwickelte sich ein Industriegut. Neben der Mühle befand sich auch ein Messinghammer. Die Ansiedlung wurde im Zweiten Markgrafenkrieg 1552 zerstört. Familie Kanler baute das Hammerwerk als Drahtziehermühle wieder auf und umgab das Gebiet mit einer Mauer. 1681 standen in Hammer ein Herrenhaus, Arbeiterwohnungen, eine Schule, ein Wirtshaus, Stallungen und wirtschaftliche Gebäude, eine Mahlmühle, eine Glühhütte und ein Brennofen. Die Firma Johann Volkamer & Co. übernahm 1718 das Messingwerk.<ref name="nuernberginfos"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hammer ( des Vorlage:IconExternal vom 20. Februar 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf der Website nuernberginfos.de</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hammer 6 Anwesen (1 Hammer mit Schmiede, Schmelzwerk, Mahlmühle und mehrere Häuser). Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was von den brandenburg-ansbachischen Ämtern Schwabach und Schönberg bestritten wurde. Die Grundherrschaft über alle Anwesen hatten die Nürnberger Eigenherren von Forster und von Volckamer gemeinsam inne.<ref name="H124">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 124.</ref>
Ab 1796 unterstand Hammer unter der Verwaltung Preußens. Nach der Eingliederung Frankens in das Königreich Bayern (1806) war das „Messing- und Lahngoldwerk Hammer“ die größte Fabrik im Nürnberger Land.<ref name="nuernberginfos"/> Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hammer dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Laufamholz und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Laufamholz zugeordnet. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand der ganze Ort bis 1848 dem Patrimonialgericht Hammer.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 241f.</ref>
1814 ging das kleine Dorf an die mit Volckamers verwandte Familie von Forster über. Der Sandstein-Obelisk, der heute noch auf dem Christoph-Carl-Platz steht, wurde von der Familie von Forster aus dem ehemaligen Volckamerschern Garten in Gostenhof in das Fabrikgut Hammer verlagert. Ein 1815 errichtetes Walzwerk wurde ab 1871 durch Turbinen betrieben. 1894 wurden die Hämmer durch Walzwerke ersetzt. Es wurde ein eigenes Stromnetz aufgebaut, mit dem die Ortschaften östlich von Hammer mit Strom versorgt wurden. Die Stromversorgung ging 1930 an das Fränkische Überlandwerk. Die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg verschonten auch das kleine Fabrikgut nicht. Die von Herrn von Forster eingereichten Pläne für einen Wiederaufbau wurden abgelehnt. 1958 wurde das Werk endgültig stillgelegt und an die Energie- und Wasserversorgung AG (heute N-Ergie AG) verkauft. 1977 wurde Hammer als industriegeschichtliches Ensemble unter Denkmalschutz gestellt.<ref name="nuernberginfos"/>
Am 1. April 1938 wurde Hammer in die Stadt Nürnberg eingemeindet.<ref>Nürnberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 7. Oktober 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Hammer gibt es zwölf Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Nürnberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Christoph-Carl-Platz 6: Ehemaliges Herrenhaus
- Christoph-Carl-Platz 25: Ehemaliges Kontorgebäude
- Christoph-Carl-Platz: Ehemaliges Gasthaus Einkehr zum Hammer
- Christoph-Carl-Platz: Sandsteinobelisk
- Christoph-Carl-Platz: Arbeiterwohnhäuser
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Einwohnerentwicklung
Panorama
Religion
Hammer ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Nikolaus und Ulrich (Mögeldorf) gepfarrt,<ref name="H124"/> seit 1934 ist die Pfarrei Heilig Geist (Laufamholz) zuständig. Die Katholiken sind nach St. Otto (Laufamholz) gepfarrt.<ref>D. Fastnacht: Erlangen, S. 144.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hammer. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 490 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665949 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3422005501 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 124 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Hermann Rusam: Hammer. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 400 (online).
Weblinks
- Industriegut Hammer. In: nuernberginfos.de. Abgerufen am 1. September 2025.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hammer im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
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