Junkers J 12
| Junkers J 12 | |
|---|---|
| Typ | Verkehrsflugzeug |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | Junkers Flugzeugwerke |
| Erstflug | – |
Die Junkers J 12 war der Entwurf eines viersitzigen Ganzmetall-Passagierflugzeugs der Junkers Flugzeugwerke AG aus dem Jahr 1919.
Entwicklung
Im Januar 1919 gab Hugo Junkers den Auftrag zur systematischen Untersuchung verschiedener Flugzeugentwürfe für einen komfortablen und wirtschaftlichen Luftverkehr. Hierfür erarbeiteten Otto Reuter und Franz-Wilhelm Schmitz in wenige Wochen insgesamt zehn Entwürfe von Passagierflugzeugen für 4–10 Passagiere.<ref>F. W. Schmitz: Die "Junkers F13" – nach 25 Jahren gesehen. Hrsg.: VDI. 1944.</ref>
Bereits am 9. Januar 1919 entstand dabei der Entwurf Junkers J 12 für ein viersitziges Reise- und Verkehrsflugzeug, dessen wesentliche Baugruppen aus der Junkers J 10 übernommen wurden und lediglich einen neuen verbreiterten Rumpf erhielt. Der verbreiterte Rumpf der Junkers J 12 reduzierte nach den Berechnungen allerdings die Geschwindigkeit der J 10 bei der J 12 um 20 km/h auf 170 km/h.
Während der J-12-Untersuchungen zeigte sich, dass durch eine Erweiterung des Entwurfs auf sechs Sitze eine höhere Wirtschaftlichkeit zu erreichen war. Außerdem sollten die beiden hinteren Sitzbänke in einer geschlossenen, beheizten Kabine mit Fenstern untergebracht werden. Für diese sechssitzige Variante der J 12 entstand eine Kabinenattrappe, die sich allerdings für den vorgesehenen J-12-Rumpf als zu groß erwies.<ref name=":0">Wolfgang Wagner: Von der J 1 bis zur F 13. Leuchtturm, Konstanz 1976, ISBN 3-88064-015-7.</ref> Der J-12-Entwurf wurde daraufhin im Februar 1919 aufgegeben. Mit der Junkers F 13 entstand daraufhin ein vollständig neuer Entwurf.
Konstruktion
Die Gesamtmetall-Tiefdeckerkonstruktion wurde in wesentlichen Teilen von der Junkers J 10 übernommen. Tragfläche, Rumpfendstück, Sporn, Kühler, Steuerung und Fahrwerk wurden unverändert übernommen. In dem deutlich verbreiterten und erhöhten, halboffenen Rumpf konnten 2 × 2 Passagiere nebeneinander Platz finden. Als Antrieb kam der 160-PS-Motor Mercedes D III der J 10 zum Einsatz.
Von der Junkers J 12 entstanden mehrere Zeichnungssätze (2266, 2273, 2280, 2285), in die Reuter und Schmitz Anpassungen Junkers’ und Otto Maders einarbeiteten. Unter anderem wurde die rechteckige Flügelform von Schmitz durch einen Trapezflügel mit gerader Vorderkante und einem Flügelprofil konstanter Dicke ersetzt. Luftbremsen und verschiedene Querruder-Anordnungen wurden in verschiedenen Entwürfen angepasst.<ref name=":0" />
Technische Daten
| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Besatzung | 1 |
| Passagiere | 3 (später 5) |
| Länge | 8,25 m |
| Spannweite | 12,25 m |
| Höhe | 3,00 m |
| Flügelfläche | 25,00 m² |
| Flügelstreckung | 6,0 |
| Höchstgeschwindigkeit | 170 km/h |
| Gipfelhöhe | 6000 m |
| Motor | ein Mercedes D IIIau, 160 PS (ca. 120 kW) |
Siehe auch
Literatur
- Wolfgang Wagner: Von der Junkers J 1 bis zur F 13. Leuchtturm, Konstanz 1974, ISBN 3-88064-015-7.
Weblinks
- The Hugo Junkers Homepage – mit Zeichnung 2285 der J12
- Secret Projects – mit Informationen über J12 und weitere Passagierflugzeugentwürfe 1919/20
Einzelnachweise
<references />
Zivile Baureihen: F 13 | Ju 13 | K 16 | A 20 | G 23 | F 24 | G 24 | A 25 | T 26 | T 29 | G 31 | A 32 | W 33 | W 34 | A 35 | G 38 | Ju 46 | A 48 | Ju 49 | A 50 | Ju 52/1m | Ju 52/3m | Ju 60 | Ju 160 | Ju 86 | Ju 90
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