Galgenhof
Galgenhof Statistischer Bezirk 13 Kreisfreie Stadt Nürnberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(19726)&title=Galgenhof 49° 26′ N, 11° 5′ O
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| Höhe: | 311–319 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 85 ha | |||||
| Einwohner: | 19.726 (31. Dez. 2015)<ref name="jb_2016_einw">Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2016. Dezember 2015, ISSN 0944-1514, 18 Statistische Stadtteile und Bezirke, S. 244–245, S. 244 (nuernberg.de [PDF; 6,3 MB; abgerufen am 1. November 2017]).</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 23.207 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Oktober 1825 | |||||
| Postleitzahlen: | 90459, 90461 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
Lage des statistischen Bezirks 13 Galgenhof in Nürnberg
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Galgenhof (nürnbergisch: Galnghuf<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 81. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gàlŋhū́f“.</ref>) ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Nürnberg. Der Statistische Bezirk 13 wird ebenfalls Galgenhof genannt, ebenso gibt es eine Gemarkung Galgenhof. Galgenhof entwickelte sich nicht zum Fabrikvorort, sondern zum reinen Wohnviertel.<ref name="HBe321"/>
Geographie
Gemarkung
Die Gemarkung 3421 Galgenhof hat eine Fläche von 0,274 km². Sie ist in 445 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 615,77 m² haben.<ref>Gemarkung Galgenhof (093421). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 11. August 2025.</ref> Sie liegt vollständig im Statistischen Bezirk 13.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 12. August 2025.</ref>
Statistischer Bezirk
Der Statistische Bezirk 13 Galgenhof befindet sich zwischen dem Hauptbahnhof im Norden, dem Schuckertplatz bis Gudrunstraße im Süden, der Tafelfeldstraße im Westen und der Allersberger Straße im Osten. Der Teil südlich der Wölckernstraße wird Lichtenhof genannt. Der Bezirk 13 hat im Westen Anteile an der Gemarkung 3469 Steinbühl und im Süden an der Gemarkung 3423 Gibitzenhof. Die alte Dorfstraße von Galgenhof ist die heutige Galgenhofstraße. Entlang dieser Straße floss der Fischbach, an dem die Wäscherhäuschen lagen.<ref name="HBe321"/>
| Statistische Nachbarbezirke | |||||||||
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Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1296 als „Galgenhoff“ erstmals schriftlich erwähnt. Der Hof befand sich in der Nähe des reichsstädtischen Galgens und wurde im Unterschied zum Oberen Galgenhof, der später Glockenhof genannt wurde, auch Untergalgenhof genannt.<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 78ff.</ref> 1552 im Zweiten Markgrafenkrieg wurde Untergalgenhof aus strategischen Gründen abgebrannt.<ref name="HBe321">H. Beer: Galgenhof, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 321.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in (Unter-)Galgenhof 49 Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-ansbachischen Oberamt Schwabach bestritten wurde. Grundherren waren die Reichsstadt Nürnberg: Landpflegamt (1 Haus), Kriegsamt (1 Hornwerk, 1 Kronenwerk mit Wachhäusern); Nürnberger Eigenherren: von Grundherr (1 Haus), von Löffelholz (1 Garten mit Gebäuden und Wäscherei), Burkhard v. Löffelholz’scher Familienfideikommiss (1 Haus mit Wäscherei), von Tucher (1 Schenkstatt, 3 Häuser mit Wäscherei, 1 Gut), von Volckamer (1 Wirtshaus mit Wäscherei, 6 Häuser mit Wäscherei, 1 Haus, 1 Garten), von Wölkern (1 Haus mit Wäscherei).<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 152.</ref> Es gab 34 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Galgenhof. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 304 (Digitalisat).</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Schwabach. 1806 kam Galgenhof zu Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Galgenhof gebildet, zu dem Gibitzenhof, Hummelstein, Lichtenhof und Sandreuth gehörten. Im selben Jahr entstand die Ruralgemeinde Galgenhof, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nürnberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Fürth. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 3 Anwesen von 1821 bis 1835 dem Patrimonialgericht (PG) Groß- und Kleingeschaidt, 3 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PG Lohe, 2 Anwesen von 1822 bis 1834 dem PG Lohe und Behringersdorf und 3 Anwesen von 1821 bis 1835 dem PG Steinach.<ref name="H238">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 238.</ref><ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 62 (Digitalisat).</ref> Am 1. Oktober 1825 wurde Galgenhof nach Nürnberg eingemeindet<ref></ref><ref>Nürnberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 12. August 2025.</ref> und kam so an das Kreis- und Stadtgericht Nürnberg und das Stadtrentamt Nürnberg.<ref name="H238"/>
Baudenkmäler
Im Statistischen Bezirk Galgenhof gibt es 60 Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Nürnberg (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Diverse Mietshäuser
- Ehemaliges Haus der Arbeit und Verlagsgebäude der Fränkischen Tagespost (heute Karl-Bröger-Haus)
- Ehemaliges Heizhaus des dem Bahnhof am nächsten gelegenen ehemaligen Betriebswerkes
- Nymphenbrunnen
- Uhr- und Wetterhäuschen
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Einwohnerentwicklung
Religion
Galgenhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter gepfarrt, seit 1920 ist die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Herz Jesu (Nürnberg) gepfarrt.<ref>D. Fastnacht: Nürnberg, S. 78.</ref>
Literatur
- Helmut Beer: Galgenhof. In: Michael Diefenbacher, Rudolf Endres (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. 2., verbesserte Auflage. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2000, ISBN 3-921590-69-8, S. 321 (online).
- Johann Kaspar Bundschuh: Galgenhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 273 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665949 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3422005501 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 152 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
Weblinks
- Bezirksdatenblatt Nürnberg – Statistischer Bezirk 13 Galgenhof, Stand 2021 (PDF; circa 120 kB)
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Galgenhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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