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Hochrheinbahn

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Basel Bad Bf–Konstanz
Datei:BR 644 549 Regionalbahn Hochrheinbahn Laufenburg (Baden).jpg
Bombardier Talent in Laufenburg (Baden)
Streckennummer (DB):4000 (Mannheim–Konstanz)
Streckennummer (BAV):763 (Basel Bad. Bf–Grenzach Grenze CH/D)
763 (Trasadingen Grenze D/CH–Schaffhausen)
764 (Schaffhausen–Thayngen Grenze CH/D)
Kursbuchstrecke (DB):730 (Basel–Singen)
720 (Singen–Konstanz)
301a (1946)
307c (Villingen (Schwarzw) – Marbach (Baden) 1946)
304d (Hintschingen – Immendingen 1946)
Fahrplanfeld:763 (Erzingen–Singen)
830 (Singen–Konstanz; 1996–2006)
Streckenlänge:144,3 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:Erzingen–Konstanz: 15 kV 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: 17 
Streckengeschwindigkeit:160 km/h
Zugbeeinflussung:PZB, ZUB262
Zweigleisigkeit:Basel Bad Bf–Waldshut
Erzingen–Konstanz-Petershausen
<templatestyles src="BS/styles.css" />
von Mannheim Hbf
von Basel Bad Rbf und von Weil am Rhein
Basel Bad Bf (bis 1913) 261 m
270,688 Basel Bad Bf 263 m
Strassenbahn Basel
nach Basel SBB
(ehem. Trasse bis 1913)
nach Zell im Wiesental
273,200 Staatsgrenze Schweiz/Deutschland,
  Eigentumsgrenze BEV/DB InfraGO
264 m
273,610
273,600
Kilometersprung
273,900 Grenzacher Horn (Abzw)
Grenzacher Horn (bis 1981)
275,600 Grenzach 262 m
278,000 Wyhlen 272 m
281,800 Herten (Baden) 275 m
A 861
283,400 Rheinfelden-Warmbach
285,200 Rheinfelden (Baden) 280 m
288,800 Beuggen 284 m
293,600 Schwörstadt 286 m
Wehra (68 m)
297,100 Wehr-Brennet 293 m
Bad Säckingen-Wallbach
299,400 von Schopfheim
302,400 Bad Säckingen 292 m
nach St. Blasien (nie realisiert)<ref>Verbindung St. Blasien – Rheintal. Auf: www.vergessene-bahnen.de</ref>
307,900 Murg (Baden) 297 m
309,200 Murg Gbf (seit 1987) 304 m
311,200 Laufenburg (Baden) 313 m
Rappenstein-Tunnel (337 m)
312,500 Laufenburg (Baden) Ost 318 m
315,700 Albert-Hauenstein 316 m
Mühlbach (68 m)
Alb (47 m)
317,900 Albbruck 325 m
321,100 Dogern (Hp & Anst) 324 m
Waldshut West
325,600 Waldshut 340 m
SBB nach Koblenz
Aarberg-Tunnel (352 m)
Schlücht (61 m)
331,100 Tiengen (Hochrhein) 348 m
333,000 Steinaviadukt (67 m)
334,100 Lauchringen West 359 m
335,100 Lauchringen (ehem. Oberlauchringen) 362 m
nach Hintschingen
Wutach (69 m)
341,100 Grießen (Baden) 390 m
345,600 Erzingen (Baden) 401 m
345,800 Staatsgrenze Deutschland/Schweiz,
  Eigentumsgrenze DB InfraGO/BEV
401 m
346,200 Trasadingen 402 m
348,900 Wilchingen-Hallau (Anst) 414 m
351,500 Neunkirch 430 m
357,800 Beringen Bad Bf 445 m
359,200 Beringerfeld 447 m
361,600 Neuhausen Bad Bf 440 m
Charlottenfels-Tunnel (286 m)
364,000
von Winterthur S 24
364,420 Schaffhausen 404 m
364,421
364,492
Kilometrierungssprung
nach Stein am Rhein
365,900 Schaffhausen GB 412 m
366,000
367,300 Schaffhausen GB Ost 413 m
Herblinger Tunnel (530 m) seit 1968
367,900 Herblingen 425 m
373,000 Thayngen Endpunkt S 24 (Bf & Anst) 437 m
374,700 Staatsgrenze Schweiz/Deutschland,
  Eigentumsgrenze BEV/DB InfraGO
440 m
375,600 Bietingen 435 m
A 81
378,500 Gottmadingen 432 m
379,000 Anst 433 m
nach Offenburg (gepl. Singener Kurve)
von Offenburg
384,100 Singen (Hohentwiel) 428 m
nach Etzwilen (Museumsbahn)<ref name="Bahnstrecke Etzwilen–Singen">Werner Wocher: Bahnlinie Etzwilen–Singen. Unsere Museumsbahn mit Zukunft. 1. Auflage. Selbstverlag, Langwiesen 2020, ISBN 978-3-033-08159-8, S. 20.</ref>
386,500 Singen Industriegebiet 431 m
390,800 Böhringen-Rickelshausen 406 m
394,200 Radolfzell 398 m
nach Mengen
395,312
395,300
Kilometersprung
397,400 Markelfingen 398 m
400,800
400,785
Kilometersprung
403,030
403,045
Kilometersprung
403,100 Allensbach 399 m
405,600 Hegne 400 m
Reichenau (Baden)-Waldsiedlung
B 33
408,400 Reichenau (Baden) 399 m
410,200 Konstanz-Wollmatingen 400 m
411,500 Konstanz-Fürstenberg 402 m
412,300 Konstanz-Petershausen 401 m
413,500 Rheinbrücke Konstanz
414,340 Konstanz 398 m
SBB nach Kreuzlingen–Stein am Rhein
SBB nach Kreuzlingen Hafen–Romanshorn

Quellen: <ref>Hans G. Wägli: Schienennetz Schweiz und Bahnprofil Schweiz CH+. AS Verlag, Zürich 2010, ISBN 978-3-909111-74-9. S. 92 Singen (Hohentwiel) – Erzingen, S. 135 Erzingen (Baden) – Basel Bad Bf und S. 136 Konstanz – Singen (Hohentwiel) – Immendingen</ref><ref>DB Netze - Infrastrukturregister</ref><ref>Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.</ref><ref>Leistungsvereinbarung BEV. Bundesamt für Verkehr (BAV), 2017–2020. (PDF; 0,2 MB)</ref>

Die Hochrheinbahn, auch Hochrheinstrecke oder Hochrheintalbahn, ist eine Eisenbahnstrecke von Basel über Waldshut, Schaffhausen und Singen (Hohentwiel) nach Konstanz. Sie wurde von den Großherzoglich Badischen Staats-Eisenbahnen als Teil der Badischen Hauptbahn erbaut, die dem Rhein aufwärts von Mannheim bis Konstanz folgt.

Geschichte

Gründung

Obwohl der Mannheimer Unternehmer und Eisenbahnpionier Ludwig Newhouse bereits im Jahr 1833 anregte, eine Eisenbahn von Mannheim bis Basel und an den Bodensee zu bauen,<ref>Newhouse, Ludwig: Vorschlag zur Herstellung einer Eisenbahn im Grossherzogthum Baden, von Mannheim bis Basel und an den Bodensee. als zweckmäßigstes Mittel, Landbau, Handel und Gewerbe in größern Flor zu bringen, den Gütern und Producten einen bessern Werth zu verschaffen und so den National-Reichthum zu erhöhen; mit zwei Abbildungen. Gottlieb Braun, Karlsruhe 1833, S. 165.</ref> wurde der Beschluss zum Bau der Bahn ab der Schweizer Grenze nach Basel und weiter an den Bodensee im badischen Parlament erst im März 1852 gefasst.<ref>Generallandesarchiv Karlsruhe, Archivalie 230 Nr. 2246, Bestellsignatur 4-1443573: „Adresse beider Kammern der Stände über die Fortsetzung der Eisenbahn nach Basel und von da an den Bodensee“ vom 12. und 16. März 1852</ref> Von Basel Badischer Bahnhof bis Bad Säckingen wurde der erste Teil am 4. Februar 1856 eröffnet, bereits am 30. Oktober 1856 wurde Waldshut erreicht. Dann stockte der Weiterbau unter anderem aufgrund Nachverhandlungen mit der Schweiz. 1860 wurde unter Robert Gerwig der zweite Abschnitt begonnen. Am 15. Juni 1863 wurde die gesamte Bahnstrecke bis Konstanz mit einem Sonderzug, gezogen durch die Dampflokomotive Küssaburg, eröffnet. Es bestand schon ab 18. August 1859 eine Verbindung zum schweizerischen Eisenbahnnetz über den Rhein nach Koblenz. Am 30. Mai 1870 ereignete sich der erste schwere Eisenbahnunfall auf der Strecke, als ein vermutlich betrunkener Lokführer ungebremst auf den stehenden Personenzug Nr. 22 im Bahnhof von Murg auffuhr.<ref>Regensburger Conversations-Blatt, Nr. 67 vom 8. Juni, Reitmayr, 1870.</ref>

Erste Lokomotiven

Im ersten Betriebsjahr befuhren folgende Loks die Strecke:

  • Gattung IIIc: Allemannia<ref>https://www.archivportal-d.de/item/C3V3C7NAVTPR4PIIXJMFBWDUZSE4F5FM Badische Lokomotive, Gattung 3c bzw. IIb (gebaut 1845)</ref>, Dreisam, Kaiserstuhl, Hebel, Zähringen
  • Gattung V: Galilei, Keppler, Newton, Laplace, Pambour
  • Gattung IX: Adler, Falke, Komet, Pfeil, Elz, Wiese, Wutach, Rench, Lahr, Basel
  • Gattung IV: Brittania, Trevithick, Schwarzwald

Vor und während der Weltkriege

Auf Grund eines Staatsvertrages<ref>Vertrag zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Grossherzogtum Baden betreffend die Weiterführung der badischen Eisenbahnen über schweizerisches Gebiet. 27. Juli 1852, abgerufen am 13. September 2017.</ref> unterstand die gesamte Bahn (mit Ausnahme von Bahnhof Schaffhausen) – also auch auf schweizerischem Gebiet – der Badischen Staatsbahn; sie gehört noch heute zur Deutschen Bahn (nicht zu verwechseln mit Péagebetrieb). Der Staatsvertrag aus dem Jahr 1852 räumt der Schweiz das Recht ein, die auf schweizerischem Gebiet gelegene Strecke nach Einhaltung einer fünfjährigen Kündigungsfrist zurückzukaufen. Obwohl diese Möglichkeit nach dem Ersten Weltkrieg diskutiert wurde, wurde sie nie umgesetzt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der grenzüberschreitende Verkehr stark eingeschränkt, Transporte der Wehrmacht durften die Schweiz nicht passieren. 1944/1945 verkehrten noch vier Personenzugpaare durchgehend zwischen Basel Badischer Bahnhof und Singen. In der Fahrplantabelle war ausdrücklich vermerkt: „Durchreise durch den Kanton Schaffhausen nur mit Reisepass mit Ausnahmegenehmigung (Visum) gestattet.“ Zwischen dem 8. Juni 1945 und dem 1. August 1953 standen die deutschen Eisenbahnanlagen in der Schweiz unter der Verwaltung einer vom Schweizer Bundesrat eingesetzten Treuhandbehörde.

Die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geplante Hegaubahn wäre bei Herblingen (heute Schaffhausen) aus der Strecke Richtung Engen ausgefädelt.

Seit den 1980ern

Seit 1987 ist die Strecke zum größten Teil zweigleisig, nur der Abschnitt zwischen Waldshut und Erzingen ist heute noch eingleisig, ebenso der Abschnitt zwischen Konstanz-Petershausen und Konstanz. Die Abschnitte zwischen Laufenburg und Murg sowie zwischen Erzingen und Schaffhausen wurden inzwischen zweigleisig ausgebaut. Elektrifiziert ist die Strecke nur zwischen Erzingen und Konstanz. Eine Elektrifizierung der Reststrecke wird seit längerem von verschiedenen Seiten gefordert.<ref name="Schweiz bewegt sich">Andreas Gerber: Schweiz bewegt sich beim Thema Hochrheinstrecke. Südkurier, 27. September 2013, abgerufen am 2. Oktober 2013.</ref><ref>Kein Geld für deutschen ÖV-Ausbau. In: Basler Zeitung. 11. März 2013.</ref><ref>Basler Regierungsrat Wessels zur Elektrifizierung der Hochrheinstrecke. In: Badische Zeitung. 16. März 2013.</ref>

Gegenwart

Am 5. Mai 2011 haben in Schaffhausen die damalige Verkehrsministerin von Baden-Württemberg, Tanja Gönner, und der Baudirektor des Kantons Schaffhausen, Reto Dubach, die Planungsvereinbarung für die Elektrifizierung der Hochrheinbahn zwischen Basel (Badischer Bahnhof) und Schaffhausen unterzeichnet. Darin werden ein verstärkt grenzüberschreitender Eisenbahnverkehr ohne Umsteigen entlang des gesamten Grenzkorridors in Konstanz, Schaffhausen, Waldshut und Basel, ein geplantes dichtes Fahrplanangebot auf der Hochrheinstrecke, die Voraussetzungen für den geplanten S-Bahn-Ausbau der S-Bahn Schaffhausen, S-Bahn Zürich und der S-Bahn Basel in den Ballungsgebieten Basel und Zürich–Schaffhausen sowie die Höhe der Planungskosten festgehalten. Zudem sollen in Singen und Basel (Badischer Bahnhof) gute Übergangsmöglichkeiten zum Fernverkehr geschaffen werden. Die Elektrifizierung soll bis zum Ende des Jahres 2027 abgeschlossen sein.<ref>S. W. R. Aktuell: "Historischer Tag": Elektrifizierung der Hochrheinbahn besiegelt. 18. Dezember 2023, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>

Der Streckenabschnitt von Kilometer 364,004 bis Kilometer 366,042 mit dem Bahnhof Schaffhausen ist im gemeinsamen Eigentum der Schweizerischen Bundesbahnen (65 Prozent) und des deutschen Bundeseisenbahnvermögens BEV (35 Prozent).<ref name="AZ">Jimmy Sauter: Deutschland verkauft den Güterbahnhof. In: Schaffhauser AZ (online), 5. Dezember 2019.</ref> Er ist mit schweizerischen Eisenbahnsignalen ausgestattet.

Von November 2012 bis Oktober 2013 wurde der Streckenabschnitt zwischen Erzingen und Schaffhausen auf Doppelspur ausgebaut und gleichzeitig elektrifiziert. Der Abschnitt zwischen Schaffhausen und Beringen war bereits seit dem Bau der Bahn doppelspurig, lediglich die restlichen 12,5 Kilometer zwischen Beringen und Erzingen mussten noch ausgebaut werden. Elektrifiziert wurde der gesamte 18 Kilometer lange Abschnitt zwischen Schaffhausen und Erzingen. Dazu wurden etwa 900 Oberleitungsmasten aufgestellt und knapp 50 Kilometer Fahrdraht gespannt. Zusätzlich wurde im selben Zeitraum in Beringen ein zweiter Haltepunkt gebaut.

Die Kosten für das Gesamtprojekt, das auch die Aufhebung mehrerer Bahnübergänge umfasste, beliefen sich auf rund 140 Millionen Schweizer Franken. Der Doppelspur-Ausbau wurde von der Deutschen Bahn finanziert, während die Elektrifizierung der Strecke vom Kanton Schaffhausen und der Schweizerischen Eidgenossenschaft getragen wurde.<ref name="Publibeilage SN">„Nüchilcher Bahn- und Strassefäscht“: Publibeilage der Schaffhauser Nachrichten vom 2. Oktober 2013, abrufbar auf <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.klettgaumobil.ch (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/klettgaumobil.ch.</ref><ref>Jean-Claude Goldschmid: Abfahrt in die neue Klettgauer Bahn-Ära. Schaffhauser Nachrichten, 24. September 2013, abrufbar auf <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.klettgaumobil.ch (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref>

Im März 2016 haben sich das Land Baden-Württemberg, die Landkreise Waldshut und Lörrach, der Regionalverband Hochrhein-Bodensee, das Schweizer Bundesamt für Verkehr sowie die Kantone Basel-Stadt und Schaffhausen in einem gemeinsamen Memorandum of Understanding zur Finanzierung der Elektrifizierung der Strecke zwischen Basel und Erzingen verständigt. Diese wurde damals mit 160 Millionen Euro veranschlagt.<ref>Einigung bei Elektrifizierung der Hochrheinbahn im Südkurier vom 8. März 2016.</ref> Im September 2016 gab das baden-württembergische Verkehrsministerium eine EU-Förderung von fünf Millionen Euro für das Vorhaben bekannt.<ref name="stn-2016-10-01">EU fördert Ausbau der Hochrheinbahn. In: Stuttgarter Nachrichten. Band 72, Nr. 229, 1. Oktober 2016, S. 5.</ref>

Datei:20250514 194602Hochrheinbahn Vitibuck.jpg
Blick von der Lourdesgrotte am Vitibuck auf die Hochrheinbahn mit einer BR 218 im Mai 2025 zum Beginn der Elektrifizierungsarbeiten

Zukunft

Ausbau und Elektrifizierung

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Im September 2017 wurde eine Finanzierungsvereinbarung für die Entwurfs- und Genehmigungsplanung der Elektrifizierung abgeschlossen.<ref name="vm-2017-04-06">Elektrifizierung der Hochrheinbahn kommt einen weiteren Schritt voran. In: vm.baden-wuerttemberg.de. Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, 6. April 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 16. April 2017.</ref>

Im September 2019 wurde eine weitere Planungsvereinbarung vom Land Baden-Württemberg, den Landkreisen Waldshut und Lörrach sowie dem Kanton Basel-Stadt unterzeichnet. Darin sind neben der Elektrifizierung auch der Ausbau der Bahnhöfe für dichtere Takte sowie der Einbau von Weichen und Schienen vorgesehen.<ref name="wochenblatt-2019">Startschuss für Ausbau der Hochrheinbahn ist erfolgt im Singener Wochenblatt vom 30. September 2019.</ref><ref>Schluss mit Diesellokomotiven: Hochrheinbahn-Planungsauftrag erteilt in der Basellandschaftlichen Zeitung vom 30. September 2019.</ref> Das Vorhaben wird neben den deutschen, grenzüberschreitend von den Schweizer Projektpartnern unterstützt. Die Europäische Union unterstützt das Vorhaben mit EFRE-Mitteln in Höhe von fünf Millionen Euro.<ref name="vm-2017-09-06">Finanzierungsvereinbarung Hochrheinstrecke. Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, 6. September 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 6. September 2017.</ref>

Der Ausbau und die Elektrifizierung beinhalten im Wesentlichen:<ref>Willkommen auf der Hochrheinbahn. Abgerufen am 29. Januar 2023.</ref>

  • verbessertes Angebot durch verdichtete Zugfolge
  • Neubau einer Oberleitungsanlage über den gesamten rund 75 km langen Streckenabschnitt zwischen Basel Badischer Bahnhof und dem Bahnhof Erzingen (Baden)
  • Umbau von 17 bestehenden Stationen und Bau der drei neuen Haltepunkte Rheinfelden-Warmbach, Bad Säckingen-Wallbach und Waldshut-West
  • bauliche Anpassungen am Rappensteintunnel und im Aarbergtunnel<ref>Strecke 4000. In: Eisenbahn-Tunnel und deren Tunnelportale in Deutschland. Lothar Brill</ref>
  • Neubau der Bahnstromversorgung; dazu gehört der Bau eines dezentralen Umrichterwerks, das die Energie aus dem öffentlichen 50-Hz-Netz bezieht, in Tiengen
  • Ausbau der Haltepunkte Tiengen und Lauchringen zu Kreuzungsbahnhöfen
  • Änderungen des Gleisplans im Bahnhof Waldshut, die unter anderem eine direkte Fahrt von Basel Badischer Bahnhof nach Koblenz ermöglichen.

Die Planfeststellungsunterlagen für die Abschnitte auf deutschem Gebiet lagen dem Eisenbahn-Bundesamt ab dem 4. Dezember 2020 zur Genehmigung vor.<ref>Willkommen auf der Hochrheinbahn. Abgerufen am 29. Januar 2023.</ref> Für die Abschnitte auf Schweizer Gebiet hat das Bundeseisenbahnvermögen die Anträge auf Plangenehmigung am 13. Oktober 2022 beim Bundesamt für Verkehr in Bern eingereicht. Die Unterlagen umfassen die drei Abschnitte Basel Badischer Bahnhof – Staatsgrenze Schweiz/Deutschland, Waldshut – Koblenz und Waldshut – Grenzbahnhof Erzingen.<ref>Hochrheinbahn: Plangenehmigungsdossiers für Schweizer Abschnitte eingereicht. In: deutschebahn.com. 22. Oktober 2022, abgerufen am 26. Oktober 2022.</ref> Kritik kam von Anwohnern, die zunehmenden Güterverkehr und dadurch Lärmimmissionen befürchten.<ref>Der Fahrplan steht: Ab Dezember 2027 sollen nur noch Elektroloks auf der Hochrhein-Strecke fahren. In: Südkurier (online), 30. Dezember 2021.</ref> Im Dezember 2023 wurde der Finanzierungs- und Realisierungsvertrag für den Ausbau und die Elektrifizierung geschlossen.<ref>Ulrike Bebermeier: Hochrheinbahn: Projektpartner:innen unterzeichnen Realisierungs- und Finanzierungsvertrag. In: Deutsche Bahn. 18. Dezember 2023, abgerufen am 12. Januar 2024.</ref>

Im Dezember 2024 erließ das Eisenbahn-Bundesamt die Planfeststellungsbeschlüsse für die in Deutschland liegenden Planfeststellungsabschnitte 2 bis 4.<ref>Planfeststellungsbeschluss gemäß § 18 Abs. 1 AEG für das Vorhaben „PFA 2, Ausbau und Elektrifizierung der Hochrheinbahn Basel Bad Bf - Erzingen (Baden)“ in den Gemeinden Grenzach-Wyhlen, Rheinfelden, Schwörstadt im Landkreis Lörrach Bahn-km 273,240 bis 295,960 der Strecke 4000 Mannheim - Basel - Konstanz. Eisenbahn-Bundesamt, Karlsruhe 6. Dezember 2024 (bund.de [PDF; abgerufen am 5. Februar 2025]).</ref><ref>Planfeststellungsbeschluss gemäß § 18 Abs. 1 AEG für das Vorhaben „PFA 3, Ausbau und Elektrifizierung der Hochrheinbahn Basel Bad Bf - Erzingen (Baden)“ in Wehr (Baden), Bad Säckingen, Murg (Hochrhein), Laufenburg (Baden), Albbruck und Dogern im Landkreis Waldshut Bahn-km 295,960 bis 322,810 der Strecke 4000 Mannheim – Konstanz. Eisenbahn-Bundesamt, Karlsruhe 27. Dezember 2024 (bund.de [PDF; abgerufen am 5. Februar 2025]).</ref><ref>Planfeststellungsbeschluss gemäß § 18 Abs. 1 AEG für das Vorhaben „Ausbau und Elektrifizierung der Hochrheinbahn, Planfeststellungsabschnitt 4“ in der Stadt Waldshut-Tiengen sowie in den Gemeinden Lauchringen und Klettgau Bahn-km 322,810 bis 345,768 der Strecke 4000 Mannheim - Basel - Konstanz. Eisenbahn-Bundesamt, Karlsruhe 6. Dezember 2024 (bund.de [PDF; abgerufen am 5. Februar 2025]).</ref> Das Bundesamt für Verkehr erteilte die drei Plangenehmigungsverfügungen für die in der Schweiz liegenden Abschnitte 1.1 bis 1.3 bis zum 15. Januar 2025.<ref>Das Planrechtsverfahren. In: Die Hochrheinbahn. DB InfraGO, abgerufen am 9. Juli 2025.</ref>

Der Spatenstich wurde am 20. September 2025 begangen.<ref>Hochrheinbahn wird zur Baustelle - Sperrung ab 2026. In: Tagesschau. Norddeutscher Rundfunk, 20. September 2025, abgerufen am 20. September 2025.</ref> Ab April 2026[veraltet] Die Kategorie:Wikipedia:Veraltet nach April 2026 existiert noch nicht. Lege sie mit folgendem Text {{Zukunftskategorie|2026|4}} an. soll der Abschnitt zwischen Rheinfelden und Erzingen für die Bauarbeiten gesperrt werden. Die Wiedereröffnung ist im Abschnitt Waldshut–Erzingen für März 2027 Die Kategorie:Wikipedia:Veraltet nach März 2027 existiert noch nicht. Lege sie mit folgendem Text {{Zukunftskategorie|2027|3}} an. und im Abschnitt Rheinfelden–Waldshut für Juli 2027 Die Kategorie:Wikipedia:Veraltet nach Juli 2027 existiert noch nicht. Lege sie mit folgendem Text {{Zukunftskategorie|2027|7}} an. geplant. Nach Abnahmen, Mess- und Erkundungsfahrten soll der elektrische Betrieb im Dezember 2027 aufgenommen werden. Ab diesem Zeitpunkt sollen mehr Züge und mit neuem Rollmaterial verkehren.<ref>Weichen für Hochrheinbahn-Elektrifizierung gestellt: Bauarbeiten sollen im September 2025 beginnen. Deutsche Bahn, 22. Mai 2025, abgerufen am 24. Mai 2025.</ref>

Der Abschnitt zwischen Singen und Gottmadingen soll im Rahmen des Gäubahn-Ausbaus für 160 km/h ausgebaut werden. Im Frühjahr 2024 waren dazu Grundlagenermittlung und Vorplanung im Gang. Der Baubeginn ist in den 2030er-Jahren, die Inbetriebnahme in den 2040er-Jahren geplant.<ref>Von Böblingen bis zur Schweizer Grenze. In: gaeubahn.de. DB InfraGO, abgerufen am 5. Mai 2024.</ref>

Aktuelle und geplante Brückensanierungen

Ersetzung der Steinbrücke in Albbruck durch eine Stahlbetonbrücke.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />bauprojekte.deutschebahn.com (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. April 2023 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bauprojekte.deutschebahn.com</ref>

Die seit 1908 eingebaute zweite Eisenbahn-Stahlgitterbrücke über die Wutach in Oberlauchringen (die erste aus Schmiedeeisen erbaute Fachwerkbrücke bestand von 1862 bis 1908) wurde aufgrund von Materialermüdung nach über 100 Jahren 2024/25 durch eine neue einspurige Stahlbrücke, die auch die beidseitig parallel zur Wutach liegenden Fahrstraßen mit überspannt, ersetzt. Diese Maßnahme dient, wie auch der Brückenneubau in Albbruck, zur Streckensanierung und zur Aufrechterhaltung eines gesicherten Fahrbetriebs.

Fahrplankonzept

Im Dezember 2023 beschlossen die am Projekt beteiligten Partner ein neues Fahrplankonzept:<ref name="SER">Jiri Hönes: Ausbau und Elektrifizierung der Hochrheinbahn besiegelt. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 2/2024. Minirex, ISSN 1022-7113, S. 86–87.</ref> Ab Dezember 2027 verkehrt zweistündlich der Hochrhein-Bodensee-Express (HBE) als Regional-Express von Basel Badischer Bahnhof über Waldshut–Schaffhausen–Singen–Konstanz–St. Gallen nach Herisau. Die an- und durchgefahrenen Landkreise und Kantone, das Land Baden-Württemberg und die Eidgenossenschaft finanzieren den Betrieb. Betrieben wird der HBE von der SBB GmbH, die vierteilige Flirt 4 Evo einsetzt. Dieser ergänzt die heute stündlich fahrende RE-Linie Basel–Singen(–Radolfzell–Friedrichshafen). Die ganze Linie wird Die Kategorie Kategorie:Wikipedia:Veraltet nach Jahr 2027 existiert noch nicht. Lege sie mit folgendem Text {{Zukunftskategorie|2027}} an. ins Schweizerische Tarifsystem integriert, womit neben Streckenfahrkahrten nach Schweizer Tarif auch Halbtax- und Generalabonnement anerkannt werden.<ref name="SER" />

Die übrigen Verbindungen werden allein vom Bundesland Baden-Württemberg ausgeschrieben. Die bisherigen RE Basel Badischer Bahnhof–Singen–Friedrichshafen Stadt werden im Stundentakt verkehren und zukünftig in Radolfzell gebrochen. Nach der Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn ist die Durchbindung bis Ulm wieder vorgesehen. Mit der Elektrifizierung verkehrt die bisherige RB Basel Badischer Bahnhof–Lauchringen nur noch bis Waldshut als S7 der S-Bahn Basel. Der Abschnitt Waldshut–Lauchringen wird dann alternierend vom HBE und RE, sowie von der stündlichen RB37 der Wutachtalbahn, die dann wieder im Bahnhof Lauchringen halten können, bedient.<ref>Zwischenbilanz zum Zukunftsfahrplan - Zukunftsfahrplan. Abgerufen am 25. Januar 2026.</ref> Nach der Sanierung der Rheinbrücke wird die S7 von Waldshut nach Koblenz verlängert.<ref name="SER" />

Heutiger Betrieb

(Stand: Fahrplanjahr 2024)

Datei:Hochrheinbahn Linien.png
Nahverkehrslinien auf der Hochrheinbahn

Während bis in die 1990er-Jahre hinein Schnell- und Eilzugverbindungen von Basel und Freiburg im Breisgau bis nach Lindau und teilweise München bestanden, wird die Strecke heute von der Linie RE3 (bis Dezember 2024 IRE3) mit dem Laufweg Basel–Singen bedient. Jeder zweite Zug fährt darüber hinaus bis Friedrichshafen. Seit 1. Mai 2018 fahren sie mit Zügen der Baureihe 612, auch diesellokbespannte Doppelstockzüge kommen zum Einsatz.<ref>Maximilian Halter: Ein neuer Zug verkehrt künftig in der Region: Was sich auf der Strecke Ulm-Singen-Basel ändert. Südkurier, 29. April 2018.</ref>

Auf dem Abschnitt zwischen Basel und Waldshut, der vor allem von Pendler- und Zubringerverkehr in das industrielle Ballungszentrum Basel geprägt ist, fährt die Regionalbahnlinie RB30 im Stundentakt, wobei die meisten Züge weiter bis Lauchringen verkehren. Zur Hauptverkehrszeit wird zwischen Basel und Waldshut ein Halbstundentakt angeboten. Auf der Linie sind Dieseltriebwagen der Typen Alstom Coradia A TER und Bombardier Talent anzutreffen.

Die Züge auf der in Lauchringen abzweigenden, vor allem touristisch und im Schülerverkehr bedeutsamen, Wutachtalbahn werden ebenfalls auf die Hochrheinbahn bis Waldshut durchgebunden. Dabei durchfahren sie den Bahnhof Lauchringen ohne Halt, da hier nur an Gleis 1 ein Bahnsteig besteht.

Der Abschnitt von Lauchringen bis Erzingen ist am schwächsten ausgelastet, hier verkehrt ausschließlich der RE3. Lediglich eine Regionalbahn fährt wochentags einmal täglich über Lauchringen hinaus bis Erzingen. Der hier liegende Haltepunkt Grießen (Baden) wird nur durch diese Regionalbahn und zwei morgendliche RE-Züge im Schülerverkehr bedient.

Der im Kanton Schaffhausen gelegene Streckenteil führt verkehrlich ein gewisses Eigenleben, um die innerkantonalen Bedürfnisse abzudecken. Zwischen Erzingen und Schaffhausen bzw. Schaffhausen und Singen fahren zusätzlich zum RE3 zwei Linien der S-Bahn Schaffhausen, welche vom Betreiber bis 2023 lediglich als „S“ (ohne Liniennummer) bezeichnet wurden. Zum Fahrplanwechsel 2023/2024 wurden auch für alle S-Bahn-Linien im Kanton Schaffhausen Liniennummern eingeführt. Die Linienbezeichnungen lauten seither S64 (Erzingen–Schaffhausen) und S62 (Schaffhausen–Singen). Die bisher dazu parallel geführten Bezeichnungen vom Land Baden-Württemberg RB34 und RB33 entfallen seitdem ebenfalls. Zum Einsatz kommen elektrische Gelenktriebwagen Stadler GTW 2/6 und GTW 2/8<ref>SBB-Deutschland Datenblatt GSW PDF</ref> aus dem Fuhrpark von Thurbo, Betreiber ist jedoch die SBB GmbH, ein Tochterunternehmen der Schweizerischen Bundesbahnen.

Innerhalb der Schweiz wird das Angebot zudem durch die stündliche Linie S24 der S-Bahn Zürich ergänzt, die in Zug beginnt und über Zürich und Winterthur nach Schaffhausen und von dort über die Hochrheinbahn bis Thayngen fährt.

Der Abschnitt zwischen Schaffhausen und Singen, der 1989 elektrifiziert wurde, weist als Bindeglied zwischen der Schwarzwaldbahn und dem Schweizer Streckennetz hochwertigen Fern- und Güterzugverkehr auf. Er kann sowohl von deutschen als auch von schweizerischen Triebfahrzeugen befahren werden. Der Lokomotivwechsel der von der Schweiz nach Stuttgart verkehrenden Schnell- und Güterzüge erfolgt nicht im Grenzbahnhof Schaffhausen, sondern wegen des Fahrtrichtungswechsels in Singen (Hohentwiel). Im Nahverkehr kommen in Singen die Linien von der Schwarzwaldbahn hinzu und fahren auf der Hochrheinbahn bis Konstanz. Stündlich verkehrt der RE2, der in Karlsruhe beginnt und von DB Regio mit Doppelstockwagen betrieben wird. Von Engen kommt zusätzlich der von der SBB GmbH im Halbstundentakt betriebene seehas hinzu. Seit Dezember 2022 wird diese Linie neu als S6 bezeichnet und ist somit die erste deutsche S-Bahn-Linie der S-Bahn Bodensee.

Der RE3 zweigt in Radolfzell von der Hochrheinbahn auf die Strecke nach Friedrichshafen ab.

Der Bahnhof Konstanz ist ebenfalls Grenzbahnhof mit der Schweiz, allerdings ohne durchgehende Verbindungen. Es besteht Anschluss an den IR75 nach Zürich HB sowie an mehrere Nahverkehrslinien der S-Bahn St. Gallen. Die S14 fährt über Kreuzlingen nach Weinfelden, der RE1 fährt über Romanshorn und St. Gallen nach Herisau. Betreiber beider Linien ist Thurbo.

Die Freifahrt für Schwerbehinderte gilt auch auf den Schweizer Streckenabschnitten im Raum Basel und Schaffhausen,<ref>oepnv-info.de</ref><ref>oepnv-info.de</ref> aber nicht auf der Rheinquerung Waldshut–Koblenz.<ref>oepnv-info.de</ref>

Kritik und Betreiberwechsel

Die ab 2018 auf der Linie IRE3 eingesetzten Fahrzeuge der Baureihe 612 ernteten von Fahrgästen und in der Lokalpolitik Kritik. Die rund 20 Jahre alten Fahrzeuge waren zwar modernisiert worden, die erste Klasse wurde jedoch als zu klein empfunden, und auch die nicht-barrierefreie Bauweise der Fahrzeuge wurde kritisiert.<ref>Rolf Reißmann: Hochrhein: Fahrgäste kritisieren die neu eingesetzten Züge auf der Hochrheinbahn-Strecke. 22. Mai 2018, abgerufen am 5. Dezember 2023.</ref> Als Reaktion auf diese Kritik fahren seit Fahrplanwechsel 2021/2022 einige Umläufe mit diesellokbespannten Doppelstockwagen.<ref>Dietmund Schwarz: Lauchringen: Doppelstockzüge sind im Zweistundentakt auf der Hochrheinstrecke unterwegs. 17. Dezember 2021, abgerufen am 5. Dezember 2023.</ref> Weiter wird auf die geplante Elektrifizierung verwiesen, mit der eine Verbesserung von Fahrplanangebot und Fahrzeugeinsatz einhergehen soll.<ref>Verlagshaus Jaumann Germany: Grenzach-Wyhlen: Zuverlässigkeit der Bahn soll steigen - Verlagshaus Jaumann. Abgerufen am 5. Dezember 2023.</ref>

Das schweizerische Bundesamt für Verkehr untersucht jedes Jahr anhand von Messungen durch Testkunden und durch Daten die Qualität im Regionalverkehr. Die von der DB Regio AG mit Elektrotriebwagen der Baureihe 426 betriebene Linie RB33 von Schaffhausen nach Singen schnitt im Jahr 2020 schweizweit am schlechtesten ab. Erhoben wurden unter anderem Pünktlichkeit, Sauberkeit, Zustand der Haltestellen und Kundeninformation, wobei die Pünktlichkeit die Hälfte der Benotung ausmachte. Sollte keine Verbesserung eintreten, kann der Kanton Schaffhausen als Besteller der Verkehrsleistungen mittels Vereinbarung eine Qualitätsverbesserung einfordern.<ref>Stefan Ehrbar: Bund lobt und kritisiert ÖV-Betreiber. St. Galler Tagblatt vom 5. Juni 2020, S. 3</ref> Als Hauptgrund für die schlechte Pünktlichkeit im Regionalverkehr wurde der häufig verspätete IRE3 genannt. Nachdem sich die Situation nicht verbesserte, kündigte das Land Baden-Württemberg den Verkehrsvertrag mit dem bisherigen Betreiber DB Regio einvernehmlich vorzeitig zum Dezember 2022.<ref>Eine Entscheidung soll bis 30. Juni vom Land gefällt werden: Wer betreibt in Zukunft den Bahnverkehr Singen-Schaffhausen? 10. Februar 2022, abgerufen am 3. November 2022.</ref> Als einziger Bewerber gewann die Neuausschreibung die SBB GmbH, die auch schon die anderen Linien der S-Bahn Schaffhausen betreibt. Dabei erhielt die Linie nach einem öffentlichen Namenswettbewerb, in Anlehnung an die Liniennamen seehas und seehäsle, den Marketingnamen rhyhas. Zum Fahrplanwechsel 2023/2024 hat die Linie zudem die Liniennummer S62 bekommen.<ref>Neuer Name für das Zugnetz 19 bekannt: Ein "rhyhas" zwischen Singen und Schaffhausen. 21. Oktober 2022, abgerufen am 3. November 2022.</ref>

Bilder

Siehe auch

Literatur

  • Rainer Gerber: 125 Jahre Basel–Waldshut: Jubiläum der Eisenbahn am Hochrhein. Eisenbahn-Kurier Verlag, Freiburg 1981, ISBN 3-88255-789-3.
  • Hans Wolfgang Scharf: Von Basel zum Bodensee 1840–1939. In: Die Eisenbahn am Hochrhein. Band 1. Eisenbahn-Kurier Verlag, Freiburg 1993, ISBN 3-88255-755-9 (Südwestdeutsche Eisenbahngeschichte, Band 4).
  • Hans Wolfgang Scharf: Von Basel zum Bodensee 1939–1992. In: Die Eisenbahn am Hochrhein. Band 2. Eisenbahn-Kurier Verlag, Freiburg 1993, ISBN 3-88255-756-7 (Südwestdeutsche Eisenbahngeschichte, Band 5).
  • Dietmund Schwarz: Eine Dorfgemeinde und ihre Bahngeschichte. 150 Jahre Eisenbahn in Lauchringen und am Hochrhein von Waldshut nach Konstanz 1863–2013. 3. erweiterte Auflage. Lauchringen 2014, ISBN 978-3-00-040605-8.
  • Rudolf Schulter: Die badische Hochrheinstrecke – Von Basel zum Bodensee. Sutton Verlag, 2019, ISBN 978-3-96303-024-6.

Weblinks

Commons: Hochrheinbahn – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

<references />