Böhringen (Radolfzell)
Böhringen Stadt Radolfzell am Bodensee
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(4300)&title=B%C3%B6hringen 47° 45′ N, 8° 56′ O
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dim=10000 | globe= | name=Böhringen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 400 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 4300 (2025)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |||||
| Postleitzahl: | 78315 | |||||
| Vorwahl: | 07732 | |||||
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Das Dorf Böhringen liegt nordwestlich des Untersees, einem Teil des Bodensees, unweit der Mündung der Radolfzeller Aach. Es ist der mit Abstand größte Stadtteil der baden-württembergischen Stadt Radolfzell am Bodensee im Landkreis Konstanz in Deutschland. Mit etwa 4300 Einwohnern entspricht die Einwohnerzahl Böhringens mehr als einem Fünftel der Einwohnerzahl der Kernstadt.
Geographie
Nördlich von Böhringen befindet sich der Böhringer See.
Zur Ortschaft Böhringen gehören das Dorf Böhringen, Schloss und Gehöft Rickelshausen, die Höfe Am Kreuzbühl (Rettighof), Haldenstetten, Pachthof (Polenhof), Reutehöfe und Weiherhof und die Wohnplätze Bei der Sandgrube (Kiesgrube) und Ziegelfabrik.<ref name="Amtliche Beschreibung">Vgl. Radolfzell am Bodensee. In: Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden.</ref>
Geschichte
Archäologische Funde aus der Bronzezeit, der Hallstattzeit sowie Reihengräber aus der alemannischen Zeit belegen eine frühe Besiedlung des heutigen Ortsgebiets.
Das im Jahr 1243 erstmals urkundlich erwähnte Dorf Böhringen – Beringen, Wohnsitz der Angehörigen des Sippen- oder Ortsoberhauptes Bero – war bereits seit dem 8. Jahrhundert im Besitz des Klosters Reichenau.
Seit dem 13. Jahrhundert gehörte das Gebiet zur Landgrafschaft Nellenburg und stand damit unter habsburgischer Oberhoheit, während die Grundherrschaft weiterhin beim Kloster Reichenau lag. 1421 ging der Grundbesitz zunächst pfandweise, 1538 endgültig in den Besitz der Stadt Radolfzell über.<ref name=":0">Böhringen | Stadt Radolfzell. Stadt Radolfzell, abgerufen am 21. April 2026.</ref>
1462 überließ Sigismund von Österreich der Stadt Radolfzell zudem die Vogteirechte über mehrere umliegende Dörfer, darunter Böhringen. Damit erhielt die Stadt unter anderem die niedere Gerichtsbarkeit, Polizeihoheit und das Besteuerungsrecht. Die hohe Gerichtsbarkeit sowie Forst- und Jagdrechte verblieben bei der habsburgischen Landgrafschaft Nellenburg und wurden durch das Landgericht in Stockach ausgeübt.<ref name=":0" />
Im Zuge der napoleonischen Neuordnung kam Böhringen 1806 zunächst an das Königreich Württemberg und 1810 an das Großherzogtum Baden. Von 1810 bis 1872 gehörte der Ort zum Bezirksamt Radolfzell, seither zum Bezirksamt bzw. Landkreis Konstanz.<ref name=":0" />
Der Ort Rickelshausen wurde 1892 eingemeindet.<ref>Böhringen im Historischen Ortslexikon bei www.leo-bw.de; abgerufen am 1. Dezember 2018.</ref>
Nach dem Ersten Weltkrieg litt auch die Böhringer Bevölkerung unter der Inflation, die in der Hyperinflation des Jahres 1923 ihren Höhepunkt erreichte.
Bis zum Ende seiner Selbständigkeit hatte sich Böhringen zu einer Wohngemeinde mit knapp 3.000 Einwohner entwickelt. Am 1. Januar 1975 wurde Böhringen in die Stadt Radolfzell eingegliedert.<ref></ref>
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahl Böhringens entwickelte bis zum 1. Januar 1975 wie folgt:
| Jahr | 1852 | 1871 | 1880 | 1890 | 1900 | 1910 | 1925 | 1933 | 1939 | 1950 | 1956 | 1961 | 1970 | Ref. |
| Einwohner | 516 | 585 | 620 | 624 | 727 | 1021 | 1107 | 1182 | 1217 | 1508 | 1769 | 2144 | 2601 | <ref>Bevölkerungsentwicklung bei www.leograph-bw.de; abgerufen am 1. Dezember 2018.</ref> |
| weiblich Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg | 255 | 298 | 312 | 322 | 350 | 490 | 557 | 587 | 605 | 783 | 908 | 1046 | 1287 | <ref>Geschlechterverteilung bei www.leograph-bw.de; abgerufen am 1. Dezember 2018.</ref> |
| männlich Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg | 261 | 287 | 308 | 302 | 377 | 531 | 550 | 595 | 612 | 725 | 861 | 1098 | 1314 | |
| evangelisch | 109 | 270 | 478 | 562 | <ref>Religionszugehörigkeit bei leograph-bw.de; abgerufen am 1. Dezember 2018.</ref><ref>Religionszugehörigkeit 1858 und 1925 bei leograph-bw.de; abgerufen am 1. Dezember 2018.</ref> | |||||||||
| römisch-katholisch | 997 | 1215 | 1621 | 1909 | ||||||||||
| sonstige Religionen | 1 | 23 | 45 | 130 |
Nach der Eingemeindung 1975 nach Radolfzell werden keine eigenständigen amtlichen Einwohnerzahlen mehr öffentlich geführt.
Politik
Böhringen verfügt als Ortsteil über einen Ortschaftsrat und eine Ortsvorsteler.
Ortsvorsteher
Von 2. Dezember 1999 bis 24. September 2024 war Bernhard Diehl (CDU) Ortsvorsteher Böhringens.<ref>Bernhard Diel auf www.radolfzell.de; abgerufen am 1. Dezember 2018.</ref>
Seit dem 24. September 2024 ist Jürgen Keck (ehem. FDP), der von 2016 bis 2021 Mitglied des Landtags von Baden-Württembergs war, Ortsvorsteher von Böhringen.<ref>Jürgen Keck wird neuer Ortsvorsteher in Böhringen: Abschied mit vielen Geschenken und stehenden Ovationen. 29. Juli 2024, abgerufen am 21. April 2026.</ref>
Wappen
Blasonierung: In gespaltenem Schild vorne in Silber ein rotes Kreuz, hinten in Blau über silbernem Schrägbalken ein nach oben schreitender, rot bezungter goldener Löwe.
Erklärung: Das rote Kreuz steht für die Abtei Reichenau, der goldene Löwe über dem silbernen Schrägbalken steht für die Herren von Friedingen. Das Kreuz ist auch Teil des Wappens der Stadt Radolfzell, zu der das Dorf historisch bis 1810 und wieder ab 1975 gehörte. Die Herren von Friedingen hatten ihr Gut im Dorf und spielten somit eine wichtige Rolle in der Ortsgeschichte.<ref>Das Böhringer Wappen bei Heraldy of the world; abgerufen am 1. Dezember 2018.</ref>
Tierwelt
In Böhringen findet sich seit 1983 eine der größten Storchenkolonien Süddeutschlands.<ref>Diana Specht: Böhringen. Abgerufen am 13. Februar 2017.</ref> 2017 zählte man 37 Brutpaare.<ref>Es wird eng im Storchendorf: Böhringen hat jetzt 37 statt bisher 30 Brutpaare. SÜDKURIER GmbH Medienhaus, 18. Mai 2017, abgerufen am 21. April 2026.</ref> Im Jahr 2023 wurden 52 belegte Storchenhorste gezählt. Da im Herbst nicht mehr alle Störche in den Süden ziehen, kann man auch im Winter manchmal sogenannte „Winterstörche“ sehen.
Weblinks
- Böhringen bei www.radolfzell.de
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Stadtteile von Radolfzell am Bodensee
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Ort im Landkreis Konstanz
- Ortschaft von Radolfzell am Bodensee
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Konstanz)
- Gemeindeauflösung 1975