IndyCar Series 2012
Vorlage:Infobox Indy-Car-Saison Die IndyCar Series 2012 war die 17. Saison der amerikanischen IndyCar Series und die 91. Meisterschaftssaison im US-amerikanischen Monoposto-Sport. Sie begann am 25. März in St. Petersburg und endete am 15. September in Fontana. Ryan Hunter-Reay sicherte sich den Titel. Mit drei Punkten Rückstand beendete Will Power die Saison zum dritten Mal in Folge auf Platz zwei.
Regeländerungen
Technische Änderungen
Im Rahmen des ICONIC-Projektes kam es 2012 zu einigen Veränderungen in der IndyCar Series.<ref name="Honda/Chevrolet"/> ICONIC ist ein Akronym und steht für “Innovative, Competitive, Open-Wheel, New, Industry-Relevant, Cost-Effective”, was übersetzt so viel wie „Innovativ, Konkurrenzfähig, Monoposto, Neu, Branchenspezifisch, Kosteneffizient“ bedeutet.
- Chassis
Zur Saison 2012 wurde ein neues Chassis eingeführt, das das bisherige Chassis, das 2003 unter dem Namen „IR-03“ eingeführt wurde und seit einem Aerodynamik-Update 2005 die Bezeichnung „IR-05“ trug, ersetzte. Es gab zwei verschiedene Aerodynamik-Kits für die Straßen- und Ovalkurse. Die Chassis wurden weiterhin vom italienischen Hersteller Dallara produziert<ref>„IndyCar - Erster IndyCar-Prototyp vorgestellt“ (Motorsport-Magazin.com am 12. Mai 2011)</ref> und kosteten 385.800 US-Dollar.<ref>IndyCar: Dallara Working To Fill Dozens Of DW12 Orders. auto-racing.speedtv.com, 13. Dezember 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Februar 2012; abgerufen am 28. März 2012.</ref> Das neue Chassis ist leichter als das vorherige Modell, das eigentlich nur für Ovalkurse konstruiert war.<ref name="Neue Ära">„IndyCar - Neues Indycar erstmals getestet“ (Motorsport-Magazin.com am 9. August 2011)</ref> Ursprünglich war geplant, dass neben den Aero-Kits von Dallara auch welche von anderen Herstellern zugelassen werden sollten. Die Einführung wurde allerdings im August 2011 auf die Saison 2013 verschoben.<ref>„IndyCar - Aero-Kits erst ab übernächster Saison“ (Motorsport-Magazin.com am 15. August 2011)</ref>
Das neue Chassis wurde auf einem Straßenkurs Anfang August 2011 in Lexington und auf einem Ovalkurs in Newton Ende September 2011 erstmals von Dan Wheldon getestet.<ref name="Neue Ära"/><ref>„Next-Generation IndyCar erstmals im Oval“ (Motorsport-Total.com am 23. September 2011)</ref> Nach dem tödlichen Unfall von Wheldon beim letzten Saisonrennen 2011 entschied sich Dallara, das Chassis ihm zu widmen und Dallara DW12 zu nennen.<ref>„Wheldon-Ehrung: Neues IndyCar heißt DW12“ (Motorsport-Total.com am 26. Oktober 2011)</ref>
- Motor
Auf Motorenseite kam es ebenfalls zu Veränderungen. Der bisherige 3,5-l-V8-Saugmotor wurde durch einen 2,2-l-V6-Turbomotor ersetzt.<ref name="Neue Ära"/> Neben dem bisherigen Alleinausrüster Honda stiegen Chevrolet<ref>„IndyCar - Chevrolet bestätigt Einstieg für 2012“ (Motorsport-Magazin.com am 12. November 2010)</ref> und Lotus<ref>„IndyCar - Auch Lotus steigt ein“ (Motorsport-Magazin.com am 19. November 2011)</ref> als Motorenhersteller in die IndyCar Series ein.
Die neuen Honda-Motoren entstanden nicht mehr in Kooperation mit Ilmor, sondern wurden von Honda Performance Development in Kalifornien konstruiert.<ref name="Honda/Chevrolet"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />“Chevrolet revs up new engine for 2012 car” ( vom 17. März 2011 im Internet Archive) (indycar.com am 12. November 2010)</ref> Für die Entwicklung der Chevrolet-Motoren waren General Motors und Ilmor Engineering verantwortlich. Die Motoren wurden in Michigan gebaut.<ref name="Honda/Chevrolet"/> Die Lotus-Motoren wurden vom britischen Hersteller Engine Developments, besser unter dem Namen Judd bekannt, produziert.<ref>„Lotus-Motor kommt von Judd“ (Motorsport-Total.com am 12. Mai 2011)</ref>
Die Hersteller Chevrolet und Lotus setzten auf einen Twin-Turbo, während Honda einen anderen Weg mit einem einfachen Turbo beschritt. Alle Turbos wurden vom Zulieferer Borg-Warner gefertigt.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"IndyCar: BorgWarner to supply turbochargers starting in 2012" ( vom 26. Januar 2012 im Internet Archive) (autoweek.com am 27. März 2012)</ref>
- Reifen
Die Reifen werden weiterhin und bis 2013 von Bridgestone unter der Marke Firestone geliefert.<ref>„IndyCar - Firestone bleibt doch bis 2013“ (Motorsport-Magazin.com am 12. März 2011)</ref>
Sportliche Änderungen
Der ehemalige Rennfahrer Beaux Barfield übernahm die Rennleitung der IndyCar von Brian Barnhart. Barfield war zuvor von 2008 bis 2011 Renndirektor der American Le Mans Series. Von 2003 bis 2007 war er für die Rennabwicklung der Champ-Car-Serie verantwortlich.<ref>„IndyCars haben neuen Rennleiter“ (Motorsport-Total.com am 4. Januar 2012)</ref> Als Rennstewarts für die Saison 2012 wurden die ehemaligen Rennfahrer Arie Luyendyk und Johnny Unser sowie Gary Barnard, ein ehemaliger Rennstewart der Champ-Car-Serie, bekannt gegeben.<ref>„14. Februar 2012“ (Motorsport-Total.com am 14. Februar 2012)</ref>
Für das Rennen auf dem Iowa Speedway wurde die Startaufstellung nicht durch ein klassisches Qualifying, sondern durch drei Rennen über je 30 Runden ermittelt. Nach dem Training ermittelten die schnellsten zehn Piloten die ersten zehn Startpositionen in einem Rennen. Die anderen Fahrer wurden nach ungeraden und geraden Positionen unterteilt und ermittelten in einem Rennen die Startpositionen 11-13-15-... sowie 12-14-16-...<ref>„Iowa: Neues Qualifying-Format“ (Motorsport-Total.com am 15. Februar 2012)</ref>
Die eine Saison zuvor eingeführten Double-File-Restarts, bei denen die Fahrer bei einem Restart in Zweierreihen nebeneinanderher fahren, wurden größtenteils beibehalten. Ausnahmen bildeten die Rennen auf den Superspeedways in Indianapolis und Fontana sowie das Rennen auf dem Speedway in Fort Worth,<ref>“Heat races to determine grid in Iowa's IndyCar race in 2012” (autosport.com am 14. Februar 2012)</ref> wo aus Sicherheitsgründen Single-File-Restarts durchgeführt wurden.<ref>„Rückkehr zu den Single-File-Restarts“ (Motorsport-Total.com am 15. Februar 2012)</ref>
Teams und Fahrer
Alle Teams benutzten das Chassis DW12 sowie Aero-Kits von Dallara und Reifen von Firestone.
- Anmerkungen
- Der beim letzten Saisonrennen 2011 verstorbene Dan Wheldon besaß einen Vertrag bei Andretti Autosport.<ref>„Unfassbar: Wheldon hatte Andretti-Vertrag unterschrieben!“ (Motorsport-Total.com am 17. Oktober 2011)</ref>
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Änderungen bei den Fahrern
Die folgende Auflistung enthält alle Fahrer, die an der IndyCar-Series-Saison 2011 teilgenommen haben und in der Saison 2012 nicht für dasselbe Team wie 2011 starteten.
Fahrer, die ihr Team gewechselt haben:
- Ana Beatriz: Dreyer & Reinbold Racing → Andretti Autosport
- Townsend Bell: Dreyer & Reinbold Racing → Sam Schmidt Motorsports
- Sébastien Bourdais: Dale Coyne Racing → Lotus-Dragon Racing
- Ed Carpenter: Sarah Fisher Racing → Ed Carpenter Racing
- Mike Conway: Andretti Autosport → A. J. Foyt Enterprises
- Wade Cunningham: Sam Schmidt Motorsports → A. J. Foyt Enterprises
- James Hinchcliffe: Newman/Haas Racing → Andretti Autosport
- Bruno Junqueira: A. J. Foyt Enterprises → Sarah Fisher Hartman Racing
- Simon Pagenaud: HVM Racing → Schmidt Hamilton Motorsport
- Giorgio Pantano: Dreyer & Reinbold Racing → Novo Nordisk Chip Ganassi Racing
- Takuma Satō: KV Racing Technology – Lotus → Rahal Letterman Lanigan Racing
- Sebastián Saavedra: Conquest Racing → Andretti Autosport
- Oriol Servià: Newman/Haas Racing → Dreyer & Reinbold Racing
- Justin Wilson: Dreyer & Reinbold Racing → Dale Coyne Racing
Fahrer, die in die IndyCar Series einsteigen bzw. zurückkehren:
- Jean Alesi: Auszeit → Lotus – FP Journe – Fan Force United
- Rubens Barrichello: Formel 1 (AT&T Williams) → KV Racing Technology
- Bryan Clauson: Indy Lights (Sam Schmidt Motorsports) → Sarah Fisher Hartman Racing
- Michel Jourdain jr.: Auszeit → Rahal Letterman Lanigan
- Katherine Legge: Auszeit → Lotus-Dragon Racing
- Josef Newgarden: Indy Lights (Sam Schmidt Motorsports) → Sarah Fisher Hartman Racing
Fahrer, die die IndyCar Series verlassen haben:
- Bertrand Baguette: Rahal Letterman Lanigan Racing → WEC (OAK Racing)
- Patrick Carpentier → Karriereende
- Raphael Matos: AFS Racing → American Le Mans Series (Performance Tech Motorsports)
- Vítor Meira: A. J. Foyt Enterprises → Stock Car Brasil (Officer ProGP)
- João Paulo de Oliveira: Conquest Racing → Formel Nippon (Team Impul)
- Danica Patrick: Andretti Autosport → NASCAR Nationwide Series (JR Motorsports)
- Martin Plowman: Sam Schmidt Motorsports → American Le Mans Series (Conquest Endurance)
- Scott Speed: Dragon Racing → NASCAR Sprint Cup (Hamilton Means Racing)
- Dan Wheldon verstarb während der Saison 2011
Fahrer, die noch keinen Vertrag für ein Renncockpit 2012 besitzen:
* 2011 nur einzelne Rennen absolviert.
Änderungen bei den Teams
- Sarah Fisher Racing tritt ab dieser Saison als Sarah Fisher Hartman Racing an. Das Team reagierte damit darauf, dass der Geschäftsmann Willis Hartman als Anteilseigner des Teams eingestiegen ist.<ref>„Sarah Fisher hat neuen Partner“ (Motorsport-Total.com am 8. Dezember 2011)</ref>
- Davey Hamilton übernahm Anteile an Sam Schmidt Motorsports, dem Rennstall von Sam Schmidt. Das Team trat 2012 als Schmidt-Hamilton Motorsports an.<ref>“Davey Hamilton becomes co-owner in Sam Schmidt's IndyCar team” (autosport.com am 5. März 2012)</ref>
- Anfang Dezember 2011 gab Newman/Haas Racing bekannt, ab der Saison 2012 nicht mehr in der IndyCar Series anzutreten. „Das ökonomische Klima ermöglicht es Newman/Haas Racing derzeit nicht mehr länger im Formelsport teilzunehmen“ erläuterte Eigentümer Carl Haas den Schritt.<ref>„IndyCar-Schock: Newman/Haas hört auf!“ (Motorsport-Total.com am 2. Dezember 2011)</ref> Newman/Haas wurde 1983 von Carl Haas und dem Schauspieler Paul Newman gegründet und trat seitdem auf der höchsten Ebene des US-Monoposto-Sports an: Bis 2007 in der Champ-Car-Serie, seit 2008 in der IndyCar Series. Newman/Haas Racing gewann acht Meisterschaften: 1984 mit Mario Andretti, 1991 mit Michael Andretti, 1993 mit Nigel Mansell, 2002 mit Cristiano da Matta und von 2004 bis 2007 viermal in Folge mit Sébastien Bourdais. Newman/Haas Racing entschied 107 Rennen für sich. Seit dem Tod Newmans im Jahr 2008 hatte das Team mit Budget-Problemen zu kämpfen. Nach Medienberichten wurde die Saison 2011 von der Haas-Familie finanziert, die mit guten Leistungen auf einen finanzstarken Sponsor hoffte. Obwohl das Team 2011 mit Oriol Servià den vierten Platz in der Fahrerwertung erreichte und James Hinchcliffe Rookie of the year wurde, gelang es dem Rennstall nicht, einen Sponsor zu finden.<ref>„Goodbye Newman/Haas!“ (Motorsport-Total.com am 3. Dezember 2011)</ref> Anfang April gab das Team seine einmalige Rückkehr zum Indianapolis 500 bekannt.<ref name="N/H-Alesi">“Jean Alesi to contest Indianapolis 500 race with Newman/Haas” (autosport.com am 5. April 2012)</ref> Allerdings kam es nicht zu diesem Engagement, da das Team Ende April seine Meldung zum Rennen zurückzog. Laut Angaben des Teams war die Vorbereitungszeit zu kurz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />“Newman/Haas WDs from Indy 500 citing struggles” ( vom 1. Mai 2012 im Internet Archive) (sportsillustrated.cnn.com am 27. April 2012)</ref>
- Der langjährige IndyCar-Pilot Ed Carpenter steigt mit seinem eigenen Rennstall, Ed Carpenter Racing, in die IndyCar Series ein. Das Team gehört Carpenter und seinem Stiefvater Tony George, dem ehemaligen Chef der IndyCar Series. George trat bereits zwischen 2005 und 2009 mit dem Team Vision Racing in der Rennserie an. Das Team erhält finanzielle Unterstützung durch den US-amerikanischen Profigolfer Fuzzy Zoeller, der mit seiner Wodka-Marke Fuzzy’s Ultra Premium Vodka als Sponsor auftritt.<ref name="Carpenter"/> Das Team kooperiert mit Walker Racing und dessen Teamchef Derrick Walker. Das Team wird am Sitz von Walker Racing angesiedelt und von Walker Racing betrieben.<ref>„Carpenter engagiert Walker“ (Motorsport-Total.com am 6. November 2011)</ref>
- MSR Indy plante 2012 im Monoposto-Sport zu debütieren. Als Michael Shank Racing trat das Team in der Grand-Am-Serie an und hat dort Erfolge vorzuweisen.<ref name="MSR">„Neues IndyCar-Team in den Startlöchern“ (Motorsport-Total.com am 17. September 2011)</ref> Neben Michael Shank sind der Rennfahrer A. J. Allmendinger und der Geschäftsmann Brian Bailey in das Projekt involviert.<ref name="MSR Indy"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />“Early entrant for 2012” ( vom 15. Oktober 2011 im Internet Archive) (indycar.com am 13. Oktober 2011)</ref> Das Team trat schließlich aber nicht an.
- Fan Force United trat beim Indianapolis 500 erstmals in der IndyCar Series an. Der Rennstall war zur Saison 2012 in die Indy Lights eingestiegen. Das Engagement wurde relativ kurzfristig vor dem Indianapolis 500 bekannt gegeben, da Lotus ein Einsatzteam für Jean Alesi benötigte und Newman/Haas Racing Ende April seine Meldung zurückgezogen hatte.<ref name="FFU"/> Ein Mitbesitzer von Fan Force United ist der ehemalige IRL-Pilot Tyce Carlson.<ref>„IndyCar - Alesi startet doch bei den Indy 500“ (Motorsport-Magazin.com am 7. Mai 2012)</ref>
Änderungen während der Saison
Vor dem Indianapolis 500, dem fünften Saisonrennen, trennten sich Dragon Racing, Dreyer & Reinbold Racing sowie Bryan Herta Autosport von ihrem Motorenlieferanten Lotus.<ref>„Offiziell: Lotus trennt sich von zwei Teams“ (Motorsport-Total.com am 24. April 2012)</ref> Dreyer & Reinbold Racing schloss schließlich Anfang Mai eine strategische Partnerschaft mit Panther Racing und übernahm deren zweiten Leasingvertrag für einen Chevrolet.<ref name="Panther/DRR"/> Bryan Herta Autosport wechselte zu Honda.<ref>“Bryan Herta Autosport confirms Honda switch for Indianapolis 500” (autosport.com am 10. Mai 2012)</ref> Dragon Racing schloss während der Trainingswoche zum Indianapolis 500 einen Vertrag mit Chevrolet ab.<ref name="DragonP6">Pete Fink, Mario Fritzsche: „Endlich: Bourdais und Legge dürfen fahren!“ Motorsport-Total.com, 17. Mai 2012, abgerufen am 18. Mai 2012.</ref> IndyCar reagierte auf diese Wechsel und führte eine neue Regelung ein, wonach ein Team während der Saison den Motorenhersteller nur noch mit einer Sondergenehmigung wechseln darf.<ref>Pete Fink: „Regeländerung: Nur ein Hersteller pro Saison“. Motorsport-Total.com, 3. Mai 2012, abgerufen am 22. Mai 2012.</ref>
Rennkalender
Der Rennkalender 2012 sollte ursprünglich zum Saisonfinale 2011 veröffentlicht werden und nach Aussagen von Serienchef Randy Bernard ursprünglich 17 oder 18 Veranstaltungen umfassen.<ref name="Race Control"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />“Notes: Go behind the scenes of Race Control” ( vom 16. September 2011 im Internet Archive) (indycar.com am 27. August 2011)</ref> Jedoch wurde vor der Veranstaltung eine spätere Bekanntgabe angekündigt.<ref>„Noch zwei Wochen warten: Kein IndyCar-Kalender in Vegas“ (Motorsport-Total.com am 15. Oktober 2011)</ref> Nach dem tödlichen Unfall von Dan Wheldon beim Saisonfinale auf dem Las Vegas Motor Speedway wurde die offizielle Bekanntgabe weiter nach hinten verlegt, da Untersuchungen zum Unfall stattfanden. Anfang Dezember 2011 gab die IndyCar Series schließlich bekannt, das Rennen auf dem schnellen Oval in Las Vegas 2012 abzusagen.<ref>„Nach Wheldon-Tragödie: Kein Las-Vegas-Rennen“ (Motorsport-Total.com am 9. Dezember 2011)</ref>
Dem Titelsponsor Izod wurden mindestens 16 Veranstaltungen garantiert.<ref>„Viele Fragezeichen um den IndyCar-Kalender“ (Motorsport-Total.com am 11. Dezember 2011)</ref> Am 22. Dezember 2011 wurde schließlich der Rennkalender für die Saison 2012 mit 15 Veranstaltungen veröffentlicht.<ref name="Kalender2012">„IndyCar-Kalender 2012 steht“ (Motorsport-Total.com am 22. Dezember 2011)</ref> Am 10. Februar gab die IndyCar Series bekannt, die 8. Veranstaltung auf der Milwaukee Mile auszutragen.<ref name="Milwaukee">Milwaukee Mile returns with June race in 2012 (motorsport.com am 12. Februar 2012)</ref>
Die IndyCar Series kehrte 2012 nach Detroit zurück und trat erneut auf dem Raceway at Belle Isle an. Zuletzt fand dort 2008 ein IndyCar-Rennen statt.<ref name="Detroit">„Offiziell: Chevrolet bringt Detroit zurück“ (Motorsport-Total.com am 13. Oktober 2011)</ref> Ebenfalls zurückkehrte der Auto Club Speedway in Fontana, wo die IndyCar Series letztmals 2005 antrat.<ref name="Race Control"/>
Mit den Streets of Qingdao in Qingdao sollte die IndyCar Series zum ersten Mal ein Rennen in der Volksrepublik China austragen werden.<ref name="Qingdao">„Perfekt: Die IndyCars fahren in China!“ (Motorsport-Total.com am 10. November 2011)</ref> Allerdings sagte der Rennveranstalter das Rennen Mitte Juni ab.<ref>Annika Kläsener: „IndyCar - Premieren-Rennen in China abgesagt“. Mögliches Ersatzrennen in der zweiten Saisonhälfte. Motorsport-Magazin.com, 13. Juni 2012, abgerufen am 13. Juni 2012.</ref> IndyCar-Chef Randy Bernard äußerte in diesem Zusammenhang, dass der Status des in Fontana geplanten Saisonfinales nicht vertraglich fixiert ist und das Saisonfinale auch nach diesem Rennen stattfinden könnte.<ref>Mark Glendenning: “IndyCar's Chinese round called off”. autorsport.com, 13. Juni 2012, abgerufen am 13. Juni 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Etwa zwei Wochen nach der Absage gab IndyCar bekannt, dass der Rennkalender auf 15 Rennen reduziert wird, da mögliche Ersatzveranstaltungen keine langfristige Perspektive boten. Titelsponsor Izod stimmte der Reduktion des Rennkalenders zu.<ref>Pete Fink: „Nur 15 Rennen: Kein China-Ersatz“. Motorsport-Total.com, 26. Juni 2012, abgerufen am 26. Juni 2012.</ref>
Drei Rennen fanden auf einer permanenten Rennstrecke, fünf Rennen auf Ovalen und sieben Rennen auf temporären Rennstrecken statt.
- Erklärung: O: Ovalkurs, T: temporäre Rennstrecke (Stadtkurs, Flugplatzkurs), P: permanente Rennstrecke
- Anmerkungen
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Rennberichte
1. Veranstaltung: Honda Grand Prix of St. Petersburg
- Streckentyp: temporäre Rennstrecke (Stadtkurs)
Der Honda Grand Prix of St. Petersburg in den Streets of St. Petersburg, Saint Petersburg, Florida, Vereinigte Staaten fand am 25. März 2012 statt und ging über eine Distanz von 100 Runden à 2,897 km, was einer Gesamtdistanz von 289,682 km entspricht.
Will Power gewann den Start, fiel aber strategiebedingt nach elf Runden ins Mittelfeld zurück und schaffe es nicht mehr zurück an die Spitze. Sein Teamkollege Hélio Castroneves gewann schließlich das Rennen vor Scott Dixon und Ryan Hunter-Reay.
Es war der erste Sieg mit einem Chevrolet-Motor seit der Rückkehr des Herstellers zu diesem Rennen.
2. Veranstaltung: Honda Indy Grand Prix of Alabama
- Streckentyp: permanente Rennstrecke
Der Honda Indy Grand Prix of Alabama im Barber Motorsports Park, Birmingham, Alabama, Vereinigte Staaten fand am 1. April 2012 statt und ging über eine Distanz von 90 Runden à 3,701 km, was einer Gesamtdistanz von 333,134 km entspricht.
Will Power gewann das Rennen vom siebten Startplatz aus startend vor Scott Dixon und Hélio Castroneves. Dixon lag die meisten Runden in Führung.
3. Veranstaltung: Toyota Grand Prix of Long Beach
- Streckentyp: temporäre Rennstrecke (Stadtkurs)
Der Toyota Grand Prix of Long Beach auf dem Long Beach Grand Prix Circuit, Long Beach, Kalifornien, Vereinigte Staaten fand am 15. April 2012 statt und ging über eine Distanz von 85 Runden à 3,167 km, was einer Gesamtdistanz von 269,211 km entspricht.
Zu diesem Rennen wurde eine neue Regelung für den gesamten Kurs umfassende Gelbphasen, sogenannte Full-Course-Caution, eingeführt. Bisher wurde die Boxengasse bei jeder Full-Course-Caution gesperrt und erst freigegeben, nachdem alle Piloten hinter dem Safety Car aufgereiht waren. Seit diesem Grand Prix bleibt die Boxengasse zukünftig bei allen Rennen auf Nicht-Ovalen bei Full-Course-Cautions ohne Notsituation offen. Für Notsituationen gilt die bisherige Regelung weiterhin.<ref>„Neue Regeln für die Gelbphasen“ (Motorsport-Total.com am 11. April 2012)</ref>
Will Power gewann das Rennen vor Simon Pagenaud und James Hinchcliffe. In der Schlussphase lagen Power, der auf eine Zwei-Stopp-Strategie gesetzt hatte, und Pagenaud, der dreimal stoppte, eng beieinander. Es waren die ersten Podest-Platzierung in der IndyCar Series für Pagenaud und Hinchcliffe.
4. Veranstaltung: Itaipava São Paulo Indy 300 presented by Nestle
- Streckentyp: temporäre Rennstrecke (Stadtkurs)
Das Itaipava São Paulo Indy 300 presented by Nestle auf dem São Paulo Street Circuit, São Paulo, Brasilien fand am 29. April 2012 statt und ging über eine Distanz von 75 Runden à 4,081 km, was einer Gesamtdistanz von 306,097 km entspricht.
Will Power führte das Rennen über 63 Runden an und erzielte seinen dritten Sieg in Folge (sowohl auf der Strecke als auch in der Saison). Ryan Hunter-Reay wurde Zweiter vor Takuma Satō, der seine erste Podest-Platzierung in der IndyCar Series erreichte.
5. Veranstaltung: 96. Indianapolis 500
- Streckentyp: Ovalkurs (Superspeedway)
Das 96. Indianapolis 500 auf dem Indianapolis Motor Speedway, Indianapolis, Indiana, Vereinigte Staaten fand am 27. Mai 2012 statt und ging über eine Distanz von 200 Runden à 4,023 km, was einer Gesamtdistanz von 804,672 km entspricht.
Im Qualifying zum Indianapolis 500 setzte sich Ryan Briscoe durch und erzielte die Pole-Position vor den zwei Andretti-Piloten James Hinchcliffe und Ryan Hunter-Reay. Da nur 33 Piloten an der Qualifikation teilnahmen, scheiterte kein Pilot an dieser.
Nachdem in der Anfangsphase Briscoe und Hunter-Reay ein Duell um die Führung austrugen, ging Andretti schließlich in Führung und lag in der ersten Rennhälfte insgesamt 59 Runden in Führung, was ihm zu dem Fahrer mit den meisten Führungsrunden machte.
Während zur Mitte des Rennens Takuma Satō und Scott Dixon viele Führungsrunden absolviert hatten, kam es in der Schlussphase zum internen Ganassi-Duell zwischen Dixon und Dario Franchitti um die Führung. Zwei Runden vor Schluss übernahm Franchitti die Führung. In der Schlussrunde versuchte Satō ihn zu überholen, doch er verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und schlug in die Mauer ein.
Franchitti gewann das Rennen schließlich unter gelb vor seinem Teamkollegen Dixon und Tony Kanaan. Es war Franchittis Dritter Sieg beim Indianapolis 500 nach 2007 und 2010. Er wurde damit zum ersten Europäer, der dieses Rennen dreimal gewann.
6. Veranstaltung: Chevrolet Detroit Belle Isle Grand Prix
- Streckentyp: temporäre Rennstrecke (Stadtkurs)
Der Chevrolet Detroit Belle Isle Grand Prix auf dem Raceway at Belle Isle, Detroit, Michigan, Vereinigte Staaten fand am 3. Juni 2012 statt und ging über eine Distanz von 60 Runden à 3,331 km, was einer Gesamtdistanz von 199,881 km entspricht.
Im Qualifying erzielte mit Scott Dixon erstmals kein Penske-Pilot die Pole-Position. Dixon setzte sich knapp gegen Will Power durch.
Im Rennen behielt Dixon die Führung beim Start vor Power. Die beiden setzten sich darauf an der Spitze ab. Auf dem vierten Platz lag E. J. Viso, der bis zu seinem Boxenstopp in der 28. Runde diverse Piloten hinter sich aufhielt.
In der 39. Runde schlug James Hinchcliffe in die Streckenbegrenzung ein. Auslöser hierfür war sich lösender Streckenbelag. Das Rennen wurde zunächst unter gelb neutralisiert weitergeführt und schließlich in der 45. Runde mit der roten Flagge unterbrochen. Der defekte Streckenbelag wurde entfernt und durch neuen ersetzt. Nach einer etwa zweistündigen Pause wurde das Rennen wieder aufgenommen und die Distanz von 90 auf 60 Runden reduziert.
Dixon behielt erneut die Führung und erzielte einen Start-Ziel-Sieg vor seinem Teamkollegen Dario Franchitti und Simon Pagenaud. Es war Dixons erster Saisonsieg und das erste Mal seit dem Einstieg von mehreren Motorenherstellern, dass die ersten drei Piloten allesamt den gleichen Motor verwendeten.
Wertungen
Punktesystem
Die Punkte wurden nach folgendem Schema vergeben:
| Position | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Punkte | 50 | 40 | 35 | 32 | 30 | 28 | 26 | 24 | 22 | 20 | 19 | 18 | 17 | 16 | 15 | 14 | 13 | 12 | 12 | 12 | 12 | 12 | 12 | 12 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 |
Außerdem gab es einen Zusatzpunkt für die Pole-Position und zwei zusätzliche Punkte für den Fahrer, der das Rennen die meisten Runden angeführt hat.
Für das Qualifying zum Indianapolis 500 wurden die Punkte wie folgt vergeben:
| Position | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Punkte | 15 | 13 | 12 | 11 | 10 | 9 | 8 | 7 | 6 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 4 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 |
Fahrerwertung
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Herstellerwertung
Bei der Herstellerwertung wurden die Punkte nach dem Schema 9-6-4 vergeben. Es zählte jeweils die beste Platzierung des jeweiligen Herstellers. Alle anderen Resultate flossen nicht in diese Wertung ein.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Saisonübersicht auf champcarstats.com (englisch)
<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
| AAA-Saison |
1905 | 1906–1908 | 1909 | 1910 | 1911 | 1912 | 1913 | 1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918 | 1919 | 1920 | 1921 | 1922 | 1923 | 1924 | 1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939 | 1940 | 1941 | 1942–1945 | 1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 |
| USAC-Saison |
1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 |
| CART-Saison |
1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 |
| OWRS-Saison | |
| IndyCar-Saison |
1996 | 1996/1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |