Ballstadt
Ballstadt Markt Lehrberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(41)&title=Ballstadt 49° 22′ N, 10° 32′ O
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dim=10000 | globe= | name=Ballstadt | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 445 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 41 (2014)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 91611 | |||||
| Vorwahl: | 09820 | |||||
Ballstadt (fränkisch: „Balschdad“<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 44.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Ballstadt liegt in der Gemarkung Brünst.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Seebach und am Birkenfelser Graben, der dort als rechter Zufluss in den Seebach mündet. 1,25 km nordwestlich liegt der Heßberg (489 m ü. NHN) im Forst Birkenfels. Im Süden liegt das Waldgebiet Hintere Schönau, im Südosten der Birkenschlag. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Brünst (1,7 km östlich), nach Lehrberg (2 km südwestlich) und zur Kreisstraße AN 21 südlich von Birkenfels (0,9 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1342 als „Balgstat“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist wohl der Scheltname Balg (s. a. Balg (Wiktionary)), den der Gründer der Siedlung getragen hat. 1439 wurde der Ort als „Walstat“ erwähnt, 1477 als „Palstat“, 1492 als „Balstat“, 1684 als „Baalstadt“ und 1732 als „Ballstatt“.<ref name="Fechter" />
Im 16-Punkte-Bericht des Fürstentums Ansbach von 1684 wurden für Ballstadt 9 Mannschaften angegeben. Grundherren waren das Hofkastenamt Ansbach (1 Anwesen), der Bürgermeister und Rat zu Ansbach (1), der Geheime Rat Förster (1) und das eichstättische Vogtamt Lehrberg (6). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft war strittig zwischen dem Hofkastenamt Ansbach und dem Vogtamt Lehrberg.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 347. Zitiert nach Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 679 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bildete Ballstadt mit der Walkmühle eine Realgemeinde bestehend aus 10 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte weiterhin das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das eichstättische Vogtamt Lehrberg inne. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Hofkastenamt Ansbach: 1 Dreiviertelhof, 1 Walkmühle; Ansbacher Rat: 1 Gütlein) und das Hochstift Eichstätt (Propsteiamt Herrieden: 1 Halbhof, 1 Viertelhof, 4 Güter; Kantorei und Kapitel des Stifts Herrieden: 1 Gut).<ref name="HistAtlasFI35-835">Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 835 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Baalstatt. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 15 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Band 1, Sp. 214.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="HistAtlasFI35-982">Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 982 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Ballstadt dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–1817. Zitiert nach Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 961 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1978 nach Lehrberg eingemeindet.<ref name="HistAtlasFI35-982" /><ref>Lehrberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Margaretha (Lehrberg) gepfarrt.<ref name="HistAtlasFI35-835"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Baalstatt. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 214 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 44–45.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Ballstadt in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Ballstadt im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Ballstadt | Berndorf | Birkach | Brünst | Buhlsbach | Dauersmühle | Fritzmühle | Gödersklingen | Gräfenbuch | Hürbel am Rangen | Kohlmühle | Kühndorf | Lehrberg | Oberheßbach | Obersulzbach | Pulvermühle | Röshof | Schmalach | Schmalenbach | Seemühle | Unterheßbach | Untersulzbach | Walkmühle | Wüstendorf | Zailach | Ziegelhütte
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