Berndorf (Lehrberg)
Berndorf Markt Lehrberg
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(67)&title=Berndorf 49° 22′ N, 10° 26′ O
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dim=10000 | globe= | name=Berndorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 446 (441–456) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 67 (31. Dez. 2008)<ref name="archive-is">www.lehrberg.de (4 Dez. 2012 15:28:30 UTC) auf archive.is Die Einwohnerzahl sämtlicher Ortsteile entspricht annähernd dem Einwohnerstand der Gesamtgemeinde für den 31. 12. 2008. Die Differenz von 8 Einwohnern erklärt sich durch die Nichtauflistung der selbstständigen Ortsteile Dauers-, Fritz-, See- und Walkmühle.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91611 | |||||
| Vorwahl: | 09803 | |||||
Berndorf (fränkisch ebenfalls Berndorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 47. Dort folgendermaßen transkribiert: „bęrndorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Berndorf liegt in der Gemarkung Obersulzbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Berndorfer Bach, ein linker Zufluss des Emischbachs, der rechts in den Sulzbach fließt. Dieser mündet rechts in die Fränkische Rezat. Im Norden erhebt sich der Vogelbuck, dahinter liegt das Heiligenholz, im Süden grenzt das Waldgebiet Altes Schloß an. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Untersulzbach zur Kreisstraße AN 2 (1,3 km nordöstlich) bzw. zur AN 2 bei Obersulzbach (0,8 km nördlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Colmberg zur Staatsstraße 2255 (2,5 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1319 als „Berndorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist entweder der Personenname Bero oder der Bär. Im ersten Fall würde auf den Gründer der Siedlung verwiesen werden, im zweiten Fall darauf, dass es in der Umgebung Bären gab.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 47.</ref>
Ungefähr 500 Meter südwestlich von Berndorf befindet sich auf einem Plateau der denkmalgeschützte Burgstall des großen, runden Turmhügels Altes Schloss, der im Volksmund „Alte Burg“ genannt wird. Die Burg war wohl Sitz der Ritter von Geißendorf, die zur Colmberger Burgmannschaft zählten.
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamtes Ansbach von 1684 wurden für Berndorf 17 Mannschaften verzeichnet. Grundherren waren Stiftsamt Ansbach (12 Anwesen), das Kastenamt Colmberg (1) und das Vogtamt Birkenfels (4). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 127, 345. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 679.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Berndorf 14 Anwesen. Das Hochgericht übte das Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach. Grundherr über alle Anwesen war das Fürstentum Ansbach (Stiftsamt Ansbach: 1 Dreiviertelhof, 6 Köblergüter, 3 Söldengütlein; Kastenamt Colmberg: 4 Köblergüter). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J837">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 837.</ref><ref>Nach Johann Bernhard Fischer: Berndorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 16 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 359 f.) soll es 19 Untertansfamilien gegeben haben.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1005">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1005.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Berndorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Obersulzbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Obersulzbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref><ref>Nach K. Rosenhauer soll Berndorf bis 1818 eine Gemeinde gewesen sein. Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf 1964, DNB 450093387, OCLC 17146040, S. 12.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 nach Lehrberg eingemeindet.<ref name="J1005"/><ref>Lehrberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Maria (Obersulzbach) gepfarrt.<ref name="J837"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Dionysius (Virnsberg) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Berndorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 359–360 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 47.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 82.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Berndorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Berndorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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