Gödersklingen
Gödersklingen Markt Lehrberg
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(80)&title=G%C3%B6dersklingen 49° 23′ N, 10° 34′ O
{{#coordinates:49,3775|10,560555555556|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Gödersklingen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 443 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 80 (31. Dez. 2008)<ref name="archive-is"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.lehrberg.de ( vom 8. April 2014 im Internet Archive) (4 Dez. 2012 15:28:30 UTC) auf archive.is Die Einwohnerzahl sämtlicher Ortsteile entspricht annähernd dem Einwohnerstand der Gesamtgemeinde für den 31. 12. 2008. Die Differenz von 8 Einwohnern erklärt sich durch die Nichtauflistung der selbstständigen Ortsteile Dauers-, Fritz-, See- und Walkmühle.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91611 | |||||
| Vorwahl: | 09828 | |||||
Gödersklingen (fränkisch: Gädasch-glínga<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 83. Dort folgendermaßen transkribiert: „gędəschglínga“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Gödersklingen liegt in der Gemarkung Brünst.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Unmittelbar westlich des Dorfs bei den Schleiseweihern entspringt der Zellbach, der mit dem Wernsbach (rechts) zur Rippach zusammenfließt. Im Westen grenzt das Waldgebiet Zimmerlach mit dem Forschenbuck (468 m ü. NHN) an, 0,75 km südlich liegen die Brandhölzer, 0,5 km östlich liegen die Oberen Hölzer.
Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Wüstendorf (1,5 km südöstlich), zur Staatsstraße 2255 (0,3 km westlich) zwischen Ansbach (8 km südlich) und Rügland (4 km nordöstlich) und die St 2255 kreuzend nach Kettenhöfstetten (2,2 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde Im Würzburger Lehenbuch, das zwischen 1303 und 1313 entstanden ist, als „Götlingsclingen“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, wobei das Grundwort „–clingen“ auf eine Talenge verweist. Die Bedeutung des Bestimmungswortes „Götling“ ist unklar, vermutlich leitet sich aber das Wort von einem Personennamen ab.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 83.</ref> Die Herren von Heideck hatten zu dieser Zeit die Grundherrschaft und Vogtei über 31⁄2 Huben.<ref>Staatsarchiv Würzburg, Würzburger Lehenbücher 1. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 187.</ref> 1404 verkauften Friedrich und Johann von Heideck ihren Besitz an das Gumbertusstift. Im Dreißigjährigen Krieg war der Ort bis auf zwei Häuser verödet.<ref>K. H. v. Lang: Landgericht Ansbach, S. 18.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Gödersklingen 17 Anwesen (6 Halbhöfe, 3 Güter, 5 Gütlein, 1 Halbgut, 2 Leerhäuser) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach.<ref name="J859">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 859.</ref> Es gab zu dieser Zeit 19 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Gödersklingen. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 18 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 348.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J982">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 982.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Gödersklingen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1978 nach Lehrberg eingemeindet.<ref name="J982"/><ref>Lehrberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt.<ref name="J859"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Gödersklingen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 348 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Gädersklingen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 743 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 83.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Landgericht Ansbach 1809
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Gödersklingen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Gödersklingen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Ballstadt | Berndorf | Birkach | Brünst | Buhlsbach | Dauersmühle | Fritzmühle | Gödersklingen | Gräfenbuch | Hürbel am Rangen | Kohlmühle | Kühndorf | Lehrberg | Oberheßbach | Obersulzbach | Pulvermühle | Röshof | Schmalach | Schmalenbach | Seemühle | Unterheßbach | Untersulzbach | Walkmühle | Wüstendorf | Zailach | Ziegelhütte
Sonstige Wohnplätze: Buhlsmühle | Marienhöhe | Schmalenbacher Mühle