Wüstendorf (Lehrberg)
Wüstendorf Markt Lehrberg
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(29)&title=W%C3%BCstendorf 49° 22′ N, 10° 34′ O
{{#coordinates:49,366111111111|10,571666666667|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Wüstendorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 424–435 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 29 (31. Dez. 2008)<ref name="archive-is"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.lehrberg.de ( vom 8. April 2014 im Internet Archive) (4 Dez. 2012 15:28:30 UTC) auf archive.is Die Einwohnerzahl sämtlicher Ortsteile entspricht annähernd dem Einwohnerstand der Gesamtgemeinde für den 31. 12. 2008. Die Differenz von 8 Einwohnern erklärt sich durch die Nichtauflistung der selbstständigen Ortsteile Dauers-, Fritz-, See- und Walkmühle.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91611 | |||||
| Vorwahl: | 09828 | |||||
Wüstendorf (fränkisch: Wiastndorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 208. Dort folgendermaßen transkribiert: „wīəstndorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Lehrberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Wüstendorf liegt in der Gemarkung Brünst.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 2. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt am Wernsbach, der mit dem Zellbach (links) zur Rippach zusammenfließt, und am Kohlbach, der dort als rechter Zufluss in den Wernsbach mündet. Im Osten grenzen die Waldgebiete Berlach und Rehlesholz an. 0,75 km nordwestlich liegen die Brandhölzer. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gödersklingen zur Staatsstraße 2255 (1,7 km nordwestlich) bzw. nach Schmalach ebenfalls zur St 2255 (1,4 km westlich), an der Alexandermühle vorbei nach Wernsbach zur Kreisstraße AN 10 (2 km südöstlich) und nach Moratneustetten (2 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Würzburger Lehenbuch von 1317 als „Wustendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Aus dem Ortsnamen kann geschlossen werden, dass die Siedlung an einem unbebauten, wüsten Platz gegründet wurde (siehe dazu auch bei Wüstenbruck).<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 208.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wüstendorf 8 Anwesen (1 Hof, 6 Güter, 1 Leerhaus). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Stiftsamt Ansbach.<ref name="J934">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 934.</ref><ref>Nach Johann Bernhard Fischer: Wüstendorf bey Wernspach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 29 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 492) waren nur sechs der acht Untertansfamilien ansbachisch.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J982">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 982.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wüstendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Brünst und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Brünst zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Januar 1978 nach Lehrberg eingemeindet.<ref name="J982"/><ref>Lehrberg > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Wernsbach bei Ansbach) gepfarrt.<ref name="J934"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.<ref>Geschichte > Christkönig wird eigenständige Pfarrei. In: christkoenig-ansbach.de. Abgerufen am 6. April 2023.</ref>
Wanderwege
Durch den Ort führen die Fernwanderwege Ansbacher Weg und Roter Tropfen.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Wüstendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 492 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 208.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Wüstendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Wüstendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Ballstadt | Berndorf | Birkach | Brünst | Buhlsbach | Dauersmühle | Fritzmühle | Gödersklingen | Gräfenbuch | Hürbel am Rangen | Kohlmühle | Kühndorf | Lehrberg | Oberheßbach | Obersulzbach | Pulvermühle | Röshof | Schmalach | Schmalenbach | Seemühle | Unterheßbach | Untersulzbach | Walkmühle | Wüstendorf | Zailach | Ziegelhütte
Sonstige Wohnplätze: Buhlsmühle | Marienhöhe | Schmalenbacher Mühle